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Kafis liebster Platz: vor dem Pizzaofen.  kafi freitag

Kafi, meine Schülerinnen finden sich zu dick und wollen wie GNTM aussehen!

Ich bin Lehrerin, liebe meinen Job. Ich beobachte mit grosser Sorge, wie viele Mädchen zw. 12 und 16 sich selbst wahrnehmen. Sie finden sich hässlich, was v.a. bedeutet, dass sie sich zu dick fühlen. (Was sie überhaupt nicht sind.) Sie definieren sich grösstenteils über diese Äusserlichkeit und sie leiden darunter, nicht ihrem Ideal zu entsprechen, fühlen sich nicht schön. Auf meine Frage, was denn der Massstab für «schön» sei, höre ich immer wieder GNTM, auch von Jungs. Es tut mir in der Seele weh. Linda, 40

29.05.17, 09:30


Liebe Linda

Danke, dass Sie diese Frage stellen. Ich kann Ihnen sehr gut nachfühlen, denn mir geht es genau so, wenn ich junge Frauen beobachte und höre, wie sie über sich selber reden. Für mich ist das Problem allerdings ein ganzes Stück grösser und umfassender. Ich behaupte, dass sich praktisch keine Frau wirklich schön und schlank genug findet und zwar bis ins hohe Alter. Und genau dort wittere ich das allergrösste Problem, noch weit vor der unleidigen GNTM Kiste.

Seit ein paar Jahren ist ein ganz lächerliches Wettrennen entbrannt, welche Frau nach der Entbindung des Kindes wieder als erste die Figur von vorher hat. Oder besser noch; etwas schlanker ist als vor der Schwangerschaft. Die Illustrierten mit weissen Buchstaben auf rotem Grund (lustig, dass alle billigen Frauenmagazine weisse Buchstaben auf rotem Grund haben, nicht?) kommentieren jeden einzelnen Afterbaby-Body und am Sandkastenrand im Park geschieht das Gleiche. Es wird gehungert und es werden Diätpillen geschluckt, damit man möglichst schnell wieder in die alte Jeans passt. Mag sein, dass das die Babys zu diesem Zeitpunkt noch nicht mitkriegen. Aber spätestens nach dem ersten Jahr kapieren Kleinkinder sehr wohl, wie das Essverhalten der Mütter ist. Sie registrieren, wie wichtig es ist, superschlank zu sein. Und sie speichern diese Tatsache als richtig ab, so wie Mama auch sagt, dass man nicht auf die Strasse rennen darf.

Später werden die süssen kleinen Mädchen in süsse Kleidchen gesteckt und man sagt ihnen alle Naselang, wie süss sie sind. «Süss» wird also zum wichtigen Wert, die Kinder verinnerlichen schnell, dass es möglichst darum geht, zu gefallen. Und das wollen Sie dann auch, aber richtig! Und dies nicht nur im von Ihnen erwähnten Alter, sondern noch viele Jahre danach. Wie oft begegnen mir erwachsene Frauen, die den Kopf schräg stellen, wenn sie was haben wollen oder ein höheres Stimmlein auflegen und mit den Wimpern klimpern. Dieses affektierte Kleinmädchengetue ist so weit verbreitet und nicht selten sind es Mütter, die es an den Tag legen. Mütter, die zusammen mit den pubertierenden Töchtern Diät halten oder Mütter, die fünf Mal die Woche ins Fitness rennen, um in Shape zu bleiben. Mir ist klar, dass die Medien mitverantwortlich sind am Frauenbild, das in unseren Köpfen herrscht. Aber wir erwachsenen Frauen sind es eben auch. Mich erschreckt immer wieder, wie viel Energie und Zeit ins Aussehen gesteckt wird, anstatt darin, sich im Inneren weiter zu entwickeln. Wir können dieses Rennen aber nur verlieren, weil die Zeit schneller rennt, als jedes Laufband es tut.

Anstatt immer nur die Medien an den Pranger zu stellen und die eigenen Hände in den sportlichen Schoss zu legen sollten wir anfangen, unser eigenes Bild zu revidieren. Schliesslich leben wir den jungen Frauen vor, wie es geht. Solange Frauen sich darüber definieren, wie sie bei Männern ankommen und ob sie von diesen gemocht werden, wird sich am Schlankheitswahn nämlich nichts ändern. Und solange sich erwachsene Frauen selber als Girls bezeichnen, kommen wir in dieser Sache nicht weiter. Dieses sich selber klein machen und auf sein Aussehen reduzieren ist weit verbreitet und meiner Meinung nach mindestens so schuld wie die Medien, die saudumme Formate etablieren.

Reden Sie mit jungen Menschen und entlarven Sie die Mechanismen, die vorherrschen! Soeben habe ich gelesen, dass Instagram das ungesündeste aller sozialen Netzwerke ist, weil es angeblich nachweislich unglücklich macht. Mich macht es allerdings sehr happy. Ich erfreue mich an den bunten Bildern und ich kann stundenlang durch skurrile Hashtags surfen. Allerdings bin ich auch nicht naiv genug zu denken, dass alles echt ist, was ich dort sehe. Dass Kim Kardashian auch Dellen am Arsch hat und alle Bilder pervers nachbearbeitet werden, war mir auch schon vor dem Celluliteskandal klar und ich weiss auch, dass all die mageren Weiber keinen einzigen Bissen vom Hamburger essen, den sie in Händen halten. Ich bin umgeben von Frauen in meinem Alter, die ihre Profilbilder mit Filtern bearbeiten, dass es beinahe schon wehtut und ich frage mich ernsthaft, ob diese denken, man glaube dem straffen Schein. Denn spätestens dann, wenn man sich bei einem Anlass wieder mal in echt über den Weg läuft, relativiert sich jeder Antiangingfilter von selbst und auch die Taille, ist dann nicht mehr ganz so schmal.

Wir können unsere Kinder nicht vor den neuen Medien und Heidi Klum schützen. Aber wir können mit ihnen reden und erklären, dass vieles einfach nur Fake ist. Unsere Aufgabe ist es, unser eigenes Denken zu überprüfen und mit unserer inneren Haltung ein Vorbild zu sein. Überwinden Sie den Seelenschmerz und gehen Sie in die Offensive. Es ist noch nicht zu spät!

Von Herzen, Ihre Kafi

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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53
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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 03.06.2017 15:17
    Highlight Das Problem ist nicht das «gefallen wollen». Denn dies ist kein rein menschlisches und schon gar kein weibliches Phänomen, sondern gehört zum «Lebewesen sein». Doch viele Menschen lassen sich einflüstern, was «schön» sein soll und trotten der Herde hinterher.

    Menschen leben heute länger und sind auch - wenn sie zu sich schauen - länger fit. Dies führt in der Tendenz zu einem länger anhaltenden Interesse am anderen Geschlecht. Dazu gehört sowohl das Gefallen als auch das «Gefallen finden».

    Wir müssen also nicht am Männerbild der Frauen, sondern an unserem übertriebenen Herdentrott arbeiten.
    1 3 Melden
  • Tjørvi 30.05.2017 11:14
    Highlight Liebe Kafi
    Wie viele, bin ich ganz Deiner Meinung.
    Oft, so scheint es mir, gehöre ich zu eben der Minderheit Menschen (ja auch Männer können wenig oberflächlich sein) die es sehr schätzen, wenn Frauen mit etwas Erotikspeck, wie ich es gerne nenne, daher kommen. Den allgemeinen "tapezierter Knochenwahn" kann ich nicht nachvollziehen. Weibliche Rundungen sind doch mit das Schönste;
    Genau so muss auch der Schminkwahn dringend in Angriff genommen werden. Wenn ein leichter klapps auf den Hinterkopf reicht, um vorne das Gesicht weglaufen zu lassen...
    Weiter geht's hier drunter...
    17 9 Melden
    • Tjørvi 30.05.2017 11:20
      Highlight Fortsetzung:
      Bitte liebe Frauen, muss daß sein?
      Wenn ich mich heute im Ausgang umsehe habe ich das Gefühl, als junge Frau muß sie wie eine Bordsteinschwalbe aussehen und die Männer wie Kasper.
      Wacht auf!
      Aber, OK... Nur meine persönliche Meinung!
      16 5 Melden
  • E-Lisa 29.05.2017 16:14
    Highlight Darf ich Wissen, welche Frage gestellt wurde? Habe das nicht begriffen.
    13 22 Melden
    • E-Lisa 29.05.2017 20:11
      Highlight Eine schwierige Angelegenheit, eine Frage zu beantworten, dann lieber blitzen *Yeaaahhh*
      😏
      12 16 Melden
    • suchwow 30.05.2017 09:23
      Highlight Die gestellte Frage ist direkt unter dem Titel des Artikels, E-Lisa...
      11 1 Melden
    • Nguruh 30.05.2017 11:37
      Highlight Ich lese ebenfalls nur eine Aussage und keine Frage...
      7 1 Melden
    • suchwow 30.05.2017 14:39
      Highlight Seid ihr eigentlich beide Beamte?

      Linda: "Auf meine Frage, was denn der Massstab für «schön» sei..."
      Kafi: "Danke, dass Sie diese Frage stellen."

      Wer sagt, dass die Frage an Kafi gerichtet war?
      Jesses.
      5 1 Melden
    • E-Lisa 30.05.2017 19:04
      Highlight Niemand sagt das @suchwow ... Ich hab einfach nicht verstanden, was die Frage ist... Ich verstehe es irgendwie immer noch nicht 😂😂😂
      Ich bin für nachzufragen, wenn ich etwas nicht verstehe. Muss deswegen aber kein Büro aufmachen 😄
      1 1 Melden
  • BeWi 29.05.2017 15:20
    Highlight vielleicht mal noch eine Ergänzung zu den angeschrieben Kalorien: Kalorien bezeichnen den Brennwert. Also die Nahrungsmittel werden getrocknet und dann verbrannt. Die abgegeben Energie ist der Brennwert. Diese Aussage ist nur bedingt (wenn überhaupt) auf den chemischen Prozess der menschlichen Verdaueng übertrag bar. Da sollten die Vorschriften genauer sein.
    7 12 Melden
  • BeWi 29.05.2017 12:12
    Highlight @Kafi, ja, das war jetzt richtig gut! 100% deiner Meinung. Habe noch etwas zu ergänzen: sind es denn "nur" die Medien? Wenn ich sehe, was in der Schule von gewissen Seiten als "Narung" vorgeschrieben wird, wieviele Studien es gibt die uns weiss machen wollen, dass 40% der Schweizer anscheinend zu dick sind, wenn Ernährungsberaterinnen immer und immer den selben Stuss schreiben, dann verstehe ich, dass junge Menschen (es sind nicht nur die Mädchen, auch die Jungs sind im Diät- und Schönheitswahn) nicht mehr wissen was gut/schlecht ist. Alles im Mass ist ok und es soll Spass machen..
    61 6 Melden
    • Merida 29.05.2017 13:09
      Highlight Übergewicht ist verantwortlich für viele Krankheiten. Ein BMI zwischen 18 und 20 und/oder ein Körperfettanteil bei Frauen zwischen 20 und 30% wären gesund, was dem Normalgewicht entspricht.
      Die Aufklärung sollte in beide Richtungen gehen! Übergewicht ist gesellschaftlich/gesundheitlich das grössere Problem als das eine Prozent Magersüchtige.
      Selbstakzeptanz und Selbstwirksamkeit wären die wichtigen Eigenschaften, die man anstreben sollte!
      25 90 Melden
    • Aglaya 29.05.2017 13:30
      Highlight Das Normalgewicht liegt bei einem BMI zwischen 20 und 25 (19-24 bei Frauen) mit einem BMI von 18 ist man schon untergewichtig.
      79 2 Melden
    • Ehringer 29.05.2017 14:00
      Highlight Sorry Merida, aber genau solche Leute wie du sind das Problem. "Ein BMI zwischen 18 und 20 [...] wäre gesund". Bist du dir im Klaren, was du da sagst? Nach Definition ist Normalgewicht ein BMI zwischen 18.5 und 25. Wenn du also bei deinen 18 startest, dann bist du (nach BMI) bereits im leichten Untergewicht. Klar kann das nicht immer 1:1 übernommen werden. Aber zu behaupten bei 20 sei Schluss mit gesund ist genau das Problem. Ja, die Aufklärung muss zwingend in beide Richtungen gehen. Dann muss sie aber auch richtig gemacht werden, nicht mit einer so falschen Behauptung wie deiner.
      97 3 Melden
    • Charlie Brown 29.05.2017 14:07
      Highlight @Merida: BMI 18-20 gesund. OK. Und der Rest nicht?

      Ungesund ist deine Einstellung zu Körpern.
      60 1 Melden
    • BeWi 29.05.2017 14:10
      Highlight BMI 18: Eine 18 Jährige Grösse 1.65 = 49Kg. Das nennst Du normal? Da fängt es doch schon an...
      55 6 Melden
    • Merida 29.05.2017 16:31
      Highlight Sorry, hab mich vertippt mit dem BMI! 🙈 jaja auch Tippfehler können zum Shitstorm führen.
      Ich selber war lange übergewichtig. Heute fühle ich mich und bin wesentlich gesünder!
      14 9 Melden
    • Ökonometriker 29.05.2017 18:28
      Highlight Der BMI ist ein ziemlich nutzloses Mass, es verschlimmert die Hetze nur.
      Es gibt Unter- und Übergewichtige die Kerngesund und fit sind und es gibt schwächliche Normalgewichtige.
      Besser wäre es zu schauen, wie es einem geht. Wenn man z.b. 10km rennen kann, wird man nicht zu weit entfernt vom persönlichen Idealgewicht sein.
      14 3 Melden
    • Aglaya 29.05.2017 21:49
      Highlight @Ökonometriker, die Fitness hat nur sehr bedingt etwas mit dem Gewicht zu tun. Ich kenne viele Normalgewichtige (mich eingeschlossen), die es auf keinen Fall schaffen würden, 10km zu rennen.
      18 2 Melden
    • Merida 29.05.2017 23:17
      Highlight Deshalb habe ich den Körperfettanteil mit aufgeführt. Bin mit BMI um 25 bei knapp 40% Körperfett, was definitiv noch nicht gesund ist, und das obwohl ich inzwischen 7km am Stück rennen kann.
      2 4 Melden
    • Charlie Brown 30.05.2017 09:56
      Highlight @Merida: Ich glaub ich habs schon unter einem früheren Kommentar von dir geschrieben: Toll schaust du auf dein Gewicht und deine Gesundheit. Aber bitte missioniere nicht damit.
      10 0 Melden
    • Merida 30.05.2017 15:34
      Highlight @Charlie Brown: Sorry, wenn das so rüber kommt, das war nicht meine Absicht! Sollte einfach als Erfahrungsbericht gelten und meine Wahrnehmung zeigen/erläutern.
      4 2 Melden
  • Kaviar 29.05.2017 11:44
    Highlight Das Thema kann man gut in den Unterricht integrieren.
    Mathe: Wieviele Kalorien darf ich täglich höchstens zu mir nehmen, wenn ich innert dreier Monate 5 Kg abnehnen will?
    Deutsch: Welches sind die Synonyme von essen, schlank, dick? Schreibe einen Aufsatz über Deinen grössten Diäterfolg!
    Chemie: Experimentelles Ermitteln der Kalorien von Essiggurken.
    Physik: Wie hoch muss ein Berg sein, damit man bei dessen Erklimmung 10 Kg abnehmen kann?
    Biologie: Evolutionsbiologische Betrachtung zur Frage, weswegen Dicke aussterben müssen.
    Bildnerisches Gestalten: Fertige aus Drähten menschliche Figuren an.
    48 35 Melden
    • Erasmus von Ottendamm 29.05.2017 12:45
      Highlight Ich kann mich noch erinnern als wir in der Oberstufe in Physik Arbeit/Leistung/Energie hatten. Kilojoules! Da wurden viele Mädchen hellhörig, weil sie im ersten Moment dachten, sie könnten ihren Verbrauch beim Sport berechnen.
      Ich verstand im Übrigen nie, wieso Jungen besser in Naturwissenschaften sein sollten und in Sprachen schlecht und umgekehrt. Aber das ist eine andere Baustelle 😒🙈
      24 1 Melden
    • Charlie Brown 29.05.2017 14:08
      Highlight Ich glaube, der oder die Kaviar wurde von einer Mehrheit nicht verstanden...
      20 3 Melden
    • stadtzuercher 29.05.2017 15:27
      Highlight Kaviar, ich habe mir das Leben lang noch nie Gedanken zu Diäten oder Gewichtsabnahme gemacht.
      Um einen Deutschaufsatz darüber zu schreiben, braucht es ja irgendwelche Erfahrung. Du setzt also voraus, dass das für Schüler normal sei, Erfahrungen mit Diäten zu haben. Das kanns ja wohl nicht sein, das wäre ja absurd.
      9 10 Melden
    • Gummibär 29.05.2017 16:38
      Highlight Deshalb muss der von Kaviar vorgeschlagene Lehrplan erweitert werden :
      1. Deutsch: : Identifikation von Ironie und Sarkasmus in Blog-Kommentaren
      2. Kunstgeschichte : Veränderung des Schönheitsideals über die Jahrhunderte.

      Was die Blitzlein anbelangt habe ich kürzlich das Experiment gewagt, allen watson.ch Lesern einen guten Tag zu wünschen. Resultat : 2 Blitze
      30 3 Melden
    • Nguruh 30.05.2017 10:30
      Highlight Was ihr euch um die Blitze kümmert ist noch lächerlicher als der ganze Schönheitswahn!
      3 2 Melden
    • Gummibär 30.05.2017 14:07
      Highlight @ Nguruh Die Kommentare repräsentieren die Meinung, die Befindlichkeit und den Informations-und Bildungsstand der watson.ch Leserschaft.
      Nicht nur die "News" und Blogs an sich sind mehr oder weniger interessant sondern auch die Anzahl der Kommentare zu bestimmten Artikeln. Die Reaktion auf einzelne Meinungsäusserungen ist oft genauso aufschlussreich wie der Artikel an sich.
      Das Auftreten oder Wegbleiben von Schlagersängerinnen in der Pause von Fussball-Spielen ist mir an sich völlig Wurst. Die Reaktion bei watson.ch hingegen zeigt, dass es für Tausende etwas sehr Wichtiges sein muss.
      6 0 Melden
  • Iko5566 29.05.2017 11:43
    Highlight Das Zürcher Ressourcenmodell bietet gute und theoretisch fundierte Übungen. Ich hätte aber vielleicht eher mal bei der Schulsozialarbeit nachgefragt. Hätte mit Sicherheit eine geeignetere Antwort gegeben.
    7 8 Melden
    • Iko5566 29.05.2017 11:52
      Highlight http://www.zrm.ch/download/seminararbeiten/seminararbeit_probst_20080201.pdf
      2 1 Melden
  • Parmelin Anderson 29.05.2017 11:32
    Highlight Das Äussere spielt nur bedingt eine Rolle. Auf die Seele kommt es an!
    22 1 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 29.05.2017 10:44
    Highlight Guter Text, ernsthafte Antwort. Schön dass es das von dir auch noch gibt :)
    43 1 Melden
  • Madison Pierce 29.05.2017 10:41
    Highlight "Dank" dem Internet sind die Vergleichsmöglichkeiten grösser als früher. Aber das Verhalten an sich ist doch irgendwie normal für Jugendliche. Mädchen haben schon früher hübsch aussehen wollen und den Stars in der "Bravo" nachgeeifert.

    Bei Mädchen ist es das Aussehen, bei Jungs der Mut. Man macht in der Pubertät vieles, das man ohne Zuschauer nicht gemacht hätte...

    Wichtig ist, dass die Jugendlichen von ihren Eltern mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen ausgestattet werden. Dann ist ihnen ihr Status in der Gruppe nicht mehr so wichtig, dass sie dafür alles in Kauf nehmen.
    37 1 Melden
  • Gbzh 29.05.2017 10:36
    Highlight Meine Frau gestern: Zieht sich einen Rock an und findet, ihre Beine sind zu dick dafür. Sie wollte wieder in die Jeans rein. Mir fehlt die Begabung zu leugnen, dass ihre Beine nicht mehr die von Twiggy sind (waren sie es jemals?). Aber jetzt keinen Rock anzuziehen, das ist voll doof. Beine werden nicht schlanker, es wird nicht bequemer und who cares? Sie ist Mutter von zwei Kindern. Nicht die Discoqueen von Zürich. Ich werde ja genauso älter. Auch wenn ich schlank bin, ist mein Gewebe ja auch schlaffer. Schlank und jung und schlank und alt ist nicht dasselbe.
    91 3 Melden
  • Flint 29.05.2017 10:31
    Highlight Um den Artikel in männlicher Sprache zu kommentieren: "badumm-tss!" 👍
    Allerdings tragen auch wir Männer hier eine gewisse Mitschuld, das sollte auch mal gesagt werden.
    73 18 Melden
    • koks 29.05.2017 14:52
      Highlight Wenn junge Männer im Fitnesswahn 5 Tage die Woche im Studio sind, würden da Frauen auch eien Mitschuld tragen?
      Oder erübrigt sich das ewige Ausspielen der Geschlechterkarte nicht manchmal?
      22 12 Melden
    • Martiis 29.05.2017 16:14
      Highlight Apropos Geschlechterkarte... Sich machohaft über Frauensport lustig zu machen, verkleinert den Druck auf junge Männer im Fitnesswahn wahrscheinlich auch nicht wirklich.

      26 1 Melden
  • Ms. Pond 29.05.2017 10:04
    Highlight Es wird den meisten bewusst sein, dass es sich um Fakes handelt. Das Problem ist, dass ein zweifelhaftes Ideal verkauft wird. Man versucht diesem Ideal so nah wie nur möglich zu kommen. Es geht ja darum, sich von der Masse vom normalen abzuheben. Wenn jede Frau so aussehen könnte und würde, wäre es ja nicht mehr speziell. Frau Freitag hat allerdings absolut Recht, dass wir erwachsenen Frauen ein selbstbewussteres Selbstbild vorleben müssen. Es liegt an den Erwachsenen Rollenbilder zu durchbrechen und unseren Kindern zu zeigen, dass sich ihr Wert nicht durch ihr Äusseres definiert.
    50 1 Melden
    • Kaviar 29.05.2017 11:45
      Highlight Wenn jede Frau idealschön wäre, dann wäre idealschön tatsächlich nichts besonderes. Aber es wäre verdammt geil!
      7 54 Melden
    • Ms. Pond 29.05.2017 15:27
      Highlight @Kaviar wären alle Frauen "idealschön", dann fändest du diese Schönheit ganz sicherlich nicht mehr besonders attraktiv. Das Schönheitsideal dient ja dazu, das beste Weibchen für die Fortpflanzung auszuwählen. Mann möchte sein Genmaterial mit dem möglichst besten weiblichen mischen und so prächtige Nachkommen zeugen. Also muss es Merkmale geben, die selten sind, aber attraktiv wirken um eine Selektion betreiben zu können. Was attraktiv ist, verändert sich immer wieder. Früher fanden Chinesen verkrüppelte Lotusfüsse sexy- WARUM auch immer
      9 2 Melden
    • Gummibär 29.05.2017 17:17
      Highlight @ Kaviar Dann könnten wir die vertrackte Schönheitsfrage endlich ad acta legen und uns aufs Essentielle konzentrieren : die Putz- und Kochfertigkeit.
      13 4 Melden
  • pamayer 29.05.2017 10:01
    Highlight männer betrachten frauen seit je als objekt der gefälligkeit. also versuchen frauen ihr leben lang zu gefallen. und wehe, eine schert aus! dann gibt's konkrete oder mediale haue.
    männer, begegnet den frauen als menschen und nicht als dekoobjekte. ganz einfach, weil sie keine dekoobjekte sind, sondern eben menschen, ohne die wir menschen nie und nimmer auf dieser welt wären.
    instagram ist ein fake. und wer einem fake hinterher rennt, wird früher oder später erwachen. spästestens wenn alt, grau und zittrig. oder, um yonni meyer zu zitieren: wenn das eine oder andere scharnier wackelt.
    39 35 Melden
    • Energize 29.05.2017 11:08
      Highlight Ganz ehrlich, das Männer-Bashing verstehe ich nicht. Erstens stehen Männer sehr selten auf Schönheitsfanatikerinnen - dahinter steckt oftmals ein psychisches Problem. Auf den ersten Blick mag es allerdings zutreffen. Zweitens stehen auch Frauen (auf den ersten Blick) eher auf durchtrainierte, durchgestylte Typen.

      Typen, welche Frauen als "Objekt der Gefälligkeit" betrachten, sind aus dem letzten Jahrhundert - wenn Frau das heute in der Schweiz noch mitmacht ist Sie selbst Schuld.

      Anständige, "emanzipierte Männer" gibt es genug, in jeder Altersklasse.
      53 3 Melden
    • meine senf 29.05.2017 14:39
      Highlight Als Mann fällt mir immer wieder auf, wie wenig die in der Werbung und die Frauenheftli dem entsprechen, was Männer (oder zumindest ich) schön finden.

      Klar, finden wohl die meisten extremes Übergewicht nicht schön. Knochengestelle aber genau so wenig. Wenn es auf irgendwelchen Internetportalen Fotostrecken gibt à la "Power-Frauen mit Kurven zeigen wie stolz sie sind" oder "Plussize"-Models gezeigt werden, habe ich immer das Gefühl, DIE sehen doch ganz normal aus (und keineswegs "plussize").

      Nur meinen dann viele, die so aussehen, gerade wegen diesen Fotostrecken, sie seien nicht normal.
      33 2 Melden
    • koks 29.05.2017 14:53
      Highlight danke, energy. das männerbashing verstehe ich auch nicht.
      8 15 Melden
  • DerTaran 29.05.2017 09:47
    Highlight Mit verlaub, wenn ich durch die Strassen gehe, dann sehe ich (bei Mann und Frau) eher ein Uebergewichtsproblem als ein Untergewichtsproblem. Bei uns in der Schweiz noch nicht so dramatisch wie in Deutschland und den USA, aber auch hier wird ungesundes Uebergewicht mittlerweile als normal wahrgenommen.
    Wir leben nun einmal in einer Welt in der es für uns mehr Lebensmittel gibt als wir essen sollten. Zurückhaltung (man kann es auch Diät nennen) ist leider nötig.
    35 55 Melden
    • DerTaran 29.05.2017 11:33
      Highlight Die Aussage, dass sich Frauen weniger daran orientieren sollten, nur den Männern zu gefallen zu wollen, streite ich damit übrigens nicht ab.
      Im Gegenteil, da gebe ich Frau Freitag absolut recht.
      Das Thema sollte sich aber nicht auf Diät oder nicht Diät beschränken. Gesund und schlank sein, kann Frau auch ohne Mann gefallen zu wollen.
      19 4 Melden
    • DerTaran 29.05.2017 18:08
      Highlight Ich bin am Kalorienzählen und zwar die die ich esse und die die ich verbrauche.
      Als Schreibtischtäter komme ich - ohne Sport - gerade so auf 2600 Kalorien. Wenn ich esse, worauf ich Lust habe, schaffe ich locker 3000 Kalorien ohne mich zu überfressen. Kein Wunder war ich dann auf über 100 kg Lebendgewicht.
      Intuitiv kann ich mein Gewicht nicht halten, aber seit ich den Hamburger mit Bewegung/Sport kompensiere oder den Tag dannach kürzer trete, klappt das auch mit dem gesunden Gewicht.
      3 3 Melden

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Kafi, ich finde deine Antworten so wundervoll, dass ich nun selbst mein Glück versuche, in der Hoffnung eine eigene zu bekommen. Mir fällt es schwer, meine Angst zu überwinden.   

Ich kenne meine Ziele und arbeite hart dafür, weil ich weiss, was auf dem Spiel steht. Aber wenn es dann wirklich drauf ankommt, verschwindet mein Selbstvertrauen und vor lauter Angst zu versagen, passiert genau das – und zwar volle Kanne! Es ist wie eine Blockade in mir und obwohl ich weiss, dass ich eigentlich schon etwas draufhabe, denke ich dann im entscheidenden Moment doch "Nein". Ich will es wirklich und versuche mich immer selbst zu motivieren, aber es gelingt mir einfach nicht, an mich selbst

Liebe Minerva  Angst ist irgendwie das Gegenteil von Mut. Und fast alle Menschen schwärmen romantisch für den Mut, aber wirklich mutig sind die allerwenigsten. Sie sind also in bester Gesellschaft. Die meisten mutigen Menschen, die ich kenne, haben sich diesen Charakterzug in früher Kindheit aneignen müssen, weil sie in irgendeiner Form unter die Räder gekommen sind. Wenn Sie heute über wenig Mut verfügen, heisst das darum vermutlich auch, dass Sie in Ihrer Kindheit keine Strategien …

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