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Oder aber das Leben in die eigenen Hände nehmen. Bild: Kafi Freitag

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Kafi, erst einmal ein grosses Kompliment für deinen einzigartigen Blog! 

19.06.15, 14:43 19.06.15, 16:06

Nun versuche ich mein Glück, da ich zu einem bestimmten Thema ebenda keine Antwort gefunden habe. Es geht darum, dass mein Freund und ich heiraten wollen, bei beiden sind die Eltern geschieden und haben keinen Kontakt, bei mir etwas länger als bei ihm. Für eine Blitzhochzeit in Vegas sind wir beide finanziell zu wenig gut gestellt und wäre auch nicht so unser Ding. Wie also geht man das am konfliktärmsten an? Alle Elternteile inklusive neuem Anhang einladen oder niemanden? Danke für deinen Vorschlag! Renate, 25

Liebe Regina 

Ganz lieben Dank für Ihre wohlwollenden Zeilen, sie haben mich sehr gefreut.

Unser halbes Leben lang (wenn nicht sogar noch länger) versuchen wir, es allen Recht zu machen. Und ich habe davon die Schnauze voll, muss ich Ihnen gestehen.

Es ist Ihr Leben. Es ist Ihre Hochzeit. Es ist Ihr Tag, Ihr Zeremoniell und ja, es ist schlussendlich auch Ihr Geld. Darum muss der Tag nur für Sie beide stimmen. Für sonst niemanden. Wirklich niemanden. Ich buchstabiere es für Sie gerne nochmals: ES IST IHR TAG. Das klingt jetzt furchtbar egoistisch. Und das ist es auch. Und das soll auch so sein. Wenn es für Sie stimmig ist, alle einzuladen, dann tun Sie das. Wenn es für Sie stimmig ist, keinen davon einzuladen, dann tun Sie das. Wenn Sie klammheimlich in einem kleinen Standesamt heiraten wollen, dann tun Sie das.

Ich bin heute 40 Jahre alt geworden und darf sagen, dass ich etwas mit jedem Jahr besser kapiere: ICH bin für mein eigenes Leben verantwortlich und für das meines Kindes. Darüber hinaus bin ich niemandes Glückes Schmied. Das ist eine sehr einschneidende Einsicht, das gebe ich zu. Und ja, sie verleitet manchmal zu recht radikalen Entscheidungen. Aber ich habe bis heute keine davon bereut.

Alles Liebe Ihnen beiden. Ich wünsche Ihnen den allerschönsten Tag, den Sie sich vorstellen können. Und ein gutes Leben. Ganz herzlich.

Ihre Kafi. 

Fragen an Frau Freitag? ​ 

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Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines zehnjährigen Sohnes.

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Sälber tschuld! Hier nachlesen!

Bild: Kafi Freitag

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • July 22.06.2015 01:22
    Highlight Oben Renate, aber in der Anrede Regina?;)
    4 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 20.06.2015 09:27
    Highlight Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 40. Geburtstag. Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Blog erfolgreich genug bleibt, dass es nicht mehr nötig ist, Lobhuddeleien in den Lead zu nehmen.
    12 5 Melden
    • milkdefeater 20.06.2015 20:00
      Highlight Spielverderber. Mir kommt's vor, als ob sie einen Freitagsbashingstrend setten wollen.
      2 6 Melden
  • Nordurljos 19.06.2015 16:49
    Highlight Happy Birthday :)
    4 7 Melden
    • kafi 21.06.2015 21:03
      Highlight Merci!
      0 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.06.2015 15:53
    Highlight Happy B-Day! :)
    4 7 Melden
    • kafi 21.06.2015 21:03
      Highlight Danke!
      0 1 Melden
  • Karl33 19.06.2015 15:41
    Highlight "ICH bin für mein eigenes Leben verantwortlich und für das meines Kindes"
    Das unterscheidet euch Frauen von uns Männern. Wir sind nämlich für das Leben unserer Kinder verantwortlich UND für das Leben der Frau. Etwas weniger ICH ICH.
    8 36 Melden
    • Miicha 19.06.2015 16:17
      Highlight Mein Beileid.
      31 5 Melden
    • Achja 22.06.2015 10:17
      Highlight Ich weiss nicht, mit wem ich mehr Mitleid habe: mit Ihnen oder mit Ihrer Frau, die nicht für ihr Leben verantwortlich sein darf.
      6 2 Melden

Liebe Kafi, Ich arbeite in einem Unternehmen, bei dem Überzeit nicht vergütet und als Investment angesehen wird

Seit 4 Jahren arbeite ich bis zum Gehtnichtmehr – Beförderungen etc. erreicht. Mittlerweile habe ich mich entschieden, zu gehen und habe eine tolle Stelle gefunden. Künden werde ich sobald ich den neuen Vertrag habe – sogar 7 Monate vorher anstatt nur die 2 Monate, die ich müsste. Wie höre ich auf? (Überstunden zu machen, um alles kümmern, mich für alle zu opfern). Danke :-) Lea, 29

Liebe Lea

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie weitere 7 Monate im Betrieb bleiben werden, obwohl Ihre Kündigungsfrist 2 Monate beträgt? Bin mir gerade nicht ganz sicher. Hoffe eigentlich sogar, dass ich das falsch verstehe. Denn das wäre sehr ungünstig.

Ich bin der Meinung, dass man gekündigte Menschen möglichst schnell aus der Firma haben sollte. Und zwar im Interesse beider Seiten. Es ist meist recht unangenehm, in diesem Zustand weiterhin in einem Team zu arbeiten. Darum: Falls ich das …

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