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Liebe bedeutet auch: zusammenrücken.  kafi freitag

Kafi, ich will Grosses bewirken und den Krieg verhindern! Aber wie?

Liebe Frau Freitag. In einer Zeit, wo der gfürchige Politiker Trump und neben ihm auch andere Schauergestalten sich aus den Tiefen erheben: Was kann man tun? Ich finde, im nächsten Umkreis positiv wirken reicht nicht mehr. Ich will keinen dritten Weltkrieg, keine Jagd auf Muslime und andere. Wie schicken wir unsere Liebe in die obersten Etagen, wie bringen wir Licht in die Welt und vertreiben die Dunkelheit? Ich möchte Action im grossen Stil. Mit Liebe. Lia, 37



Liebe Lia

Danke für Ihre Frage. Ich fühle genau wie Sie und viele andere auch. Darum sind in Washington so viele Menschen auf die Strasse, wie vermutlich noch gar nie zuvor. Wir sind also in guter Gesellschaft und mit unseren Gefühlen nicht allein. Das ist doch schon mal gut zu wissen, nicht?

Action im grossen Stil wollen Sie also. Können Sie haben. Mobilisieren Sie die Menschen, wie es in den Staaten gemacht wurde. Werden Sie aktiv, werden Sie laut, stehen Sie auf. Zusätzlich können Sie alle Petitionen unterschreiben, die in besagte Richtung gehen und Politikern Briefe schreiben. Das alles können Sie tun. Ich kenne eine Handvoll Menschen, die jeden Tag Energie in solche Aktionen stecken und nicht aufhören, für eine bessere Welt zu kämpfen. Das ist ein anstrengender Kampf und er kann einen aushöhlen, aber es ist so wichtig, dass er niemals aufgegeben wird.

Ich persönlich habe mich für einen etwas anderen Weg entschieden, weil ich, anders als Sie, sehr an die Aktionen im direkten Umkreis glaube. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Liebe, die ich meinen direkten Mitmenschen schenke, zu einer Kettenreaktion führt, die zu etwas Grösserem wird und Liebe in die obersten Etagen und Licht in die Dunkelheit bringt. Es ist wunderbar, wenn Sie an einer bedeutungsvollen Aufgabe arbeiten und Ihre Power in eine umfassendere Aktivität geben. Aber es wird Sie nirgendwo hinführen, wenn Sie es im Kleinen nicht auch tun. Ich kenne Menschen, die sich der grossen Sache verschrieben haben, weil es gegen aussen einfach viel mehr hermacht, als wenn man im Kleinen wirkt. Die Wirkung und die Resonanz, die man mit einer öffentlichen Aktion generieren kann, ist nicht zu unterschätzen und es ist wichtig, dass man diese Tools und dieses Wissen intelligent und bewusst einsetzt. Die Gefahr, dass man sich nur noch in medienwirksamen Kampagnen engagiert und die unauffälligen Schauplätze darob vergisst, besteht allerdings dabei. Und diese bergen ein gewisses Frustpotenzial, weil sie trotz grossem Engagement selten kurzfristig zum Ziel führen.

Wenn Sie beides tun können, stürzen Sie sich auf die grossen Dinge! Falls es nur für eines reicht, konzentrieren Sie sich auf den nächsten Umkreis. Nur wenn dieser mit Liebe geflutet wird, kann eine starke Bewegung daraus entstehen. Wenn Sie einen Stein ins Wasser werfen, zieht dieser auch erst kleine Kreise, bevor er sich in grosse ausweitet. Echte Liebe beginnt immer mit kleinen Kreisen. Und nur mit echter Liebe erreichen wir den Effekt, den wir heute so dringend brauchen.

Fangen Sie noch heute damit an. Schenken Sie den Menschen, denen Sie auf der Strasse begegnen, ein grundloses Lächeln. Halten Sie eine Türe auf, wo Sie es sonst nicht tun würden. Schreiben Sie jemandem eine liebe SMS, einen liebevollen Kommentar unter ein Foto, wo sonst die Zeit dafür fehlt. Stellen Sie sich neben Menschen, die in der Öffentlichkeit dumm angemacht werden. Lernen Sie die muslimische Familie kennen, deren Tochter mit ihrer zur Schule geht. Es sind klitzekleine Interventionen, die Ihnen wenig öffentlichen Beifall eintragen werden, die aber viel mehr bewirken, als wir uns denken können! Die Liebe im grossen Stil beginnt mit der Liebe im kleinen Stil. Wie können wir uns Weltfrieden wünschen, solange wir es nicht schaffen, einander in Kommentarspalten respektvoll zu begegnen.

Erst wenn wir zu diesem kleinen unspektakulären Frieden imstande sind, werden wir den umfassenderen erleben. Es gibt keine Abkürzung in diesem Prozess. Zuerst steht immer die Liebe zu sich selber. Vielen Menschen ist dieser Weg zu wenig bedeutungsvoll, Sie wollen lieber die volle Show der ganz grossen Gesten. Zu welchen gehören Sie?

Mit viel Liebe. Ihre Kafi

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kstyle 07.02.2017 17:51
    Highlight Highlight Wieso nicht im kleinen wenn nur jeder sein umfeld rein hält hätten wir schon viel gewonnen. Was haben die Occupy bewegungen gebracht? Nichts
  • Don Alejandro 06.02.2017 18:56
    Highlight Highlight Jetzt komme ich als Pessimist und sage; bewirken kannst du was für dein eigenes Gewissen, ändern wirst du mit deiner Action wenig bis nichts. Gehe wählen, mobilisiere dein Umfeld unterstützte relevante Organisationen finanziell. Und versuche politisch einseitige Kleingeister nicht mit Argumenten zu überzeugen, denn es bringt nichts. Lebe dein Leben weiter wie bis anhin, auch wenn es in aktuellen politischen Umfeld schwerfällt. Lasse dich nie entmutigen und gehe dein Weg unbeirrt weiter.
  • Pasionaria 05.02.2017 06:25
    Highlight Highlight Frau Freitag,
    mit einer kurzen, treffenden Antwort haetten Sie die untenstehende, lapidare Diskussion verhindern koennen.
    Entschuldigen Sie meinen leisen Verdacht, dass es Ihnen ev. sehr gelegen kommt, dank Ihrer kleinen Fangruppe, einige Postings mehr zu generieren. Ob das Ihnen vielleicht wichtig ist?
    Wieso machen Sie diesen, auch mir unsympathischen Spekulationen kein Ende? Es waere allen gedient.
    Welche Kriterien braucht es, um von Ihnen eine Antwort zu erhalten??
  • kafi 03.02.2017 11:56
    Highlight Highlight Grossartige Dialogkultur grad hier. Danke Euch!
    Like!
    Kafi
    • Pasionaria 03.02.2017 21:17
      Highlight Highlight Stimmt, erfreulicherweise.
      Wieso, Frau von und zu Freitag, sind Sie selbst nicht in der Lage eine hoeflich gestellte Frage zu beantworten. Ist dies als Blogautorin vorgelebte Dialogkultur?
      Einfach total unverstaendlich!
    • Spooky 04.02.2017 02:53
      Highlight Highlight Also, liebe Pasionaria, ich glaube es fast nicht.

      Was machst du nur für ein Theater!

      Hier auf Watson - und allgemein im virtuellen Internet - ist niemand zu etwas verpflichtet.

      Du bist nicht dazu verpflichtet, mir zu antworten, ich nicht der Kafi, und Kafi kann überhaupt machen was sie will, weil es IHR Blog ist. Das ist halt nun mal so. Begreife das endlich.

      Dein Guru Hugo Stamm antwortet ja auch höchst selten jemandem. Aber bei ihm gelten halt für dich andere Regeln, schon klar.
    • gelesen 04.02.2017 20:14
      Highlight Highlight spook, poor p., rose hip:
      Ihr nuckelt halt lieber an lauem Kafi, als an einem wirklichen Espresso, der es in sich hat. Wake up poor poets.
      Auch Kafi, wäre mal reif für mehr A….. , das kann der Qualität wirklich nicht schaden. Ehrlich. Come on. Stiere packt frau/man bei den Hörnern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 02.02.2017 19:13
    Highlight Highlight Je nach beruflicher Qualifikation und persönlichen Umständen kann man sich auch etwas aktiver einbringen.
    IKRK, MSF, Save the Children und andere Organisationen sowie von Privaten betriebene Projekte bieten dazu jede Menge Gelegenheit. Machen statt reden !
    • poga 02.02.2017 19:47
      Highlight Highlight @Gummibär ich möchte jetzt keinesfalls die Taten dieser Organisationen schmälern. Es ist gut dass es Leute gibt die so etwas machen. Nur sind diese Organisationen im Gesammtbild eher da um das schlimmste zu verhindern. Eine wirkliche Veränderung können auch diese nicht vollbringen geschweige denn eine einzelne Person darin.
    • Spooky 05.02.2017 09:57
      Highlight Highlight @deleted_500787973

      "Espressi in der Schweiz sind lediglich bitter, mehrheitlich wässerig und nichtssagend durchgedrückt."

      Hahaa! Scusa, aber du hast ja total keine Ahnung von gutem Espresso. Komm mal in den Tessin. Bei uns ist der Espresso die Hälfte billiger als bei euch und aber zweimal besser als im Norden ;-))))
  • Phipsli 02.02.2017 15:27
    Highlight Highlight Jeder Mensch ist mitverantwortlich wie es auf der Welt aussieht und solange man Kriege etc. einfach als normal hinnimmt ist man mitverantwortlich dafür dass sich nie was ändert...
    • 3fuss 03.02.2017 13:47
      Highlight Highlight Krieg ist nicht normal.
      Aber Krieg ist unausweichlich.

      Das liegt am Selbsterhaltungstrieb. Wenn ich nur überleben kann, wenn ich Dich verhungern lasse, dann lasse ich Dich verhungern.
      Ausser Du erschlägst mich vorher, damit Du nicht verhungern musst.
  • Lia_yesss 02.02.2017 14:53
    Highlight Highlight Danke Kafi für deine lange Antwort! Ja, natürlich steht am Anfang immer die "Action im Kleinen", bei sich selber und im eigenen Umfeld, die wunderbare Auswirkungen hat und ausstrahlt. Ich sehe es immer wieder, bei anderen, bei mir- und natürlich bei deinem Blog. Das normale Leben ist oft schon genug herausfordernd, ja. Und trotzdem hoffe ich, dass in nächster Zeit immer mehr von uns zusammenfinden, um mit ihrem Bestreben nach Frieden und liebevollem Umgang auch in der Öffentlichkeit sichtbarer zu werden. Z.B. am 18. März am Women's March in Züri ;) Herzlich alles Gute dir und uns allen. Lia.
  • GeorgOrwell 1984 02.02.2017 14:41
    Highlight Highlight Hallo Lia,
    Vielen Dank für deine Frage, es beschäftig mich auch sehr, vor allem, wenn ich mir etwas gönne, wie zbsp. All inkl. Ferien u.ä. denke ich daran, auf wessen Kosten ich das machen kann... Klar arbeiten wir hart und verdienen es, uns zu verwöhnen, jedoch sollte dies nicht auf Kosten von ertrunkenen oder verhungerten Kinderleichen sein.
    Auch ich würde gerne etwas bewirken können (das Gewissen beruhigen, oder ist es doch mehr??)...
    Evtl. könnte sich Watson da als Organisator für eine Wohltätigkeitsaktion oder evtl. doch mehr (?) einsetzen?
    LG
    • Lia_yesss 03.02.2017 00:18
      Highlight Highlight Hallo GeorgOrwell1984, leben und erholen müssen auch wir uns. Das schliesst doch ein Engagement nicht aus, sondern da tankt man Kraft dafür! Wenn Sie in Griechenland vor Ort - oder mit Spenden - den in der Kälte gestrandeten Flüchtlingskindern helfen wollen, melden Sie sich bei BAAS. Gülsha war auch da. https://www.facebook.com/groups/1159112204116287
      Und wenn Sie für "Liebe, Solidarität, Freiheit und Gleichheit" an die Öffentlichkeit gehen wollen: Möglich am Women's March in Zürich am 18. März. Mehr Infos hier: https://www.facebook.com/events/1219873374715397/

      Let's do this...
  • 3fuss 02.02.2017 11:02
    Highlight Highlight Gebäre ein Dutzend Kinder und erziehe sie so, dass sie eine bessere Welt erschaffen.
  • ElendesPack 02.02.2017 08:49
    Highlight Highlight Tja, Kafi, da kann man sich doch auch die Frage stellen, wie man sich den Weltfrieden (den es übrigens nie geben wird) wünschen kann, wenn man vermittels einer Kolumne regelmässig die Leute anpampt für Fragen, die zwar nicht besonders helle sind, die man aber durchaus auch anständiger beantworten könnte. Ebenso könnte man sich fragen, wie es den Weltfrieden jemals sollte geben können, wenn man für sich selbst beschlossen hat, Leute nicht mehr zu mögen, wenn sie das politische Heu nicht auf der gleichen Bühne haben.
    Aber viel Erfolg trotzdem beim Ponyreiten.
    • Pasionaria 03.02.2017 01:38
      Highlight Highlight Nix von > elendesPack
      Cc Frau Freitag
      1/2
      Wie so richtig erkannt, EP, danke.
      Wie kann man fuer liebevolles Umgehen mit dem Mitmenschen plaedieren, wie Sie es oben zutreffend erwaehnen, zudem als Rat entgegenhalten: "Schreiben Sie jemandem eine liebe SMS, einen liebevollen Kommentar..." dann selbst nicht faehig sein, im eigenen Blog (!) eine hoeflich gestellte, scheinbar unbequeme Frage, zu beantworten?
      Damit kann man schon Muehe haben.



    • Pasionaria 03.02.2017 01:40
      Highlight Highlight ff .....
      Wie sagt es M. Gandhi so zutreffend: Sei du selbst die Veraenderung, die du dir wuenschst für diese Welt. ...
      Fr. Freitag, bitte in Zukunft keine Fragen von Ratsuchenden mehr herabwuerdigend beantworten.
      Sie koennen es auch anders, das haben Sie
      schon bewiesen.

      Zum mind. 6.ten Mal, bitte geben Sie mir die Kriterien an, welche erfuellt sein muessen, damit Sie antworten. Auf Komplimente, die keine Fragen sind, tun Sie es komischerweise noch so gerne.
  • Spooky 02.02.2017 00:41
    Highlight Highlight "Ich will keinen dritten Weltkrieg, keine Jagd auf Muslime und andere."

    Irgendwie hast du das nichr richtig geschnallt.

    Liebe Grüsse
    Die Toten von Nizza und Berlin
    • Midnight 02.02.2017 06:49
      Highlight Highlight Dieser Kommentar ist ziemlich unter der Gürtellinie und hat mal gar nichts mit der Thematik zu tun! Oder sollen jetzt alle Muslime wegen den genannten Anschlägen verfolgt und damit der 3. Weltkrieg ausgelöst werden? Holocaust mit Muslimen, oder wie ist dieser Kommentar bitte zu verstehen?
    • 3fuss 02.02.2017 11:09
      Highlight Highlight Etwas brutal, aber tiefsinnig.
      Hass, Mord und Krieg kann uns aufgezwungen werden, wie die Attentate in Nizza und Berlin beweisen. Es nützt nichts, wenn wir uns nach Frieden sehnen, uns aber keinem Krieg stellen wollen. Ausser es macht einem nichts aus, unversehens am Boden zu liegen, neben den eigenen Kindern und all den anderen, in der Strasse, im eigenen Blut, mit leerem und leblosem Blick.
    • Lia_yesss 02.02.2017 15:03
      Highlight Highlight Hallo Spooky. Ich will keinerlei Gewalt, auch nicht von islamischen Extremisten. Die meisten Muslime sind gemässigt und viele flüchten beispielsweise vor dem IS, auch hierher. Wir müssen zusammen reden, respektvoll. Peace out!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 01.02.2017 16:53
    Highlight Highlight Ich habe schwer die Vermutung, dass es der Fragestellerin mehr um sich selbst, d.h. mehr darum geht, selbst gross raus zu kommen, als darum, einen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten. Deshalb möchte sie die ganz grosse Action.

    Nun ja, wenn wir dafür den Weltfrieden erhalten, habe ich da nichts dagegen. Der Tipp von Frau Freitag zielt in die richtige Richtung. Genau auf diese Weise fühlt man sich selbst in dieser Welt am besten aufgehoben. Und genau auf diese Weise kann jede einzelne Person etwas zum Frieden um sich herum beitragen, Zur ganz grossen Action wird dies allerdings nie.
    • Midnight 02.02.2017 06:53
      Highlight Highlight Die Wortwahl war wohl nicht so klug, aber das Verlangen kann ich durchaus nachvollziehen. Mir ging es genau gleich, als bekannt wurde, dass dank Ueli und co. hunderte Flüchtlinge in Como gestrandet sind. Da wollte ich auch einfach weg und vor Ort helfen, weil es ja sonst keiner gemacht hat. Nur blöd, wenn man seine Zeit dem Job widmen muss, weil man sonst bald selber strandet...
    • Bruno Wüthrich 02.02.2017 10:30
      Highlight Highlight Von den Flüchtlingen stand in der Frage von Lia rein gar nichts. Dafür von den «oberen Etagen». Flüchtlinge sind die tragische Folge von Kriegen, kaum je deren Ursache.

      Ich denke, es war nicht eine Frage der Wortwahl. Mit «Action in grossem Stil» war nicht die Flüchtlingshilfe gemeint.

      Hätte Lia die Flüchtlinge gemeint, hätte ich nie eine derartige Vermutung geäussert. Eine Vermutung übrigens, welche - wenn man etwas zwischen den Zeilen liest - auch Frau Freitag hat.
    • Lia_yesss 02.02.2017 15:07
      Highlight Highlight Hallo Herr Wüthrich. Ich koordiniere als Freiwillige Integrationsprojekte für Flüchtlinge an meinem Wohnort :)
      Und: Mit Action im grossen Stil meine ich, dass wir Gleichgesinnte uns zusammentun, um etwas Positives zu erreichen. Sind Sie auch dabei?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Safster 01.02.2017 16:46
    Highlight Highlight Liebe Lia, genau das habe ich mir vor ca. sechs Jahren auch überlegt. Gleichzeitig war ich durch mein erstes Kind an Zürich gebunden. Also habe ich begonnen mich umzusehen, welche Partei zu mir passen könnte. Für mich war dann recht schnell klar, dass es nur die glp sein kann. Allerdings ist die Chance auf den grossen Coup etwas grösser, wenn du dich einer mächtigen Partei wie der SP anhängst. Du wirst zwar sehen, dass es nur winzige Schritte hin zum Weltfrieden sind, aber es sind Schritte. Nur die Populisten gaukeln uns vor, wir könnten mit einem Dekret das Leben vieler Menschen verbessern.
    • Maett 01.02.2017 20:46
      Highlight Highlight @Safster: wenn die SP (oder die GLP) das Rezept für den Weltfrieden hätten, gäbe es ihn längst. Der Weltfrieden ist aus einem ganz einfachen Grund nicht erreichbar: wegen der Evolution. Der Mensch will immer mehr, und immer besser sein. Das hat ihn erst zur Spezies gemacht, die er jetzt ist. Das führt gezwungenermassen zu Konflikten. Je mehr der Altruismus (wie ihn die SP predigt) gewinnt, desto schneller zeigt sich das.

      Deshalb ist der Weltfrieden Illusion. Stabilität ist es aber nicht. Es ist aus diesen Gründen aber nicht förderlich, Polparteien wie die SP oder SVP zu wählen.
    • 3fuss 02.02.2017 11:15
      Highlight Highlight @Maett: Es kann keinen Weltfrieden geben, weil es einfach viel zu viele Menschen gibt, die um's Verrecken ihre Bedürfnisse decken wollen: saufen, fressen, ficken.
      Gäbe es nur eine Million Menschen, dann gäbe es Weltfrieden. Jeder könnte dann irgendwo ganz frei seine Bedürfnisse decken, ohne einem anderen das Trinkwasser zu verpissen, oder die Wildsau wegzuschnappen.
    • Safster 02.02.2017 18:35
      Highlight Highlight Ich sag ja nur: Es ist Zeit sich zu engagieren! Ob so wies Kafi sagt (das können wir immerhin alle), im Verein oder eben politisch. Und geht gopfertaminomol abstimmen!
  • Rick Blaine 01.02.2017 15:47
    Highlight Highlight https://mobile.nytimes.com/2016/12/30/opinion/to-make-the-world-better-think-small.html?emc=edit_th_20161231&nl=todaysheadlines&nlid=20044161&referer=
  • sapperlot 01.02.2017 15:05
    Highlight Highlight Ich engagiere mich in einem Verein und es gibt mir das Gefühl etwas Gutes zu tun, Kindern eine sinnvolle Beschäftigung zu geben.
    Wenn man dann jedoch sieht, was auf der Welt passiert, fühlt man sich so machtlos.
    Trotzdem sollten wir nicht aufhören damit und an das Gute glauben..
    • pamayer 02.02.2017 07:26
      Highlight Highlight Arbeit mit Kindern gehört zum wertvolleren, das wir machen können!

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