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Sich das Leben so leicht wie möglich machen – es ist trotzdem noch schwer genug. Bild: Kafi Freitag

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Frau Freitag. Wie findet man sie, die Prise Gelassenheit im Leben, mit der sich alles etwas leichter angehen lässt? Sarah, 32 

Liebe Sarah 

Im eigenen Mind-Setting. Ob Sie alles schwierig und kompliziert sehen und erfahren möchten oder im Gegenteil einfach und leicht, ist Ihre eigene Entscheidung. Sie glauben mir nicht? Dann machen Sie doch einfach mal einen Test. Gehen Sie einen Tag lang mit einem möglichst grimmigen Gesicht durch die Welt und schauen Sie, was Ihnen an Positivem begegnet. Es wird nicht allzu viel sein, wie ich vermute. Die Umwelt reagiert also auf Ihre negative Energie und schenkt Ihnen diese unverändert zurück. Das gleiche geschieht, wenn Sie mit der Einstellung «alles ist so furchtbar schwierig» durchs Leben gehen. Sie werden Recht behalten und Schwierigkeiten förmlich anziehen.

Wenn es also in dieser Richtung so zuverlässig funktioniert, warum soll es in die andere nicht auch klappen? Gehen Sie mit einem Gefühl von Leichtigkeit an Ihre Aufgaben heran und Sie werden Ihnen leicht vorkommen. 

Ich weiss, es klingt viel zu einfach, um wahr zu sein. Aber Sie haben immer die Wahl. Wollen Sie es leicht oder schwierig haben? Wollen Sie ein erfülltes Leben oder ein möglichst anstrengendes? Wollen Sie sich von Ihrem Leben führen lassen, oder wollen Sie Ihr Leben führen?

Geben Sie die Richtung vor, indem Sie Ihre Gedanken lenken. Das hat nichts mit naivem Optimismus zu tun. Aber viel mit den Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Ihr Hirn ist unglaublich kooperativ. Es führt Sie dahin, wo Sie hin wollen. Die Richtung angeben müssen aber Sie, das ist Ihre eigene Verantwortung. Sie sind keine Marionette! Sie haben das Rennen von Millionen von Spermien gewonnen und als einzige den Weg in die Eizelle geschafft. Machen Sie sich das mal bewusst! Wenn Sie dieses Wunder vollbracht haben, dann werden Sie es doch wohl auch noch auf die Reihe bringen, Ihre Gedanken zu lenken! 

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi.

P.S. Und damit Sie mich richtig verstehen: Das Lenken der Gedanken in die «richtige» Richtung bedeutet nicht, dass einem nichts Schlimmes mehr widerfahren kann. Deswegen kann man trotzdem morgen an Krebs erkranken/vom Auto überfahren/vom Blitz getroffen werden. Es bedeutet einzig und allein, dass man auch in schwierigen und schwierigsten Lebenssituationen noch Ressourcen zur Verfügung hat, die es einem ermöglichen, lösungsorientiert nach vorne zu blicken. Die richtige Einstellung schützt nicht gegen das Schicksal. Aber es hilft, damit umzugehen. 

Fragen an Frau Freitag? ​ 

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Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog www.FragFrauFreitag.ch Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.ch

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (www.FreitagCoaching.ch) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines zehnjährigen Sohnes. 

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Sälber tschuld! 

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Bild: Kafi Freitag



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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cheese 12.10.2014 08:05
    Highlight Highlight Ich denke gerne zurück, was mir als Kind geholfen hat, wenn ich mir nicht vorstellen konnte, je wieder positiv zu denken. Nennt mich Kommerzkind oder Kapitalist, aber das sprüht einfach immer und in jeder Situation gute Laune:
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  • Ruedi Müller 10.10.2014 09:26
    Highlight Highlight Das mit den Genen mag ja stimmen, russianrocket. Denke aber, dass man als erwachsener Mensch gegensteuern können sollte. Für mich sind Symbole wichtig (Wissen) und das man die abrufen kann, im richtigen Moment. Eines meiner Symbole: Yin and Yang. Der weisse Punkt bedeutet für mich: sehr oft lässt sich auch im "Schwarzen" das eine, widerfärt etwas Positivis finden. Aber auch der schwarze Punkt im "Weissen" hilft vor Abstürzen, weil man sich bewusst ist, das etwas passieren kann.

    Wichtig finde ich das PS von Kafi im Beitrag. Auch meine Zeilen betreffen die "normale" Bandbreite des Lebens.
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