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Die Skyline von Bangkok: Ist diese Stadt ein einziger Sündenpfuhl?
bild: thomas schlittler

«Tonight, bumm, bumm?» 7 Fragen, die ich mir als Tourist in Bangkok gestellt habe 

02.04.16, 07:46 02.04.16, 14:50
Thomas Schlittler
Thomas Schlittler

Nach einem Monat in Bangkok ist es mir ein Anliegen, den Sextourismus in dieser Stadt – und in ganz Thailand – zu thematisieren. Da dies ein heikles Thema ist und ich dazu ganz viele verschiedene Aspekte im Kopf habe, halte ich ein Selbstinterview für die passende Form, um meine Gedanken dazu zu formulieren.

Bangkok gilt als Ort der Sünde. Zu recht?

Auf jeden Fall. Ich habe noch nie eine Grossstadt gesehen, in der Sex und Prostitution so präsent sind wie hier. Jedes Viertel scheint mindestens eine Rotlicht-Meile zu haben. Manchmal versuchen zwielichtige Verkäufer auch in normalen Fussgängerzonen und Märkten, dich in eine Sexshow zu locken. Diese gibt es mit Frauen, Männern und Ladyboys. Und selbst in seriös aussehenden Massagesalons muss man aufpassen, dass man nicht unfreiwillig ein sogenanntes Happy End bekommt.

Bankok als Sündenpfuhl: Nicht erst seit dem zweiten Teil von «Hangover» ein Thema

YouTube/Warner Bros. Pictures

Werden die «armen» männlichen Gäste dort praktisch zum Sex gezwungen?

So ist es natürlich nicht. In einen Stripclub oder in ein Puff läuft jeder freiwillig. Aber in Bangkok sind die Grenzen fliessend. Manchmal läuft man in eine scheinbar ganz normale Bar oder in einen Club und wird dann ständig von jungen Frauen angesprochen, die Prostituierte sind. Mit der Zeit sieht man dann jede Frau als potenzielle Prostituierte – oft zu unrecht.

So macht es wenig Freude, in den Ausgang zu gehen.

Ist Prostitution nur ein Problem, wenn sie nicht auf Anhieb als solche erkennbar ist?

Nein, ich bin so oder so kein Fan der Prostitution. Ich habe auch noch nie für Sex bezahlt – denn ich will nur Sex mit jemandem, der auch wirklich Sex mit mir will. Sonst würde es mir keinen Spass machen.

Ich finde Prostitution deshalb in erster Linie etwas Trauriges: Es ist traurig, dass es so viele Männer gibt, die extra nach Thailand fliegen, weil sie zu Hause offenbar keine Frau finden, die freiwillig und kostenlos mit ihnen ins Bett will. Und es ist noch viel trauriger, dass es in Thailand so viele junge Frauen gibt, die aus ökonomischen Gründen Sex haben mit diesen Männern.

Prostitution ist in Bangkok allgegenwärtig. Die Fotografin schreibt zu diesem Bild: «Rauchen im Park: Illegal. Tempel fotografieren: Nein. (Kinder-)Prostitution: Nur auf dem Papier illegal.»
bild: flickr/adamina

Ist Sextourismus nicht einfach ein Teil unseres Wirtschaftssystems?

Natürlich spielt das Wohlstandsgefälle eine grosse Rolle – aber das legitimiert die Prostitution nicht. Eine Prostituierte, die mich in einer Bar angesprochen hat, sagte mir, dass sie früher im Büro gearbeitet habe und monatlich 17'000 Baht (rund 470 Franken) verdient habe. Seit sie als Prostituierte arbeite, komme sie auf 60'000 Baht (rund 1650 Franken).

Es war also ein Stück weit ihre eigene, finanziell getriebene Entscheidung. Würde sie aber aus einer reichen Familie stammen, würde sie ihren Körper nicht verkaufen. Und das nutzen die verhältnismässig reichen Touristen aus.

Ist das nicht alles ein bisschen scheinheilig?

Ich bin kein Kind von Traurigkeit. Hier in Bangkok habe ich auch mal eine der überall angepriesenen Pussy-Pingpong-Shows besucht. Eine Frau lässt Tischtennisbälle aus ihrer Vagina spicken und ein Typ an der Bar verteilt die Bälle mit einem Schläger im Raum – etwas vom Absurdesten und Unerotischsten, was ich je gesehen habe. Doch das ist ein Teil von Bangkok und deshalb wollte ich es mit eigenen Augen sehen. Damit habe ich ein Stück weit auch zum Sextourismus beigetragen, dessen bin ich mir bewusst. Aber die Neugier war zu gross.

Sextourismus in Thailand: Dokumentarfilm

YouTube/Documentary&Life Discovery HD Channel (Official)

Sollte man Prostitution verbieten?

Das würde wohl nur zu noch grösseren Problemen führen – Stichwort Vergewaltigungen. Doch vielleicht müsste man sich mal überlegen, eine Art Fair-Trade-Prostitution zu schaffen. Die Prostituierte, mit der ich in der Bar gesprochen habe, hätte wahrscheinlich selbst entscheiden können, ob sie mit mir nach Hause geht oder nicht. Sie hatte einen freien Willen.

Ein Taxifahrer fragte grinsend: «Tonight, bumm, bumm?» Wir wollten in ein ganz normales Pub, doch für ihn war klar: Europäer gleich Sextourist. Das sollte uns schon zu denken geben.

Ich habe aber auch einen Club gesehen, in dem 30 bis 40 Frauen splitternackt auf einer Bühne standen, alle mit einer Nummer versehen. Die geifernden alten Säcke im Raum nannten dann der Kellnerin eine Nummer und verschwanden mit der entsprechenden Frau im Hinterzimmer – wie bei einer Viehschau, ohne dass sie vorher ein Wort mit ihr gewechselt haben. Das ist für mich schon nochmal eine andere Stufe. Total respektlos!

Verändert der Sextourismus den Umgang der Einheimischen mit den Touristen?

An den meisten Orten sind die Thailänder trotzdem erstaunlich freundlich und respektvoll gegenüber Touristen. Manchmal merkt man aber schon, welches Image wir Europäer hier haben. Einmal, als ich zusammen mit einem Reisekumpel ins Stadtzentrum gefahren bin, sagte der Taxifahrer grinsend: «Tonight, bumm, bumm?» Wir wollten in ein ganz normales Pub, doch für ihn war klar: Europäer gleich Sextourist. Dass sie hier dieses Bild von uns haben, sollte uns schon zu denken geben.

«Sex sells» – auch sonstwo: Ein intimer Blick in die Bordellzimmer auf der ganzen Welt

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Brikne, 20.7.2017
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57
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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rayyy 05.04.2016 17:33
    Highlight Lese nun deinen Blog schon ne Weile, mag ihn sehr! War gerade in Bangkok und stimme dir in ziemlich allen Punkten zu!

    Wenn du in Pai stoppst, geh ins Circus Hostel! Habe noch nie sowas gesehen...im Positiven :) see you there
    4 3 Melden
  • DonQuichote 05.04.2016 09:40
    Highlight Locker bleiben Leute.
    Der Autor schreibt ja explizit, dass es sich nur um einen Aspekt von Bangkok handelt und dieser ist erst noch korrekt beschrieben.
    Das gepostete Video hingegen ist sehr schwach. Der Journalist des Videos erscheint sehr naiv und scheint so als möchte er sich krampfhaft einen Namen machen.
    3 2 Melden
  • Launedernatur 04.04.2016 16:45
    Highlight Seltsam. Eine 6 Mio.-Stadt mit vielfältigem kulturellem Angebot, aber der Autor wechselt von Go-Go-Schuppen zur Pingpong-Show zu "ganz normalem Pub" in dem wie selbstverständlich auch Prostituierte sind. Ähä. Und beschwert sich auch noch, wenn offenbar doch eigenartig angelockt von diesen Sündenstätten?
    7 19 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 18:48
      Highlight Ich sage nirgends, dass Bangkok - und Thailand - sonst nichts zu bieten haben. Ich habe zuvor schon drei andere Blog-Beiträge über Thailand verfasst, die ganz ohne Titten, Sex und Pussy-Pingpong auskommen. Dieser Artikel ist EINE Episode meiner Autostopp-Kolumne. Und wie immer habe ich EINEN Aspekt rausgepickt. Die anderen Kolumnen findest du hier:
      http://www.watson.ch/Per+Autostopp+um+die+Welt
      21 2 Melden
  • xerxeszrh 03.04.2016 17:52
    Highlight Nicht nur für uns hier ansässige Expats ist es unterste Schublade, dass Thailand immer wieder von den ewig gleichen Hirnverbrannten in ein schmudeliges Licht gerückt werden.

    Noch viel schlimmer ist, dass sich auch die Thailänder selbst
    von diesem Stereotyp verunglimpft fühlen (weiss ich aus 1. Hand),
    denn geschätzte 95% der Thais haben so was noch nie aus der Nähe gesehen!

    Ich hätte von Watson besseres erwartet, als dieses RTL2 Niveau und bin enttäuscht, dass
    die Redaktion so einen Artikel durchlässt.
    13 31 Melden
  • scheppersepp 03.04.2016 00:05
    Highlight Oh my Buddha. Springt jetzt Watson auf den Thai-bash Zug auf wie das elende 20 min? Zum Glück gibt's hier noch ein paar wissende Leser.
    27 66 Melden
    • Mia_san_mia 03.04.2016 09:20
      Highlight So schlimm ists ja gar nicht
      16 8 Melden
  • Doughnutella Servace 02.04.2016 18:13
    Highlight Ich verstehe die Leute nicht, welche hier stänkern und sich als Besserwisser aufspielen. Geht euch doch woanders profilieren 🙄

    Ich finde, dass der Artikel sachlich gehalten ist.

    Weiter so Thomas. I love your Blog🙏🏻
    150 24 Melden
    • Grigor 03.04.2016 14:06
      Highlight Witzigerweise sehen das einige Frauen komplett anders die selbst schon in Bangkok waren oder sogar zur Zeit da sind. Siehe Konmentare auf Facebook bei Watson. Männer glaubt man ja nicht, weil gleich Sextourist. Vielleicht glaubt ihr ja den Frauen das dieser Artikel nur einen kleinen Teil der Wahrheit zeigt.
      13 2 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 18:42
      Highlight @Doughnutella Servace: Vielen Dank! Schön, das zu hören! ;-)
      @Grigor: Da hast du Recht, wie immer zeigt mein Artikel nur einen kleinen Teil der Wahrheit. Schlimmer noch: Es ist nicht einmal die Wahrheit, sondern meine subjektive Wahrnehmung als Reisender.
      9 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.04.2016 18:08
    Highlight Patpong, Nana Plaza und Soi Cowboy ist nicht ganz Bangkok!
    44 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.04.2016 17:57
    Highlight Das Argument mit den Vergewaltigungen ist lächerlich. Ich war auch schon im Bordell. Bin ich deswegen ein potenzieller Vergewaltiger?
    44 93 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 18:38
      Highlight Lieber satizfaction
      Ich sage nicht, dass jeder Bordellbesucher ein potenzieller Vergewaltiger ist. Aber es ist nicht auszuschliessen, dass sich der eine oder andere mit Gewalt holen würde, was ihm die Prostituierten nicht mehr geben können. Zudem sind in Ländern, in denen die Prostitution verboten ist, die Prostituierten - die es natürlich nach wie vor gibt - schlechter geschützt. Für sie ist es schwieriger, zur Polizei zu gehen, wenn sie von einem Freier missbraucht wurden. http://www.spiegel.de/politik/ausland/prostitutionsverbot-in-schweden-glueckliche-huren-gibt-es-nicht-a-515779.html
      5 4 Melden
  • teufelchen7 02.04.2016 17:10
    Highlight ich habe dein artikel sachlich gefunden. ein arbeitskollege hat mir das gleiche über bangkok erzählt, als er für paar monate in thailand war... nachfrage und angebot... ich frage mich, ob das angebot schrumpfen würde, wenn die nachfrage nicht mehr gross wäre.
    54 15 Melden
    • falang 02.04.2016 17:41
      Highlight dann ist dein kollege genau derselbe 0815 tourist wie der autor! die stadt hat soviel kultur geschichte und vieles mehr zu bieten! aber eben... wenn sich der bewegungsradius zwischen silom und sukhumvit befindet, kann ich verstehen warum man in bangkok "nur" die sextouri stadt sieht! aber als hier-lebender bin mir die europäische scheuklappenmentalität gewöhnt...
      57 83 Melden
  • superzonk 02.04.2016 16:49
    Highlight Dieses Business ist ein sehr alter Bestandteil der Thailändischen Gesellschaft. Die besten und häufigsten Kunden sind die Thais selber. Erst als die GIs ihre Ferien im Vietnamkrieg in Thailands einschlägigen Orten verbrachten, wurde dieses Gewerbe weltweit bekannt. Viele dieser Frauen haben eine gescheiterte Ehe mit einem Thai hinter sich und erhalten keine zweite Chance mehr. Nicht wie bei uns. Dass die Ausländer als Kunden gern gesehen sind, ist nur logisch.
    67 6 Melden
    • falang 02.04.2016 17:36
      Highlight richtig! der anteil an sexgewerbe für ausländer beträgt ca. 5-10% der rest den thais selber...
      59 2 Melden
  • Lami23 02.04.2016 16:29
    Highlight Nicht so empfindlich reagieren! Der Autor sagt mit keiner Silbe, dass Bankok sonst nichts zu bieten hätte. Er schildert nur seine Eindrücke und seine Meinung zu diesem Thema. Diese muss ja nicht deckungsgleich sein mit anderen Touris/Expats...
    119 14 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 18:20
      Highlight Lieber Lami23, vielen Dank für die Rückendeckung. Tut auch mal gut! ... ;-)
      6 2 Melden
  • Gsnosn. 02.04.2016 15:32
    Highlight Ich verstehe das Problem vom Autor nicht! Man kann sehr gut in Bangkok herumschlendern ohne irgendwie mit Sex etc. in Berührung zu kommen. Das letzte was ich denke wenn ich nach Bangkok gehe , ist Sex! Die Stadt hat mehr zu bieten als das horizontale Gewerbe und wenn man das nicht weiss, ist man am fehlplatz.
    45 26 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 18:19
      Highlight Lieber Gsnosn.
      Ich sage nirgends, dass Bangkok und Thailand nicht mehr zu bieten haben als das horizontale Gewerbe. Ich habe zuvor schon drei andere Blog-Beiträge über Thailand verfasst (http://www.watson.ch/Per+Autostopp+um+die+Welt), die ganz ohne Titten, Sex und Pussy-Pingpong auskommen. Dieser Artikel ist EINE Episode meiner Autostopp-Kolumne. Und wie immer habe ich EINEN Aspekt rausgepickt. Sextourismus ist in Thailand ein Thema. Oder willst du mir sagen, es ist Zufall, dass man an so vielen Orten in die Jahre gekommene Westler mit hübschen, jungen Thailänderinnen sieht?!
      7 2 Melden
  • falang 02.04.2016 12:58
    Highlight TEIL 2: Punkt 7: Ich merke von diesem Image überhaupt nichts, denn ich gebe mich auch gegenüber den Thais nicht so, aber leider gibt es genügend Ausländer, die einfach zu primitiv/blöd sind, aber nicht nur Europäer, sondern auch Japaner, Inder etc. Letztendlich ist es halt einfach Business. Aber es gibt in Thailand immer noch wunderschöne Orte, abseits von Phuket, Samui oder Pattaya, wo du ganz sicher nicht auf Sextouri ambiente triffst... Schade, ich hätte dir gerne das richtige Bangkok gezeigt!!
    53 11 Melden
    • Grigor 02.04.2016 14:50
      Highlight Danke dafür. Dem Bericht kann man entnehmen das er gar nie versucht hat das andere Thailand zu sehen.
      33 43 Melden
    • Theor 02.04.2016 15:32
      Highlight Wäre dann halt auch nicht so guter Klick-Artikel geworden.

      Dieser Artikel ist scheinheilig und selbstgerecht.
      39 52 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 15:46
      Highlight TEIL 2
      Punkt 7: Vielleicht habe ich den Taxifahrer etwas zu hoch gewichtet. Ich habe es im Artikel aber vorsichtig formuliert: Ich lobe die Freundlichkeit der Thais und sage lediglich, dass man "manchmal" merkt, welches Image wir haben. Wichtig scheint mir bei diesem Punkt: Ich kritisiere nicht die Thais, sondern die (Sex-)Touristen.

      Ebenfalls wichtig: Im ersten Teil deiner Kritik schreibst du, dass du in meinem Bericht "nur wieder einen 0815-Thailand-Touristen" erkennst. Ungewollt rechtfertigst du damit meinen Artikel: 0815-Thailand-Touristen sind Sextouristen. That's my point! ...
      3 2 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 15:51
      Highlight @Theor: Dass mein Artikel "scheinheillig und selbstgerecht" ist, ist deine Meinung. Akzeptiert. Die Kritik mit dem Klick-Artikel finde ich aber ungerechtfertigt. Ich habe zuvor schon drei andere Blog-Beiträge über Thailand verfasst, die ganz ohne Titten, Sex und Pussy-Pingpong auskommen. Dieser Artikel ist EINE Episode meiner Autostopp-Kolumne. Und wie immer habe ich EINEN Aspekt rausgepickt. Die anderen Kolumnen findest du hier:
      http://www.watson.ch/Per+Autostopp+um+die+Welt
      @Grigor: Letzeres ist auch meine Rückmeldung auf deinen Kommentar.
      3 1 Melden
    • Theor 04.04.2016 20:02
      Highlight Ich finde ihren Artikel selbstgerecht, wegen dem Umgang mit der Prostitution, nicht dem wegen Bangkok. Es ist schön, dass sie selber noch nie für Sex zahlen mussten, es ist auch ihr Ding, wenn sie finden, Sex ist ohne eine Beziehung einfach nur traurig. Aber Sie sind definitiv zu jung und in der Thematik zu unerfahren um einen der zwiespältigsten und zwischenmenschlich schwierigsten Gesellschaftsfelder neutral und fair begründen zu können. Sie drücken ihre vorgefertigte Meinung über Prostitution einer Stadt auf - und als Journalist sollte man Neutralität über die eigene Meinung stellen.
      3 9 Melden
  • falang 02.04.2016 12:58
    Highlight TEIL 1: Lieber Thomas Schlitter, leider muss ich dich doch ein wenig aufklären, denn wenn ich dein Bericht lese, dann sehe ich nur wieder einen 0815-Thailand-Tourist vor mir, die Jahr für Jahr in die Stadt kommen. Da ich doch schon ne Weile hier in Bangkok lebe, bin ich mit deinem Bericht nicht auf der gleichen Länge. Zu Punkt 1: Stimmt nicht, schon mal in Prag gewesen oder Phnom Penh? Da gibt einige Grossstädte mit demselben Potenzial, übrigens auch in Südamerika. Punkt 2: Es gibt abertausende von Clubs und Bars hier ohne Hookers. Punkt 6: Prostitution ist schon verboten.
    59 6 Melden
    • xerxeszrh 02.04.2016 14:10
      Highlight Bravo und Danke. Gerade mal patong, chaweng, sukumvit und silom gesehen und solche artikel veröffentlichen.....so wenig originell!!! wie die alte alte Fasnacht....
      25 37 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 15:30
      Highlight TEIL 1:
      Lieber Falang, vielen Dank für deine sachliche(!) Kritik. Schätze das sehr in dieser Form. Teilweise finde ich deine Kritik berechtigt, teilweise nicht.

      Punkt 1: Ja, ich war schon in Prag und Phnom Penh. Und es stimmt, auch dort ist die Prostitution sehr präsent. Nach meiner Wahrnehmung waren die entsprechenden Etablissements in diesen Städten aber viel konzentrierter als in Bangkok. Man weiss also viel besser: Jetzt gehe ich in einen Rotlichtbezirk. Abschliessend kann ich das aber nicht beurteilen.
      3 0 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 15:31
      Highlight Punkt 2: Ich sage nirgends, dass es in Bangkok keine "normalen" Bars und Clubs gibt. Aber in Bangkok ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ich in scheinbar "normale" Bars und Clubs gelaufen bin und dann feststellte, dass es viele Prostituierte hat. Im Nachhinein würde ich den entsprechenden Absatz aber leicht umformulieren. Ich hätte schreiben sollen, die Grenzen SCHEINEN fliessend anstatt die Grenzen SIND fliessend. Kleiner aber feiner Unterschied.

      Punkt 6: Mein Fehler, siehe andere Kommentar-Antwort weiter unten.
      3 0 Melden
  • BNCity 02.04.2016 12:18
    Highlight Thomas dir ist aber schon klar das Prostitution in ganz Thailand verboten ist? Die Frage eines Verbots erübrigt sich also!
    52 5 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 15:04
      Highlight Ja, ich weiss, dass Prostitution in Thailand theoretisch verboten ist. Ich hätte mich deshalb fragen müssen, ob die Prostitution in Thailand (und überall sonst) verfolgt bzw. bestraft werden sollte. Inhaltlich würde sich durch diese Anpassung jedoch nichts ändern. Dennoch vielen Dank für den Hinweis! ;-)
      2 0 Melden
  • _kokolorix 02.04.2016 12:00
    Highlight Prostitution ist das älteste gewerbe, sagt man. warum ist das wohl so?
    die sexuellen bedürfnisse von mann und frau unterscheiden sich erheblich. während die frau nur ein paar tage im monat ernsthaft lust auf sex hat, ist der mann darauf ausgelegt bei jeder sich bietenden gelegenheit ein kind zu zeugen.
    als auslöser für die männliche lust genügen sehr subtile reize der frau. diese sind in unserer werbeverseuchten umgebung allgegenwärtig, was mann dauergeil werden lassen kann.
    mann könnte schon fast verständnis für die islamische frauenverhüllung bekommen, die diese reizüberflutung abmildert...
    27 148 Melden
    • TobiWanKenobi 02.04.2016 13:41
      Highlight Was für eine Selbstoffenbarung😂 sagen wir's einfach so: Sie suchen die Schuld für Ihre Notgeilheit bei den anderen.
      94 15 Melden
    • Mia_san_mia 02.04.2016 14:59
      Highlight Kommt mir aber nicht so vor als ob Frauen nur ein paar Tage im Monat Sex wollen, ich weiss nicht wie du darauf kommst... 😊
      58 5 Melden
    • Habicht 02.04.2016 17:11
      Highlight Wie kommst du auf die Idee, dass Frauen nur ein paar Tage im Monat Sex wollen?

      Wenn man sie nur wie ein Stier beackert mag das vielleicht stimmen, gibt man sich Mühe mit dem Sexleben sieht es eher so aus, dass sie nur ein paar Tage nicht wollen xD (Extremer Stress usw. mal ausgenommen)
      66 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.04.2016 18:10
      Highlight @Habicht "Wie ein Stier beackert" lol made my day 😁😁
      43 1 Melden
  • Mia_san_mia 02.04.2016 10:41
    Highlight Hört sich super an, nach Thailand sollte man wirklichmal gehen 😊
    64 75 Melden
  • Pisti 02.04.2016 10:17
    Highlight Also Bangkok ist gegen das Sex-Mekka Pattaya ja grad noch heilig. Sich zu prostituieren ist aber für eine vielzahl von Thais ganz normal. Ich habe einige Jahre auf den Philippinen und in Thailand gelebt. Vor allem in Thailand suchen sich viele Frauen mit "normalen" Jobs, in der Nacht in irgendwelchen Discos noch einen Typen um etwas dazuzuverdienen. Gibt kaum eine Kultur wo Geld und Gold so einen hohen Stellenwert hat wie bei den Thais. Den aus der Not heraus prostituiert sich dort kaum jemand, in anderen asiatischen Ländern sieht es schon anderst aus.
    55 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.04.2016 18:04
      Highlight Die meisten Prostituierten in Thailand stammen aus dem ärmlichen Isaan. Die älteste Tochter der Familie ist für deren Verorgung zuständig. Da wird es mit einem Lohn von 200-300 Franken schnell mal eng. Die haben dort keine AHV und Pensionskasse wie wir.
      17 4 Melden
  • xerxeszrh 02.04.2016 10:16
    Highlight Ich habe einen Vorschlag an alle moralisierenden Journis und Schreiberlinge: Geht einfach nicht mehr nach Thailand, wenn doch alles so verwerflich ist. Es gibt dann auch nicht mehr wöchentliche Headlines im Blick, 20min etc. , dass jemand dort einen Furz gelassen hat. Gerade mal 1 Monat in Thailand und dieser Typ meint, ein Urteil über die thailändische Gesellschaft verbreiten zu müssen. Echt krass. Geniess deine Ferien und schweig mal zur Abwechslung....
    52 167 Melden
    • Sveitsi 02.04.2016 11:32
      Highlight Er verbreitet kein Urteil, sondern nur seine Meinung und die persönlichen Eindrücke. Die müssen doch nicht deckungsgleich sein wie deine? Nicht jeder kann der Prostitution etwas abgewinnen.
      128 13 Melden
    • UHauser 02.04.2016 12:54
      Highlight Sag mal du Armer! Wirst du gezwungen das zu lesen? Falls ja koennte das als Verstoss gegen die Menschenrechte gewertet werden....
      53 10 Melden
    • Fabio74 02.04.2016 14:23
      Highlight Musst ja nicht lesen wenns dir nicht passt.
      35 9 Melden
    • winglet55 02.04.2016 14:58
      Highlight @Sveitsi, für diese Reportage hätte er sich jedenfalls nicht einen Monat in Bangkok aufhalten müssen, Halbwelt Zeitschrift lesen daheim im Wohnzimmer, hatte genügt. Aber das hätten evtl. nicht die gleichen Klicks resultiert. Jedenfalls hat der Autor des Beitrags von Thailand, wie von Bangkok keine Ahnung. Oder wieviele der absolut genialen Musikbars hat er wohl besucht?
      21 28 Melden
    • Sveitsi 02.04.2016 15:49
      Highlight @winglet55: Der springende Punkt ist aber, dass er nicht wegen dieses Berichtes dorthin gegangen ist, sondern er sich auf einer Weltreise befindet und das eine Etappe davon war. Und wenn das, was er geschrieben hat, seine vordergründigen Eindrücke waren, finde ich, dass man ihm daraus keinen Strick drehen sollte.
      Hast du seine anderen Berichte auch gelesen?
      53 4 Melden
    • Thomas Schlittler 04.04.2016 14:56
      Highlight @xerxeszrh und winglet55: Wo bitte verbreite ich ein Urteil über die thailändische Gesellschaft? Dafür kenne ich das Land definitiv zu wenig gut! Es geht in dem Beitrag vor allem um die (Sex-)Touristen und nicht um die Thais selbst (siehe Schlusssatz Interview). Sextourismus ist EIN Teil von Bangkok und Thailand. Wer das bestreitet, belügt sich selbst. Die Wochen zuvor habe ich Thailand von ganz anderen (schöneren!) Blickwinkeln betrachtet. Der Artikel ist EIN Teil meiner Autostopp-Kolumne. Die anderen könnt ihr hier gerne nachlesen. http://www.watson.ch/Per+Autostopp+um+die+Welt
      7 0 Melden
    • winglet55 04.04.2016 15:31
      Highlight @Thomas Schlittler, ich bin nur der Meinung, das Sie explizit mit diesem Teil der Kolumne, Cliches bedienen um Aufmerksamkeit für Ihre Veröffentlichungen erregen wollen. Im Besonderen möchte ich Sie darauf hinweisen das Prostitution in Thailand verboten ist! Falls Sie in einer Razzia der Polizei oder der Army, z.B. bei der Pingpong-Show, wären Sie im "Bangkok-Hilton" gelandet, dem berüchtigten Zentralgefängnis von Bangkok, da diese Shows nicht nur ein bisschen, sondern wirklich verboten sind, und selbst der Besuch strafbar ist.
      0 2 Melden
    • winglet55 04.04.2016 15:36
      Highlight Teil2. Zum Taxifahrer (oder auch Tuktuk, spielt keine Rolle) ist zu sagen das er Sie auf eine Einkaufstour, Tempeltour,Goldshop etc, hätte einladen können. Das System ist dasselbe, er erhält von den angelaufenen Verkaufsstellen, Benzingutscheine, damit optimiert er sein Einkommen. Dasselbe Spiel läuft bei jedem ab, ob Chinese, Europäer, die Ethnie des Fahrgastes spielt keine Rolle.
      0 0 Melden
  • cassio77 02.04.2016 08:55
    Highlight willkommen im leben, thomas schlittler. deine ansichten betreffend prostitution finde ich richtiggehend herzig, um nicht süss sagen zu müssen. aber sie ist einseitig und kleinkariert. ich empfehle Dir deshalb, Dein nächstes projekt im bereich der käuflichen liebe zu starten, das ganze band. die grausamsten wie auch die schönsten momente aufzuzeigen.
    62 160 Melden
    • Lami23 02.04.2016 09:32
      Highlight Welche "schönsten Momente" den? Ausser für den Käufer? Und was ist an diesem Artikel naiv?
      124 19 Melden
    • greeZH 02.04.2016 10:22
      Highlight Die "schönen Momente" sind wohl für die Frauen reserviert die sich dadurch verhältnismässig leicht einen grossen Batzen verdienen können. Die "teureren" Prostituierten meine ich damit. Jetzt könnte man sagen dass alle Prostituierten psychisch viel mitmachen. Aber wer muss dies nicht. Alle verkaufen ihren Körper jeden Tag für ein paar Franken, auf die eine oder andere Weise.
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    • Lami23 02.04.2016 16:24
      Highlight "verhältnissmässig leicht"??? naja da bin ich ganz anderer Meinung. Abgesehen davon gibt es auch Teile in Asien, wo es wesentlich günstiger ist. Und " jeder verkauft seinen Körper auf die eine oder andere weise"? Was meinst du damit? Also bei mir persöhnlich habe ich nicht diesen Eindruck...
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    • greeZH 02.04.2016 23:47
      Highlight Vielleicht hätte ich "leicht" in " " setzen sollen dass nicht einer Beleidigt daherkommt. Leicht weil der Stundenlohn sehr hoch ist. Spreche jetzt nicht von Thailand. Und der Körper (oder seine Dienste) verkauft von da her dass die Mehrheit der Menschheit nicht das mit seinem Alltag anstellt was er gerne tun würde. Die Mehrzahl schleppt sich 5 Tage in der Woche zur Arbeit und schluckt fast alles was der Chef von sich gibt, auch wenn es Blödsinn ist.
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    • Lami23 03.04.2016 08:49
      Highlight Zum Glück ist es meinem Umfeld anders. Jeder hat mal seinen Anschisstag. Aber gleich fünf pro Woche? Zur Arbeit schleppen? Jobwechsel anzuraten, bei uns ist ja oft möglich, im Gegensatz zu eben Thailand.
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    • Thomas Schlittler 04.04.2016 14:37
      Highlight @cassio77: Natürlich sind meine Ansichten "einseitig". Es sind ja auch MEINE Ansichten. Ich habe diese Woche bewusst die Interviewform gewählt, weil es mir schwer fiel, über dieses Thema objektiv zu berichten. Ich bezweifle gar, dass irgendjemand in der Lage ist, über dieses Thema objektiv zu berichten. Denn für einige ist es okay, für Sex zu bezahlen, für andere eben nicht.
      @greeZH: Dass einige Frauen eine andere Wahl hätten, erwähne ich indirekt in meinem Artikel. Die psychische Belastung eines Bürogummis mit derjenigen einer Prostitutierten zu vergleichen, halte ich aber für zynisch.
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It's all about the money – ganz besonders beim Reisen

«Über Geld spricht man nicht.» Das sagt sich so leicht, doch nach sieben Monaten Zentral-, Südostasien und China kann ich nicht ignorieren, dass ich in Südkorea für Bett, Bier und Bauch-Vollschlagen wieder deutlich tiefer in die Tasche greifen muss.

Das liebe Geld ist auf einer Weltreise immer ein Thema – ob man will oder nicht. Es fing bereits vor meiner Abreise an: Da lege ich jahrelang, Monat für Monat, mühsam Geld auf die Seite, um mir meinen grossen Traum zu erfüllen – und dann, vier Monate vor dem Aufbruch, erhöht sich mein Reisebudget auf einen Schlag um 20 Prozent. Einfach so, ohne dass ich etwas dafür tun musste. Das ist doch irgendwie verrückt! Ich sollte Nationalbank-Präsident Thomas Jordan eine Dankeskarte schicken.

Klar, ich …

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