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Es ist nicht das Haus, es ist das Gefühl von Geborgenheit, das es ausstrahlt. 

Kafi, warum müssen wir Menschen so viel besitzen?

Liebe Frau Freitag, Vielen Dank für Ihren Blog. Ihre Antworten machen mir immer gute Laune. Ein wahres Geschenk! Meine Frage: Immer wenn ich im Zug länger als 1h unterwegs bin, frage ich mich: Was um alles in der Welt stopfen die Leute in ihre metergrossen Koffer? Wie denken Sie über das Verhältnis der Menschen zu ihrer Ware? Liebe Grüsse Nadine, 40

25.02.17, 19:15 27.02.17, 14:11

Liebe Nadine

Tausig Dank, es freut mich natürlich sehr, wenn ich Ihnen eine Freude machen kann. So schön!

Beim Lesen Ihrer Frage wurde es mir grad bitz unheimlich muss ich Ihnen sagen. Weil ich mir gerade gestern, als ich am Flughafen in Stockholm sass, das gleiche überlegt habe. Ich hatte einen längeren Aufenthalt und sehr viel Zeit, Menschen zu beobachten. Und da habe ich mir exakt die gleichen Fragen gestellt: Warum müssen wir Menschen immer Dinge auf uns tragen, oder in komischen Geräten hinter uns herziehen? Was davon ist wirklich nötig und warum schleppe ich selber zu 75% Klamotten mit, die ich dann gar nicht anziehe und die zu Hause ungetragen wieder in den Schrank wandern? Und es sind ja nicht nur Kleider, ich habe immer mindestens 2 Bücher dabei und lese dann doch keins davon.

Wahre Selbstzufriedenheit ist nicht käuflich und braucht keinen Rollkoffer, wenn man eine Reise macht.

Als ich so dasass und auf meinen Flieger wartete, da musste ich unweigerlich auch an all die Menschen denken, die unfreiwillig unterwegs sind, weil sie vor Krieg, fehlender Zukunftsperspektive oder Hunger flüchten. Menschen, die keine Chance haben zu packen oder die auf ihre Flucht keinen grossen Rollkoffer mitnehmen können und alles zurücklassen müssen, was ihnen lieb und teuer ist. Während ich darüber nachdachte, scrollte ich zeitgleich durch die Facebook Timeline und blieb an einem Post mit vielen Kommentaren hängen. Eine Frau hatte sich sehr darüber geärgert, dass der Flug eines Familienmitglieds sich verspätet hatte und dadurch die gemeinsame Zeit beschnitten wurde. Viele Kommentare bestätigten den schlechten Service der besagten Airline, nur eine Person wollte kein Verständnis dafür aufbringen, dass man sich dermassen darüber aufregen kann. Dieser Post vermischte sich mit den Koffern, die wie schwere Hunde an Leinen von ihren Besitzern an mir vorbeigezogen wurden und ich selbst hatte nebst einem aufgegebenen Koffer noch ausuferndes Handgepäck bei mir, weil ich meine Kameraausrüstung, eine Drohne und eine halbe Tonne Akkus auf mir trug. Mir wurde etwas schwindlig ob der Tatsache, dass ich mit einer Hightechausrüstung im Wert eines Kleinwagens im luxuriösen Flieger unterwegs bin, während 70 Millionen Menschen zu Fuss auf der Flucht sind, ohne zu wissen, ob sie jemals irgendwo ankommen werden.

Ich kann Ihre Gedanken also gut nachvollziehen, liebe Nadine. Was würde ich mitnehmen, wenn ich wüsste, dass ich nie mehr zurückkehren kann? Was würde ich in der Fremde vermissen und worüber würde ich vermutlich nie nachdenken? Es ist erschreckend, wenn ich realisiere, dass ich viel Geld in Dinge investiere, die ich eigentlich nicht brauche und demnach auch nicht missen würde. Mein Schrank hängt voller Kleider und dennoch habe ich immer das Gefühl, noch einen Pullover mehr zu brauchen. Meine technischen Geräte hüte ich allerdings wie meinen Augapfel. Sie ermöglichen mir den Kontakt mit Menschen oder das Aufzeichnen einer Erinnerung. Mein Auto bedeutet für mich viel mehr als 1,5 Tonnen Blech, es verkörpert für mich Unabhängigkeit und Freiheit. Der sentimentale Wert eines Gegenstands ist für jede Person individuell, aber die meisten Menschen in den Industrienationen besitzen mehr, als sie eigentlich brauchen, und horten Dinge, an denen sie nicht wirklich hängen. Es scheint also ein Sammeltrieb dahinter zu stecken. Der Versuch, sich mit Besitztümern abzusichern. Aber wogegen genau?

Wir konsumieren und horten nicht aus Angst vor Hunger. Wir wollen uns damit ein Gefühl von Geborgenheit erkaufen und das Gefühl, geliebt zu werden. Wenn wir konsumieren, dann bringen wir in unserem Hirn das Belohnungszentrum zum Glühen und das gaukelt uns das Gefühl von Geliebtwerden vor. Menschen, die den eigenen Frust mit Einkaufen kompensieren wollen, haben selten lange Freude an ihren Schätzen, es ist viel mehr der Akt des Kaufens, der ihnen ein gutes Gefühl beschert. Dass dieses Hochgefühl nicht lange anhält, ist offensichtlich, schliesslich wird der Kauf eines teuren Mantels heute nicht mehr so zelebriert wie vor 70 Jahren, als das gute Stück noch 15 Jahre halten musste. Der moderne Konsum ist auf Kurzfristigkeit ausgelegt und die Waren und die Glücksgefühle wenig nachhaltig. Darum müssen wir immer mehr kaufen, um den Level der Glückshormone oben zu halten.

Und am Ende des Tages dennoch merken, dass uns kein Gegenstand das Gefühl von Liebe und Akzeptiertsein ersetzen kann.

Wahre Selbstzufriedenheit ist nicht käuflich und braucht keinen Rollkoffer, wenn man eine Reise macht. Danke, dass Sie mich danach gefragt haben und mir damit die Chance gaben, meine Gedanken von gestern hier zu vertonen.

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi

Kafi Freitag - Das Buch

Die 222 besten Fragen und Antworten in einem schön gestalteten und aufwendig hergestellten Geschenkband.

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gerner 28.02.2017 20:44
    Highlight Also ich finde ja diese Diskussion um Fakefrage oder nicht unterhaltsamer als das Format an und für sich, schon alleine weil ich nicht verstehen kann, wieso man sich - ausgerechnet - hier diese Frage stellt und das Ganze zu einem Running Gag mutiert. Well done, internet. 😘
    2 0 Melden
  • Yoshuan 28.02.2017 20:03
    Highlight


    damit verabschid i mi mou...

    Vielen Dank für die interessanten Inputs zum Thema Besitz.
    Vielleicht macht das Viel an Besitz und das Viel an Möglichkeiten manchmal den Geist esbitz kompliziert. Und das spiegelt sich dann ab und zu auch darin, wie man sein Köfferli packt... oder so...
    3 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 28.02.2017 13:24
    Highlight Fakefrage oder nicht?

    Yoshuan outet sich, die Frage gestellt zu haben. Er tut dies, nachdem Pasionaria die Echtheitsfrage gestellt hat. Frau Freitag erklärt Yoshuan daraufhin, weshalb «Kafi» in jeder Frage auftaucht, und redet ihn mit «Lieber Yoshuan» an. Doch die Frage wurde von «Nadine 40» gestellt. Die liebe Frau Freitag wundert sich dabei nicht, dass «Nadine 40» in Wirklichkeit ein Mann ist. Weshalb nimmt sie dies so selbstverständlich hin? Und wo bleibt Yoshuas Erklärung?

    Gibt es Kommentarschreiber, die nur dazu da sind, bei Bedarf die Echtheit einer gefakten Frage zu bestätigen?
    5 3 Melden
    • Spooky 28.02.2017 14:29
      Highlight @Bruno Wüthrich

      Ein Fall für Sherlock Holmes 😎
      1 0 Melden
    • Yoshuan 28.02.2017 18:01
      Highlight haha! ja, natürlich heisse ich nicht nadine u auch nicht yoshuan aber viele buchstaben beider namen kommen in meinem vor. bei kafis blog kann man ankreuzen, ob der name gekürzt /geändert werden soll. das macht vorallem für spezielle namen einen sinn. da man beim fragestellen auch die email angibt- wo in meinem fall der ganze name drin vorkommt, wusste die kafi, dass ich die frage gestellt hatte.
      aber ehrlich gesagt: mir ist es wurst, welche fragen von wem kommen. ich lese den blog, weil ich ihn inspirierend und humorvoll finde.
      3 2 Melden
    • Bruno Wüthrich 28.02.2017 19:17
      Highlight So leid es mir tut - aber ich glaube Ihnen kein Wort! Dass Namen geändert werden, leuchtet mir zwar ein. Damit habe ich noch kein Problem. Aber dass ein Mann als Frau ausgegeben wird, - nein, das können Sie erzählen, wem Sie wollen.

      Für wie dumm halten Sie die Leute hier drin eigentlich?
      2 7 Melden
    • Yoshuan 28.02.2017 19:53
      Highlight meinem Name sieht man nicht an, ob weiblein oder männlein
      6 0 Melden
  • ShadowSoul 27.02.2017 14:03
    Highlight Bei jedem Post von Kafi, sehe ich die gleichen Leute die sich über Kafi aufregen. Wieso lest ihr ihre Beiträge überhaupt noch?
    9 5 Melden
    • 3fuss 28.02.2017 12:33
      Highlight Ich vermute, weil die Aufregung ihnen Spass macht.
      6 1 Melden
    • Spooky 28.02.2017 19:10
      Highlight @DianaVrdrm

      "Wieso lest ihr ihre Beiträge überhaupt noch?"

      Kafi ist halt einfach eine interessante Blognulpe. Sie kann gut schreiben und predigen (und trifft meistens voll daneben) (dadurch haben die Leser das Gefühl, sie könnten das besser) (oder mindestens ebenso gut) (das gibt ein gutes Gefühl) (und alles, was ein gutes Gefühl gibt, will man immer wieder wiederholen) (darum lesen alle immer wieder die Antworten von Kafi).
      7 5 Melden
  • Yoshuan 27.02.2017 11:49
    Highlight Lieber Redly, lieber Spooky und co
    (Ich bin der Fragesteller)
    Nein, es stört mich nicht und ist kein Problem, wenn Leute viel besitzen, auch nicht, wenn sie ihren Besitz freiwillig mit sich rumtragen möchten. Auch nicht wenn die Menge die Dimension eines Wohnwagens annimmt. Ich wunderte mich nur. Die Gedanken über Geborgenheit und Identität haben meine Frage bestens beantwortet. Vielleicht haben meine verwendeten Begriffe "stopfen" und "Ware" eine Abwertung vermuten lassen, die ich aber nicht fühlte/äusserte.
    9 3 Melden
    • Bruno Wüthrich 28.02.2017 09:47
      Highlight Lieber Yoshuan - Sie schreiben selber, dass Sie der Fragesteller sind (also männlich, nicht weiblich). Wieso unterschreiben Sie die Frage mit «Nadine 40»?
      4 2 Melden
    • Daenerys Targaryen 28.02.2017 13:16
      Highlight @Bruno Pseudonym kennste?
      3 0 Melden
    • Bruno Wüthrich 28.02.2017 13:44
      Highlight @ Daenerys Targaryen - Kenne ich. Aber Pseudonyme hat Frau Freitag gar nicht gerne. Das hat sie explizit geschrieben (nachzulesen in einem ihrer frühreren Blogs). Umso mehr müsste sie sich fürchterlich darüber aufregen, dass sich ein Mann als Frau (oder umgekehrt) ausgibt. Statt dessen schreibt sie «Lieber Yoshuan». Dies ist ein Sinneswandel, der schon fast die Dimmension einer Geschlechtsumwandlung annimmt.
      3 3 Melden
    • Daenerys Targaryen 28.02.2017 17:22
      Highlight @Bruno Müssen wir alles so ernst nehmen? Das Leben ist schon ernst genug und jetzt noch Kafis Antworten totdiskutieren ist in meinen Augen Zeitverschwendung. Stattdessen könnten wir uns anderen Dingen zuwidmen die mehr Spass machen. Jeder Mensch soll sein Ding machen, wenn es ihr oder ihm gefällt um so besser! Ist jetzt ein bisschen off the topic, aber ich sehe dich, Bruno, bei fast jeder Kommentarspalte. Nimm nicht alles so ernst, bitte. ❤
      8 1 Melden
    • Bruno Wüthrich 28.02.2017 19:13
      Highlight @ Daenerys Targaryen - für deinen lieben Kommentar habe ich dir ein Herzchen gegeben (vergebe ich nur selten, Blitze noch seltener).

      Es ist aber so, dass ich gerne Dinge hinterfrage. Das macht mir Spass. Und natürlich bringe ich dann das, was ich entweder herausgefunden habe, oder was mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sein könnte, auch gerne zu Papier (pardon, ins Kommentarfeld).

      Und immerhin: Ich bleibe doch immer ein freundlicher Zeitgenosse, wenn halt auch zuweilen ein kritischer.

      Frau Freitag kritisiert ja in ihrem Blog ebenfalls oft. Ergo tue ich ja eigentlich nichts anderes.
      5 4 Melden
  • ElendesPack 27.02.2017 10:03
    Highlight Ich finds auch ganz wichtig, dass man bei praktisch jeder Frage im Leben ganz, ganz doll an Flüchtlinge denkt, sich dann ein wenig wohlig gruselt und dann mit seiner Drohne, dem Fotoapparat, dem laserpräzisen Epiliergerät, dem sprechenden Ondulierstab und dem ganzen Müll, den man halt so mit sich rumschleppt und den andere Leute eigentlich gar nichts anginge, weiterreist. Man muss bei jedem Thema immer an Flüchtlinge denken, auch wenns die keinen Deut juckt.
    8 9 Melden
  • Pasionaria 26.02.2017 22:08
    Highlight 2. Versuch
    auch @ Watson Team!
    Interessant, die (fingierte?) Frage beinhaltet in vier Zeilen eine ganze Zeile mit Lob @ Kafi. War das die ganze Wiedergabe der Anfrage?
    Frau Freitag, Sie machen es sich mit Ihrem Blog wirklich zu einfach.
    Keine kritische Frage, im Gegensatz zu Ihnen gemachten Komplimenten, wird je beantwortet, jedoch praktisch jede von Ihnen publizierte Frage trifft haargenau, woran Sie in letzter Zeit gedacht haben, oder was Sie exakt in diesen Tagen beschaeftigt hat etc. etc.
    Fuer was nehmen Sie uns LeserInnen eigentlich, neben Ihrem Vorwurf des Nulpendaseins?
    13 8 Melden
    • Lukas Blatter 26.02.2017 22:14
      Highlight @Pasionaria: Die Blog-Beiträge (und damit auch die Fragen) stammen in der hier publizierten Form direkt von Kafi Freitag. Für nähere Fragen (muss ja nichts sein, das sie dann beantwortet) solltest du dich also bei ihr melden: http://www.fragfraufreitag.ch/deine-frage-stellen
      7 1 Melden
    • Pasionaria 27.02.2017 01:17
      Highlight Lukas Blatter
      Danke fuer Ihre Antwort....
      1 1 Melden
    • Pasionaria 27.02.2017 01:22
      Highlight Lukas Blatter
      .... vorgehendes ist mir zu schnell abgegangen, sorry.
      Eine Frage an Sie, ist es nicht ueblich, dass man in einem Blog vom BlogautorIn, auf hoefliche Fragen eine Antwort erwarten darf? Ist dies u.a. nicht der Sinn eines Blogs, fragen und darauf eingehen, solange es eine anstaendige Frage ist?
      Anworten Sie mir nun bitte nicht: dies darf die/der BlogautorIn selbst entscheiden. Das ist mir klar. Aber meine Frage - ist es nicht ueblich in Euren Blogs, wie es z.B. im Stamm-Blog erfreulicherweise der Fall ist?
      Danke
      4 6 Melden
    • Bruno Wüthrich 27.02.2017 09:01
      Highlight Gute Frage: Soll sich ein/e Bloger/in an den anschliessenden Diskussionen beteiligen und/oder Fragen beantworten?

      Ich finde die Variante, einen Blog zu schreiben und diesen dann den Lesern zu überlassen, gut.

      Auch ich dachte an eine Fakefrage. Doch für einmal war mir dies nicht so wichtig. Das Thema ist interessant.

      Doch in einem haben Sie völlig recht. In jedem Titel muss das Wort «Kafi» stehen. Zwingend! Und dann muss immer wieder auch ein Lob mit in den Lead. Meines Erachtens (persönliche Meinung) ist dieses Marketing-Gehabe einfach total übertrieben. Genau wie die ständigen Selfies!
      7 8 Melden
    • Yoshuan 27.02.2017 12:01
      Highlight Die Frage mit Kompliment stammt von mir, nur der Titel "warum müssen wir soviel besitzen" wurde dazu gefügt. Warum sollte das fingiert sein? Ja, es war ganz exakt die Wiedergabe meiner Frage.
      7 1 Melden
    • Bruno Wüthrich 27.02.2017 13:56
      Highlight @ Yoshuan - Danke für die Aufklärung. Pasionaria hat jedoch trotzdem recht, die Echtheit der Frage zu hinterfragen.

      Dass man hinterfragt, liegt nicht an den Hinterfragern, sondern in erster Linie an Frau Freitag selbst. Ich bin überzeugt, dass bereits mehrfach Fragen gefakt wurden. Wie erwähnt, hätte es mich diesmal nicht gestört, weil das Thema (die Frage) wirklich interessant ist. Ist auch ein Komliment für Sie als Fragesteller.
      3 3 Melden
    • kafi 27.02.2017 14:08
      Highlight Lieber Yoshuan

      Die Titel schreibe jeweils ich, weil diese eine Anzahl Zeichen nicht überschreiten dürfen und dennoch den Inhalt der Frage wiedergeben sollen.
      "Kafi" kommt in jeder Frage vor, damit ich sie wiederfinde, wenn ich in den Unmengen eatson Artikeln nach meinen Artikeln suche. Kann nur nach dem Titel suchen und das macht es für mich einfacher, weil ich jeweils Fragen mit ähnlichem Inhalt verlinke.
      8 2 Melden
    • Bruno Wüthrich 27.02.2017 16:36
      Highlight Dass «Kafi» in jeder Fragestellung vorkommen muss, macht aus jeder Frage jeweils einen verzweifelten Hilferuf (was sie eigentlich in den meisten Fällen nicht ist).

      Ich stelle mir dann immer vor, wie es wirken würde, wenn «Kafi» durch «Mutti» oder «Grosi» ersetzt würde, und wir dann tatsächlich alles Kleinkinder wären, die an eine Frau mittleren Alters hilfesuchend mehr oder weniger intelligente Fragen stellen würden.

      Der Titel oder der Lead sollte in erster Linie für die Leserschaft, und nicht für die Blogerin gemacht sein. «Kafi» in jeder Frage wirkt mit der Zeit wie «Mutti» oder «Grosi».
      1 7 Melden
    • Yoshuan 27.02.2017 20:06
      Highlight Das kam mir jetzt noch nie in den Sinn, die Echtheit der Fragen zu hinterfragen. Das würde doch die Kafi als erste langweilen.
      Warum stellt ihr denn nicht mal selber eine Frage?
      Mir war es wichtig, ein Lob auszusprechen.
      5 2 Melden
    • Spooky 28.02.2017 00:50
      Highlight ©Pasionaria

      Ich hoffe langsam auch, dass dir Kafi eine Antwort gibt. Dein kindisches Zwingle ist ja nicht mehr zum Aushalten.
      4 2 Melden
    • Bruno Wüthrich 28.02.2017 09:27
      Highlight Ich bin verwirrt. Frau Freitag antwortet Yoshuan, spricht diese/n mit «Lieber» an. Ja was denn nun: Yoshuan outete sich als Fragesteller/in (der Frage, um die es hier geht), unterschrieb diese jedeoch mit «Nadine 40». Der Nick lässt aber auch für mich auf einen Mann schliessen. Irgend etwas stimmt doch hier nicht!
      4 5 Melden
    • Spooky 28.02.2017 09:33
      Highlight @Bruno Wüthrich

      "Irgend etwas stimmt doch hier nicht!"

      Verdächtig, sehr verdächtig! Geschlechtsumwandlung?
      3 1 Melden
    • Spooky 28.02.2017 23:04
      Highlight @Pasionaria
      "Eine Frage an Sie. Ist es nicht üblich, dass man in einem Blog von der Blogautorin auf höfliche Fragen eine Antwort erwarten darf?"

      Ein guter Coach macht nicht das, was ein Klient von ihm erwartet. Dass Kafi dir nicht antwortet, ist das Beste, was dir passieren kann. Warum? Weil es dich beunruhigt. Unruhe ist immer besser als Ruhe.
      4 2 Melden
  • Calvin WatsOff 26.02.2017 14:37
    Highlight Wie älter ich werde, desto weniger brauch ich, schon gar keine sogenannten Statussymbole. 😂👍🏻
    6 3 Melden
  • Redly 26.02.2017 08:43
    Highlight Liebe Nadine, was stört Dich daran, wenn andere viel besitzen, wenn Du das gar nicht gut findest?
    8 8 Melden
  • tatugavida 26.02.2017 08:15
    Highlight Mehr statt weniger. Gerade oder deswegen wird mit der Habe geprahlt. Muss jeder wissen, dass ich mit Ware im Wert von zig tausenden von Franken unterwegs bin?
    Es geht einfacher und leichter...
    Dann kann ich mir auch Gedanken über die Reise machen und die Aussicht geniessen
    5 2 Melden
  • pamayer 26.02.2017 01:16
    Highlight Wir reichen Menschen (reich Dank Kolonisation by the way) sind dermassen sinnentleert, dass wir glauben, dass der Konsum, das Neu, das Richtige glücklich mache.
    Und jeder Anbieter von neuen Waren verdient sich eine goldene Nase, während wir nicht mehr wissen, wohin mit dem Stuss und warum die ganze Wohnung, das ganze Haus bis zum ersticken vollgestopft ist mit unnötigen, schönen Dingen, die nicht glücklich machen können.
    Auch die, die daran verdienen, werden nicht glücklich werden können, da Geld noch nie glücklich machte.
    Geld kann Dinge erleichtern.
    Glück ist nicht käuflich. Never ever.
    19 23 Melden
    • Triumvir 26.02.2017 08:19
      Highlight Das stimmt nur teilweise. Denn auch du kannst in der Schweiz sicher nicht komplett ohne Geld leben. Solange Geld nur ein Mittel zum Zweck bleibt und nicht zum Lebensinhalt wird, kann Geld sehr wohl bis zu einem gewissen Grad seinen Teil zum Lebensglück beitragen. Jeder der hier schönfärberisch etwas anderes behauptet, ist in meinen Augen nicht ganz ehrlich.
      23 0 Melden
    • Spooky 26.02.2017 20:09
      Highlight @pamayer

      "Glück ist nicht käuflich."

      Innerhalb des Kapitalismus ist Glück nur durch Geld zu haben. Also ist Glück käuflich. Leute wie Mick Jagger oder Barack Obama oder Nicolas Sarkozy oder Donald Trump haben alle schöne, käufliche Frauen und glückliche und erfolgreiche Kinder.

      Also, mein lieber pamayer, hör auf mit dem doofen Volksmärchen, dass Geld nicht glücklich macht!

      Kein Geld macht unglücklich, Geld macht glücklich. Punkt.
      8 7 Melden
    • pamayer 26.02.2017 20:16
      Highlight @triumvir
      Klar. Ohne Geld hätte ich ein grobes Problem. Da wäre das ganze Glücksgedusel sofort bachab.
      Ich meine eher Geld Anhäufung als Selbstzweck, also Dagobert Duck und Konsorten.
      Auch Dinge zu besitzen tu ich auch fleißig.
      Aber wenn die Dinge zum Selbstzweck verkommen, wird es dekadent. Und Dinge oder CHF können nie eine Trauer wegzaubern, eine Depression heilen, ein seelisches Tief wieder heraufziehen.
      4 2 Melden
    • Lami23 26.02.2017 21:32
      Highlight Spooky: Geld kann sorgloser machen. Aber nicht glücklich und erfüllt. Ich erlebe das zumindest so. Mein Gekauftes macht mich immer nur kurzfristig glücklich.
      5 3 Melden
    • Spooky 26.02.2017 22:41
      Highlight @Lami23
      Im Kapitalismus ist Geld gleich Leben (oder gleich Liebe, denn zwischen Leben und Liebe gibt es keinen Unterschied). Wer kein Geld hat, stirbt.
      5 0 Melden
    • Lami23 27.02.2017 05:55
      Highlight Ich rede nicht von Überleben, sondern von Glück. Ich mache nicht die Erfahrung, dass die Menschen, die mich glücklich machen, abhauen, wenn ich weniger Geld habe.
      2 2 Melden
    • Spooky 27.02.2017 09:04
      Highlight @Lami
      Also, wenn ich von Freunden oder von nahestehenden Menschen oder vom Sozialamt Geld bekomme, dann ist das - überlebenstechnisch gesehen - dasselbe, als ob ich selber Geld hätte. Insofern ist mir das auch noch nie passiert, sonst könnte ich ja diese Zeilen nicht schreiben. Aber wenn ich innerhalb des Kapitalismus weder fremdes noch eigenes Geld habe, wie das zum Beispiel gewissen radikalen, sozialresistenten Clochards passiert, dann werde ich innerhalb ein paar Wochen oder Monaten sterben. (Überlebenskünstler ausgenommen) (Sie bestätigen die Regel.)
      2 0 Melden
    • pamayer 27.02.2017 10:47
      Highlight @spooky
      Ich glaube, dass Mick Jagger, Donald the Trump und Sakorky zutiefst traurige, verzweifelte Menschen sind. Sich als Mann eine 'schön' Frau zu kaufen heisst, keine will mich.
      Wenn die Vermögenden dieser Welt glücklich wären, zB mit 15 mio Vermögen, warum gehen sie buchstäblich über Leichen, um Milliardär und noch mehr zu werden. Es sind traurige Gestalten, die die Welt kaputt machen, weil sie selbst kaputt sind.

      Obama scheint mir da etwas lockerer zu sein. Aber dieser Schein kann trügen.




      Und ja: ein Lottogewinn würde mich sehr freuen. Aber was mich wirklich plagt, wäre nicht weg.
      2 1 Melden
    • Lami23 27.02.2017 12:02
      Highlight darum sage ich ja spooky, glück nicht überleben. ich mache einnfach die erfahrung das besitz nie das gleich e glück generiert wie beziehungen.
      2 1 Melden
    • pamayer 27.02.2017 14:13
      Highlight Wenn ich grossmaulig propagiere, dass Glück nicht von Geld Anhänge: ich kenne chronischen Geldmangel sehr wohl. Schleicht sich in alle Ritzen des Wohlbefindens und kann die alltäglichen Freuden nachhaltig vermiesen.
      Und eine Zahnarztrechnung ist ein super Gau pur. Und ein defekter Computer kann lange nicht ersetzt werden, da unerschwinglich.
      Und Mahnungen werden fast normal...
      4 0 Melden
    • Spooky 27.02.2017 18:29
      Highlight @Lami
      "darum sage ich ja spooky, glück nicht überleben."

      Okay, habe verstanden. Na ja, ich vermute, das Denken eines Menschen ist von seiner materiellen Situation und von seinen intelligenzmässigen Möglichkeiten und von seiner....ach...sagen wir mal: von allem Möglichen und Unmöglichen abhängig😇 😇


      @pamayer


      2 0 Melden
    • Spooky 27.02.2017 18:31
      Highlight @pamayer

      "Schleicht sich in alle Ritzen des Wohlbefindens"

      Das hast sehr schön gesagt. Ich sehe schon, da weiss einer, wovon er redet. Kommt auf Watson bei diesem Thema selten vor.
      3 0 Melden
    • pamayer 27.02.2017 22:15
      Highlight @spooky
      Zum Glück seit einem guten halben Jahr nicht mehr. Aber sobald etwas mehr Rechnungen da, beginnt's irgendwo zu vibrieren. Kannst blitzschnell abrutschen. Es reicht- was hinlänglich bekannt ist- eine längere Krankheit, ein Unfall, eine Scheidung oder sonst eine Zäsur im Leben, die eben kommt wenn sie kommt. Ungefragt.
      6 0 Melden
    • Spooky 27.02.2017 22:50
      Highlight @pamayer

      Wie gesagt, pamayer, da weiss einer, wovon er redet. Das spürt man.

      In meiner Jugend, ich war voller Energie und Tatendrang, habe ich es mir nicht einmal in meinen schlimmsten Albträumen vorstellen können, dass ich irgendwann ein Sozialfall werden könnte. Das war einfach nicht denkbar.

      Darum verstehe ich jene Leute auf Watson, die sofort sagen: Selber schuld. Ich habe damals nämlich ähnlich gedacht.

      Diese Leute wissen leider nicht: Eine einzige falsche Entscheidung - und man ist im Abseits von allem.
      6 0 Melden
    • Lami23 28.02.2017 16:51
      Highlight Von der Intelligenz? Wenn du meinst...
      Ich arbeite mit Menschen, die von Armut betroffen sind und mache die Erfahrung, dass das schlimm ist, aber das das eigentlich schlimme die Einsamkeit ist.
      Meine Meinung/Erfahrung. Wenn du sie nicht teilst, auch ok :-)
      0 0 Melden
  • BaaDummmTschhh 26.02.2017 00:50
    Highlight Nein, ich glaube Besitz ist in erster Linie ein Versuch der Selbstverwirklichung. Die einfachste Möglichkeit sich so zu präsentieren, wie man von anderen und sich selbst gesehen werden will. Man schafft sich selbst Identität, indem man bestimmte reale oder erwünschte Eigenschaften durch Besitz zur Schau stellt. Jedes Buch, jedes Bild, jeder Film und jedes Kleidungsstück schaffen ein Stück Identität. Und gleichermassen jene Dinge, auf die man bewusst verzichtet. Und ich denke dieser Aspekt des Besitzes ist es, der am Ende Sicherheit und Geborgenheit gibt.
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    • pamayer 26.02.2017 21:56
      Highlight Der Besitz - wir alle haben mehr als genug davon - ist durch deine Auswahl eine weitere Art des Selbstausdruckes.
      Das gibt ein wohliges Gefühl. Genau so, wie wenn ich bei jemand anderem übernachte, genau dieses Gefühl, je nach Art der Beziehung, eben ausbleibt.
      Das sehe ich auch wie du.

      Die Frage an Kafi kam mir viel mehr in Richtung Maßlosigkeit des Besitzes. Shoppen was das Zeug hält und an Flohmärkten, Brockenstuben siehst du, was alles weggegeben wird.
      Ich vermute, am schlimmsten ist es in den Abfallsäcken. Habe das Gefühl, wir haben keine Vorstellung davon, es was da abgeht.
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  • helios 25.02.2017 23:17
    Highlight
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  • 3fuss 25.02.2017 23:11
    Highlight Dass man im Zug oder am Flughafen viele Menschen mit grossen Koffern antrifft, liegt wohl nicht an den Menschen generell, sondern am speziellen Zweck von Zügen und Flughäfen.
    Im Swingerclub jedenfalls tragen die Menschen weitaus weniger.
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    • Chris van Berg 26.02.2017 05:05
      Highlight 😂😂😂, wir können das "weniger tragen" doch interpretieren als suche nach Freiheit.
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    • kafi 26.02.2017 08:04
      Highlight Hahaha! Herrlich!
      Wird vermutlich stimmen...
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  • Farson 25.02.2017 21:51
    Highlight Was hat Kafi denn so in Stockholm gemacht?
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    • Charlie Brown 26.02.2017 08:34
      Highlight Vielleicht den Lohn bei Volvo abgeholt? 🙈🙉🙊
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    • Hoppla! 26.02.2017 19:17
      Highlight Ne, kann nicht sein. Volvo ist in Göteborg.

      Aber vielleicht bezog sich der Donald auf diesen Stockholm-Besuch.
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  • Spooky 25.02.2017 21:00
    Highlight Das sind Luxusproblemchen von Luxusmenschen auf Luxusreisen! Ich wünsche dir, Kafi, weiterhin diese Luxusgedanken auf deinen Luxusreisen. Aber denk doch lieber nicht an all die Leute, die nicht soviel Glück haben wie du. Das bringt niemandem etwas. Schau für dich und deine Luxusproblemchen! Das gibt dir ein gutes Gefühl. Das ist das Wichtigste.
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    • ElendesPack 27.02.2017 09:03
      Highlight Wieder mal einer der Spooky-Kommentare, die in ihrer Galligkeit geradezu erfrischend sind.
      Go on, Spooky!
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    • Spooky 27.02.2017 18:46
      Highlight Danke, ElendesPack, ich tue was ich kann 😂
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  • Blitzableiter 25.02.2017 20:41
    Highlight Zu sehr aus den Fingern gesaugt.
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Hallo Frau Freitag. Meine Freundin möchte gerne zu mir ziehen, jedoch keine Miete zahlen. 

Lieber ClaudioVielen Dank für Ihre Frage. Leider haben Sie vergessen, Ihre Adresse und den Vermieter anzugeben, und die benötige ich doch für die Umschreibung des Mietvertrags. Ich habe nämlich beschlossen, auch zu Ihnen zu ziehen. Und nein, selbstverständlich werde ich mich nicht an den Mietkosten beteiligen, das wäre ja noch schöner! Sie wohnen ja schliesslich schon dort und da macht es doch keinen Unterschied, ob mein Sohn und ich auch noch dort sind. Es wäre noch nett, wenn Sie den …

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