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Hallo Frau Freitag. Seit meiner Jugend bin ich pummelig und werde es wohl immer bleiben. 

27.01.16, 16:23 27.01.16, 16:41

Ich leide sehr darunter, ich wäre gern schlanker. Nicht dünn, im Moment trage ich Grösse 44 und träume von Grösse 40. Wissen sie Rat? Diäten habe ich viele durch, auch Onlineprogramme und Weight Watchers. Ich mache Sport und bewege mich viel. Aber es tut sich nichts. Muss ich mich damit abfinden? Und wenn ja, wie? Danke für ihren Tipp! Sabina, 34

Liebe Sabina

Was ich Ihnen jetzt hier schreibe, klingt vielleicht unglaubwürdig oder einfach zu gut, um wahr zu sein. Aber es beruht auf Forschungen aus der Epigenetik, einem Fachgebiet der Biologie, die sich mit der steten Veränderbarkeit von biochemischen Strukturen, die an den Genen sitzen, befasst.

Das klingt alles sehr kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Unter dem Strich bedeutet es, dass Sie mit Ihrem Denken darüber entscheiden, ob Sie dick oder dünn sind. Wenn Sie mir in 10 Sätzen schreiben, dass Sie nicht mehr weiter wissen und wohl immer pummelig bleiben werden, dann wird das auch so sein. Sie erschaffen mit Ihrem Denken Ihre Wahrheit. Ihr Satz: «Ich war schon immer pummelig und werde es wohl immer bleiben» verunmöglicht es, dass Sie schlank werden.

Wenn Sie schlank werden wollen, müssen Sie darum zuallererst an Ihren Gedanken arbeiten.

Sie können das jetzt als Hokuspokus abtun. Aber ich habe in meiner Praxis schon mit diversen Menschen gearbeitet, die alle erdenklichen Diäten und Programme durchlaufen haben und die erst Gewicht verloren, als Sie auch die alten Bilder über sich ablegen konnten. Nichts ist in Stein gemeisselt, alles kann sich verändern. In jede Richtung. Was immer wir über uns denken, manifestiert sich in der Realität. Ein ganz einfaches Beispiel dafür sind die vielen Ergebnisse aus der Forschung mit Placebos. Der Gedanke allein, das wir etwas zu uns nehmen, das uns gesund machen soll, macht uns gesund. Es ist die Kraft unserer Gedanken, welche uns schlussendlich gesunden lässt.

Wenn Sie schlank werden wollen, müssen Sie darum zuallererst an Ihren Gedanken arbeiten. Ihr Körper wird den Gedanken folgen. Auch ich habe früher schnell zugenommen, wenn ich mal nicht so auf meine Ernährung geachtet und deswegen ein schlechtes Gewissen gehabt habe. Seit ich mir die negativen Gedanken über das Essen und die Konsequenzen auf meinen Körper schenke, halte ich mein Gewicht spielend. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich alles in mich reinstopfen kann, ohne zuzunehmen. Aber mein Körper hat den Auftrag bekommen, schlank zu sein. Und diese Aufgabe erfüllt er, indem er mir früh genug sagt, wenn mal genug ist und indem ich meine Gene darauf getrimmt habe, schlank zu sein und zu bleiben.

Wie alles, was im Prinzip einfach ist, braucht eine gewisse Geduld und Disziplin. Wenn Sie sich verändern wollen, dann können Sie dies nur tun, indem Sie die Gedanken über sich verändern. Das passiert nicht von heute auf morgen. Unser negatives Denken sitzt in der Regel tief und es ist ein Prozess, dagegen anzugehen. Aber Sie können noch heute damit anfangen. Schreiben Sie alle Gedanken auf, die sich um Ihr Dicksein drehen. Es werden sicherlich so einige sein. Setzen Sie jedem einzelnen negativen Gedanken einen bestärkenden gegenüber. Dieser soll das beinhalten, was Sie erreichen wollen. Und zwar im Präsens, also in der Gegenwart. Wenn sie die Grösse 40 tragen wollen, schreiben Sie also auf: "Ich trage die Kleidergrösse 40." Beschäftigen Sie sich einen Monat lang jeden Tag mit diesen positiven Formulierungen und Sie werden sehen, dass Veränderung in Ihr Leben kommt.

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi.

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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Bild: Kafi Freitag

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    Alle Leser-Kommentare
  • ***Tinkerbell*** 30.01.2016 08:52
    Highlight Mir persönlich hat das Buch "Intuitiv abnehmen" von Elyse Resch sehr geholfen. Es räumt mit unserem allgegenwärtigen Diätdenken auf und hilft dabei, wieder ein intuitiver Esser zu werden und auf unseren Körper zu hören, der sagt uns bei genauem hinhören immer was er braucht. Und das ist doch letztendlich wichtiger als 6 Kleidergrössen in 4 Wochen zu verlieren, oder? . War zuerst sehr skeptisch, aber es hat mir wirklich sehr geholfen.
    2 0 Melden
  • Madison Pierce 28.01.2016 10:11
    Highlight Ich bin da pragmatisch (man könnte es auch bequem nennen) und vertrete die Ansicht, dass man nur abnehmen sollte, wenn einem unwohl ist, weil man nicht mehr fit ist, aber nicht aus optischen Gründen. Es sind nunmal nicht alle Menschen gleich, nicht in der Haar- und Augenfarbe und auch nicht in der Figur.

    Es bringt doch nichts, sich zu quälen und zu hungern, jede Kalorie zu zählen, wenn eigentlich alles OK wäre, man fit ist und Sport treibt, wie die Fragestellerin ja schreibt.
    20 1 Melden
  • Bijouxly 28.01.2016 00:18
    Highlight Die Einstellung ist das a und o. Was aber auch hilft ist zB eine Kalorienapp, die hat mir ungemein geholfen. Nicht um die Kalorien zu zählen und mich danach zu richten, das macht keinen Spass, aber um mal zu sehen, wo wie viel überhaupt drinsteckt! Ich fand es immer ein tolles Gefühl, wenn ich total satt war nach einem Mittagessen, das weniger Kalorien hatte als ein Muffin (zB Fajitas mit Poulet und Gemüse, nicht irgendwelchen Shakemist). Sobald das Interesse an bewusster Ernährung geweckt ist, klappt das von allein (und ich bin auch eher immer pummelig gewesen, obwohl sehr sportlich).
    5 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.01.2016 00:00
    Highlight Der wichtigste Unterschied zwischen Versager und Macher ist der Glaube.

    Versager:
    Ich bin halt so. Kann das nicht ändern. Habe keinen Einfluss darauf. (Statisches Denken)

    Macher:
    Ich bin halt so, aber ich kann das ändern. Ich kann das beeinflussen. (Dynamisches Denken)

    Alles andere in der Psyche folgt dem Glauben.
    13 6 Melden
  • Jemima761 27.01.2016 23:47
    Highlight Lass die Kohlenhydrate möglichst weg.
    6 14 Melden
  • TheMan 27.01.2016 19:16
    Highlight Also Diäten helfen ja angeblich nicht. (Einsteinreportage vor etwa 1 woche) Man setzt dabei nur die Tägliche Kalorienbedarf für den Körper nach Unten. Darum danach der Jojoeffekt. Man isst nach der Diät wieder Normal. Aber der Körper verarbeited weniger Kalorien. Was wiederum heisst man Setzt Gewicht zu. Sport machen und gesund Essen. Und vor allem sich akteptieren wie man ist. Nicht schlechtreden.
    12 2 Melden
  • Sherlock64 27.01.2016 17:27
    Highlight Das ist wirklich kein Hokuspokus: Ich war schwerst nikotinsüchtig. Mehrere Versuche, mit dem Rauchen aufzuhören, scheiterten. Als ich an meinen Gedanken zu arbeiten begann, war der Entzug (kalt, also ohne Ersatzpräparate) geradezu lächerlich einfach. Das war vor fast 12 Jahren. Keine Rückfall, nicht mal ansatzweise.
    63 0 Melden
    • Bijouxly 28.01.2016 00:14
      Highlight he, gratuliere!
      21 0 Melden
  • happygoalone 27.01.2016 16:53
    Highlight Das stimmt. Danke für die Ausführungen. Ich habe durch Medis ziemlich viel zugenommen, mich darüber geärgert, dass die Kilos nach dem absetzen nicht sofort purzelten. Begleiterscheinung davon war, dass ich mich ständig selbst gescholten habe und so mir und meinem Körper gegenüber ständig im Krieg war. Irgendwann hab ich im Kopf umgestellt, angefangen, mit Genuss zu essen -ja, auch mal was Süsses, und beschlossen, mich am Leben zu erfreuen und daran teilzuhaben. Seit da ist Bewegung in die Sache gekommen. Ich will in allem vitaler werden und irgendwie zieht der Körper nach. Mit viel Geduld ☺️
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Liebe Kafi, mein Freund lebt im Ausland wir haben seit Jahren eine Fernbeziehung sehen uns immer mal einige Monate nicht 

Aber er ist toll, der Beste. Nun habe ich mich verliebt. Leider nicht in ihn. Der Neue ist gut aussehend & aufregend und irgendwie es bitzli ein Player. Mal so mal so. Nun stehe ich zwischen den Beiden. Meinen liebevollen Freund aufzugeben für so einen Halodri schreit förmlich nach einer schlechten Idee. Trotzdem kriege ich ihn einfach nicht aus dem Kopf. Was nun? Melinda, 31

Liebe Melinda Ein Halodri! Welch schöner Ausdruck, danke dafür! Ach, die Liebe, gell. Sie macht, was sie will. Und das macht sie verdammt gut, seufz. Spannende Frage, die Sie mir da schicken. Wieder einmal interessiert mich vor allem das, was zwischen den Zeilen steht. Soll ich das mal für sie zusammenfassen? Frau im gebärfähigen Alter hat Beziehung mit Mann, der oft nicht da ist und vielleicht auch nie ganz da sein wird, verliebt sich in Mann, der zwar da ist, aber irgendwie auch nicht so …

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