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ÖVERFART PÅ EGEN RISK.  kafi freitag

Kafi, warum will ich die Männer dauernd verbiegen?

Nach einer von mir nicht gewollten Trennung habe ich sehr schnell einen tollen Mann kennen und lieben gelernt. Ich bin glücklich, aber auch traurig darüber geschieden zu sein. Zumal mein Ex-Mann mit seiner neuen Freundin nicht happy zu sein scheint. Nun aber zur aktuellen Situation: Ist es normal, dass ich mich schon nach kurzer Zeit über Dinge am neuen Partner nerve? Ich denke nicht, er ist ein Trostpflaster sondern eher, dass ich dauernd die Männer an meiner Seite verbiegen will. Warum nur? Monica, 38

01.03.17, 20:16 02.03.17, 08:21


Liebe Monica

Wenn Sie die Trennung nicht wollten, sondern Ihr Exmann, dann kann ich gut verstehen, dass Sie auch traurige Gefühle wegen der Scheidung haben. Das hat man sogar dann, wenn man die Scheidung wollte. Das ist normal, sonst hätte die gemeinsame Zeit und die Eheschliessung ja gar nichts bedeutet. Machen Sie sich keinen Kopf wegen Ihres Ex'. Es kann sehr gut sein, dass er happy ist mit der Neuen, es Ihnen aber nicht so zeigen will und darum mit angezogener Handbremse unterwegs ist, in Ihrer Gegenwart. Das würden Sie an seiner Stelle vermutlich ähnlich handhaben. Und wenn er nicht happy ist, kann und soll es Ihnen auch egal sein. Er wollte die Trennung. Sie sind seine Exfrau, nicht seine Mama.

Und zu Ihrer zweiten und eigentlichen Frage: Wäre es eventuell möglich, dass der Hund auch da begraben liegt?

Mit herzlichem Gruss, Ihre Kafi

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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Brikne, 20.7.2017
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35
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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 02.03.2017 11:08
    Highlight Vergesst bitte nicht, meinen zweiten Teil zu veröffentlichen!
    Der ist nämlich ebenfalls wichtig.
    3 8 Melden
  • rodolofo 02.03.2017 10:23
    Highlight Lange sah das als Problem, da es mir verunmöglicht war, einer klassisch männlichen, patriarchalischen Rolle zu entsprechen.
    Auch ein sehr später "Ersatzvater", der sehr patriarchalisch und in einem rebellischen, aber immer noch klassisch männlichen Sinne ein Samichlaus-Charisma hatte, konnte aus mir keinen "Richtigen Kerl" mehr formen.
    Irgendwann habe ich aber realisiert, dass genau dieses "Problem" die Lösung ist!
    Gerade weil ich so bin, wie ich bin, habe ich besondere Fähigkeiten und Stärken, die ich sonst nicht hätte!
    Ich kann's z.B. sehr gut mit Kindern, und ich stehe auf Erzieherinnen...
    6 18 Melden
  • rodolofo 02.03.2017 10:16
    Highlight Du bist eben ein Erzieherischer Typ!
    Mach Dir keinen Kopf deswegen!
    Viele Frauen sind erzieherisch, weil sie in ihrer Kindheit ihre sehr präsente Mutter imitierten und diese Identität als erwachsene Frauen nicht mehr abstreifen können.
    Bei Männern ist es heutzutage immer öfter genau umgekehrt:
    Väter sind in der Kindheit vieler die grossen Abwesenden, weil sie sich vor allem um ihre Karrière und um das "Geld nach Hause bringen" kümmern, oder sie sind ganz abwesend in Familien von Alleinerziehenden Müttern.
    Als Junge ohne Vater aufgewachsen wurde ich von einem solchen Väterlichen Vakuum geprägt.
    10 20 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 02.03.2017 10:31
      Highlight Können den nur Männer die Söhne erziehen? Dann werden diese eben durch die Mutter erzogen. Ist diese stark, werden die Söhne später dann auch mütterlich erziehend?
      15 4 Melden
    • rodolofo 02.03.2017 14:26
      Highlight @ Peter Gasser
      Theoretisch wäre es möglich.
      Aber im echten Leben imitiert ein Junge nicht seine Mutter, sondern seinen Vater.
      Fehlt dieser Vater, imitiert er die Leere, die sich dort befindet, wo der Vater sein sollte, aber nicht ist.
      14 4 Melden
    • Maracuja 02.03.2017 16:48
      Highlight @rodolofo

      Die Leere besteht vor allem in Ihrem Kopf! Im realen Leben gibt es neben dem Vater viele weitere männliche Personen wie Grossvater, Onkel, grosser Bruder/Cousin, Pate, Stiefvater usw. an denen sich Jungs orientieren können. Auch in intakten Familien orientieren sich Kinder nicht nur an den Eltern. Dass Kinder ausschliesslich Personen des gleichen Geschlechts imitieren, halte ich zudem für fragwürdig, obwohl sie sicher gleichgeschlechtliche Vorbilder brauchen.
      24 6 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 02.03.2017 17:14
      Highlight @rodolfo: gibt es da Studien darüber oder ist das deine Meinung? Weil leider ist das ja immer mehr so. Aber Individuen werden damit wohl individuell umgehen.
      6 0 Melden
    • rodolofo 02.03.2017 19:03
      Highlight @ Peter Gasser
      Das ist meine persönliche Erfahrung.
      Aber wie gesagt, ich empfinde das nicht als Nachteil, sondern als eine spezielle Qualität!
      Da bei mir die Identitätsbildung durch die Imitation des Vaters, oder einer Person, die mir ähnlich nahe gestanden wäre, wie ein Vater, wurde diese Phase niemals durchlebt und abgeschlossen.
      Das heisst aber auch, dass mir die Fähigkeit zur kindlichen Imitation (und dadurch mitschwingen und einfühlen) erhalten geblieben ist.
      Das ist dann eben die "Chamäleon-Persönlichkeit".
      Wie weit es solche Charakteren bringen können, beweist gerade Donald Trump.
      6 5 Melden
    • Pasionaria 03.03.2017 01:13
      Highlight Maracuja
      Endlich eine Frau, die zu diesem Thema Stellung bezogen hat. Du scheinst die erst hier zu sein.
      Zudem ist Deine Stellungnahme, wie von Dir gewohnt, angenehm differenziert.
      5 5 Melden
    • rodolofo 03.03.2017 08:11
      Highlight @ Pasionaria
      Angenehm differenziert?
      Das empfinde ich aber ganz anders!
      Mir geht es aber nicht darum, mit Euch ein Streitgespräch zu führen, da für mich die Dinge ziemlich klar sind.
      Ich wollte der Frau, die sich an Kafi wendet nur zu verstehen geben, dass ihr "Problem" kein Problem ist sondern eine Konsequenz unserer Gesellschaftlichen- und Familiären Verhältnisse, die
      -wie immer- Vor- und Nachteile haben
      und dass die Weibliche Dominanz in Haushalt und Kindererziehung dazu führt, dass wir "Erzieherinnen" und "Grosse Jungs" produzieren, was ja wunderbar zueinander passt!
      Halleluja!
      2 9 Melden
    • Maracuja 03.03.2017 11:35
      Highlight @Pasionaria

      Hab darauf reagiert, weil mir hierzulande eine gewisse Widersprüchlichkeit auffällt. Einerseits zitiert man gerne das angebliche afrikanische Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen" (hab noch nie eine Afrikanerin getroffen, die das Proverb kannte!). Anderseits sollen dann Mami und Papi die einzigen Rollenmodelle sein. Eine Behauptung, die gerne dazu verwendet wird, um Homosexuellen die Adoption zu verweigern, Single dürfen komischerweise. Hab eine gewisse Zeit im Erziehungsbereich gearbeitet, deshalb stören mich Simplifizierung, wenn es um Imitation geht.
      9 3 Melden
    • Maracuja 03.03.2017 11:56
      Highlight @Rodolofo

      Aus welchem Vulgärpsycho-Ratgeber stammt diese angebliche Chamäleon-Persönlichkeit (einfühlsam und mitschwingend (was immer das sein mag), die Sie sowohl sich selbst wie auch Trump zuschreiben (by the way Trumps Vater war im Gegensatz zu Ihrem nicht abwesend)? Dass Trump einfühlsam sein soll, ist mir bis anhin entgangen. Dass Sie gerne ein bunter exotischer Typ (sprich Chamäleon) wären, hingegen nicht.
      13 4 Melden
    • rodolofo 03.03.2017 19:09
      Highlight @ Maracuja
      So hat es wirklich keinen Zweck, wenn wir diskutieren.
      Sie wissen ja eh alles besser.
      2 4 Melden
    • Pasionaria 03.03.2017 20:01
      Highlight Maracuja
      "Eine Behauptung, die gerne dazu verwendet wird, um Homosexuellen die Adoption zu verweigern, Single dürfen komischerweise."
      So ist es, aber duerfen Single wirklich ein Kind adoptieren, das waere mir neu?

      Dass das Sprichwort bei AfrikanerInnen nicht bekannt ist, scheint mir klar. Sprichworte dienen ja meist, um Erkenntnisse und/oder Verhaltensweise zu hinterfragen und zu erweitern. Da in Afrika die Erziehung der Kínder in der Form selbstverstaendlich gelebt wird (was auch nach meiner Erfahrung meist so ist) braucht es somit keine Zitate dazu.
      Dies ist meine bescheidene Erklaerung.
      1 4 Melden
    • rodolofo 04.03.2017 07:49
      Highlight Erstens leben wir hier nicht in Afrika, und zweitens haben meine Beobachtungen bei Patchwork-Familien gezeigt, dass es sehr viel braucht, bis ein Junge den neuen Freund der Mutter als Vaterfigur akzeptiert. Manchmal eskalieren die Spannungen sogar dermassen, dass von einer Beziehung zwischen Sohn und Stiefvater keine Rede mehr sein kann...
      Aber auch blosse Anwesenheit des Vaters genügt natürlich nicht! Ein Vater muss seine Kinder lieben! Nur dann werden sie ihn auch gerne imitieren.
      Der Vater von Trump war ein Faschist.
      Klein Donald imitierte ihn oberflächlich und lehnte ihn gleichzeitig ab.
      4 4 Melden
    • Maracuja 04.03.2017 13:46
      Highlight @Pasionaria

      In der Schweiz gibt es rechtlich Gemeinschaftliche Adoption (für Ehepaare) und Einzeladoption (für Unverheiratete): https://www.ch.ch/de/voraussetzungen-adoption/

      Wie alt diese Regelung ist, ist mir nicht bekannt.
      2 1 Melden
  • Bruno Wüthrich 02.03.2017 08:03
    Highlight Ich hoffe jetzt mal, dass Monica 38 kein Mann ist (wie Nadine 40 kürzlich). Doch ich bin zuversichtlich.

    Beziehungen, in welchen meine jeweilige Partnerin versuchte, mich zurecht zu biegen, beendete ich, solbald ich dies bemerkte (wobei es weniger ums Zurechtbiegen, als ums Bemerken ging / es soll ja Frauen geben, die das so gut können, dass wir Männer das nicht merken).

    Bin jetzt in meiner zweiten Langzeitbeziehung (über sieben Jahre / die erste dauerte 17 Jahre). In beiden Langzeitbeziehungen sind/waren für mich keine Zurechtbiegungen feststellbar. Was ich nicht merke, kratzt mich nicht.
    14 8 Melden
  • Donald J Trump 01.03.2017 22:06
    Highlight Because they're not as good as me!
    41 7 Melden
  • Spooky 01.03.2017 21:54
    Highlight An alle: Merkt euch das endlich. Gopf.

    "Alles hat seine Zeit." (Kohelet).

    Die Zeit der Zweierbeziehungen ist abgelaufen.

    Ihr wisst es nur noch nicht.
    10 96 Melden
    • Hierundjetzt 02.03.2017 00:20
      Highlight Nö. Nope. Nada. Nie.

      Häufige Partnerwechsel führen direkt in die Einsamkeit. Den die Naivität, das Leichte und die tiefe kindliche Liebe nach der wir uns alle sehnen geht für immer verloren. Alles wird jederzeit von der Vergangenheit überschattet. 😐

      ABER: jedem seinen Lebensentwurf, da will ich Dir nicht dreinreden 😊
      46 4 Melden
    • who cares? 02.03.2017 07:59
      Highlight Ich bin ja für die Zeit der Toleranz. Wenn für Spooky eine Zweierbeziehung nicht das Richtige ist, dann soll er keine haben. Ich mag meine Zweierbeziehung und das ist auch okay.
      39 0 Melden
    • Lami23 02.03.2017 11:57
      Highlight Jedem das Seine, sag ich da nur ;-) Solangs für beide stimmt und es vor allem beide wissen kein Problem.
      4 0 Melden
    • rodolofo 02.03.2017 20:33
      Highlight @ Spooky
      Der Kopf bevorzugt meistens etwas ganz anderes, als das, was den Schwanz zum Wedeln bringt.
      Bei mir ist das jedenfalls so.
      Und wo treffen sich die beiden Extremitäten-Gegensätze zur gemeinsamen Meditation?
      Im Bauchnabel. Ohmmm!
      5 2 Melden
  • EvilBetty 01.03.2017 20:59
    Highlight Weil du eine Frau bist. 😂
    50 15 Melden

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Kafi, ich finde deine Antworten so wundervoll, dass ich nun selbst mein Glück versuche, in der Hoffnung eine eigene zu bekommen. Mir fällt es schwer, meine Angst zu überwinden.   

Ich kenne meine Ziele und arbeite hart dafür, weil ich weiss, was auf dem Spiel steht. Aber wenn es dann wirklich drauf ankommt, verschwindet mein Selbstvertrauen und vor lauter Angst zu versagen, passiert genau das – und zwar volle Kanne! Es ist wie eine Blockade in mir und obwohl ich weiss, dass ich eigentlich schon etwas draufhabe, denke ich dann im entscheidenden Moment doch "Nein". Ich will es wirklich und versuche mich immer selbst zu motivieren, aber es gelingt mir einfach nicht, an mich selbst

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