Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Oder aber das Leben in die eigenen Hände nehmen. Bild: Kafi Freitag

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Kafi, erst einmal ein grosses Kompliment für deinen einzigartigen Blog! 

Nun versuche ich mein Glück, da ich zu einem bestimmten Thema ebenda keine Antwort gefunden habe. Es geht darum, dass mein Freund und ich heiraten wollen, bei beiden sind die Eltern geschieden und haben keinen Kontakt, bei mir etwas länger als bei ihm. Für eine Blitzhochzeit in Vegas sind wir beide finanziell zu wenig gut gestellt und wäre auch nicht so unser Ding. Wie also geht man das am konfliktärmsten an? Alle Elternteile inklusive neuem Anhang einladen oder niemanden? Danke für deinen Vorschlag! Renate, 25



Liebe Regina 

Ganz lieben Dank für Ihre wohlwollenden Zeilen, sie haben mich sehr gefreut.

Unser halbes Leben lang (wenn nicht sogar noch länger) versuchen wir, es allen Recht zu machen. Und ich habe davon die Schnauze voll, muss ich Ihnen gestehen.

Es ist Ihr Leben. Es ist Ihre Hochzeit. Es ist Ihr Tag, Ihr Zeremoniell und ja, es ist schlussendlich auch Ihr Geld. Darum muss der Tag nur für Sie beide stimmen. Für sonst niemanden. Wirklich niemanden. Ich buchstabiere es für Sie gerne nochmals: ES IST IHR TAG. Das klingt jetzt furchtbar egoistisch. Und das ist es auch. Und das soll auch so sein. Wenn es für Sie stimmig ist, alle einzuladen, dann tun Sie das. Wenn es für Sie stimmig ist, keinen davon einzuladen, dann tun Sie das. Wenn Sie klammheimlich in einem kleinen Standesamt heiraten wollen, dann tun Sie das.

Ich bin heute 40 Jahre alt geworden und darf sagen, dass ich etwas mit jedem Jahr besser kapiere: ICH bin für mein eigenes Leben verantwortlich und für das meines Kindes. Darüber hinaus bin ich niemandes Glückes Schmied. Das ist eine sehr einschneidende Einsicht, das gebe ich zu. Und ja, sie verleitet manchmal zu recht radikalen Entscheidungen. Aber ich habe bis heute keine davon bereut.

Alles Liebe Ihnen beiden. Ich wünsche Ihnen den allerschönsten Tag, den Sie sich vorstellen können. Und ein gutes Leben. Ganz herzlich.

Ihre Kafi. 

Fragen an Frau Freitag? ​ 

Hier stellen! 

Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines zehnjährigen Sohnes.

Haben Sie Artikel von FRAG FRAU FREITAG verpasst?
Sälber tschuld! Hier nachlesen!

Image

Bild: Kafi Freitag

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • July 22.06.2015 01:22
    Highlight Highlight Oben Renate, aber in der Anrede Regina?;)
  • Bruno Wüthrich 20.06.2015 09:27
    Highlight Highlight Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 40. Geburtstag. Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Blog erfolgreich genug bleibt, dass es nicht mehr nötig ist, Lobhuddeleien in den Lead zu nehmen.
    • milkdefeater 20.06.2015 20:00
      Highlight Highlight Spielverderber. Mir kommt's vor, als ob sie einen Freitagsbashingstrend setten wollen.
  • Nordurljos 19.06.2015 16:49
    Highlight Highlight Happy Birthday :)
    • kafi 21.06.2015 21:03
      Highlight Highlight Merci!
  • Karl33 19.06.2015 15:41
    Highlight Highlight "ICH bin für mein eigenes Leben verantwortlich und für das meines Kindes"
    Das unterscheidet euch Frauen von uns Männern. Wir sind nämlich für das Leben unserer Kinder verantwortlich UND für das Leben der Frau. Etwas weniger ICH ICH.
    • Miicha 19.06.2015 16:17
      Highlight Highlight Mein Beileid.
    • Achja 22.06.2015 10:17
      Highlight Highlight Ich weiss nicht, mit wem ich mehr Mitleid habe: mit Ihnen oder mit Ihrer Frau, die nicht für ihr Leben verantwortlich sein darf.

FRAGFRAUFREITAG

Hoi Kafi! Meine Mutter (68) hat die letzten zehn Jahre von Enkeln gesprochen und nun wo sie da sind, sind sie und ihr neuer Partner praktisch immer weg.   

Liebe Sabine  Da redet Ihre Mutter ein Jahrzehnt von Enkeln und kaum sind sie da, sucht sie das Weite. Und soll ich Ihnen etwas sagen: Ich würde exakt das Gleiche tun! Nein ernsthaft. Ich mache mir immer mal wieder Gedanken über das Leben nach der Pensionierung. Und komme immer zum selben Schluss: Wenn man nicht finanziell auf wirklich edlen Rosen gebettet ist, ist es keine schöne Lebensphase. Wir werden immer älter und bleiben dank der modernen Medizin auch länger fit. Und dennoch …

Artikel lesen
Link to Article