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Terroranschlag auf dem Flughafen von Brüssel.
Bild: EPA/ISOPIX POOL

Der «IS» funktioniert wie eine Sekte – das erklärt auch, warum die Terroristen so grausam sind

Wie können Menschen so etwas tun, fragt man sich nach den Anschlägen in Brüssel? Indoktrination und Gehirnwäsche machen aus Menschen Terroristen: Der «Islamische Staat» funktioniert wie eine Sekte.

26.03.16, 08:02 26.03.16, 10:16

Wieder hat der sogenannte «Islamische Staat» in Europa zugeschlagen, wieder bombte er dort, wo es so richtig wehtut: im Flughafen und in der U-Bahn. Dort, wo sich viele Menschen bewegen, wo es jeden treffen kann. Diesmal in Brüssel.

Das Ziel des «Islamischen Staats» ist klar: Er will Angst und Schrecken verbreiten, westliche Gesellschaften spalten und destabilisieren und rechtsradikalen Politikern Auftrieb geben.

Wie können Menschen so etwas tun?

Doch, wie können einzelne Menschen – Terroristen – nur so etwas tun? Wie können sie wahllos Menschen umbringen, dort, wo es jeden treffen kann? Wie können sie so brutal, hinterhältig, grausam sein? Wie können sie sich selber dafür opfern?

Der «IS» ist einerseits eine politische Terrororganisation mit religiösem Hintergrund – er funktioniert aber auch wie eine religiöse Sekte. Und das erlaubt ihm, Menschen zu brutalen Terroristen zu machen.

Die «IS»-Terroristen durchlaufen, wie Sektenanhänger, verschiedene Stufen der Radikalisierung – bis sie schliesslich fähig sind, das zu tun, was von ihnen verlangt wird:

Für einen Gott stirbt es sich besonders leicht

Der «IS» mordet im Namen von Allah, das religiöse Motiv scheint aber nur vorgeschoben zu sein. Primär geht es ihm um politische Macht. Religiöse Attitüden kommen vor allem dann zum Vorschein, wenn der «IS» Sektenmethoden anwendet, um neue Soldaten und Selbstmordattentäter anzulocken und zu indoktrinieren.

Bei der Legitimation des Terrors leisten Allah, Mohamed und der Koran wertvolle Dienste. Erstaunlicherweise wirkt dies in erster Linie bei der Rekrutierung von «IS»-Kämpfern in westlichen Ländern. Also in jenen Gebieten, in denen die Säkularisierung rasch zunimmt.

Der «IS» ist wie radikale Sekten autoritär strukturiert. Das eigene Leben wird den Zielen der Kultführer und ihrer religiösen oder ideologischen Dogmen untergeordnet.

Die «IS»-Schergen wissen, dass Konvertiten die radikalsten Muslime werden und sich bestens als Gotteskrieger oder Selbstmordattentäter eignen. Für Allah stirbt es sich besonders leicht.

Bei neu rekrutierten «IS»-Kämpfern aus islamischen Ländern spielen oft wirtschaftliche Aspekte die Hauptrolle. Diese junge Männer wollen primär der Armut und der Arbeitslosigkeit entrinnen und suchen einen aufregenden Job beim «IS», wie Untersuchungen zeigen. Es geht ihnen auch um einen Lebenssinn und um Identität.

Eigene Bedürfnisse werden untergeordnet

Dabei ist der «IS» wie radikale Sekten autoritär strukturiert: Das Leben der Mitglieder wird den Zielen der Kultführer und ihrer religiösen oder ideologischen Dogmen untergeordnet.

Eigene Bedürfnisse der Mitglieder müssen unterdrückt werden, sie gelten als egoistisch und dekadent. Bedingungsloser Gehorsam wird belohnt und ist Ausdruck des perfekt verinnerlichten Glaubens oder der politischen Zielsetzungen.

Die Indoktrination führt zu einer Entmenschlichung des Individuums. Befehle der Führer werden blind ausgeführt.

Während die individuelle Identität der Mitglieder radikaler Sekten abgetötet wird, wird den Adepten eingeredet, sie würden zu einer auserwählten Elite gehören, die im Namen einer göttlichen Macht berufen sei, höhere Ziele umzusetzen und die Menschheit ins Heil zu führen. Dieses Phänomen ist bei radikalen Sekten ebenso zu finden wie bei totalitären politischen Bewegungen.

Ethische und moralische Bedenken werden abgetötet

Dabei werden individuelle ethische und moralische Bedenken zerstreut und abgetötet. Die neue Richtschnur ist die höchste, meist göttliche Autorität, unabhängig davon, wie pervers oder krankhaft seine Anforderungen und Anordnungen sind.

Die Indoktrination führt zu einer Entmenschlichung des Individuums. Dieses vertraut in blindem Gehorsam nicht mehr seinen Gefühlen und Empfindungen, sondern den angeblich göttlichen Instanzen und ihren Stellvertretern.

Anders ist nicht zu erklären, dass junge «IS»-Kämpfer, die wohlbehütet in der westlichen Zivilisation aufgewachsen sind, gefangene Gegner verstümmeln, ohne eine Regung zu zeigen.

Führer erlangen Kontrolle über Individuen

Durch repressive Massnahmen und eine radikale Einbindung in die Gruppe erlangen sowohl die «IS»-Schergen als auch Sektenführer die Kontrolle über das Denken, Handeln und Fühlen ihrer Anhänger. Diese entwickeln ein krankhaftes Über-Ich und eine zweite, sektenhafte Identität. So werden sie zum beliebig manipulierbaren Werkzeug.

Dies zeigen die kollektiven Sektendramen ebenso wie die blindwütigen Selbstmordanschläge der politisch motivierten Terroristen. Jedes Einfühlungsvermögen wird abgewürgt, die Adepten werden emotionale Monster.

Anders ist nicht zu erklären, dass junge «IS»-Kämpfer, die wohlbehütet in der westlichen Zivilisation aufgewachsen sind, gefangene Gegner verstümmeln, ohne eine Regung zu zeigen.

1994: Beim Sonnentempler-Drama in der Schweiz kamen 48 Kultanhänger ums Leben.
Bild: KEYSTONE

Ähnlich verhielten sich die Mitglieder des esoterischen Ordens der Sonnentempler, die ihre skeptischen Mitglieder und ihre eigenen Kinder kaltblütig ermordeten, bevor sie in einem spirituellen Wahn Suizid begingen.

Vernunft und Logik werden verdrängt

Das sektenhafte Verhalten der «IS»-Anhänger zeigt sich auch in den Wahrnehmungsverschiebungen und im Realitätsverlust. Sie glauben tatsächlich, als Märtyrer direkt ins Paradies zu wechseln und mit 72 Jungfrauen belohnt zu werden. Alle Ungläubigen werden als Unmenschen hingestellt, die kein Lebensrecht haben.

Dass dieses Weltbild fern jeder Logik, Vernunft oder eigener Lebenserfahrung ist, realisieren sie nicht mehr. So paradox es klingt, «Islamischer Staat» und religiös motivierte Sekten bieten eine verlockende Lebensperspektive: Geborgenheit in der Gruppe, klare Lebensstrukturen, Lebensinhalte, vermeintlich Sinn, ein spannendes, oft abenteuerliches Leben. Und vor allem viel Selbstwertgefühl.

Das Engagement im «IS» und in vielen Sekten ist verbunden mit einer radikalen Isolierung vom angestammten Lebensumfeld und von der Entfremdung von regulierenden sozialen Strukturen.

Das ist vor allem bei vielen jungen Muslimen wichtig, die in islamischen und westlichen Ländern zur Unterschicht gehören und keine wirtschaftliche oder soziale Perspektive haben. Dieser Lockvogel ist aber eine Falle.

Isolierung und Entfremdung von der Umwelt

Das Engagement im «IS» und in vielen Sekten ist verbunden mit einer radikalen Isolierung vom angestammten Lebensumfeld und mit der Entfremdung von regulierenden sozialen Strukturen. Fern des vertrauten Umfelds, gefangen in einem Kriegsgebiet und umgeben von neuen Lebensumständen ist das neue Mitglied vollständig dem «IS» ausgeliefert.

Aus der gruppendynamischen Notwendigkeit heraus ist es gezwungen, Werte und Verhaltensweise seiner neuen «Familie» zu übernehmen. Das wird zur Überlebensstrategie. Wer rebelliert, wird sanktioniert oder gar ermordet. Deshalb sind «IS»-Kämpfer aus existentiellen Gründen gezwungen, sich anzupassen. Was zwangsläufig mit einer Selbstverleugnung verbunden ist. Dieses Phänomen ist oft das stärkste Mittel der Indoktrination.

Ein solcher Anpassungsdruck ist auch in religiösen Sekten zu beobachten. Allerdings sind die Repressionen weniger martialisch als beim «IS».

Indoktrination und Gehirnwäsche

Mit der Hilfe der Isolation können die Führungsfiguren ein totalitäres Regime installieren und die Gehirnwäsche ungestört vollziehen.         Dass die sektenhafte Indoktrination auch beim «IS» funktioniert, zeigt der Umstand, dass die Rekrutierten aus allen Weltgegenden kommen, unterschiedlich sozialisiert wurden, verschiedene religiöse Wurzeln haben und aus unterschiedlichen Milieus stammen.

Es gibt aus dem Westen stammende Konvertiten, die in einem atheistischen Elternhaus gelebt haben, akademisch gebildet und wohlhabend aufgewachsen sind. Sie treffen im «IS» aber auch auf Konvertiten, die zur Unterschicht gehören, unterprivilegiert sind und keine Berufsperspektive hatten. Das zeigt, dass es sehr vielseitige Motivationsmuster gibt.

Die Indoktrination im «IS» gelingt also bei allen Kandidaten, egal, welchen geistigen, religiösen und sozialen Hintergrund sie haben. Die Gehirnwäsche funktioniert universal, wenn sich die Interessenten auf eine Gruppe oder Bewegung einlassen, die ihre Anhänger gezielt in eine Scheinwelt locken und sie psychisch und geistig gezielt manipulieren. Weltanschauung oder Heilslehre sind dabei völlig unwichtig, ja austauschbar.

Es gibt kein Zurück mehr

Zur Indoktrination gehört auch: Wer im Irak oder Syrien einem Feind den Kopf abgeschlagen hat und zum Mörder geworden ist, hat seine Seele der islamistischen Ideologie und dem Terror verkauft und hat keine Chance mehr, als zivilisiertes Wesen in seine Heimat zurückzukehren. Das vermeintliche Paradies wird die Hölle, aus der es kein entrinnen gibt.

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sektenkenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei. Seit Kurzem befasst er sich mit dem Thema wöchentlich auf watson.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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138Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 28.03.2016 09:12
    Highlight Die Rechtsradikalen, die Holligans und der Pöbel kommt jetzt aus die Löcher.
    Sie schreien und Randalieren, weil sie sich Bedroht fühlen und sie wollen, dass wir sie lassen, wie sie sind.
    Aber sie diktieren nicht Europa.

    Die Migranten werde unsere Gesellschaft nachhaltig verändern und das Lernen eines neuen Miteinanders ist beidseitig.
    Sonst gelingt es nicht.
    Das Gott auf die Seite der Unterdrückten und Leidenden steht, gehört zum Grundbestand unseres Glauben.

    Darum fürchte Euch nicht.




    1 15 Melden
  • YusCan 27.03.2016 19:01
    1 0 Melden
  • Thomas Binder 27.03.2016 11:40
    Highlight Daesh ist die teuflischste Erfindung der Menschheitsgeschichte. Unter dem Vorwand, diese und ihre Brüder wie Boko Haram & Co. zu bekämpfen, kann ausserhalb von Ethik und Recht nach jeder Mensch und jeder Staat annihiliert werden. Dessen herausragende PRopaganda-Abteilung zieht junge Westler mit Hintergrund im islamischen Kulturkreis an in brainwash camps im mittleren Osten, von wo sie wieder nach Hause zurückgeschickt werden als Schläfer, welche aktiviert werden wo immer und wann immer ihre Meister dies für angemessen halten zur Erpressung anderer Staaten und zur Errichtung von Polizeistaaten.
    2 3 Melden
    • Thomas Binder 27.03.2016 13:15
      Highlight Wer ist der Teufel, der Daesh erschaffen hatte und diese und deren Schläfer in jedem Staat kontrolliert mit dem Ziel, die Welt zu kontrollieren?

      Dieser Satz in einem scheinbar unbedeutenden, in Wahrheit einem der bedeutendsten Stücke überhaupt in der Washington Post sagt schon fast alles:

      'In a cable, interrogators said Najjar was willing to do WHATEVER the CIA asked.'

      https://www.washingtonpost.com/world/national-security/two-tunisians-grilled-at-cia-black-site-in-afghanistan-are-secretly-flown-home/2015/06/26/88e908dc-1c0a-11e5-ab92-c75ae6ab94b5_story.html

      Frohe scheinheilige Ostern!
      3 3 Melden
    • Seppeli 27.03.2016 14:27
      Highlight Meinen Sie nicht, es sei doch eher die SVP schuld?
      3 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.03.2016 15:50
      Highlight Na, dann ist die Welt ja wieder in Ordnung.

      Hauptsache die CIA ist an allem schuld!
      4 2 Melden
    • Thomas Binder 27.03.2016 16:56
      Highlight Die scheinbar perfekte "Legende" von Daesh hat einen Haken, der neben den grotesk übertrieben inszenierten Videos sofort auffällt: Kein auch nur halbwegs zurechnungsfähiger Führer, der einen "islamischen Staat" mit Menschen und Infrastruktur aufbauen und bewahren möchte, würde alles aber auch wirklich alles dafür tun, die ganze Welt gegen sich und diesen Staat aufzubringen. Als die mächtigste Militärkoalition der Geschichte Daesh scheinbar nicht ausradieren konnte, war alles klar. Nun hat Putin gezeigt, dass dies ein Staat allein schafft, wenn er dies nicht scheinbar sondern tatsächlich tut.
      3 3 Melden
    • rodolofo 28.03.2016 08:23
      Highlight Ich verorte den "Teufel" dort, wo der "Verstand" seine ihm ursprünglich zugedachte Rolle verlässt und sich dazu aufschwingt, den menschlichen Organismus zu dominieren. In der "Diktatur durch den Geist" wird das menschliche Mitgefühl ausgeschaltet und unterdrückt.
      Mit Vorstellungen von "Gut" und "Böse" spaltet ein sich selbst überschätzender "Verstand" (oder Geist) die Natur in "Nützlinge" und "Schädlinge", in "zum Volk zugehörige" und "Terroristen".
      So erschaffen sich die "Teufel" selbst, indem sie sich einreden, sie seien "Heilige"...
      Der Ackerbau fördert leider solche geistigen Verwirrungen.
      0 2 Melden
    • Share 28.03.2016 15:36
      Highlight @Rodolfo
      Ohne den Verstand lässt sich der Teufel nicht denken. Die Diktatur durch den Geist nennt sich Vergeistigung. Ist also eine Diktatur durch eine Ideologie oder eine Moral. Korrekterweise sprechen wir von Verklärung.
      Was in der Geschichte mit Terrororganisationen, die es übrigens schon seit Jahrtausenden gibt, anbelangt, denke ich manchmal an Michail Gorbatschow zurück. Er sprach immer wieder vom Militärisch-Industriellen-Komplex.
      1 1 Melden
    • rodolofo 29.03.2016 07:48
      Highlight @ Share
      Bitte lies meinen Text nochmals!
      Ich habe nicht behauptet, dass es ohne "Verstand" geht.
      Aber der "Verstand" muss sich als "Teamplayer" in den menschlichen Organismus integrieren, wie sich die Menschen mit ihren besonderen Fähigkeiten in die Gesellschaften und in die Natur integrieren müssen.
      Wer aber herrschen will, der ist selber beherrscht, von Ideologien, oder von einer zugleich jubelnden und bedrohlichen Hooligan-Masse von "Fans".
      2 2 Melden
    • Share 31.03.2016 13:42
      Highlight @Rodolfo
      Ich habe den Text mehrmals gelesen. Solche Konstrukte entspringen dem Verstand. Und aus Empathie alleine hat noch niemand eine kluge Entscheidung getroffen. Nicht geklärt ist die Frage nach der Ratio. Diese meint das vernünftige, zweckmässige Gestalten. Integration kommt von integer und möchte die Wiederherstellung eines Ganzen...
      Tja, finde den Fehler.
      0 0 Melden
    • rodolofo 01.04.2016 08:41
      Highlight @ Share
      Der "Verstand" ist nichts isoliertes.
      Er ist vernetzt mit dem Organismus und mit der Welt.
      Das ist vergleichbar mit dem "Lokalwetter".
      Genau darum sind die Konstrukte des Verstandes auch nicht allzu ernst zu nehmen, da sie sich verändern, je nachdem, wie sich die "Grosswetterlage" verändert.
      Allerdings müssen wir die Gedanken schon in dem Sinne ernst nehmen, dass sie unsere Befindlichkeit wesentlich mit prägen und uns in eine Richtung treiben, die (scheinbar) vernünftig ist.
      0 2 Melden
    • Share 01.04.2016 22:04
      Highlight @rodolfo
      Danke für deine Worte. Ich habe soeben bemerkt, dass ich einen Fehler gemacht habe. Der Verstand für sich ist ja schon ein Konstrukt, das sich selbst denkt. Es denkt sich auch das Wetter. Der Forecast berechnet das aus Erfahrungsdaten. Etwas verstehen, etwas verständlich machen ist Sache des Verstandes, dazu benötigt es Empathie, Sinnlichkeit. Gewusst wie, Hugo Stamm beschreibt es ausführlich, kann dies zu unmenschlichen Taten führen. Die Ratio hingegen beschönigt oder verteufelt nichts. Sie sucht den Ausgang manche nennen es das Omega.
      0 0 Melden
    • rodolofo 02.04.2016 10:12
      Highlight @ Share
      Ich sehe in den Gedanken ebenfalls eine Art Lebewesen, die ein Eigenleben führen in unseren Gehirnen.
      Gedanken bestehen, ähnlich wie die Viren, aus Information, die körperlich minimal verpackt (als Texte, oder mündlich übertragene Schallwellen) herum schwirren und in die "Empfänger-Hirne" eindringen.
      Dort vermischen sie sich mit den bereits vorhandenen Gedanken und Sinneseindrücken in einem "inneren Kino", einer sehr lebendigen, sehr kreativen "Geisterwelt".
      Diese phantastische Geisterwelt steht im ständigen Kontakt und im Austausch mit der noch viel phantastischeren "realen" Welt...
      1 0 Melden
    • Share 04.04.2016 08:26
      Highlight @rodolfo
      Ich hoffe wirklich du findest aus dieser Geisterbahn wieder heraus. Ich bin überzeugt davon, dass der Mensch seine eigene atomare Wolke ist. Was hier von der Vermischung der Gedanken und Sinneseindrücken, von dir lieber rodolfo beschrieben wird, ist ein Aggregat eben dieses menschlichen Kosmos`. Ja, Verklärung ist auch ein solches Aggregat. Was ich behaupte ist, dass bei den Gotteskriegern eben dieses künstlich herbeigeführt wird. Für die einen ist es Gehirnwäsche für die anderen der beste Trip den sie je hatten. Und jetzt darfst du mir gerne erklären, was real ist.
      0 0 Melden
  • Seppeli 27.03.2016 09:32
    Highlight Die 8 Punkte treffen auf alle Religionen zu.
    5 7 Melden
  • ostpol76 26.03.2016 19:46
    Highlight Na dann können wir jetzt endlich das Grundrecht auf Religionsfreiheit abschaffen. Sind alle "nur" Sekten ;-)
    15 3 Melden
    • rodolofo 27.03.2016 08:02
      Highlight Einverstanden!
      Aber dazu müssten wir erst mal die grösste Polit-Sekte im Land überzeugen, sich selbst aufzulösen...
      2 7 Melden
    • ostpol76 27.03.2016 12:24
      Highlight @rodolofo
      Warum sollte sich die SP auflösen?
      6 3 Melden
    • rodolofo 27.03.2016 15:43
      Highlight Bist Du ein Thurgauer, dass Du Dich "ostpol" nennst?
      Ja dann könnte ich mir die Art Deines Humors erklären...
      Nein, ich meine natürlich den Schlechtmenschen-Verein.
      0 4 Melden
  • rodolofo 26.03.2016 18:34
    Highlight Was mich stutzig macht an der "Aufklärungsarbeit über Sekten" ist die verklärte Sicht auf "Gefolgsleute", die als raffiniert verführte und schrittweise indoktrinierte "Opfer" gesehen werden.
    Ich selber hänge auch immer wieder dieser Vorstellung nach, weil sie mich irgendwie beruhigt.
    Aber wenn sich in einem Sektenmitglied nicht irgendwann im Vereinnahmungs-Prozess Zweifel und Widerstand gegen die indoktrinierte Ideologie regen, dann sind sie "Aktivmitglieder" und können nicht mehr mit strafmildernden Umständen rechnen!
    "Mitgegangen mitgefangen!" heisst es dann.
    ("Hassprediger und Hasser.")
    2 0 Melden
    • Rendel 26.03.2016 19:59
      Highlight Die Verführten sind Opfer einer raffinierten Verführungstechnik und ihrer eigenen Sehnsüchte bzw. Bedürfnisse, nichtsdestotrotz bleiben sie für Ihre Handlungen verantwortlich.
      7 1 Melden
  • Kookaburra 26.03.2016 17:33
    Highlight Ich mag französische Sekte. Können zwar auch ultra brut sein, aber, da geht wenigstens die Sabrierung in Ordnung.
    Und es ist nicht weiter tragisch, wenn es mal einen verchlöpft.
    *bats la jambe* hàhàhà
    21 9 Melden
  • Share 26.03.2016 16:40
    Highlight Mich beschleicht das Gefühl des Unbehagens. Ich war bisher der Ansicht hier sind Anarchisten am Werk. Zuvor waren es noch Rebellengruppen die den Präsidenten stürzen wollten. Davor AlKaida, noch früher PeerGroup-Getöse zwischen den William Jun. und Osama.
    Heute, durch die Brille der Säkularisation, sollen das Gotteskrieger sein. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung um was es bei IS geht. Für mich sieht das nicht nach Indoktrination sondern nach krassem Drogenkonsum aus. Die Muster, ja die Muster, sind tatsächlich immer dieselben.
    5 4 Melden
    • rodolofo 26.03.2016 18:09
      Highlight Ich versuche auch, das "Phänomen IS" gedanklich zu erfassen.
      Am weitesten komme ich dabei, wenn ich mit dem Konzept der "Perversion" arbeite.
      In einer "Perversion" dreht ein misshandeltes Opfer alle seine natürlichen Empfindungen und Werte um, damit es sich mit dem Peiniger, dem das Opfer schutzlos ausgeliefert ist und von dem es abhängig ist, in eine Harmonie bringen kann.
      In der Folge immitiert das Opfer seinen Peiniger und wird damit selber zum (scheinbar mächtigen) Täter.
      Menschen sind dermassen anpassungsfähig, dass sie mittels Perversion auch in widrigsten Umständen überleben können...
      3 2 Melden
    • Rendel 27.03.2016 16:19
      Highlight Was sind denn die Arten der Penigung, rodolfo, die all diese IS Anhänger erfahren haben, um überhaupt dem IS anzuschliessen?
      0 0 Melden
    • Share 31.03.2016 13:44
      Highlight Irgendwer hat irgendwo irgendwann zuviel Krimis gelesen.
      0 0 Melden
  • Zeit_Genosse 26.03.2016 14:25
    Highlight Ich finde die Islam-Diskussion am Thema vorbei geredet. Daesh ist eine Organisation die sich einiger interpretierter Religionsfetzen bedient, eine eigene Weltanschauung propagiert und mit Gewalt durchsetzen möchte. Deash sollte man nicht in eine Schublade drängen, sondern als etwas eigenes verstehen. Dann gelingt es ohne Umwege Zugang zu erhalten und die Gegenwehr zu organisieren. Über den Koran zu streiten und West-Ost-Eigenarten an den Kopf zu werfen dient dem Ziel von Daesh und selbsternannte Experten und Belesene streiten sich domptiert von Dash über Religionen statt den Dash zu entlarven.
    14 6 Melden
    • Kibar Feyzo 26.03.2016 15:21
      Highlight Das Kürzel Daesh bedeutet auf arabisch übrigens auch "Zwietracht". Ganz schönes Eigentor von den ang. so guten PR-Strategen. Wohl eher Witzfiguren mit gefährlichen Waffen würd ich sagen. Fraglich ob die überhaupt ne Ahnung von dem haben, was sie glauben zu vertreten. Die meisten von denen sind ja aus dem Westen. Einfach alles einfältige Looser. Manche hier sehen aber leider immer nur das, was sie sehen wollen. Das gemeine Hirn filtert einfach aus was nicht zur Ideologie passt. Wie man den Daesh entlarven kann, machen paar palästinensische Komiker im Clip unten gut vor..
      10 3 Melden
    • Zuagroasta 26.03.2016 16:21
      Highlight Ob es Zwietracht bedeutet ist Auslegungssache.
      Dieser Artikel beschreibt sehr gut woher
      der Name Daesh kommt und was er, mehr oder minder, bedeutet.

      https://www.freewordcentre.com/blog/2015/02/daesh-isis-media-alice-guthrie/

      Er ist satirisch gemeint und dies hab ich
      ausser in dem verlinkten Artikel schon
      von anderen Seiten u.a. dem Politologen Asiem El Difraoui gehört.




      4 0 Melden
    • Kibar Feyzo 26.03.2016 17:11
      Highlight Interessant thnx!! SHID hätte mir auch ganz gut gefallen.😁😁

      "Imagine if the acronym of 'Islamic State in Iraq and Syria' spelt out ‘S.H.I.D’ in English: activists and critics would certainly seize the opportunity to refer to the organisation as ‘shit’ – but I think it’s safe to say that no serious foreign media outlet would claim that 'shit' was another conjugation of the verb 'shid"
      4 2 Melden
  • Rendel 26.03.2016 12:43
    Highlight Guter, sehr sachlicher Artikel, der schön und klar aufzeigt, wie Sekten funktionieren. So ohne Polemik lese ich sie gerne Herr Stamm. So kenne ich sie aus den 80igern.
    22 3 Melden
  • EvilBetty 26.03.2016 11:54
    Highlight «Der «IS» funktioniert wie eine Sekte»...

    No shit, Sherlock!?
    24 14 Melden
    • R&B 26.03.2016 13:22
      Highlight @ EvilBetty: Ja und welche Erkenntnisse kann ich nun aus Ihrem Kommentar ziehen?
      18 6 Melden
    • EvilBetty 26.03.2016 13:33
      Highlight Keine. Ich aus Ihrem?
      16 21 Melden
  • Rigel 26.03.2016 11:31
    Highlight "ISIS ist eine politische Organisation mit religiösem Hintergrund". Richtig gefolgert, Hugo Stamm. Aber die Attentate die jetzt stattfinden, sind nichts anderes als Rache-Aktionen für die Bombenangriffe der westlichen Staaten, welchen (wie immer) tausende von unschuldigen Zivilisten zum Opfer gefallen sind. Jetzt macht die ISIS das gleiche mit uns. Ulrich Tilgner hat das sehr treffend auf den Punkt gebracht. Diese Leute haben sich selbst zu Fanatikern gemacht und zwar ohne Gehirnwäsche. Wenn das gleiche bei uns passieren würde, dann hätten auch wir diese Fanatiker.
    8 40 Melden
    • R&B 26.03.2016 13:09
      Highlight @Rigel: Uuuuuuuh! Der böse Westen wieder! Wenn der Westen nicht interveniert, ist der Westen böse. Wenn der Westen interveniert und bösartige Regimes und Gruppen zu Gunsten von Freiheit, Menschenrechten und Demokratie bekämpft, ist er auch böse.
      31 8 Melden
    • Martiis 26.03.2016 14:09
      Highlight DenkeZuerst: Ja sicher, der Westen greift ein, um Menschenrechte und Demokratie zu verteidigen.
      10 11 Melden
    • Zuagroasta 26.03.2016 16:28
      Highlight Martiis, Die Anstalt hatte schon immer ein sehr besondere Sicht auf die Dinge und lässt auch gern mal ein paar Fakten unter den Tisch fallen, wenn sie nicht ins Bild passen.
      Kurzfassung: Die Amerikaner sind immer die Bösen.
      Etwas kurzgedacht, oder?
      5 6 Melden
    • Martiis 26.03.2016 18:02
      Highlight Kann schon sein, dass die Thematik etwas überzeichnet wiedergegeben wird. Aber was sind denn die positiven Aspekte der Militäroperationen und hat sich die menschenrechtliche Lage in den betroffenen Ländern verbessert? Objektiv betrachtet?
      4 1 Melden
    • R&B 27.03.2016 11:27
      Highlight @Martiis: Ein Krieg lässt sich nicht in wenigen Tagen beenden. Demokratie und Menschenrechte kann man in Regionen, wo es Demokratie noch nie gegeben hat, nicht in kürzester Zeit aufbauen. Daher benötigt es Fingerspitzengefühl vom Westen, das er auch hat, auch wenn es von vielen nicht gesehen wird. Russland hat rücksichtslos darauflosgebombt und viele unschuldige Menschen getötet. Warum? Um den eigenen Luftstützpunkt in Syrien zu sichern.
      1 1 Melden
    • Martiis 27.03.2016 19:29
      Highlight Ich kann nicht beurteilen, ob der Westen dieses Mal Fingerspitzengefühl bewiesen hat und wie viele Zivilisten bei seinen Einsätzen starben, weiss ich auch nicht. Die Geschichte zeigt aber, dass es auch dem Westen oft an Fingerspitzengefühl gefehlt hat. Dass es nicht einfach ist irgendwo eine Demokratie einzuführen, ist bestimmt so. Die Frage ist auch, ob es überhaupt ein Recht gibt anderen Staaten eine Staatsform aufzuzwängen, bloss weil wir diese am Besten finden.
      0 0 Melden
  • Paco69 26.03.2016 11:20
    Highlight Die Daesh-Kämpfer (IS) sind nun mal aggressiv und reden wirres Zeug. Das tut jeder Mensch, der unter den Kriegsverhältnissen leiden muss. Unsere Pflicht in Europa ist es, ihnen, egal ob Flüchtling oder Daesh-Kämpfer, eine zweite oder dritte Chance zu geben und hier in Europa im Sozialsystem zu integrieren. Jeder Flüchtling oder Daesh-Kämpfer der hier Bildung und eine bezahlte Wohnung bekommt und ein über Sozialhilfe finanziertes sorgenfreies Leben führen kann, was in Syrien oder Irak nicht möglich ist, der wird auch nicht mehr gewalttätig. So kann der Daesh effizient besiegt werden.
    9 50 Melden
    • Paco69 26.03.2016 11:48
      Highlight 2)
      Um das zu finanzieren sind die Steuern endlich weiter zu erhöhen. Auch Flüchtlinge und Daesh-Kämpfer haben ein unverhandelbares Recht, am hiesigen Sozialsystem teilzuhaben.
      (Ironie aus!)
      14 26 Melden
    • Tilman Fliegel 26.03.2016 12:47
      Highlight Am unappetitlichsten an deinem blödsinnigen Erguss finde ich, wie du Täter und Opfer, IS-Kämpfer und Kriegsflüchtlinge, einfach in einen Topf wirfst.
      29 3 Melden
  • Sapere Aude 26.03.2016 11:11
    Highlight Jene die glauben, den Koran zu lesen würde reichen um diesen zu verstehen und zu verurteilen möchte ich daran erinnern, dass es Jahre der wissenschaftlichen Auseinandersetzung benötigt, um ein System wie den Islam zu verstehen und beurteilen zu können. Verhält sich wie beim Christentum nicht anders. Es reicht nicht, eine Übersetzung durchzublättern.
    17 18 Melden
    • philosophund 26.03.2016 11:22
      Highlight Anzufügen ist, dass unter islamischen Gelehrten nach wie vor sehr stark über eine Korrekte Übersetzung gestritten wird. Dies trifft auch auf die deutschen Übersetzungen zu. Wenn Salafisten wie Abou-Nagie eigene Deutsch-Koranübersetzungen drucken, stehen dort dem salafistischen Gedankengut nahestehende Übersetzungen bspw. Frauen schlagen, Ungläubige töten usw.

      13 2 Melden
    • olive 26.03.2016 11:40
      Highlight Nun, es gibt diverse Islamkenner, die genau das Gleiche sagen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung ist natürlich ein toller Zeitvertreib, ändert aber nichts an den deutlichen Worten.
      Was immer verlangt wird, wäre der Kontext, in dem der Koran und die Sunna zu lesen sind. dann müsste man sich in der heutigen Zeit von grossen Teilen erst recht distanzieren. Vor allem die Scharia darf in Demokratien keinen Platz finden.
      14 5 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 12:10
      Highlight Wenn jemand eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem einem Thema als netter Zeitvertreib bezeichnet, disqualifiziert er sich selber. Ich würde auch nicht behaupten die Arbeit eines Velomechs machen zu können, nur weil ich ein Buch über Fahrräder in meiner Freizeit gelesen habe. Sowenig das Lesen des Korans in einer miesen Übersetzung einem dazu qualifiziert, den Islam in seiner Gesammtheit beurteilen zu können. Der Islam hat ein Gewaltproblem, das alleine auf den Koran zu reduzieren ist aber unredlich.
      19 8 Melden
    • R&B 26.03.2016 13:04
      Highlight @Sapere Aude: Ich bin froh, dass ich in den letzten 15 Jahren das Alte und Neue Testament 2x gelesen habe, da ich nun weiss, was wirklich drin steht und was hineininterpretiert oder sogar daraus erlogen wird.
      Wäre es beim Koran nicht das Selbe? Übersetzungsinterpretationen mal ausgenommen.
      9 2 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 13:24
      Highlight Die Exegese eines religiösen Textes ist eine mögliche Methode um sich einer Religion zu nähern, das ist richtig. Sie reicht aber bei weitem nicht aus um konkrete Probleme einer Religion zu analysieren und zu beurteilen. Sowenig ich alleine durch die Lektüre der Bibel erklären kann, weshalb die katholische Kirche ein Problem mit Kindesmissbrauch hat, sowenig kann ich alleine durch die Lektüre des Korans die wesentlichen Faktoren des Dschihadismusproblems herausarbeiten.
      11 4 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 13:28
      Highlight Meine Kritik richtet sich gegen eine bestimmte Herangehensweise an den Islam. Ich kann das auch anhand eines Beispieles verdeutlichen. Wenn ein namhafter muslimischer Suchtberater behaupten würde, das Alkoholproblem in den westlichen Länder sei dadurch begründet, weil Jesus in der Bibel Wasser zu Wein gemacht und das Saufen sei durch den Abenmahlsmythos zum religiösen Ritual geworden. Ich glaube dann wäre die Empörung unsererseits enorm.
      12 2 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 13:31
      Highlight Religion drückt sich ausserdem nicht alleine durch seine religiösen Texte aus. Religion definiert sich auch durch die gelebte Tradition, Rituale, Institutionen, Bauwerke, moralische Regelsysteme, etc.
      11 0 Melden
    • R&B 26.03.2016 13:47
      Highlight @Sapere Aude: Danke für die Erklärungen! :)
      9 1 Melden
    • philosophund 26.03.2016 14:05
      Highlight @Sapere Aude: Dem ist nichts mehr anzufügen. Danke. Ich hoffe, es mögen noch andere den Mut haben, sich seines Verstandes zu bedienen.
      8 1 Melden
    • olive 26.03.2016 15:07
      Highlight Was sagen Sie denn zu denn Thesen, dass der Koran ursprünglich aramäisch festgehalten war und erst später von unzähligen Schreibern nach arabisch ( d e r Sprache des Koran ) übersetzt wurde und deshalb zum Teil völlig unverständliche Sätze beinhaltet? Oder Teile, die eine völlig andere Bedeutung haben?
      Es gibt Islamforschung, die sich dem Inhalt philologisch und archäologisch nähert und zu interessanten Ergebnissen kommt. Was versteht der "gewöhnliche Muslim" davon? Der kein Islamwissenschaftler ist und nicht arabisch kann? Ihr Beispiel mit Fahrrad ist viel zu einfach für den Sachverhalt.
      7 1 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 15:36
      Highlight Aramäisch ist meines Wissens mit dem Arabischen verwandt, beide gehören wie das Hebräische zur semitischen Sprachfamilie. Die Koranforschung geht davon aus, dass die Verschriftlichung und Kanonisierung des Textes 30 - 100 Jahre nach dem Tod Mohameds abgeschlossen war. Analyse der Struktur des Textes weisen darauf hin, dass das Arabische Quellensprache ist.
      Inwiefern beschreibt mein Beispiel den beschriebenen Fall nicht? Sie dürfen es gerne zu einfach nennen, dann bitte aber auch begründen.
      4 1 Melden
    • kleiner_Schurke 26.03.2016 15:37
      Highlight Ich empfehle in diesem Zusammenhang den kritisch annotierten Koran http://skepticsannotatedbible.com/quran/index.htm . Ferner bin ich der Meinung dass man nicht zuerst Theologie studiert haben muss um über Religion reden zu können. Gewisse Praktiken die ich in islamischen Ländern sehe z.B. Steinigen von Ehebrecherinnen sind Menschenverachtend. Sie werden direkt aus dem Koran abgeleitet. Es gibt ja auch evangelikale Christen in den USA welche die Steinigung von Homosexuellen durchaus begrüssen würden.
      9 0 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 15:51
      Highlight Natürlich muss man nicht Theologie studiert haben, um gewisse Praktiken oder Handlungen zu kritisieren. Es geht darum, dass man den Islam nicht per se als böse oder schlecht bezeichnen kann, nur weil man in eine Reclam Ausgabe des Korans hineingeschaut hat.
      3 1 Melden
    • Zuagroasta 26.03.2016 17:35
      Highlight Kleiner Schurke: den Autor, Steve Wells, dieser Webseite(n) könnte man als gelinde obsessiv beschreiben.
      Egal ob Bibel, das Buch Mormon, der Koran, die Thora usw...er lässt an keinem ein gutes Haar.
      Er hat sogar ein Buch über "wie viele Menschen hat Gott (hier die Bibel) getötet" geschrieben. (ca. 2.6 Mio falls es jemanden interessiert ;) )
      Auf einer seiner Webseiten stellt er sogar einen Vergleich an, welches Buch blutrünstiger ist. Die Bibel oder der Koran.
      Sorry Schurke, das ist vollkommen gaga.
      Der Typ ist ein fanatischer Atheist, mehr nicht.
      2 1 Melden
    • kleiner_Schurke 26.03.2016 17:48
      Highlight Das es allein 532 Stellen mit Brutalitäten und 537 Stellen mit Intoleranz gibt sollte zu Denken geben (in der Bibel sind es 1231 Stellen mit Brutalitäten und 700 Stellen mit Intoleranz). Die Bücher von Ibn Warrq “Warum ich kein Muslim bin“ und Jaja Gopal “Gabriels Einflüsterungen“ zum Thema Koran und Mohammed sind als Lektüre sehr Empfehlenswert uns sehr erhellend.
      4 2 Melden
    • kleiner_Schurke 26.03.2016 18:35
      Highlight Ja und Satan tötet im Verlauf der Bibel 12 Menschen. Der Body Count ist doch also eindeutig zugunsten Satans. Tja das haben die meisten Gläubigen noch nie überlagt. Warm Steve Wells deshalb gaga sein soll, müsstest du mir erst noch erklären. Schliesslich hat ja nicht er die Bibel geschrieben die Millionen von Menschen als moralische Richtschnur dient sondern, Gott himself oder durch Gott inspirierte Menschen. Fanatische Atheisten schreiben Bücher, fanatische Religiöse, tja das seiht du ja in der Tageschau was die so alles machen.
      4 1 Melden
    • olive 27.03.2016 08:30
      Highlight Zum Thema der Sprache des Koran ist "Der missverstandene Koran" sehr zu empfehlen. Wenn die auf rein islamischen Quellen der Islamwissenschaftler Risse bekommen und evt. viel ganz anders ist als geglaubt, die Historizität eine andere sein kann, wird es erst interessant.
      Dass ein Islamwissenschaftler mehr über den Islam weiss als ein ein "Reclam-Blätterer" ist eine Binsenweisheit. Aber der Islam ist eine Gesetzesreligion und wird an ihrem Auftreten ebenfalls gemessen.
      Ein "Laie" kann Fahrradmechanik ebenso erlernen und ausüben wie ein Fachmann, dies dazu.
      0 0 Melden
    • olive 27.03.2016 08:39
      Highlight Wie kommen Sie darauf, jemand würde nur in einem "schlecht übersetzten Reclambändchen blättern", weil er hier eine Äusserung macht? Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich zu informieren und sich ein Bild zu machen über den Islam, die nicht nur auf den teils unbewiesenen Quellen
      des Islam selbst beruhen. Skeptisch zu sein nicht wegen des IS, sondern ( Beispiel ) auf Grund der Lektüre von "Gegen den Strom" von Egon Flaig. Der Islam ist nicht mehr nur ein "Orchideenfach" für Islamwissenschaftler ( Barbara Köster ) sondern er exisitiert real und kommt zu uns, also ein Thema für jedermann.
      2 0 Melden
    • Sapere Aude 27.03.2016 09:41
      Highlight Meine Kritik richtet sich nicht gegen Laien oder den Versuch sich differenziert mit dem Thema auseinanderzusetzen sondern gegen die Haltung, dass Lesen eines Buches einem bereits zu Experten macht. Wenn ich behaupte, ein Buch zu lesen reiche nicht aus, um den Job eines Fahrradmeches zu machen, dann behaupte ich damit nicht, dass es unmöglich sei, dass man als Laie lernt ein Fahrrad zu reparieren. Ich will auch niemanden verbieten sich mit dem Islam auseinanderzusetzen, im Gegenteil finde das wichtig. Der Islam besteht aber auch nicht einfach aus der schlecht übersetzten Reclamausgabe.

      1 0 Melden
    • R&B 27.03.2016 11:30
      Highlight Ich denke, was Sapere Aude sagen möchte ist, dass das alleinige Lesen des Korans nicht ausreicht, den aktuellen Islam nachvollziehen zu können. So wie halt bei allen Themen: es gibt mehrere Aspekte, die berücksichtigt werden müssen und letztendlich kann niemand die Situation zu 100% wiedergeben.
      3 0 Melden
  • Zeit_Genosse 26.03.2016 10:58
    Highlight Glauben, Religion, Sekte, Terrorgruppe, sind besetzte und unscharf abgegrenzte Begriffe. Da kann man populistisch darauf rumreiten. Eines ist gemeinsam, dass Menschen sich einem System unterordnen, in dem sie Sinn, Zuflucht, Anerkennung und Wertschätzung erfahren können. Der Mechanismus ist beschrieben.

    Komm zu uns für den Einsatz (Kampf) für eine gute Sache. Hier findest du Freunde und eine gleichgesinnte Gruppe. Einmal aufgenommen, werden die Aufgenommenen isoliert, bis nur noch das unmittelbare Umfeld zählt. Dann wird verdreht und Unterwerfung zelebriert und zur Prüfung wird...(gemordet).
    6 2 Melden
  • demokrit 26.03.2016 10:35
    Highlight Geschätzte Watson-Katze: Spendiere deinen Seiten einmal eine anständige Druck-Funktion.
    8 2 Melden
    • R&B 26.03.2016 13:00
      Highlight ...und einen direkten Link von der Benachrichtigung zum aufgezeigten Kommentar.
      ...und zeige auf Anhieb alle Kommentare bei einem Browser :*
      8 1 Melden
  • glüngi 26.03.2016 10:24
    Highlight Leute! Klar ist die Basis des IS im Koran verankert. Das ist allerdings nichts besonderes. Der IS könnte auch genau so gut auf dem ALTEN TESTAMENT der BIBEL beruhen. Dort steht praktisch das gleiche was Radikale Moslems praktizieren. Ihr könnt also nicht der Koran die Schuld in die Schuhe schieben sondern nur der Religion als ganzes.
    28 10 Melden
    • Tilman Fliegel 26.03.2016 11:19
      Highlight Ich suche die Schuld liebet bei Menschen, als bei abstrakten Systemen. Religionen sind von Menschen erdacht und werden von Menschen geführt, also sind auch Menschen verantwortlich. Der Mensch hat offenbar auch einen Instinkt, sich in hierarchisch strukturierten Gruppen zu organisieren und andere solche Gruppen zu konkurrenzieren bis zum blutigen Kampf. Das ist leider angesichts der Globalen Probleme keine sehr schlaue Strategie mehr, aber es hat unzweifelhaft auch zum relativen Erfolg der Spezies beigetragen. Es hat aber auch viel individuelles Leid erzeugt und erzeugt es immer noch.
      14 2 Melden
    • glüngi 26.03.2016 12:53
      Highlight Da hast du recht. Ich sag das nur weil leute solche dinge einfach gerne nutzen um auch Rassismus zu schüüren.
      2 3 Melden
  • Mathis 26.03.2016 10:23
    Highlight Den IS unterscheidet wesentlich von einer Sekte, dass materielle Versprechungen gemacht werden (Haus, Auto, Frauen, Süssigkeiten!!). Sekten versprechen nie Reichtum; so etwas verträgt sich nicht mit dem ideellen Charakter von Religionen.
    Der IS hingegen hat Desertionen zu beklagen, seit er finanziell nicht mehr so gut dasteht.
    6 16 Melden
    • Hugo Stamm 26.03.2016 10:47
      Highlight Es ist richtig, dass der IS mit finanziellen Anreizen arbeitet. So hat jede Sekte eigene Lockvögel - je nach Heilslehre, Motivation und Zielsetzung. Ist der Fisch aber an der Angel, wird er nach ähnlichen Mustern filettiert. Sprich: Vereinnahmt oder indoktriniert.
      27 2 Melden
    • E7#9 26.03.2016 12:41
      Highlight Kann man das wirklich pauschal so sagen? Bei Scientologen beispielsweise spielen doch materielle Werte eine sehr grosse Rolle. Und das ist ja auch eine Sekte, oder mache ich ein Durcheinander?
      11 0 Melden
    • Hugo Stamm 26.03.2016 12:59
      Highlight Der IS verspricht seinen Kämpfern ein Haus und einen Lohn. Scientology hingegen verkauft seinen "Kämpfern" überteuerte Kurse, Therapien und Bücher und zockt sie bis auf die Unterhose ab.
      18 0 Melden
    • E7#9 26.03.2016 13:18
      Highlight Ich verstehe: Während der IS materielle Werte verspricht, wenn man sich ihm hingibt kann man sich bei Scientology die Gunst Gottes materiell "erkaufen". In diesem Punkt also wahrlich grad das Gegenteil. Danke für die Aufklärung.
      9 0 Melden
    • Hugo Stamm 26.03.2016 13:25
      Highlight Ja, genau: Der IS lockt mit einer materiellen Existenz und 72 Jungfrauen im Jenseits. Der Preis: Das eigene Leben. Bei Scientology ist der Reichtum des Sektenkaders das Ziel: Dieses verspricht den Anhängern Genialität und Glück. Und ein ewiges Leben. Das kostet natürlich.
      12 0 Melden
  • Propädeutiker 26.03.2016 10:23
    Highlight Welche religiöse Institution ist eigentlich keine Sekte Herr Stamm?
    20 7 Melden
    • Hugo Stamm 26.03.2016 10:51
      Highlight Eine Institution, die ihren Mitgliedern individuelle Freiheiten und eine eigenständige Persönlichkeitsentwicklung erlaubt, ist keine Sekte. Alle Gemeinschaften brauchen Strukturen, sonst funktionieren sie nicht. Werden Anhänger angenommen und akzeptiert, wie sie sind - mit allen Ecken und Kanten - ist die Gruppe emanzipiert und manipuliert die Leute nicht. Es geht als um den Begriff der Freiheit.
      39 2 Melden
    • YusCan 27.03.2016 18:57
      Highlight Herr Stamm hat die Frage entweder nicht verstanden oder bewusst nicht beantwortet. ;)
      0 4 Melden
    • Propädeutiker 27.03.2016 21:03
      Highlight Wie verstehen Sie die Frage und wie würden Sie antworten?
      0 1 Melden
  • dracului 26.03.2016 10:19
    Highlight Kommt der Begriff "Sekte" nicht vom lat. secta, was "Partei", "Lehre", "Schulrichtung" bedeutet, und sind wir letztlich nicht alle in vielen "Sekten" oder sagen wir "Interessengruppen"? Da der Begriff "Sekte" negativ besetzt ist, hinterfragen wir schnell nicht mehr und haben, hier den IS, fein säuberlich eingetütet, wie schon die Scientologie oder die Nazis. Bei Sekten ist es doch wie mit Bulimie/Essen, Spasstrinken/Alkoholismus, Fankult/Fanatismus, Rechtsparteien/Fachismus: Werden Grenzen nicht erkannt und von jedem Einzelnen hinterfragt, dann passiert "Sekte" oder "IS" überall - auch hier!
    9 7 Melden
    • Hugo Stamm 26.03.2016 10:54
      Highlight Der Begriff "Sekte" kommt von Abspaltung. Also meist eine Ablösung von einer bestehenden Glaubensgemeinschaft. Heute ist der Beriff überholt. Sekten sind Gemeinschaften, die die Mitglieder mit gruppendynamischen und tiefenpsychologischen Methoden beeinflussen oder manipulieren, um sie abhängig und hörig zu machen. Es gibt eine 2. Definition: Sekte bedeutet auch Nachfolge. Also einem Religionsführer oder Guru nachfolgen.
      19 4 Melden
  • minsänfdezue 26.03.2016 10:17
    Highlight Ergänzung zu 8: Stamm schreibt: "...hat keine Chance mehr, als zivilisiertes Wesen in seine Heimat zurückzukehren". Doch, leider schon. Z.B.: Zig Nazischlächter sind in die "Zivilisation" zurückgekehrt und fügten sich unbehelligt in die Gesellschaft ein.
    16 2 Melden
    • Hugo Stamm 26.03.2016 10:55
      Highlight Ich beziehe die Aussage auf den IS. Rückkehrer geraten heute ins Visier der Polizei.
      12 3 Melden
    • Martiis 26.03.2016 11:37
      Highlight Dass die Nazis, sich wieder normal in die Gesellschaft eingliedern konnten, liegt daran, dass der Nationalsozialismus vom Grossteil der Gesellschaft gutgeheissen wurde. Eine solche Gesinnung ändert sich nicht von einem Tag auf den andern, also z.B. mit dem Kriegsende. Von daher ist es nicht überraschend, dass solche Verbrecher zurückkehren konnten und der Vergleich mit den IS-Kämpfern hinkt deshalb.
      8 6 Melden
  • Wilhelm Dingo 26.03.2016 09:53
    Highlight Scharfe und entlarvende Analyse, danke!
    15 4 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 26.03.2016 09:49
    Highlight Es liegt auch im Islam begründet weshalb der IS so handelt, das hat durchaus schon was mit dem Islam zu tun. Sie berufen sich auf den Koran und der ist auch stückweit verantwortlich weshalb der IS eine Sekte ist.
    21 25 Melden
  • olive 26.03.2016 09:40
    Highlight Das ist richtig. Aber meine gegenwärtige Koran-Lektüre zeigt deutlich, dass alles, was der IS tut, im Koran selbst begründet ist.
    was auffällt auf fast jeder Seite des Koran: die Abwertung Andersgläubiger. Was der IS tut, hat Mohammed getan. Im Koran steht u.a.:nicht ihr habt getötet, Allah selbst hat getötet.
    Tasächlich eine gute Legitimation für den IS. Zum Glück leben die meisten Muslime die Empfehlungen des Koran nicht aus.
    31 12 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 10:47
      Highlight Den Koran auch in der Originalsprache gelesen und verstanden? Zum Glück leben die meisten Juden und Christen die Empfehlungen der Bibel nicht aus, Gewalt gegen anders Gläubige ist auch dort zu finden.
      20 11 Melden
    • philosophund 26.03.2016 11:01
      Highlight Hört auf all diese Religionsbücher zu lesen. Liest etwas zur Aufklärung wie Voltaire, Rousseau, Marx & Co. Die haben uns damals schon vor dem Ungeheuer Religion gewarnt. Aber es ist ja einfacher in Hallen (sei es in Industriegebieten oder in den Städten) niederzuknien und unter anderem eine Puppe anzubeten.
      20 6 Melden
    • TheMan 26.03.2016 11:37
      Highlight Sapere Aude. Nun die Christen müssten demnach, nach dem Neuen Testament leben. Dort ust ja viel Hass drin. Jesus hat Geschlachtes usw. Nein Jesus hat sich für Liebe und Frieden eingesetzt. Der Mensch hat nachher in Gottes Namen Gemordet usw. Ohne das Gott jemals die Erlaubnis gab. Im Islam ist es anderst. Leute Anderer Religionen müssen als Minderwertig angeschaut werden, als Tiere und dürfen nur Leben, wen sie den Islam annehmen.
      8 8 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 11:51
      Highlight Zur Bibel gehört auch das alte Testament, welches nur so von Gewalt und Hass gegen anders Gläubige trieft. Nicht zu vergessen der latente Antijudaismus (bsp. Paulus) im NT. Zusätzlich ist nicht nur der Inhalt wichtig sondern auch wie er ausgelegt wird. Islamische Rechtsgelehrte legen den Koran unterschiedlich aus. Daesh beispielsweise bezieht sich nicht einmal primär auf den Koran, ihr Dschihad begründen die mit ganz anderen Texten.
      5 5 Melden
    • TheMan 26.03.2016 12:06
      Highlight Sapere Aude. AT= Leben ohne Jesus Christus. NT= Leben mit Jesus Christus. Und auch wer das AT nehmen würde. Die wichtisten Gesetze. 10 Gebote. 6.Gebot du sollst nicht Töten. Das bezieht sich auf Alle Menschen. Nach diesen Gebote muss jeder Jude/Christ leben. Doch jeder Mensch ist ein Sünder nach der Bibel. Und jeder Mensch wird irgendwan mal 1ns von diesen 10 Gebote verletzen. Doch für die Christen ist Jesus ans Kreutz. Für die Sünden. Für die Moslems lebte Jesus weiter im Asiatischen Gebiet. Und hatte Kinder usw.
      9 1 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 12:35
      Highlight Ich bin durchaus mit der Unterscheidung zwischen AT und NT vertraut. Im 5. Buch Mose wird aber auch zur Gewalt gegen Ungläubige aufgerufen, die im antiken Verständnis nämlich auch keine Menschen waren, was sie vom Tötungsverbot ausschliesst. Ausserdem handelt Daesh beispielsweise auch gegen den Koran. Beim Dschihad sind Frauen und Kinder im Koran explizit augeschlossen.
      3 3 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 12:39
      Highlight Sowohl die Bibel als auch der Koran enthalten mit der heutigen Zeit nicht kompatible Elemente. In beiden Werken wird zur Gewalt aufgerufen, enthalten homophobe und frauenfeindliche Stellen und sind nicht mit unserem liberalen Rechtsstaat vereinbar. Die Werke aufgrund ihres Inhaltes alleine zu verurteilen löst das Problem nicht. Vielmehr müssen wir uns mit deren Auslegung auseinandersetzen und eine der Zeit gemässen Interpretation fördern.
      4 3 Melden
    • andersen 26.03.2016 22:27
      Highlight Philosophund schreibt:

      Hört auf Religionsbücher zu Lesen.


      Als mehr man in der Bibel liest, je mehr ist man in der Realität.

      0 0 Melden
  • atomschlaf 26.03.2016 09:38
    Highlight Ein guter Teil der erwähnten Punkte trifft auch auf Religion generell zu.
    20 11 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 26.03.2016 10:03
      Highlight Ganz genau, gibt nichts hinzuzufügen.
      9 3 Melden
  • andersen 26.03.2016 09:27
    Highlight Genau, lieber Hugo Stamm.

    Der IS ist eine Sekte.
    Es gibt keinen Grund jemand zu töten und sich selber in der Luft zu jagen.
    Und ich denke, es wird mehr Aussteiger geben und sie werde so richtig Singen.

    Das hat man auch bei der Scientology erlebt.
    11 9 Melden
    • atomschlaf 26.03.2016 09:39
      Highlight Hat Scientology jemals Terroranschläge verübt? 😵
      12 11 Melden
    • CloudAtlas 26.03.2016 10:33
      Highlight @atomschlaf Scientology zerstört Leben auf subtilere Art und Weise, die weniger medienwirksam ist.

      Scientology tötet anders, als mit Anschlägen.

      Einmal involviert, rauben sie dir deine Träume, deine Hoffnung, dein Geld, deine Familie, deine Freunde, deine Hilfsbereitschaft, deine Persönlichkeit, deine Arbeitskraft, uvm. Und am Ende, wenn du nutzlos für sie bist, werfen sie dich auf die Straße. Und viele begehen dann völlig überschuldet, entfremdet und psychisch zerstört Selbstmord.

      23 4 Melden
    • Hugo Stamm 26.03.2016 11:01
      Highlight Scientology hat keine Anschläge verübt, früher aber Verbrechen begangen. So drangen hochrangige Scientologen in Büros der amerikanischen Steuerbeörden IRS ein und stahlen geheime Dokumente. Sie wurden zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Auch Gründer Hubbard war in mehreren Ländern ausgeschrieben, weshalb er jahrelang auf einem Schiff in den internationalen Hohheitsgewässern lebte. Entscheidend ist die Indoktrination, wie Cloudatlas richtig schreibt.
      18 2 Melden
    • andersen 27.03.2016 10:39
      Highlight Der USA hat ein Fehler beim Scientology gemacht, was Scientology unter eine Welt ohne Krieg versteht, ist, wenn sie vom der Steuern befreit wird, sie haben der USA so lange bedrängt, dass der USA gesagt haben:

      Ok, es ist eine Religion.

      Dieser Fehler Europa zum Glück nicht gemacht und die Aussteiger singen jetzt.

      Der IS kann man bekämpfen, indem man die Einnahmequellen lamm legt.


      1 1 Melden
  • CloudAtlas 26.03.2016 08:56
    Highlight Wir benötigen tiefgreifende Bildungsmaßnahmen, die lehren, wie zwischen offenen und täuschenden Rekrutierungsmethoden unterschieden werden kann und mit welchen manipulativen und unmoralischen Methoden Sekten ihre Anhänger an sich binden. Wie sie Neueinsteiger z.B. in massive und lang andauernde körperliche Erschöpfung treiben und in ihm Gefühle von Bedrohtheit, Schuld und Sündhaftigkeit wecken, um den Prozess der Indoktrination zu beschleunigen.

    Es ist wichtig, sich über das das Thema Sekten zu informieren!

    >>> http://www.destruktive-gruppen-erkennen.com
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    • Hugo Stamm 26.03.2016 11:04
      Highlight Die beste Prävention gegen Sekten ist die Aufklärung. Ebenso wichtig: die Erziehung. Wer ein selbstbewusstes, gebildetes, sozial eingebettetes und geistig autonomes Wesen ist, ist weitgehend immun gegen Sektenverführung.
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    • Spooky 07.04.2016 01:56
      Highlight @CloudAtlas
      "....und in ihm Gefühle von Bedrohtheit, Schuld und Sündhaftigkeit wecken, um den Prozess der Indoktrination zu beschleunigen."

      Das ist eine super gute Analyse der Methoden der römisch katholischen Kirche, wie sie ihre Mitglieder in Angst und Schrecken versetzt, um in aller Ruhe die Kirchensteuern einzutreiben.
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  • rodolofo 26.03.2016 08:39
    Highlight Kleine Ergänzung zum Artikel:
    In den diversen, grösseren und kleineren "SadoMaso-Szehnen" dienen FREIWILLIGE SklavInnen (Widerspruch?) ihren HerrInnen, und verhelfen diesen damit zu jenem glanzvollen Aufstieg zu Schönheit, Reichtum und Macht, der ihnen selber verwehrt bleibt.
    Die KönigInnen und ChefInnen erreichen stellvertretend für ihre Gefolgschaft das, was diese (insgeheim) für sich selbst erträumen!
    Der "Islamische Staat" verdeutlicht also in extremer Weise grundlegende Verhaltensweisen in der menschlichen Gesellschaft, die fast überall zu beobachten sind.
    Es wimmelt nur so von Sekten...
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  • YusCan 26.03.2016 08:35
    Highlight Logisch ist es wie eine religiöse Gruppe, weil es ja eine ist. Sie zitieren nicht ohne Grund Quran und schreien Allah ist der Grösste. sie leben eifach den Islam wie er zur Zeit der ersten Mzslime gelebt wurde und nicht den "modernen" wo alle diese Stellen ignoriert werden.
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    • andersen 26.03.2016 22:42
      Highlight Laut ein Aussteiger hat die IS nicht zum Allah gebetet, sondern die Leute wurde eingesperrt und wurde zum Killer und Selbstmordtäter gedrillt.

      Was Herr Hugo Stamm anspricht, sie die 4 Bewusstheit- Komponenten, die Sekten benützen, um die Menschen in ein andere System umpolen zu können.
      Und Menschen, die sich in ein fragile Lebenssituation befindet, wird oft von Sekten abgeschleppt.
      Dort haken sie ein.
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