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Apfel

Zurück ins Paradies zu Adam und Eva. Bild: keystone

Warum hast du Angst vor dem Tod, wenn doch das Paradies wartet?

Wir klammern uns ans Leben, als sei mit dem Tod alles vorbei.

11.02.17, 09:09 11.02.17, 20:39


Das Kerngeschäft der Religionen und spirituellen Bewegungen sind Lebensinhalt, Sinnfragen und transzendentale Phänomene. Glaubensgemeinschaften leben von der Sehnsucht der Menschen, dass das Leben nicht sinnlos sein möge und nach dem Tod eine Fortsetzung finde – in welcher Form auch immer.

Man kann also die Aussage wagen: Am Anfang war nicht das Wort, sondern die Angst. Die Angst vor dem Leiden, die Angst vor der Zukunft. Oder vor der narzisstischen Kränkung, dass nach einem Unfall oder einer Krankheit mit einem Schlag alles vorbei ist, es uns dann nicht mehr gibt und wir rasch in Vergessenheit geraten.

«Ich will nicht ins Paradies»

Die Toten Hosen besingen das Paradies – auf ihre Weise. Video: YouTube/Guerilla TV

Diese Vorstellung schmerzt. Die Bibel spricht vom Jammertal. Religionen und Glaubensgemeinschaften bieten in dieser ausweglosen Situationen Trost. Ausnahmslos alle. Dies ist ihr zweites Kerngeschäft.

Dieser Trost ist eng verknüpft mit dem Versprechen auf eine (vermeintliche) Lösung. Keine Angst, lieber Erdenbürger, verkündigen sie, auf das Jammertal folgt das Paradies. Du musst nur glauben, beten, hoffen und dich nicht versündigen – und alles wird gut.

Du musst nur glauben, beten, hoffen und dich nicht versündigen – und alles wird gut. Wirklich?

Zwar nicht mehr in diesem Leben, sondern nach dem Tod. Die Christen glauben es, die Juden, Muslime, Buddhisten, Hindus – wenn auch in einer speziellen Form –, die Esoteriker und alle Sekten sowieso. Das Versprechen und die Hoffnung auf ein (besseres) Leben nach dem Tod gehört zum Businessplan der Glaubensgemeinschaften.

Die Gläubigen klammern sich daran, doch ihre Überzeugung scheint nicht wirklich gross zu sein, wie sich auch ihr Verhalten im Jammertal zeigt.

Unbändige Sehnsucht nach dem Paradies?

Konkret: Eigentlich müssten wir eine unbändige Sehnsucht nach dem Jenseits und dem Paradies haben. Endlich keine Existenznöte mehr, keine Schmerzen, kein Leid. Also raus aus dem Jammertal, nichts wie hin ins Jenseits und ab ins Paradies. Was sind da schon ein paar zusätzliche Jahre im Diesseits, wenn eine glanzvolle Ewigkeit im Jenseits wartet?

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Wir klammern uns mit aller Macht ans diesseitige Leben. Wir haben Angst vor Krankheiten, nehmen bei Krebs unglaubliche Strapazen in Kauf in der Hoffnung, noch ein paar zusätzliche Lebensjahre zu gewinnen. Und bei Unfällen mobilisieren wir übermenschliche Kräfte, um nicht schon ins Paradies abdampfen zu müssen.

Wir verhalten uns so, als würden wir den Religionen misstrauen

Es macht ganz den Eindruck, als würden wir den Religionen misstrauen. Als würden wir bezweifeln, dass es ein Leben nach dem Tod oder das Paradies gibt. Da vertrauen wir doch lieber auf das, was wir auf sicher haben, nämlich dieses oft mühsame diesseitige Leben. Ganz nach dem Motto: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Dies ist eigentlich eine Bankrotterklärung für alle Religionen mit ihrem liebenden Gott, der uns (angeblich) nach dem Tod im Himmel empfängt. 

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Agnos ~ 03.03.2017 12:18
    Highlight Soviel ich weiss, sind vor Gott alle gleich, und da gibt es weder gross noch klein, alle haben das gleiche Reicht. Nur die menschlichen Absichten, machen die einen zu geringeren Menschen, und den andern zum berufenen Tiran, der sich selbst als unfehlbar sieht, trotz seiner Lebensart, und meint, dass scheinst sein Ticket für in den Himmel schon sicher gebucht zu haben meint.
    0 0 Melden
    • Agnos ~ 31.03.2017 22:18
      Highlight Am Anfang war die Angst, etwas zu verpassen, was nicht ist, den Drang nach dem Quick, das Ultimative, einfach excellence dem Ego. Otternbrut wie könnt ihr Gutes tun, da ihr fordert: gib Geld für dein Seelenheil und dann erlebst den Himmel, dabei aber erhält diesen eine Schlange, die Hölle perform. http://qw
      0 0 Melden
  • Hypatia 14.02.2017 16:36
    Highlight "Man kann also die Aussage wagen: Am Anfang war nicht das Wort, sondern die Angst."

    Kennt jemand vielleicht die Cura-Fabel des Hygienus? - Dort ist es zwar nicht die Angst sondern die Sorge, die über den Fluss geht und dem Menschen Form gibt, aber ist nicht die Angst eine akute Form der Sorge? -

    Und ist nicht die Sorge die Kehrseite der Liebe? -



    0 0 Melden
    • Share 14.02.2017 20:06
      Highlight @hypatia
      Die Sorge um wen? Um dich? Um dein Gegenüber? Um deinen Nächsten? Die letzten Worte im Lied lauten: wegen dir. Ich bin versucht das ironisch zu verstehen und mir zu denken: um deiner selbst willen.
      0 0 Melden
  • bfm 12.02.2017 16:13
    Highlight Wegen Ortsabwesenheit leider ein wenig spät, andere haben dasselbe bereits bemerkt. Trotzdem auch noch von mir:
    Ich gehe davon aus, dass H. Stamm zwischen Sterben (aktiv) und Tod (passiv, Endzustand nach ersterem) zu unterscheiden vermag, dies aber bewusst ausgeklammert hat, weil sonst seinem Beitrag die Würze gefehlt hätte. Meiner Meinung nach haben die allermeisten Leute Angst vor dem Sterben, die wenigsten jedoch vor dem Tod.
    So gesehen einer der schwächsten Artikel von Stamm, schon fast auf der Stufe eines Pamphlets gegen jegliche Art von Glauben. Auch nichts wirklich Neues...
    16 11 Melden
    • Mariolino 12.02.2017 19:12
      Highlight Ich schätze Hugo Stamm und seine schonungslosen Betrachtungen sehr. Trotzdem gratuliere ich Ihnen zu Ihrem glasklaren Beitrag.
      15 6 Melden
    • Oxymora 13.02.2017 01:03
      Highlight @bfm
      Manche haben Angst vor dem Sterben,
      andere vom tot sein.

      Die wenigsten haben Angst vor dem Tod
      (Ihre Meinung)

      Angst vor dem Tod ist oft mit religiösem Glauben verbunden (meine Meinung)

      Dank der Religion, glaubt man zu wissen,
      was nach dem Tod passiert.
      Aber das könnte falsch sein;
      die Konkurrenz-Religionen behaupten etwas
      ganz anderes.

      Der Weg ins Paradies ist schmal.
      Vielleicht ist man von ihm abgekommen,
      hat gesündigt oder die falsche Abzweigung
      direkt in die ewige Verdammnis genommen.

      etc.

      Eine Psychotherapie könnte helfen, auch religiöse Ängste können behandelt werden.
      5 8 Melden
    • Agnos ~ 17.02.2017 01:47
      Highlight Von verwirrten Geistern halte dich fern, dass es dich selbst nicht trifft!
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 12.02.2017 13:59
    Highlight Ist doch logisch. Da jeder, absolut jeder nach religiösen Vorstellungen ein Sünder ist, hat man Angst davor was nach dem Tod kommt. Für etwas haben die religiösen Führer ja so lustige Dinge wie die Hölle erfunden. Ohne die Angst der Menschen vor der Hölle würden die Religionen zu viele Mitglieder verlieren.
    10 3 Melden
  • Alienus 12.02.2017 09:00
    Highlight Wer zweifelt am Paradiese? 1.2

    Die IS-Idioten bestimmt nicht. Denn sie verweisen auf ihre Altvorderen des 12. JH, die Assassinen.

    Diesen brutalsten Killern hat der Hassan Sabbah, der „Alte vom Berge“ das Paradies eröffnet. Der Alte lies die Aspiranten unter Drogen setzen, in sein abgelegenes Tal bringen und dort wieder zu sich kommen. Es gab wohlfeile Getränke und Speisen, herrliche Landschaft und als Krönung die sehnsüchtig erhofften lieblichen Jungfrauen. Na ja, nicht 72, sondern zum Vorgeschmack nur 1 oder 2. Diese Hetären erfreuten die A. Und das war der Beweis für's Paradies.
    5 2 Melden
  • Alienus 12.02.2017 08:57
    Highlight 2.2

    Diese Assiss-Voluntäre wurden wieder in Drogenrausch gesetzt und in die dürre und graue Wirklichkeit zurückgebracht. Sie wollten so schnell als möglich die Himmelsfahrtkommandos durchführen um ins Paradies zu gelangen.

    Deshalb waren die Assiss todesmutig, ohne Rücksicht auf ihr und fremdes Leben und hätte es damals Sprenggürtel gegeben, sie hätten diese benutzt.

    900 Jahre später leben und sterben diese Assiss noch immer im blinden Gehorsam, jedoch auch aus dem Internet gespeist.

    Drum gilt: Lebst du noch oder bist du schon im „Paradies“? Also gibt's das Paradies. So Allah es will.
    9 2 Melden
    • Pasionaria 12.02.2017 23:22
      Highlight Interessant.....das einzige, das wenige, das ich dazu kenne, ist ihr Fazit: Nichts ist wahr, alles ist erlaubt!
      Sowie Machiavelli:
      Wir arbeiten im Dunkel um dem Licht zu dienen, wir sind Assassinen.

      Verstehe nicht ganz, warum vom Paradies als Ort gesprochen, fantasiert, analysiert u.v.m wird.
      Da noch niemand von dort zurueckgekehrt ist, kann es nur ein Geisteszustand sein. Ich will ihn nun nicht mit Attributen weder erniedrigen noch beschreiben. Dies nicht an einem heiligen Sonntag.
      2 1 Melden
    • Alienus 13.02.2017 07:16
      Highlight Das Paradies ist in religionsfaktischer Hinsicht tatsächlich ein realer Ort. Scheints mit Umfriedung in quadratischer Form und Zugang.

      Folgt man der Bibel, so werden Adam und Eva von dort aus vertrieben und sind irgendwie sofort und körperlich auf der Welt / Erde gewesen.

      Eine irgendwie wirkende Metamorphose scheint nicht stattgefunden zu haben.
      .

      Noch'n Nachtrag zu einem interessanten Detail bei den Assassinen. Sie trugen weiße Gewänder, wegen der religiösen Unschuld und rote Bänder als Symbol für des Blutes ihrer Opfer.

      Eine klare und eindeutige Botschaft. Auch ohne Sprenggürtel.
      2 1 Melden
    • Pasionaria 13.02.2017 19:38
      Highlight Kleine (seltene) Korrektur:
      "Das Paradies ist in religionsfaktischer Hinsicht tatsächlich ein realer Ort."
      Du wolltest wohl schreiben > .... in religionsalternativfaktischer Hinsicht!!

      A propos Gewaender, ist der Ku-Klux-Klan eventuell ein verwandt-abartiges Nachfolgegeschwuer der Assassinen? Koennte das sein?
      2 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skip Bo 12.02.2017 08:39
    Highlight Herr Stamm hält den religiösen Führern nur den Spiegel vor. Das widersprüchliche Verhalten ihrer Gläubigen ist real.
    Der Jenseitskult macht aber auch den Hinterbliebenen den Abschied leichter. Die geliebte Person in einer "besseren Welt" zu wähnen gibt Trost.
    Alle Religionen entstammen aus dem Gefühl "da muss doch noch was anderes sein". Mittlerweile sind einige Religionen zu Machterhaltungsinstrumenten geworden, die Gläubigen zu nützlichem Fussvolk.
    15 1 Melden
  • ***rescue*** 11.02.2017 23:41
    Highlight Diese Art von Reportage ist leider zum Alltag geworden. Wir verlieren den Glauben, so wie es vorausgesagt wurde. Menschen lassen sich so einfach beirren. Lieber glauben und seine nächsten lieben... lieben und mit Respekt begegnen. So wie Gott das gefordert hat auch mit der Gefahr, sich auf eine Lüge einzulassen. Was ist die Alternative? Kapitalismus, ein System aus Gier und auf Kosten von Menschen die es nicht vermögen sich zu wehren?
    Die Berichte von herrn Stamm höhren sich für mich nach einer eigenen Sekte an. Verleumdung eines Glaubens indem so viele Menschen Zuflucht und Schutz finden
    13 33 Melden
    • Pasionaria 12.02.2017 05:37
      Highlight Da scheint jemand das Wort > Verleumdung nicht zu verstehen, wie bitte? Schlagen Sie bitte den Duden auf oder wenden Sie sich vertrauensvoll @ Alienus.... Die ersten 2 Anfragen sind gratis bei ihm.

      Wissen Sie wenigstens, was Aufklaerung bedeutet? Dies kann bei unkritisch Glaeubigen anstatt erhellen leider verdunkeln..... keine Maerchen, kein Wunschdenken, keine Illusionen mehr.





      7 12 Melden
    • ***rescue*** 12.02.2017 08:19
      Highlight Verleumdung in diesem Zusammenhang ist meines Erachtens sehr einfach nachvollziehbar. Selbstverständlich erwarte ich von ihnen nich, dass sie das verstehen. Gott hat auch ihnen alle freiheiten zur Selbstbestimmung gelassen. Geniessen Sie ihr leben und seien sie nich verbittert. Am Ende aller Tage hat jeder die Chance nochmals auf den richtigen Pfad zurückzukehren. Einen wunderschönen Sonntag<3 Amen ;-*
      4 15 Melden
    • Skip Bo 12.02.2017 09:45
      Highlight Retter, was passiert mit religionfreien Menschen, die andere respektieren und ihnen Wohlwollen entgegenbringen ohne sie gleich zu lieben?
      Erbarmt sich eine allfällige göttliche Instanz auch solcher guten Ungläubigen?
      6 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alienus 11.02.2017 23:27
    Highlight Heia, natürlich sind schon Typen aus dem Paradies zurückgekommen.

    Es sind mehrere dutzend bis einige hundert junge Männer gewesen, die da vom Paradiese schwärmten, weil sie dort gewesen seien.

    In den z. B. hohlen Birnen der heutigen IS-Deppen wabern noch immer diese paradiesischen Wahnträume als Restrauschen nach.

    Gehe nun zum Orpheus, drum erfüllt sich der Albtraum erst am Sonntag.
    10 6 Melden
  • Oxymora 11.02.2017 23:03
    Highlight Haut so weiss wie Schnee,
    Lippen so rot wie Blut,
    und Haare so schwarz wie Ebenholz,
    und wenn Schneewittchen heute nicht mehr lebt,
    so ist es gestorben.

    Das war mein Déjà-vu-Phänomen,
    als ich das Foto vom angeknabberten Apfel
    mit dem Schlagwort Tod auf der Startseite erblickte.

    Das Paradies mit Adam und Eva ist in meinem Gedächtnis am verblassen, während Schneewittchen frisch bleibt.

    Vielleicht ist die Bedeutung der biblischen Märchen (im Gegensatz zu den Volks-Märchen) in fortschreitender Zivilisation abnehmend.
    3 7 Melden
    • Pasionaria 12.02.2017 22:55
      Highlight Tatsaechlich gelungene Assoziation!
      2 1 Melden
  • Gummibär 11.02.2017 20:19
    Highlight Der unbändige Lebenswille ist allen Kreaturen zu eigen und hat mit Religionen und allenfalls deren Bankrott nichts zu tun. Der Löwenzahn, der sich bei mir durch eine Ritze in der Betonplatte zwängt, hat keine Angst vor dem Sterben und freut sich nicht aufs Paradies.
    Religionen sind ausschliesslich die Auswirkung der Neugier und des Wissensdurstes der Menschen. Warum geht die Sonne hoch. Was liegt hinter dem nächsten Hügel. Warum stirbt man. Was kommt nachher. Menschen wollen für alles und jedes eine Antwort. Ob es mit unserem Seelenleben beim Tod endgültig fertig ist lernen wir am Sterbetag.
    15 1 Melden
  • Maracuja 11.02.2017 19:26
    Highlight 3. die Menschen sich wohl noch keine grosse Sorge um Begriffe wie "Zukunft" oder "Jenseits" machten, sondern im Moment lebten und jede Aufmerksamkeit auf das "Diesseits" gerichtet war.
    1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 11.02.2017 20:53
      Highlight Ist dir schon aufgefallen, dass im AT auch kein wirkliches Jenseits existiert? Jedenfalls nicht für Menschen. Tote waren tot. Erst später kam die Frage auf, was "danach" passieren könnte. Folgerichtig kam dann ein Paradies (himmlisches Jerusalem) auf diese Erde - nicht irgendwo im Jenseits. Und die Toten standen wieder auf aus ihren Gräbern...
      Die Jenseitsvorstellung kam erst sehr viel später in Umlauf, vermutlich erst richtig durch die neuplatonischen Einflüsse.
      5 2 Melden
    • Maracuja 11.02.2017 21:55
      Highlight @Rabbi Jussuf

      Das Jenseitsvorstellungen nicht von Beginn weg eine Rolle spielten, ist mir schon bewusst. Aber was ist mit altägyptischen Einflüssen?
      2 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 11.02.2017 22:24
      Highlight War nicht klar ausgedrückt: Ich meinte es nur in Bezug auf das Judentum und in Folge auf das Christentum.
      Natürlich gab es vorher Jenseitsvorstellungen. Du hast es ja selber geschrieben: Hades bei den Griechen, der aber mit der Zeit nicht mehr nur das Schattenreich war, sondern auch eine Art Paradies, wo man Gleichgesinnte traf, oder die mythischen Helden, etc.
      Vielleicht braucht es für eine echte Jenseitsvorstellung eine Hochkultur?
      4 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 11.02.2017 19:24
    Highlight 2. Auf höchst beklemmende Weise Angst besetzt, wurde die Frage nach einem allfälligen "Danach" wohl erst mit den ersten detaillierteren negativen Jenseitsvorstellungen, wie tristen grauen Unterwelten (Scheol, Hades), temporären grausamen Unterwelten/Höllen (Daoismus, Hinduismus, Unterwelten mit schweren Prüfungen (Azteken), zweigeteilte Nachwelten, bei denen es keine Gewissheit gibt, ob man im angenehmen Teil landet (Paradies-Hölle). Der Atheismus mit seiner Negation eines Jenseits nimmt dem Menschen jegliche Ängste, somit schliesst sich m.E. der Kreis wieder zu den Anfängen der Menschheit, wo
    3 0 Melden
  • Maracuja 11.02.2017 19:12
    Highlight 1.Natürlich kam in den Ursprüngen der Menschheit die Emotion vor dem Wort. Ich habe aber meine Zweifel, dass die ersten Menschen genug abstrakt denken konnten, um sich über Nichtexistenz, Vergänglichkeit/Versinken in der Vergessenheit zu ängstigen. Angst löste wohl eher das Sterben/Todesarten/Leid/Schmerzen aus. Grabbeigaben bereits in der Steinzeit deuten auf frühe Jenseitsvorstellungen. Ob diese wirklich aus Angst entstanden oder einfach aus dem Unvermögen sich eine "Nichtexistenz" vorzustellen? Auf höchst beklemmende Weise Angst besetzt, wurde die Frage nach einem allfälligen "Danach" wohl
    2 0 Melden
  • Amanda Schär 11.02.2017 18:19
    Highlight Auf der Suche nach einer Erklärung dieses "göttlichen" Gefühls des Eins-seins, das sogar eine Atheistin wie mich erfüllen kann, bin ich auf youtube hierauf gestossen:

    Der Mensch -der Quanten Aktivist - Dr. Amit Goswami

    0 7 Melden
    • Rabbi Jussuf 11.02.2017 19:29
      Highlight Autsch!
      Quanten Aktivist?

      Da rutschen wir aber ganz tief in die esoterische Brühe!
      10 0 Melden
    • Amanda Schär 12.02.2017 11:33
      Highlight Ja... und es hat mich grosse Überwindung gekostet, dies hier zuzugeben... Die Wissenschaft hat hier einen bösen Streich gespielt... oder aber Quantenphysik ist keine Wissenschaft, können wir gerne diskutieren...

      Wir können den Tod nicht verstehen, aber vielleicht das Sein. Mir hilft dieses mögliche Verständnis um den Tod gelassener zu verdrängen ;)

      und da ich auf Watson offene Geister (das ist nicht esoterisch gemeint! :D) vermute, habe ich für diese Person(en) meine Scham überwunden.

      Dass das nicht Sie sein werden, habe ich schon ein wenig vermutet, zumindest noch nicht heute ;)
      2 0 Melden
  • Olmabrotwurst 11.02.2017 17:24
    Highlight Ich vermisse die gute alte Zeit als die Götter noch mit uns speissten.
    9 3 Melden
  • Thinktank 11.02.2017 16:11
    Highlight Wenn man einen Regenwurm nach dem Sinn des Lebens fragen würde, wären dies Erhalt der Spezies durch Fortplanzung und Nahrungsmittel für Vögel. Leider ist er nicht intelligent dazu, über Iphones, Fernsehen und Trendsportaten zu verfügen, die ihm die Zeit vertreiben, bis er stirbt. Würde er schwarzen Regenwürmern helfen, wenn diese keine Nahrung haben? Kommt ein Regenwurm ins Wurmparadies? Die Menschheit ist eine Laune der Natur, die sich zu wichtig nimmt und deren grösste Schwäche das Gehirn ist, mit dem es nicht umgehend kann.Niemand würde sie vermissen, wenn sie ausstirbt.
    33 8 Melden
    • rodolofo 11.02.2017 17:49
      Highlight Ich würde die Menschheit vermissen!
      Aber halt... dann wäre ich ja auch nicht mehr da.
      6 1 Melden
    • Pasionaria 11.02.2017 22:27
      Highlight Rendel
      Zwar habe auch ich keine Ahnung, was ein Regenwurm fuer ein Bewusstsein seiner selbst hat, Eines jedoch scheint mir gegeben, wenn sich dieser Regenwurm einen Gott ausdenken wuerde, waere dieser bestimmt auch ein > Regenwurm!
      6 2 Melden
    • rodolofo 12.02.2017 07:01
      Highlight Als Bio-Fan habe ich eine besondere Beziehung zu den Regenwürmern!
      Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung, ein Wurm sei ein niederes Geschöpf, das man ohne weiteres achtlos zertreten kann und dessen Name als Schimpfwort verwendet noch am ehesten zu was taugt, ist für uns von der Bio-Szene der Wurm ein Held unserer Entstehung-Geschichte!
      Unglaublich, aber wahr: Die ganze oberste Humus-Schicht, ohne die Pflanzen gar nicht wachsen können, ist das Werk ausdauernder und unermüdlicher Arbeit von unendlich vielen Generationen von Würmern, die Organisches- und Mineralisches Material fressen, ...
      4 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Queershnitt 11.02.2017 15:24
    Highlight Also... weil ich als Gläubige hoffe/annehme was nach dem Tod geschieht, darf ich mich nicht am Leben festhalten?

    Mein Vater, der keine Angst vor dem Tod hatte weil es nichts schlimmes ist und der mit 53 an Krebs starb, hätte sich nicht an seinem Leben festhalten dürfen?

    Wäre mein Selbstmordplan vor einem Jahr das einzig authentische gewesen, dass ich als Christ hätte machen können?
    16 6 Melden
    • azoui 11.02.2017 16:52
      Highlight @queer, als Gläubige nehmen sie und hoffen?
      Das zeugt in meinen Augen von befreiendem überzeugtem Glaube.
      3 1 Melden
  • Binni23 11.02.2017 14:31
    Highlight Meinen christlichen Glauben lebe ich im Jetzt und lasse mich nicht vertrösten auf ein Danach. Ich möchte durch meinen christlichen Glauben etwas in dieser Welt bewirken damit es uns als Gesellschaft gut bis besser geht. Für mich gibt die Kirche keinen "Buisnessplan" fürs Paradies aus. Und ja: ich klammere mich auch ans Leben, weil ich an den Menschen und an mein schönes Leben hier hänge. Das schliesst für mich nicht aus, dass ich an ein Leben "danach" glaube.
    39 6 Melden
    • FrancoL 11.02.2017 15:02
      Highlight Deinen Satz kann ich mehr als nur bejahen:

      "Ich klammere mich auch ans Leben, weil ich an den Menschen und an mein schönes Leben hier hänge"

      Dies wird von Hugo Stamm nie gewürdigt, dass man glauben kann und sich am Diesseits erfreuen und daran hängen.
      Glauben muss man wie es Hugo Stamm in seinen Vereinfachungen vorgibt sonst ist es eben kein richtiges Glauben. Ist schon fast sektenhaft was HS immer wieder darlegt.
      27 10 Melden
  • Michael Mettler 11.02.2017 13:39
    Highlight @hugo: können sie mir erklären wie sie auf ein "wir" kommen? Ich gehöre auf jeden fall nicht dazu.
    14 14 Melden
  • Tipi 11.02.2017 13:00
    Highlight Christen, von neuem geborene Menschen, leben in Kristus und der Tod ist unser Gewinn. Als wiedergeborener Mensch hat man die Gewissheit, dass man in das Königreich Gottes kommt, sofern man an Christus glaubt. Das ist der Unterschied zu allen Religionen dieser Welt, die keine Gewissheit haben. Wer sich Christ nennt hat keine Religion, wie Gott auch. Nur haben das viele Kirchen nicht verstanden und der Name Christus wird oft missbraucht. Viele nennen sich Christen, doch haben sie sichtlich wenig mit Christus gemeinsam.
    Mein Leben fängt erst an wenn ich tot bin.
    6 57 Melden
    • Don Sziggy 11.02.2017 13:50
      Highlight Oh je, Sie armer Mensch, dass sie so einen Mist glauben? In welchem Alter hat man den angefangen Sie zu dressieren und konditionieren? Selbständig Denken ist nicht drin vor lauter Regeln und Käfig und Angst?
      Sie tun mir nur Leid.
      32 10 Melden
    • rodolofo 11.02.2017 14:39
      Highlight Das ist kompletter Unsinn!
      Ihr Leben findet JETZT statt!
      Aber noch ist es nicht zu spät, aufzuwachen aus dem Belämmerungs-Zustand, der unter dem Einfluss Religiöser Betäubungsmittel eingetreten ist!
      Hallo? Ist da wer?
      Können Sie diese Botschaft L-E-S-E-N?
      Dann müssen Sie am Leben sein!
      Freuen Sie sich darüber, stecken Sie sich eine Blume ins Haar und hüpfen Sie barfuss draussen rum, auch wenn es gerade kalt ist!
      Um so mehr werden sie merken, wie warm Ihre eigene Körpertemperatur ist!
      Ist doch toll! Ihr Körper wärmt Sie und Ihre Seele!
      15 2 Melden
    • Homes8 11.02.2017 15:00
      Highlight @ Don Sziggy
      Sie tun mir leid wenn sie nicht ein bischen mehr Respekt vor Andersdenkenden aufbringen.
      Wir kennen seine Beweggründe gar nicht
      14 9 Melden
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  • TheMan 11.02.2017 12:40
    Highlight Mein Chef sagte einmal: er habe keine Angst vor dem Tod. Der kommt eh. Er hat Angst vom Leben. Den dieser Hass, Terror und Krieg, das macht Angst. Meine Grossmutter (91) wünscht sich sogar zu Sterben. Alle Leute, ob Christlich/Moslem/Juden oder Atheisten die Ich kenne, haben keine Angst vor dem Tod. Warum auch? Egal wie Schmerzhaft. Sie werden den Tod, wen er kommt, akzeptieren. Den dan ist Ihre Zeit gekommen. Aber Herr Stamm, ich nehm an Sie haben angst davor. Und müssen alles in einen Topf werfen. Von Religion nach wie vor keine Ahnung.
    21 43 Melden
    • Don Sziggy 11.02.2017 13:51
      Highlight Noch so einer, hat es hier irgendwo ein Nest?
      22 11 Melden
  • Maracuja 11.02.2017 11:56
    Highlight @Hugo Stamm: Da vertrauen wir doch lieber auf das, was wir auf sicher haben, nämlich dieses oft mühsame diesseitige Leben.

    Interessanterweise "verbieten" aber gerade diejenigen Religionen, die ein Paradies versprechen, die Selbsttötung (auch für Menschen, deren Leben nicht nur mühsam, sondern eine reine Qual ist). Wo es Strömungen gibt, die Märtyrern, die sich selbst in die Luft sprengen, den direkten Weg ins Paradies versprechen, gibt es durchaus Typen, die mehr auf das versprochene Jenseits vertrauen.
    14 0 Melden
    • rodolofo 11.02.2017 14:33
      Highlight Da möchte ich widersprechen.
      So wie ich die "Religiösen" verstehe (wahrscheinlich verstehe ich sie aber nicht wirklich, denn was verstehe ich denn schon?), meinen sie das Gleiche wie ich, wenn ich vom "Schicksal" spreche, vom vielgestaltig entstehenden Willen der Natur und des Kosmos, die bewirken, dass nicht das geschieht, was ich mir meinem persönlichen Willen plane und beeinflusse, sondern eben das, was dann tatsächlich geschieht!
      "Gottes Wille" ist also nur ein anderer Begriff für "Realität".
      Die Realität gilt es zu respektieren, denn sie entspricht Gottes Wille.
      Exit gehört auch dazu...
      4 2 Melden
  • Luca Brasi 11.02.2017 11:52
    Highlight Konfuzius sagt:
    "Wir wissen noch nichts über das Leben, wie könnten wir etwas über den Tod wissen?"
    34 1 Melden
    • Don Sziggy 11.02.2017 13:52
      Highlight Führt Euch das mal zu Gemüte, Ihr Religiösen…..
      8 5 Melden
    • Luca Brasi 11.02.2017 14:27
      Highlight Naja, Konfuzianismus kann man auch als Religion oder Philosophie betreiben. Ist aber als eine Frage der Definition. ;)
      10 3 Melden
    • FrancoL 11.02.2017 15:10
      Highlight Ja Don Sziggy; mit der Interpretation von Konfuzius ist es nicht einfach und wie Luca bereits erwähnt hat ist Konfuzius sehr nahe an eine Religion und Philosophie.

      Ihre mehrfachen Einwände hier im Netz mit einer fast schon an Hass grenzenden Einfalt vorgetragen erinnern mich an ein sektenhaftes Verhalten.
      5 5 Melden
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  • Einer Wie Alle 11.02.2017 11:49
    Highlight Für unsere "Seele" wird es nach dem Tod so sein, wie vor der Geburt.
    Da war nichts, da kommt nichts. Das ist meine Überzeugung.
    17 10 Melden
    • Don Sziggy 11.02.2017 13:54
      Highlight Genau so, genau wie die Typen von Monty Python singen "you come from nothing, you go to nothing, so nothing is lost.
      11 6 Melden
    • Share 11.02.2017 14:01
      Highlight @ewa
      Ich finde das Nichts ja auch faszinierend. Aber das Sein, das bedarf mindestens einem realisierten Zufall. Da reicht überzeugen nicht mehr. Zeugen hingegen sehr...
      6 1 Melden
  • rodolofo 11.02.2017 10:46
    Highlight In den Religionen wimmelt es nur so von erzieherischen Tricks, Drohungen und "Fake News", die uns dazu motivieren sollen, die Handlung-Anleitungen der Kirchen und Sekten zu befolgen.
    Verständlich aus Sicht der Religiösen Erzieher ist es ja, und vermutlich auch in den allermeisten Fällen gut gemeint!
    Trotzdem finde ich es besser, bereits den Kindern reinen Wein einzuschenken (also nur im übertragenen Sinne natürlich!) und keine verwirrenden Geschichten vom Blut Jesu, das auch Veganer zu trinken haben und solchen Schmarren zu verzapfen.
    Kinder und die allermeisten Erwachsenen sind ja nicht blöd!
    26 12 Melden
  • pamayer 11.02.2017 10:33
    Highlight Jeder Satz sitzt. Danke Hugo.

    Ich schliesse mich den beiden vorherigen Kommentaren an: das qualvolle sterben hoffen wir umgehen zu können. Ich auch.
    26 11 Melden
    • azoui 11.02.2017 13:04
      Highlight Wenn ich schaue, wie Menschen in meinem Umfeld alt werden, habe ich eine gewisse Angst, alt zuwerden.
      Vor dem Tod selber habe ich keine Angst, glaube ich zumindest.
      13 1 Melden
    • FrancoL 11.02.2017 15:18
      Highlight @Gilbert; richtig! ich habe viel mit älteren Mengen zu tun (Planung von betreuten Alterswohnungen, Alters- + Pflegeheimen) und ich erschrecke häufig ab der Realität, ab der Realität wie Menschen innerhalb von wenigen Jahren ihre Selbständigkeit verlieren und teilweise nur noch vor sich hin vegetieren. Das kann Angst machen und ich kann mir gut vorstellen dass diese Angst ein jeder auf seine Art und Weise zu verdrängen oder zu verarbeiten versucht, dazu braucht er wohl kaum eine Anleitung von Hugo Stamm.
      Wie es sich dann beim Tod verhält dass kann tatsächlich keiner für sich genau wissen.
      5 3 Melden
  • Menel 11.02.2017 10:11
    Highlight Vor dem Tod habe ich auch keine Angst. Es gab mich Milliarden Jahre vor meiner Geburt schon nicht und es wird mich Milliarden Jahre nach meinem Tod nicht mehr geben. Ich habe den Tod in meinem Leben schon mal willkommen geheissen und es war ein ganz ruhiger und friedlicher Moment ohne Angst, daher, nein, vor dem Tod fürchte ich mich nicht.
    Was mir Angst macht ist das davor. Es ist erschreckend, wie viel Schmerz man aushalten muss, bevor man in die erlösende Bewustlosigkeit fallen darf. Die Vorstellung, nochmal so etwas erleben zu müssen, macht mir unheimlich Angst.
    34 8 Melden
    • FrancoL 11.02.2017 15:21
      Highlight @Menel; es muss nicht immer der Schmerz sein. Es kann auch gut das "Zerbrechen" sein, dass langsame Verlieren der Selbständigkeit, das kämpfen müssen mit einer Dunkelheit die sich über einem absenkt. Es sind nicht immer die körperlichen Schmerzen es ist häufig die irre Belastung des Geistes, der Denkmühle die ältere Menschen zur Verzweiflung bringt.
      4 3 Melden
    • Menel 14.02.2017 07:24
      Highlight @FrancoL, da ich damit noch keine persönliche Erfahrung gemacht habe, macht mir dies keine Sorgen. Mein Vater ist 83, Paraplegiker seit er 26 ist und wohnt immer noch alleine und bewältigt seinen Alltag selbständig. Er ist mein grosses Vorbild. Er lässt sich einfach nicht behindern. Was ihm aber auch zu Gute kommt ist, dass er sehr sozial ist und einen guten und grossen Freundeskreis pflegt. Sein Alter mit Freunden zu verbringen, belebt. Ich denke Einsamkeit lässt die alten Menschen "kaputt" gehen.
      3 0 Melden
  • Stichelei 11.02.2017 10:00
    Highlight Das Perverseste an der ganzen Leben-Tod Thematik ist, dass gerade die Religionen vehement dagegen sind, dass dieser Übergang möglichst friedlich, bewusst und ohne Schmerzen vonstatten geht. Sie gestatten den Menschen nicht, sich von einer unheilbaren, schmerzhaften Krankheit erlösen zu lassen, sondern pochen darauf, der Mensch habe zu warten und zu leiden, bis der jeweilige Gott das Bett im Paradies gerichtet hat. Ansonsten winkt nicht das Paradies sondern es wartet die ewige Verdammnis. Wirklich menschenverachtend!
    62 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 11.02.2017 10:56
      Highlight Das geht von der Ansicht aus, dass das Leben Gott gehört. Man würde sich mit einem Selbstmord/Exit "davonstehlen" und wäre dann wie du es schön beschrieben hast, im Paradies erst einmal ein uneingeladener Gast.
      16 5 Melden
    • rodolofo 11.02.2017 11:16
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Zudem ist "SadoMaso" in den meisten Religionen ein wichtiger Bestandteil!
      So betreiben besonders fanatische Gläubige Selbstgeisselungen, oder lassen sich in echt an ein Kreuz nageln (Philippinen)!
      Die Faszination am Quälen und Foltern hat ja auch in der Inquisition eine wichtige Rolle gespielt.
      Leiden = Gottgefällig
      Leiden zufügen = Im Namen Gottes handeln

      Nicht Leiden und Von Leiden befreien = Teuflisch?
      11 4 Melden
    • meine senf 11.02.2017 14:46
      Highlight @Rabbi: Gemäss dem Gedankengang, dass man sich mit einem Selbstmord dem Willen Gottes widersetzt, könnte man sich auch das Umgekehrte fragen: Widerspricht eine lebensrettende oder -verlängernde medizinische Behandlung nicht auch dem Wille Gottes?
      7 0 Melden
  • 3fuss 11.02.2017 09:52
    Highlight Das ewige Leben ist nur ein Aspekt des Christentrums. Jesus Christus scheint mir ein moralischer Führer gewesen zu sein, der in seinen Lehren vorrallem das Diesseits und ein erspriessliches Zussammenleben im Fokus hatte.
    Dass die Pfärrer, Prediger und Priester den Fokus immer mal wieder auf das Jenseits legen, ist dem Zeitgeist geschuldet, nicht den heiligen Büchern und ihren Propheten.
    16 11 Melden
  • Homes8 11.02.2017 09:47
    Highlight Also ich glaube, ähnlich wie nach dem schlafen (den man auch den kleinen Tod nennt), werden wir wiedergeboren. In einer anderen Hülle/Körper welcher aber am optimalsten ist, um im neuen Leben die noch fehlenden Erkentnisse zu sammeln. Das hat nichts mit Paradies zu tun, sondern einfach mit Fortsetzung.
    Ähnlich wie wenn wir schlafen gehen und die Küche noch schmutzig ist, wird sie auch nach dem Schlafen noch schmutzig sein.
    Leute die das Gefühl haben, es spiele keine rolle Abfall ins Meer zu schmeissen, werden ein nächstes Leben vieleicht als Fisch verbringen. Bis wir wieder im Paradies leben.
    10 32 Melden
    • Rabbi Jussuf 11.02.2017 10:52
      Highlight Die Menschen haben nie in einem Paradies gelebt - und werden es auch nie.
      Den Tod mit dem Schlaf zu vergleichen ist ein falscher Analogieschluss, denn das Gegenstück stimmt nicht überein. Das Aufwachen hat mit der Geburt nichts zu tun.
      Ein Fehler, den schon Platon gemacht hat.
      18 9 Melden
    • rodolofo 11.02.2017 11:05
      Highlight Teilweise einverstanden.
      Von dem, was unser Leben ermöglicht hat, geht ja nach unserem Ableben nichts verloren!
      Wir werden von Kleinstlebewesen und Chemikalien biologisch abgebaut und wieder in den Naturkreislauf integriert, indem andere Lebewesen und die Vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft unsere Bestandteile in ihren ihren "Tanz der Götter" aufnehmen.
      Nicht "Wir" als Illusion eines Individuums werden also wiedergeboren, sondern es findet ein Abbau, Umbau und Neubau statt, bei dem "die Karten neu gemischt werden" und in dem neue Illusionen von Individuen entstehen.
      14 7 Melden
    • Homes8 11.02.2017 12:35
      Highlight Ich bin nach wie vor von der Unsterblichkeit der Seele überzeugt, das Leben wäre ansonst sinnlos
      11 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Philippe Ray 11.02.2017 09:42
    Highlight Wenn man aufhört, auf Religionen zu vertrauen und unabhängig von diesen die Antworten auf Lebensfragen in der Bibel sucht, wird man sehen, dass die Bibel nicht von einem Paradies im Himmel spricht, sondern einem irdischen. Gott verspricht, er würde durch Jesus in absehbarer Zukunft das Böse wie Krieg, Korruption, Gewalt und anderes auf der Erde zerstören und eine neue Regierung errichten, bei welcher Jesus König ist. Unter solch einer Regierung herrscht dann Frieden und Sicherheit. Trotzt dieser Verheissung möchte Gott, dass wir bereits heute ein glückliches Leben gemäss seinem Willen führen.
    12 21 Melden
    • Michael Mettler 11.02.2017 13:37
      Highlight @schurke: jesus hat kein datum angegeben. Daher WISSEN wir in dieser sache nur das sie aktuell nicht eingetreten ist.
      4 9 Melden
    • Rabbi Jussuf 11.02.2017 14:20
      Highlight Michael Mettler
      Doch hat er!
      „Wahrlich, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.“ (Matthäus 24:34).
      Aber Du kannst das gerne hinweginterpretieren. ihr Gläubigen seid ja so gut darin.
      9 3 Melden
    • Share 11.02.2017 14:37
      Highlight @Bel
      Vertrauen lässt sich nicht einfordern, auch nicht durch blinden Glauben. So steht am Ende nicht die Verheissung, sondern die Endlichkeit, wo die einen Verdammnis und andere Erlösung anführen, wo diskutiert wird die Ausschliesslichkeit durch Gottes Gnaden oder Sterbehilfeagenturen. Einander als Menschen begegnen würde schon vieles von der Angst verpuffen lassen.
      0 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzmagnet 11.02.2017 09:32
    Highlight Ich habe keine Angst vor dem Tod. Dann ist es halt vorbei.
    Aber davor, unter Schmerzen und Qualen zu sterben! Haben alle mit denen ich gesprochen habe Angst. Ein schneller schmerzloser Tod ist nunmal nicht selbstverständlich.
    39 3 Melden
  • rodolofo 11.02.2017 09:24
    Highlight Wir sollten vielleicht differenzieren zwischen "Tod" und "Sterben".
    Der Tod macht mir keine Angst, weil der Tod wie ein Schlaf ist, aus dem es kein Erwachen mehr gibt, ohne Schmerzen und ohne Alpträume, ohne all diese unangenehmen Dinge, die die Buddhisten "Leiden an und in der materiellen Welt" nennen.
    Was hingegen den Allermeisten von uns grosse Angst einflösst, ist der ÜBERGANG zwischen Leben und Tod, wo die Sinne entschwinden, aber die Schmerzen noch da sind, wo wir die Kontrolle verlieren und ausgeliefert sind.
    Diesen Übergang wollen wir möglichst rasch und schmerzlos schaffen.
    33 3 Melden
    • Share 11.02.2017 10:17
      Highlight Komatös, finde ich das. Rodolfo, mir fällt auf die Schnelle auch kein besseres Wort ein, aber ist es jetzt unbedingt nötig, den Tod auch noch als Leistung zu definieren? Anstelle von schaffen vielleicht bewältigen? Auch quer? Ich bin in meinen Überlegungen letzthin dahin gelangt, das Leben als ein einziges Sterben zu betrachten, dann würde das Schaffen vielleicht passen. Aber es sträubt sich alles, weil, bitte verstehe mich nicht falsch, ich bewältige ohne Mühe 7/24, aber den Lebenssinn aufs Arbeiten reduzieren? Das könnte die Voraussetzung sein, das Leben auf nachher zu verschieben.
      2 6 Melden
    • Phlory 11.02.2017 10:17
      Highlight sehr gute ansichtsweise 👍🏻
      2 0 Melden
    • rodolofo 11.02.2017 10:50
      Highlight @ share
      Ich sehe "Sterben" halt mehr als Arbeit, denn als Vergnügen...
      Wenn Du auch das ganze Leben als Sterben sehen willst, dann kannst Du das natürlich.
      Mir wäre bei einer solchen Vorstellung einfach sehr unwohl, darum habe ich sie nicht.
      Leben ist Leben und Tod ist Tod.
      Und dazwischen liegt eben das Sterben...
      4 1 Melden
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