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Manchmal legt sich dichter Nebel über das Leben.  bild: kafi freitag

Kafi, meine Partnerin hat psychische Probleme

Liebe Kafi! Als erstes vorneweg, ich mag dich! ... Meine Partnerin hatte vor einem Jahr ein Burnout. Jetzt, vor kurzem, wieder einen Zusammenbruch, der sich durch Panikattacken und Schlafstörungen äussert. Trotz sehr offenem und ehrlichem Umgang untereinander, und obschon ich meinen Bedürfnissen genug Platz gebe, merke ich vermehrt, dass es je länger desto schwieriger wird. Wir gehen wie in verschiedenen Welten. Ich habe Angst davor, dass ich irgendwann nicht mehr kann, auch wenn die Liebe da ist. Herzlich, Lea, 29

08.02.17, 17:49 09.02.17, 10:15

Liebe Lea

Danke für Ihre Frage. Und das liebe Kompliment. Ich kann Ihnen gut nachfühlen. Ein Mensch kann sich ob einer Depression oder einem Burnout sehr verändern. Er ist dann nicht mehr ganz sich selber, sondern zu einem grossen Teil seine Krankheit. Und die kann sehr zerstörerische Züge annehmen, da sich dann sämtliche Lebensfreude davon macht.

Darum gibt es je länger je mehr auch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen für Personen, die mit einem psychisch kranken Menschen zusammenleben. In dieser Arbeit geht es sehr oft um Abgrenzung und darum, dass man sich nicht in der Pflege des Andern ganz verloren geht. Das ist keine einfache Sache, schliesslich will man ja im Prinzip nichts mehr, als dass es dem geliebten Menschen wieder gut geht. Gleichzeitig kann man ihm nicht wirklich helfen, solange die Hilfe nicht erwünscht ist und angenommen wird. Und selbst dann ist es eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit, weil man ja Partner auf Augenhöhe und nicht Therapeut sein möchte.

Sie brauchen dennoch keine Angst haben, liebe Lea. Ihre Liebe darf sich verändern, auch wenn dies mit Schmerzen verbunden ist. Sie sind nicht verpflichtet, einem Menschen die ewige Treue zu halten, wenn Sie merken, dass es Ihnen dabei mittelfristig nicht gut geht.

Ich verstehe, dass es sehr schwer fällt, einen kranken Menschen zu verlassen. Gleichzeitig ist ein Mensch, der psychisch krank ist, nicht mehr der Mensch, in den man sich einmal verliebt hat. Spüren Sie gut in sich hinein und haben Sie den Mut zu gehen, sobald Sie das Gefühl haben, Ihren eigenen Lebensmut zu verlieren. Es ist niemandem gedient, wenn Sie aus Edelmut bleiben und sich damit selber kaputtmachen.

Und ja, ich kann mir bereits gut denken, was die ach so erfahrenen Kommentarschreiber dazu sagen werden. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken, liebe Lea. Niemand, der je in Ihren Schuhen gestanden hat, kann nachvollziehen, was in Ihnen vorgeht.

Ich war vor vielen Jahren einmal depressiv erkrankt und ich weiss, wie anstrengend und fordernd das für mein gesamtes Umfeld war. Hilfe von Freunden und Familie konnte ich zu dieser Zeit nicht annehmen, aber ich hatte gottlob einen sehr fähigen Arzt, der mich binnen weniger Monate wieder ins Leben entlassen konnte. Leider weiss man nur selten im Voraus, ob es eine kurze Episode ist oder ob man sich die nächsten Jahre um die Thematik drehen wird.

Bitte schauen Sie sich gut. Denn nur solange es Ihnen gut geht, können Sie jemandem anderen eine Stütze sein. Und nein, nicht einmal dies müssen Sie, liebe Lea.

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi

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Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 12.02.2017 09:38
    Highlight ...
    Wenn Deine Partnerin das alles geschafft hat, wird sie sich wie neu geboren fühlen!
    Und sie wird Dir zutiefst dankbar sein, dass Du in ihrer schlimmsten Zeit, in der sie den kalten Hauch des Todes spürte, zu ihr gestanden ist!
    Eure Beziehung wird nach dieser gemeinsam durchgestandenen Krise tiefer und schöner sein, als je zuvor!
    Wichtig ist, dass Du immer ehrlich bist, denn Burn-Out-PatientInnen sind - gerade wegen ihrer Blockade - hypersensibel! Sie merken alles, weil sie es gesteigert erleben!
    Glaube mir, ich habe in diesem Zustand Engel und Teufel gesehen und erlebt.
    7 0 Melden
  • rodolofo 12.02.2017 09:33
    Highlight ...
    Bitte nicht erschrecken und nicht persönlich nehmen!
    (Ich weiss, das ist nicht leicht.)
    Aber die Ausbrüche gelten nicht Dir, sondern sie sind Reaktionen auf früher erlebte Misshandlungen und Einengungen, die meistens von engen Bezugspersonen mit Einschleuse-Anhängen wie "Du bist halt...", oder "Du kannst halt nur..." ins Gehirn eingepflanzt wurden.
    Die dritte wesentliche Aufgabe einer Burn Out - Therapie besteht also darin, solche selbst-schädigenden und selbst-beschränkenden Gedanken los zu werden.
    Sieh es als eine Art Frühjahrsputz des Gehirns!
    ...
    4 0 Melden
  • rodolofo 12.02.2017 09:27
    Highlight ...
    Burn Out -Geschädigte haben nämlich das Grundproblem, dass sie ZU GUT sind, bzw. sein wollen, oder glauben sein zu müssen!
    Das verwundert Dich jetzt vielleicht, dass "Zu Gut sein" ein Problem sein kann, im Sinne von "Zu viel des Guten".
    Aber genau so ist es.
    Und darum besteht der zweite wichtige Teil einer gelingenden Burn-Out-Therapie darin, dass der/die PatientIn lernt, bisher als "negativ" unterdrückte Gefühle und Gedanken zuzulassen und auszudrücken!
    Anfänglich kann das zu Ausbrüchen von angestautem Zorn und Trauer führen, wie bei einem Vulkan.
    ...
    3 0 Melden
  • rodolofo 12.02.2017 09:21
    Highlight ...
    Als Parterin einer vom "Burn Out" lahmgelegten Frau musst Du wissen, dass eine solche Blockade sehr lange dauern kann (bei mir waren es zwei Jahre), dass dieser für alle Seiten äusserst unangenehme Zustand aber auch besondere Qualitäten mit sich bringt, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind:
    Da "es" nicht im gleichen Stil weitergehen kann, MUSS ein anderer Weg eingeschlagen werden!
    Dieser "andere Weg" beinhaltet im Kern die Selbst-Liebe, also das unbedingte Annehmen und Akzeptieren der eigenen Gefühle und Gedanken.
    ...
    4 0 Melden
  • rodolofo 12.02.2017 09:15
    Highlight Liebe Lea,
    Ein "Burn Out" ist in unserer auf Hochleistungen getrimmten Gesellschaft nichts Besonderes mehr!
    In einen solchen Extrem-Zustand kann also JedeR hineingeraten.
    Es ist ein Teufelskreis, in dem der "Innere Reiter" sein "Inneres Pferd" weiter vorwärts peitscht, obwohl dieses nicht mehr kann, bis es zusammenbricht.
    In der Therapie muss der "Innere Reiter" lernen, sein "Inneres Pferd" liebevoll zu pflegen, damit es sich erholen kann. Dann kommen erste kleine Ausritte, vorerst nur im Schritt-Tempo. Und irgendwann wird die Freude über den ersten wilden Galopp riesengross sein!
    ...
    3 0 Melden
  • Mona V. 11.02.2017 17:32
    Highlight Liebe Lea
    Nach Burnout/Schlafstör/massiven Schmerzen arbeitete ich meine Kindheit mit Psychologin/Fachliteratur auf. Den Weg musste ich selber gehen, dennoch war ich sehr dankbar, dass mein Mann mir immer wieder zuhörte und Trost spendete. Ich ging meine Probleme aktiv und mutig an, was er interessiert und beeindruckt beobachtete. Endlich hole ich die verpassten Entw.schritte nach. Und ja, das verändert mich. Schenke deiner Freundin dein Vertrauen, dass sie ihren Weg meistern wird. Und lebe gleichzeitig dein Leben aktiv und ehrlich weiter. Ob es danach noch passt, wird sich zeigen. Alles Gute!
    10 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.02.2017 14:46
    Highlight Ich kann jedem Menschen mit psychologischen Problemen nur empfehlen, das Buch der Bücher aufzuschlagen und sich an den EINEN Arzt zu wenden. Sehr zu empfehlen anhand persönlicher Erfahrung.
    7 38 Melden
    • Einstürzen&neubauen 10.02.2017 20:52
      Highlight Das haste recht!
      Leider ist es schwer einen passenden psychiater / psychologen zu finden, aber wenn an den mal gefunden hat ist alles möglich:)
      10 0 Melden
  • Matrixx 10.02.2017 06:06
    Highlight Als selbst betroffener jahrelanger Depression kann ich dir folgendes sagen:
    Deine Partnerin liebt dich. Auch wenn wahrscheinlich alles dagegen spricht. Die Depression ist ein Gebilde, das dich blockiert. Man bringt nichts zu stande, egal wie sehr man sich anstrengt. Dann braucht es jemanden, der dich aus dieser "Starre" rausholt. Es sind die kleinen Dinge. Anstoss zum Willen der Heilung war bei mir damals ein Sonnenuntergang. Dieser wunderschöne goldene, rot eingerahmte Sonnenuntergang im Frühling.
    Nimm deine Partnerin an der Hand und führe sie, das hilft! Zeig ihr die schönen Sachen im Leben
    41 2 Melden
    • Teryx 11.02.2017 12:47
      Highlight Dabei kann ich dir aus persönlicher Erfahrung zustimmen, aber ich hab es auch mit viel Geduld alleine geschafft, zum Menschen hinter der Depression durchzukommen.

      Also nicht Aufgeben :)
      2 0 Melden
  • nightfairy 09.02.2017 17:10
    Highlight
    Es gibt ein ganz tolles Buch für Angehörige von Menschen mit einer Depression/einem Burn-out. Auf dieser Website hat es Auszüge aus dem Buch: http://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/depression--auszuege-aus--mit-dem-schwarzen-hund-leben--10383860.html Mir hat dies damals sehr geholfen zu verstehen, vor allem sich immer wieder bewusst zu machen, was sind die Symptome der Krankheit und wie kann ich als Angehörige damit umgehen. Viel Kraft, bei welcher Entscheidung, bei welchem Weg auch immer.
    14 0 Melden
  • gelesen 09.02.2017 14:28
    Highlight Ihre Partnerin braucht fachärzliche Hilfe und es wäre für Sie wahrscheinlich hilfreich, wenn Sie mind. zu einer Sitzung mitgehen, um Ihre persönliche Situation zu schildern.
    40 1 Melden
    • Pasionaria 10.02.2017 06:24
      Highlight Sehr guter Ratschlag - sind Sie Psychologin oder Coachin? Jedenfalls ohne Holzhammermethode...
      Danke.
      12 5 Melden
    • Pasionaria 10.02.2017 18:24
      Highlight ....... und sogar bis anhin > OHNE Blitze, das schafft nicht jede/r hier!
      4 5 Melden
    • gelesen 10.02.2017 22:18
      Highlight Pasionaria
      Ich bin doch Meeresbiologin, wie Sie doch wissen, Schwergewicht Meeressäuger, verehrte Blitzesammlerin.
      2 1 Melden
    • Pasionaria 11.02.2017 19:34
      Highlight 2. Versuch
      gelesen
      Interessant...., so vertreten Sie wohl Darwin's These, dass Tiere,  wie der Mensch, Freude und Schmerz, Glueck und Unglueck empfinden; sie werden durch dieselben Gemuetsbewegungen betroffen...?
      Diese rennen aber nicht vor Problemen weg, sie bleiben bei ihrem Rudel, bis es ev. gar nicht mehr geht. Aber deren Motto ist: Durchhalten in guten und in schlechten Wasserzeiten, Solange immer moeglich!

      N.B. Habe ich nicht ein edles Gemuet, indem ich Ihnen saemtliche Blitze abnehme?
      2 2 Melden
    • gelesen 11.02.2017 20:22
      Highlight Pasionaria
      Ja, dieses edle Gemüt haben Sie zweifellos!

      Ich vertrete gar niemands These. Mache meine Beobachtungen, manchmal im Gegenlicht, manchmal mit Leseschwächen, doch die Liebe darf nicht fehlen, auch wenn sie manchmal schmerzt.
      3 1 Melden
  • Boston5 09.02.2017 10:46
    Highlight Liebe Lea,
    Bevor Sie Ihre Partnerin abschiessen würde ich mir folgende Sachen überlegen:

    1. Schaffe ich es eine kranke Person zu verlassen, ohne mich danach noch mehr etwas vorzuwerfen?

    2. Wenn Ihre Partnerin wieder gesund ist, können Sie nicht einfach wieder antanzen, wenn Sie sie verlassen haben

    Aber das ist Ihre Entscheidung!
    25 30 Melden
    • Powertweety 10.02.2017 12:05
      Highlight Ihren Punkt hat Kafi bereits angesprochen in Ihrer Antwort. Aber aus Schuldgefühlen sollte man meiner Meinung nach mit niemandem zusammen bleiben, vorallem nicht wenn es einem selbst zerstört.
      25 0 Melden
  • Cardea 09.02.2017 10:01
    Highlight Ich war in einer ähnlichen Situation und bin schliesslich gegangen. Es war schmerzvoll und alles andere als einfach, aber ich weiss und fühle noch immer, dass es die richtige Entscheidung war. Wäre ich geblieben, wäre ich mit in den Abgrund gerissen worden. Es hat nichts zu tun mit aufgeben und im Stich lassen
    51 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.02.2017 07:27
    Highlight Liebe Lea, ihre Sorgen sind riesig. Aus einer ähnlichen Krise herausgekommen kann ich Ihnen nur folgendes sagen:Ihre Partnerin wird aus dieser Situation verändert herauskommen. Sie wird nie mehr dieselbe Person sein wie vorher. Können Sie damit leben und was Neues aufbauen? Darauf läuft es hinaus, wenn Sie bleiben. Aber auch Sie werden dann nicht mehr dieselbe Person sein: können Sie auch damit leben? Das "früher war doch..." wird dann ev. zum Stalker und Gradmesser Ihrer beider Leben: auch damit müssten Sie lernen umzugehen. Ich glaube, solche Fragen helfen beim Bleiben od. Gehen. Alles Gute!
    26 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 09.02.2017 02:36
    Highlight Um Himmels Willen Lea. Hören Sie ja nicht auf uns Kommentarschreiber. Wir wissen nichts. Gar nichts. Nur Frau Freitag weiss es. Sie weiss alles. Sie ist die Überfrau. Wenigstens sieht sie sich so. Sie kennt keine Grenze in der Wahrnehmung ihrer eigenen Grösse und Allwissenheit.

    Darum jetzt von mir auch kein Rat. Aber ein kleiner Tipp (den Sie um Himmels Willen am besten gar nicht beachten): Eine Partnerschaft fühlt sich besser an, wenn man weiss, dass der Partner für einen da ist, wenn es einem beschissen geht.

    Und manchmal fühlt man sich selbst am beschissensten, wenn man einfach abhaut.
    56 120 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.02.2017 00:26
      Highlight Selten so was sinnloses gelesen.
      2 3 Melden
  • pamayer 09.02.2017 02:02
    Highlight Eine vergleichbare Situation erlebe hier und jetzt.
    Es ist sehr schwer die Balance zwischen helfen und selbst zu leben zu finden.
    Man kann's nicht richtig machen. Das Scheitern ist allgegenwärtig. Das sich selbst aufbauen überlebenswichtig.

    Viel Kraft und Mut allen, die mit psychischen Erkrankungen zu tun haben.
    53 2 Melden
  • Pasionaria 09.02.2017 01:52
    Highlight Lea
    "....Und ja, ich kann mir bereits gut denken, was die ach so erfahrenen Kommentarschreiber dazu sagen werden."
    Kafi scheint unterdessen, neben einer leider durchschnittlichen Coachin, die auf etwas kritische Fragen niemals eingeht, nun auch Hellseherin geworden zu sein!
    Und zum Glueck haben wir diese sog. 'erfahrenen KommentarschreiberInnen', von denen Sie sich 'nicht beeindrucken lassen' sollen, wie lilie, waatssonn, TheCrazyCatLady, Dr. Freud u.a. -
    Ich rate Ihnen, vorallem deren Kommentare nochmals zu Gemuete zu fuehren....  Die scheinen mir viel hilfreicher als einfach > abzuhauen.
    28 43 Melden
  • The Origin Gra 08.02.2017 21:47
    Highlight Der Artikel erinnert mich daran mich endlich zu Überwinden meine Psychischen Probleme anzugehen. Leider erinnere ich mich nicht mehr an mich bevor ich die Probleme hatte 😢
    48 3 Melden
    • Lia_yesss 08.02.2017 23:13
      Highlight Mach dich daran :) Viel Glück!
      26 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.02.2017 23:40
      Highlight Wann hasst Du das letzte Mal Sonnenschein auf der Haut gespürt? Wann hat Dich ein Kind unverhofft angelächelt. Wann hat Dir ein Essen so richtig gut geschmeckt. Geh von kleinen Erinnerungen aus. Dann vielleicht erinnerst Du Dich an das grosse Glück und findest es im Kleinen wieder auch in der Gegenwart.
      46 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.02.2017 00:26
      Highlight Hoppla: Ich meinte: Wann hast Du das letzte Mal Sonnenschein auf der Haut gespürt. Das war ein freud'scher Versprecher. Die Erinnerung an einen bösen Sonnenbrand. Du verstehst... ;-)
      24 2 Melden
    • lilie 09.02.2017 07:34
      Highlight @The Orogin Gra: Keine Angst, du brauchst dich nicht zu erinnern, viel wichtiger ist doch, wer du JETZT bist. :)

      Unternimm etwas, auf was du Lust hast, und achte darauf, was dir dabei gefällt.

      Und wenn du auf gar nichts Lust hast, mach Sachen, die dir nicht allzu schlimm vorkommen.

      Wenn du Sachen unternimmst, Leute triffst, dir etwas gönnst, kannst du Schritt für Schritt wieder entdecken, wer du bist und was dir gut tut.

      Viel Freude auf der Reise zu dir! :)
      20 0 Melden
    • AnnaFänger 09.02.2017 08:39
      Highlight Hoi Origin, mir geht es gerade auch so, respektive bei mir ist es jetzt fällig das ich muss, bittebittebitte fange jetzt an, bei mir artet es leider gerade in extremen schlafstörungen und so sachen eben aus...
      12 1 Melden
    • Benot 10.02.2017 23:14
      Highlight In diesem Fall kann helfen ... dorthin zu gehen wo man aufgewachsen ist, alte Schulfreunde treffen, das weckt Erinnerungen und Gefühle von früher.
      3 0 Melden
    • The Origin Gra 11.02.2017 16:56
      Highlight Danke für die Unterstützenden Worte von euch allen. Und Lilie, viel Kraft und Erfolg
      6 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.02.2017 21:38
    Highlight Hallo Lea

    Du und Deine Partnerin sind in einer schwierigen Situation, aber eine Sache erscheint mir dabei zentral: Du schreibst, wenn ich das richtig verstehe, dass Du leidest "auch wenn die Liebe da ist." Ich kenne das von mir persönlich. Burnout und noch krasseres. Es ist dann wirklich sehr schwierig für gesunde Menschen wie Dich. Aber aus der Position des Erkrankten kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass die Liebe, die für mich noch da war (verschwindend wenig) mich gerettet hat. Nebst der Bereitschaft mich auf eine Therapie einzulassen. Dieser Liebe würde ich mein Leben geben. Immer.
    68 1 Melden
  • The Origin Gra 08.02.2017 21:25
    Highlight Alled Gute Lea, Dir und Deiner Partnerin, egal wie eure Wege auch verlaufen mögen.
    28 0 Melden
  • Peace Leute 08.02.2017 20:47
    Highlight Abgrenzen ist nicht nur Kafis Zauberwort. Ratschläge wie diese sind überall zu hören und zu lesen.
    Was Sie, Lea, tun, braucht vor allem Kraft und Mut. Die Sorgen kommen von selbst, Sie benötigen keine warnenden Worte und Einwände. Seien sie stattdessen ermutigt, denn sie können weiterhin auf etwas sehr mächtiges zählen: Ihren eigenen Verstand!
    Schön, wenn Kafi ihr Arzt helfen konnte. Der hat auch seinen Verstand benützt. Ob sie mit Ihrer Partnerin zusammenbleiben oder nicht spielt letztlich eine untergeordnete Rolle. Offenheit, Ehrlichkeit und ein wohlwollender Verstand sind immer ein Gewinn!
    30 2 Melden
  • lilie 08.02.2017 19:11
    Highlight Liebe Lea

    Ich bin eine von den ach so erfahrenen Komentarschreiberinnen, und ich kann dir nur raten: Hör auf Kafi!

    Natürlich hoffe ich für dich, dass deine Freundin wieder gesund wird. Aber wenn nicht bzw. wenn es weiterhin anstrengend und zehrend bleibt, tust du niemandem einen Gefallen, wenn du bei ihr bleibst - dir nicht, deinem Umfeld nicht, und auch nicht deiner Partnerin.

    Manchmal muss man sich von einem Menschen trennen, den man immer noch liebt, weil es einfach nicht geht.

    Ich weiss, wie sehr das schmerzt. Das Leben kann so unfair sein. Bleibe dir selber treu!
    31 16 Melden
  • waatssonn 08.02.2017 18:41
    Highlight Genau liebe Lea, schau gut zu dir selbst. Aus eigener Erfahrung (Partnerin mit Depressionen) muss ich leider bestätigen, dass das aufrecht erhalten der beschriebenen Abgrenzung sehr, sehr schwierig ist. Dies trotz aller Unterstützung der Angehörigenberatung.
    Sei aufmerksam, sobald du dich zum negativen verändern solltest. Ich selbst habe es damals sehr lange nicht wahr haben wollen. Heute schaue ich zurück auf einen verdammt schwierigen, aber richtigen Entscheid. Ich wünsche euch beiden nur das Beste🍀😊
    30 1 Melden
  • René Schmid-Bill 08.02.2017 18:33
    Highlight Wenn es anspruchsvoll wird einfach davonlaufen! Super Rat, selber aber Unterstützung von der Familie gehabt... Toll!
    30 39 Melden
    • AnnaFänger 09.02.2017 08:57
      Highlight Es ist kein davonlaufen. Lea scheint bereits viel mitgemacht zu haben. So schwarz weiss sollte man das nicht sehen, jedes problem ist vielfältig und einzigartig und hat eine eigene Lösung die nicht optimal sein muss, aber neue Möglichkeiten bietet...
      14 4 Melden
    • Marbek 09.02.2017 10:54
      Highlight ... und genau solche Kommentare wie deinen hat Kafi im letzten Teil ihrer Antwort angesprochen. Offensichtlich weder mit Empathie noch mit Kenntnis über die beschriebene Situation übermässig gesegnet, solltest du dir vielleicht vor dem Verfassen eines solchen Kommentars überlegen, ob du überhaupt etwas beizutragen hast.
      15 10 Melden
  • TheCrazyCatLady 08.02.2017 18:11
    Highlight Der psychisch kranke Mensch ist sehr wohl noch der Mensch, in den du dich verliebt hast. Seine Krankheit lässt nur nicht zu, dass er sich selbst sein kann. Zum Glück hat mein Partner das verstanden, als ich vor ein paar Jahren ein Burnout hatte und hat mich deswegen nicht verlassen. Such dir doch jemand neutrales zum reden, oder sucht euch jemanden, der euch bei diesem Weg begleitet. Aber das ist nur der Ratschlag einer erfahrenen Kommentarschreiberin. Viel Glück
    53 3 Melden
    • Lia_yesss 08.02.2017 23:03
      Highlight Schöner Kommentar! Es gibt immer mehr Möglichkeiten als nur "Zusammenbleiben" oder "Trennung". Ich verstehe Kafis Rat sehr gut, und vielleicht ist er auch richtig. Vielleicht aber gibt es auch andere Möglichkeiten, gerade nach einem Burnout kann man sich wieder erholen, auch wenn es Zeit braucht. Entscheidend ist, dass die zwei noch eine enge Verbindung haben und Lea nicht unters Rad kommt, sondern auch ihre Bedürfnisse in der Beziehung äussern kann und gehört wird. Vielleicht macht Lea mal eine lange Reise für sich alleine und kann dann erfrischt einen klaren Blick auf die Beziehung gewinnen.
      21 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.02.2017 17:55
    Highlight Empathisch. Danke, liebe Kafi. Gut, dass es deinen Blog gibt!
    20 13 Melden

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