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epa05518351 Visitors take pictures a reproduction of the 'The Creation of Adam' fresco painted by Italian Renaissance master Michelangelo at the exhibition 'Michelangelos Sixtinische Kapelle in Wien' (Michelangelo's Sistine Chapel in Vienna) at the Votive Church in Vienna, Austria, 01 September 2016. The exhibition running until 04 December presents full-scale reproductions of Michelangelo's Sistine Chapel ceiling frescos, photographed by Austrian photographer Erich Lessing.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Die Sehnsucht nach dem Leben nach dem Tod, nach dem Jenseits, ist der Motor der Religionen. Bild: EPA/EPA

Falls das Jenseits ein Fake sein sollte, konzentrieren wir uns besser auf das Diesseits

Religiöse Kräfte können die gefährliche Qualität eines Triebes annehmen. Denn bei ihnen geht es um alles: Himmel oder Hölle, Sein oder Nichtsein. 

07.05.18, 13:30


Unser Dasein ist geprägt von Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten. Angetrieben wird unser Leben von vielfältigen Kräften. Die stärksten sind die Triebe: der Überlebenstrieb, der Selbsterhaltungstrieb, der Sexualtrieb.

Diese existentiellen Kräfte entwickeln gern ein Eigenleben. Es fällt uns dann oft schwer, sie zu kontrollieren oder mit unserem Bewusstsein zu steuern, weil sie übermächtig und genetisch tief verankert sind.

Das Drama der Menschheit besteht darin, dass es keine Heilsgewissheit gibt.

Es gibt einen weiteren «Trieb», der oft noch stärker ist: die religiöse oder spirituelle Energie. Beim Glauben und der Religion bewegen wir uns in einem speziellen Bereich, denn es geht um alles oder nichts: um Metaphysik und Transzendenz. Um Fragen des Seins und der Existenz. Um die Ewigkeit oder das Verderben. Das Letzte und das Höchste.

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Diskussion mit Anne Will im ARD-Studio. Video: YouTube/wahrheitsgehalt2

Diese Kategorien überfordern unser Bewusstsein, unser schwaches, krankheitsanfälliges, triebgesteuertes und sterbliches Wesen. Das Wissen um den schleichenden Zerfall und den eigenen Tod löst existentielle Ängste aus, die uns lähmen oder Depressionen verursachen können.

Das Drama der Menschheit besteht darin, dass es keine Heilsgewissheit gibt. Wenn es um die entscheidenden Fragen im Leben geht, bleiben nur der Glaube oder die Spekulation. Wir ertragen diese Ungewissheit schlecht, sie ist eine narzisstische Kränkung.

Der Nährboden des Extremismus

Deshalb schlummert in den Religionen der Kern der Radikalisierung. Sie sind der Nährboden, auf dem der Extremismus gedeiht. Denken wir nur an die kollektiven Sektenmassaker oder an die Selbstmordkommandos islamistischer Terroristen.

Dabei sollte der Glaube Hoffnung und Halt geben, Trost spenden, Ängste nehmen, Sinn und Lebensinhalt stiften. So ziemlich alles, was uns wichtig ist. Doch all dies beruht lediglich auf Annahmen und Hypothesen.

Das Konzept eines allmächtigen Schöpfers ist angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht plausibel.

Wir sind gezwungen, auf einen Gott oder auf Götter zu bauen, deren Existenz wir nicht beweisen können. Kommt hinzu, dass das Konzept eines allmächtigen Schöpfers angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht plausibel ist.

All das sind existentielle Bedrohungen, die wir gern verdrängen. Je grösser die Verunsicherung, desto radikaler die Flucht in die religiösen Sphären. Diese Flucht führt oft zur Verblendung und Obsession und kann die Qualität eines Wahns entwickeln.

Dieses Phänomen ist deshalb verblüffend, weil es sich bei der religiösen Energie nicht um einen Trieb handelt, sondern um eine kulturelle Errungenschaft. Dies macht die Entwicklung der Religionen deutlich.

Von den Naturreligionen zum Monotheismus

Unsere Urahnen beteten noch die Sonne an, sie kannten aber noch kein Heilskonzept im eigentlichen Sinn. Im Lauf der Geschichte verfeinerten sich die religiösen Ideen. Es entwickelten sich animistische Konzepte, naturreligiöse Ideen bis der Glaube an Götter mit übernatürlichen Kräften entstand.

Schliesslich kristallisierte sich der Monotheismus heraus mit einem Gott als allmächtigen Schöpfer. Er markiert die vorläufige Endstufe religiöser Entwicklungen.

Es scheint, als sei die Entwicklung der religiösen Konzepte am Ende der Fahnenstange angelangt. Vielleicht stecken die monotheistischen Religionen deshalb in einer Krise, vielleicht wächst deshalb die Zahl der Skeptiker. Der grösste Feind aller Religionen ist vermutlich die geistige und wissenschaftliche Entwicklung.

Wie auch immer: Würde sich die Menschheit mehr aufs Diesseits konzentrieren, als die Aufmerksamkeit dem Jenseits widmen, wäre die Welt ein friedlicherer Ort.

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Hugo Stamm; Religionsblogger

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Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 08.05.2018 11:18
    Highlight Das Problem mit dem Ausdruck "fake" ist ja, dass er sich auf etwas bezieht, was überprüfbar wahr oder falsch ist. Ob es aber ein Jenseits gibt oder nicht, ist nicht überprüfbar. Ergo kann es sich dabei auch nicht um ein "fake" handeln.
    5 3 Melden
    • Pasionaria 08.05.2018 18:39
      Highlight ....dies ist Hypatia's Auslegung, es gibt da auch eine andere: alles, was behauptet und dogmatisiert wird, aber nicht bewiesen werden kann, faellt unter die Kategorie > fake.
      3 2 Melden
    • Nonbeliever 08.05.2018 19:53
      Highlight Da hast du natürlich recht, nur: es heisst ja im Anlasstext nicht, dass das Jenseits ein Fake sei, sondern: "falls das Jenseits ein Fake sein sollte....". Es wird also nur eine Vermutung angestellt, welche Schlussfolgerungen zu ziehen wären, im Falle, dass es das Jenseits gar nicht gibt. (wovon ich persönlich ausgehen) Und was genau das Jenseits denn eigentlich ist, also eine Definiton oder Beschreibung desselben, ist auch überhaupt nicht klar. Je nach Religion und auch innerhalb der Religionen gibt es wie beim "lieben Gott" soviele Vorstellungen wie Gläubige :-)
      1 0 Melden
  • Michael Bamberger 08.05.2018 07:56
    Highlight @ Maracuja

    Hier ist die von Dir erwähnte Gallup Untersuchung mit Schweden (nur 17% religiös) an zweiter Stelle nach Estland (nur 14% religiös).

    http://www.dagen.se/sverige-ett-av-varldens-minst-religiosa-lander-1.175189
    1 0 Melden
    • Maracuja 09.05.2018 20:49
      Highlight Danke für die Quelle.
      0 0 Melden
    • Pasionaria 10.05.2018 06:42
      Highlight Danke, Michael, und was erkennt man daraus?
      Da schweigt, der Saengerin Hoeflichkeit!!
      2 1 Melden
    • Michael Bamberger 10.05.2018 09:34
      Highlight Richtig, Pasionaria, da bleibt aus Höflichkeit lediglich das Schweigen.
      2 0 Melden
  • Spooky 07.05.2018 05:24
    Highlight "Falls das Jenseits ein Fake sein sollte..."

    Vom Jenseits aus gesehen ist das Diesseits das Jenseits.
    🙈😁😇😎😂
    5 4 Melden
    • Pasionaria 08.05.2018 05:24
      Highlight Das Jenseits ist nur fuer 'loser' des Diesseits geschaffen/erfunden worden!
      4 6 Melden
    • Spooky 08.05.2018 21:34
      Highlight Okay. Wenn das Jenseits - deiner Ansicht nach - erschaffen/erfunden wurde, dann muss es ja existieren.

      Ich freue mich darauf.
      3 0 Melden
    • Pasionaria 08.05.2018 22:18
      Highlight ....nur fuer loser erschaffen/erfunden!.
      Was ist ein > loser??
      1 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 06.05.2018 22:50
    Highlight Religion scheint die Religionshasser anzuziehen, wie das Licht die Motten. Dünkt mich wenigstens in dem Forum.
    7 26 Melden
    • Pasionaria 07.05.2018 00:54
      Highlight Quatsch mit Sauce.
      Was man nicht Ernst nimmt, kann man nicht hassen, nur mit entsprechender Begruendung fuer wertlos halten.
      Und Sie, so zartbesaiteter blaubar, fuehlen sich verhasst.
      Muss ich Sie troesten, wenn es sein muss, wieso auch nicht.
      17 6 Melden
    • blaubar 07.05.2018 13:07
      Highlight Äh, ich habe selber auch nichts mit Religion am Hut. Aber ich bin kein Hasser, ich schaue bloss interessiert vorbei.
      5 5 Melden
    • Nonbeliever 07.05.2018 23:52
      Highlight @blaubar: es geht nicht um Hass auf Religion(en), sondern in erster Linie darum klar zu machen, was Religionen, bzw. die Machthaber & Ausübenden bisher alles angerichtet haben in der Welt und es weiter tun. Ich bin dabei sicher nicht so naiv, zu "glauben", dass die Welt ohne diese unsäglichen irrationalen Glaubensgebilde eine perfekte, gewaltfreie wäre, aber mit Sicherheit wäre die Welt - Achtung Hypothese - eine friedlichere, tolerantere. Beim Ganzen ist mir auch klar, dass in Staaten ohne Religion, die Staatsideologie & Kult selber als Religionsersatz dienen kann, Bsp. Stalinismus.
      3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomlate 06.05.2018 22:36
    Highlight Wir konzentrieren uns ja nur noch auf das Diesseits und versuchen das Jenseits zu verdrängen. Äussert sich im Materialismus und dem Versuch, solange wie möglich zu leben. Also holen wir alles raus, was wir können. Auch wenn der Planet dabei zugrunde geht. Denn nach denn Ableben könnte ja einfach Nichts sein. Ein wenig mehr Spiritualismus und bisschen weniger Realismus würde nicht schaden. Aber eben...YOLO and get the max out of it - and fuck the rest.
    10 8 Melden
  • Nonbeliever 06.05.2018 22:26
    Highlight Das Lustige am Jenseitsglauben ist ja auch, dass sich innerhalb des Christentums die Konfessionen uneins sind, wie es nach dem Tod weitergeht und man sich das Jenseits vorzustellen hat. Bei den Katholen stirbt der Körper, nicht aber die Seele und die evangelische Vorstellung favorisiert die GanzTod-Theorie, wonach Körper und Geist sterben und am Jüngsten Tag der Liebgott den toten Menschen dann wieder – hokuspokus - ganz macht. Allerdings nur die Guten, die andern sind für immer weg. Wer’s genauer und ausführlicher mag, sei auf diesen Link verwiesen: http://www.k-l-j.de/045_jenseits.htm
    7 2 Melden
  • Denverclan 06.05.2018 19:55
    Highlight Das Diesseits ist entweder der Anfang oder das Ende.....Alles ist nichtig und ein Haschen im Wind. Geniessen wir doch einfach jeden Augenblick, akzeptieren wir doch das Schöne und das Schlechte. Es gibt eine Zeit der Freude und es gibt die Zeit der Trauer. Tragen wir Sorge zueinander im Jetzt und hier....was nach unserem Tode kommt, braucht uns nicht zu sorgen, wir wissen es schlicht und einfach nicht. Und das ist gut so....! Vertrauen und Glauben....sicher nicht die schlechteste Option.....der Tod ist nicht unser Feind sondern natürliche Realität, wir geben ihm ein hässliches Gesicht....
    9 0 Melden
  • Maracuja 06.05.2018 17:49
    Highlight @Hugo Stamm

    Wenn eine Konzentration aufs Diesseits die Menschheit friedlicher machen würde, weshalb ist dann ein Land wie Schweden mit mehrheitlich atheistischen Staatsangehörigen drittgrösster Waffenexporteur und liefert auch in Länder wie Saudi-Arabien?
    https://www.nzz.ch/international/dilemma-um-schwedens-waffenexporte-panzerfaust-im-pazifistenkleid-ld.140125
    Das Herstellen und Exportieren dieser Waffen ist doch keiner Konzentration aufs Jenseits geschuldet, sondern der Konzenration auf Profit und Reichtum (mit all seinen Vorteilen) im Diesseits.
    6 8 Melden
    • Michael Bamberger 06.05.2018 19:43
      Highlight Bedenke bitte mal folgendes:

      Nur 0.1% der Sträflinge in US amerikanischen Gefängnissen sind Atheisten, oder in absoluten Zahlen aus dem Jahr 2014 ausgedrückt, 197 von 191'322.

      Solltest Du dazu die entsprechenden Belege wünschen, sende ich Dir sie gerne, inzwischen google einfach bitte mal.
      8 1 Melden
    • Maracuja 06.05.2018 20:27
      Highlight @Michael

      Ich weiss, dass du seriös bist bzgl. Quellen. Aber ich halte die USA aus weiter unten genannten Gründen für einen Spezialfall. Mich würden deshalb Zahlen interessieren aus Ländern mit atheistischer Bevökerungsmehrheit, in denen Straffälligen das Vorhandensein echter oder geheuchelter Religiosität keine Vorteile bringt. Interessieren würden mich auch Vergleichszahlen hinsichtlich Kriminalitätsraten bzw. Gewaltdelikten zw. Ländern mit hohem Anteil Atheisten und hohem Anteil Christen wie Polen und Tschechien. Finde deine These spannend, aber benötige mehr Daten.
      5 0 Melden
    • Oxymora 06.05.2018 21:26
      Highlight Waffenexporte sind ein komplexes Thema.
      Und m.M. nicht geeignet um gegen das Diesseits oder Atheismus zu argumentieren.

      1. Wenn 0.8 % der Waffen aus dem bösen atheistischen Schweden (drittgrösster Expoteur Kapital pro Einw.) stammen, wo kommen die restlichen 99,2 % her?

      2. Wer bringt die Waffen auswelchen Gründen zum Einsatz?

      Militante Atheisten aus atheistischen Staaten?

      Gibt es eventuell noch andere Milizen?

      Nebenbei:
      Afrika 8 von 10 Kriegen haben religiöse Dimension

      https://www.giga-hamburg.de/de/publikation/religioese-konflikte-auf-dem-vormarsch-in-subsahara-afrika
      8 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypatia 06.05.2018 16:57
    Highlight Sollte die Schlichtheit meiner Gedanken weiter unten den einen oder die andere verwirren, so liegt das nicht in meiner Absicht. Materialisten scheinen Mühe zu bekunden, wenn die Überlegungen auf rein rationalen Gründen beruhen. Aber sei's drum.

    Religion ist Ahnenkult, oder etwas härter: Totenkult. Sloterdijk hat ja den Satz Nietzsches: Gott ist tot, in diesem Sinn paraphrasiert: Gott ist das Tote.

    Wir sind im extremsten Sinne "nicht da", wenn wir tot sind. An jenem endgültigen Nichtda zehren jene, die uns geliebt haben. Die Illusion des Glaubens hebt den Schmerz auf und spendet Trost.
    5 4 Melden
  • cero 06.05.2018 16:28
    Highlight Religion und Glaube ist ein gefährliches Ding - wie ein Messer, das man für Gutes aber auch für Zerstörendes brauchen kann - oder ein Medikament, bei richtiger Dosierung heilsam, bei falscher aber verheerend.

    Letztlich hat es auch in diesem Blog viele Symptome von dem, woran imho auch Religionen krank werden - nämlich wenn's um's RECHT HABEN geht.

    Da gibt mir die Geschichte von dem zu denken, der vielleicht sogar recht hatte (?), aber auf Macht verzichtete und deswegen erbärmlich gestorben ist. Bei ihm ging es um die Liebe... Und davon fehlt es überall.
    5 5 Melden
  • cero 06.05.2018 16:18
    Highlight Die Welt ohne Jenseitsvorstellung friedlicher? Finde ich eine reichlich naive Vorstellung.
    Es sind Leute wie Du und ich die mit Flugreisen, übermässigem Konsum, der Jagd nach billigen Preisen, der Gier nach immer noch mehr, der Angst um den Wohlstand ganz viel Ungerechtigkeit und Leid produzieren, jeden Tag, immer wieder (ich nehme mich da nicht aus).
    Bleibt die Frage, ob 'Religion' nicht immer wieder Partikularinteressen überstülpt wird?
    Oder ob das Religionsbashing nur ein Ablenkungsmanöver (von vielen) ist, das von uns als den wirklichen Tätern ablenken soll?
    6 9 Melden
    • Oxymora 06.05.2018 18:38
      Highlight @cero

      Scheint als seien Sie persönlich nicht auf ein Jenseits angewiesen.
      Sie haben die Hölle bereits im Diesseits gefunden.

      Wie können Sie der Hölle entkommen?

      Vielleicht jenen Vereinen, die ihrer eigenen Partikularität absolute Bedeutung zuschreiben und die vollkommene Verkörperung der Wahrheit darin sehen, an der übergestülpten Tarnung (Bildung, Liebe , Frieden, Eierkuchen, etc) zupfen?

      Die nennen das dann Religionsbashing.
      5 3 Melden
    • cero 06.05.2018 20:56
      Highlight @ Oxymora

      Der Himmel lässt sich im Diesseits hier und da auch finden, nicht nur die Hölle :-)

      Als Religionsbashing bezeichne ich (ist vielleicht die falsche Definition?) das undifferenzierte (?) Herumhacken auf allem, was irgendwie nach Religion aussieht. Damit habe ich meine liebe Mühe, weil ich denke, dass dabei vielen Menschen Unrecht geschieht. Da wünschte ich mir in den Diskussionen oft mehr Differenziertheit.
      Die religiöse Landschaft ist genauso verschiedenartig wie jeder andere Lebensbereich auch.
      Dass Missbrauch mit Religiösem geschieht, bestreite ich nicht und finde es schlimm!
      5 1 Melden
    • Oxymora 06.05.2018 22:11
      Highlight Missbrauch ist doch so ein politisches Schlagwort
      Und die Lösungen dafür:

      IV-Missbrauch Bezüger überwachen

      Waffenmissbrauch Keine Waffen - Kein Missbrauch

      Subventionen Missbrauch Betrug

      Missbräuchliche AGB ab vor das SECO

      Missbrauch wird vom Staat sanktioniert.

      Eine kleine Ausnahme bildet der Religionsmissbrauch. Um Ihn angeblich zu verhindern, wird gefördert. Ausbildung und weitere Privilegien bald für jede Religion.
      Find ich seltsam.
      4 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • cero 06.05.2018 16:11
    Highlight Der Titel ist lustig: FALLS das Jenseits ein Fake sein SOLLTE... weiss nicht wer den Titel gesetzt hat, aber viel schwammiger geht's nicht. ;-)

    Der Monotheismus ist nicht das Ende der Fahnenstange. Heute bastelt sich jedeR seine eigene Religion, die Gemeinschaft als Ort der religiösen Erfahrung wird zumindest bei uns abgelöst durch DIY-Glaubensvorstellungen - ist einfach eine Entwicklung - mal schauen wohin sie führt.
    1 1 Melden
  • lemonpunk9935 06.05.2018 11:35
    Highlight "Monotheismus markiert die vorläufige Endstufe religiöser Entwicklungen."

    Das impliziert doch, dass zB Hindus weniger weit entwickelt sind weil sie nicht Monotheisten sind? Stamm sollte aufpassen, dass er mit seinen Theorien nicht plötzlich rassistisch wird. Das führt nämlich auch nicht umbedingt dazu, dass die Welt ein friedlicherer Ort wird.
    4 18 Melden
    • Rabbi Jussuf 06.05.2018 16:10
      Highlight Das hat mit Rassismus gar nichts zu tun, sondern höchstens mit der Ansicht, dass sich Religionen in eine bestimmte Richtung entwickeln würden, (was allerdings auch nicht ganz richtig ist).
      7 1 Melden
    • Oxymora 06.05.2018 16:56
      Highlight @lemonpuk9935

      Hindus sind Anhänger des Hinduismus
      Der Hinduismus ist eine Religion
      und Hugo Stamm betreibt fundierte Religionskritik

      Religion ist gesellschaftlich verursacht, nicht genetisch

      Religionskritik richtet sich gegen:
      Religion
      ihre Dogmen
      ihrer Anmassung als moralische Instanz
      ihrer Unvereinbarkeit mit den Menschenrechten
      Ihre Berufsreligiösen
      ihrem Streben nach Macht
      ihrer Fortschritts- und Frauenfeindlichkeit
      und die Schäden, die sie anrichtet

      Da Sie Hinduismus für eine Rassenmerkmal halten,
      wirken Sie sehr rassistisch auf mich.

      Sind sie etwa auch noch islamophob ?
      7 2 Melden
    • Pasionaria 06.05.2018 22:49
      Highlight Sind Sie sich der deutschen Sprache nicht maechtig? Das waere die einzige Erklaerung zu Ihren abstrusen Aeusserungen.
      Wie Oxymora hoffe auch ich, dass Sie weder die Monotheisten noch die Hindus als Rasse sehen oder halluzinieren.


      Oxy,
      ....und das (Bild) an einem heiligen Sonntag abend. Zum Glueck ist's bei mir weder heilig noch Abend....
      2 2 Melden
  • me myself 06.05.2018 11:22
    Highlight Nach dem Tod, ist wie vor der Geburt. Man existiert nicht mehr
    13 5 Melden
  • Higugma 06.05.2018 08:49
    Highlight Hugo, Du hast meine religiösen Gefühle zutiefst verletzt. Ab sofort bestelle ich Freitagabends nicht mehr Hugo sondern Gin.
    7 7 Melden
  • Franz0506 06.05.2018 08:46
    Highlight Das Jenseits ein Fake? Es basteln sich da viele Menschen dicke und breite Scheuklappen aus sogenannten, wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind danach nicht mehr fähig logisch zu denken. Die Schöpfung als Zufall, dass ist absolut absurd und widerspricht jedem Verstand. Sind etwa ein Auto oder ein Computer das Produkt von Zufällen oder nicht viel mehr das Ergebnis aus der Forschung vielen tausenden Menschen. Und jedes Säugetier ist komplexer als als ein Computer, denn alle Menschen zusammen können eines nicht lebendig machen. Der wahre Fake auf dieser Welt ist der Atheismus
    14 38 Melden
    • Shlomo 06.05.2018 10:27
      Highlight 🤦‍♀️
      10 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 06.05.2018 10:55
      Highlight Eben, wie du schon selbst sagst: Ein Schöpfer ist niemals fähig ein so komplexes Ding zu kreieren, wie ein Lebewesen.
      Schön, dass du dich gleich selbst widerlegst.
      16 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.05.2018 11:10
      Highlight Immer das selbe Bild. Hast du schon mal die Zeitspanne verglichen?

      Die Form der Legofiguren hat sich vier Jahre verändert, bis sie den heutigen Zustand erreichte.

      Die Lebewesen und damit die Menschen haben dazu ca. vier Milliarden Jahre gebraucht.
      13 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Florotor 06.05.2018 07:55
    Highlight Hugo Stamm wird so lange immer wieder geboren - als Hugo Stamm - bis er das Konzept des kritischen Rationalismus begriffen hat. Dafür wird sich unser Multiversum noch 100 000 000 000 000 Mal in einem schwarzen Loch mit den Träumen Brahmas vermählen und inkarnieren und den ganzen Weg der menschlichen Verblödung vom Verlassen des Paradieses über die Gebots-Religionen bis zu seinen Kolumnen am Sonntagmorgen gehen, ganz egal. Aber Hugo Stamm wird das Konzept des kritischen Rationalismus noch verstehen lernen. Kosmisches Gesetz.
    4 17 Melden
    • Rabbi Jussuf 06.05.2018 10:57
      Highlight Was ist dein "kritischer Realismus"?

      Oder ist das nur eine Worthülse um dich wichtig zu machen?
      10 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 06.05.2018 11:17
      Highlight Ups!
      "kritischer Rationalismus" natürlich!
      4 1 Melden
  • Pasionaria 06.05.2018 06:49
    Highlight Frage: warum eigentlich hangen die Glaeubigen so am Diesseits, obwohl sie sich dermassen auf's Jenseits freuen?
    Mein Credo hingegen: fuer das fiktive Jenseits lasse ich mir durch Glauben und Enthaltsamkeit nicht das Diesseits verderben!
    Immerhin (!), Dank Esoterik brauch man nicht mehr ein Lebenlang auf's Jenseits warten, man erlebt es schon u.a. an der Esoterikmesse im Diesseits......., wenn man dann so deppert ist!




    9 5 Melden
  • Helona 06.05.2018 02:21
    Highlight Hab’s mal irgendwo gelesen und finde es nach wie vor sehr gut.Nämlich:

    Gibt es ein Leben vor dem Tod?

    Macht irgendwie mehr Sinn, sich damit zu beschäftigen als sich mit irgendeinem, wie immer gearteten, Jenseits abzugeben.
    7 1 Melden
  • Nonbeliever 05.05.2018 23:16
    Highlight 1/2 Fazit H.S.:"Würde sich die Menschheit mehr aufs Diesseits konzentrieren, als die Aufmerksamkeit dem Jenseits widmen, wäre die Welt ein friedlicherer Ort." Meines Erachtens ist diese Schlussfolgerung genau so eine Hypothese wie die Gegenbehauptung, dass mit dem (christlichen) Glauben von Belohnung und/oder Bestrafung in einem Jenseits die diesseitige Welt eine bessere ist oder wäre. Und das sage ich hier als Atheist.
    9 3 Melden
  • Nonbeliever 05.05.2018 23:15
    Highlight 2/2 Der Mensch ist nunmal, gerade weil der duch die evolutionäre Mühle getrieben wurde, um es mal salopp auszudrücken, ein sehr ambivalentes Wesen, gut und böse in einem. Eigentlich geht es unbewusst nur um die Arterhaltung des Homo sapiens; und im Speziellen um die Weitergabe der eigenen Gene. Religionen sind nur hilfreiches Beigemüse im Ganzen, ganz schön förderlich in kleinen Gruppen aber verheerend in Staatsreligionen (siehe Islamismus).
    7 3 Melden
  • Madmessie 05.05.2018 21:13
    Highlight Die einzige Gedanke, bei der mein Hirn bisher getiltet wurde, war, als ich mir die Unendlichkeit des Universiums vorzustellen versuchte.

    Probiert es mal. Richtig fest.

    Besser als Pilzchen, und gesünder ;) ;)
    8 2 Melden
    • jellyshoot 07.05.2018 23:58
      Highlight die vorstellung führte bei mir dazu:
      das universum ist wieder der kleinste teil eines grösseren. also der kleinste (vllt unsichtbare) teil einer zelle, eines lebewesens, sagen wir einer kuh. diese kuh grast auf einer grünen wiese, auf einer erde, in einem universum. dieses ist wiederum das kleinste teil ... und so unendlich weiter ...

      das gegenteil beweisen kann (bisher) noch niemand 😉
      0 0 Melden
  • rodolofo 05.05.2018 20:14
    Highlight ...
    Letzthin habe ich an einer Veranstaltung eine Frau von weitem gesehen, die sich genau so verhalten hat, wie eine frühere Arbeitskollegin, die ich vor vielen Jahren aus den Augen verloren habe.
    Ich musste ganz nahe zu ihr hingehen und sie ansprechen, damit ich mich vergewissern konnte, dass diese Frau NICHT meine frühere Arbeitskollegin war.
    Meine Arbeitskollegin kommt aus der Slowakei.
    Diese Typ-ähnliche Frau kommt aus dem Bündnerland.
    Inkarnation hat also mit Ähnlichkeit an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit zu tun.
    Nach dem Tod werden unsere Bestandteile neu gemischt.
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    • Madmessie 05.05.2018 21:05
      Highlight Fensterplatz gehabt in Biologie?
      23 0 Melden
    • Klaus07 05.05.2018 21:45
      Highlight Einer der dämlichsten Kommentare denn ich hier gelesen habe. Erstens verwenden Sie das falsche Wort für Wiedergeburt. Die Wiedergeburt nennt sich Reinkarnation oder Palingenese. Inkarnation heisst Fleischwerden eines göttlichen Wesens. Reinkarnation kommt vorallem in Asiatischen Religionen vor. Hinduismus oder Buddhismus. Reinkarnation kommt weder im Tanach noch in der Bibel vor. Es gibt keine Reinkarnation und wird auch nie eine geben, ausser der Mensch erfindet eine Möglichkeit das Gehirn zu verpflanzen oder Gedanken zu speichern.
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    • rodolofo 06.05.2018 10:46
      Highlight @ kleiner Schurke
      Ich weiss natürlich, dass mein Schwager nicht wirklich die Inkarnation seines Vaters sein kann!
      Trotzdem sagte ich mal im familiären Beisammensein, er sei "die Inkarnation von Tatay" (Tagalog-Wort für Vater).
      Alle Anderen pflichteten mir bei: "Ja, er ist wirklich genau so, wie Tatay!"
      Ich denke einfach gerne "über den Gartenzaun hinaus" und versuche, nachzuvollziehen, wie religiöse Vorstellungen wie "Wieder auf die Welt kommen nach dem Tod" wissenschaftlich begründet sein könnten.
      Stichwort: Übersetzung.
      Kultur-Rassistische Rechthaberei interessiert mich immer weniger.
      1 10 Melden
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  • Alienus 05.05.2018 20:14
    Highlight 1/2

    Gewissheit holen sich etliche Menschen aus der eigenen Nahtoderfahrung oder aus Berichten anderer Zurückgekehrter.

    Man verlässt den Körper, lässt die Welt hinter sich, durchdringt Wände / Decken, schwebt gen Zenit und steuert „Das helle Zentrallicht“ in tubushafter Ausformung am Himmel an.

    Alles ist soooo herrlich, gewichtslos, weich, widerstandslos, still - ohne Erdenlärm, nur ein leises fernes klirren / seltsames flirren.

    Ist dort das Paradies?

    Wohl nein, es wirkt wohl ein autonomer hirnlicher morphiumartiger Selbstbetäuber, um den schmerzhaften Todeskampf überstehen zu können.
    9 7 Melden
  • Alienus 05.05.2018 20:09
    Highlight 2/2

    Ein Zustand, der Religion gebiert?

    Sicher!

    Denn es sind immerzu Grenzerfahrungen, wie Sterben, Verdursten und Verhungern. Immer nahe am Tod.

    Es macht doch stutzig, dass praktisch die 3 monotheistischen Religionen durch Orientalen unter Einwirkung von Mangel an Nahrung / Getränken in Sand- od. Steinwüsten kreiert wurden.

    Erreicht man den zuvor beschriebenen Zustand der „Himmelfahrt“ und kommt sogar zurück, kann man mit Gewissheit sagen, man sei im Anflug zum Himmel / Gott oder sogar dort gewesen.

    Folgende Hysterieen können es bestätigen.

    Ein guter Gott, der dies verheißt.
    8 5 Melden
  • rodolofo 05.05.2018 20:07
    Highlight Wenn ich die Natur beobachte, dann ist die Re-Inkarnation der Inder Tatsache.
    Ein Schwager verhält sich dermassen ähnlich, wie sein verstorbener Vater, dass er mir vorkommt, wie die Re-Inkarnation seines Vaters.
    Natürlich hat dieser Vater nur seine Gene an seinen Sohn weitergegeben, zusammen mit den Genen der Mutter.
    Aber mein Schwager hat in seiner Kindheit und Jugend besonders viel Zeit mit seinem Vater verbracht, so dass er sehr viele Verhaltensweisen seines Vaters (unbewusst) nachgeahmt hat.
    ...
    2 15 Melden
    • Regas 06.05.2018 10:54
      Highlight Es gibt ja so viele Inkarnationisten die im vorgherigen Leben Jesus, Goethe, Einstein oder andere Berühmtheiten waren, alle sind sie es gleichzeitig versteht sich!....
      2 0 Melden
  • Michael Bamberger 05.05.2018 19:05
    Highlight Stellt euch einen gütigen Gott vor, der eine Welt kreiert, in der während Milliarden von Jahren das Fressen und Gefressen werden seiner Kreaturen die Maxime seiner Schöpfung gewesen ist. Raub und Vergewaltigung, Zerfleischung, Nötigung und Mord, Vergewaltigung und Totschlag, denn genau so funktioniert die Natur auch heute immer noch. Hätte dieser Gott die Dinosaurier nach rund 170 Millionen nicht durch einen Riesenstein vor rund 66 Millionen ausgelöscht, wäre seine "Krone der Schöpfung" Homo sapiens nie entstanden.

    Soviel zur Vereinbarkeit von Wissenschaft und Religion.
    16 3 Melden
    • Agnos ~ 06.05.2018 18:42
      Highlight Bamberger wo bleibt denn da die Selbstverantwortung im Leben, lässt da einer irgendwo da draussen, den die Menschen für Allah, u. die andern für ihren Gott nennen, das alles schlechte zu, wie Stalkern, Mord, u. infames verhalten, und die Macht des Stärkeren, dann frag ich mich, warum wagt einer sich als Prophet im Diesseits für ein neues Leben zu werben, wenn alles zuvor vernichtet wird, u. dieser der sein Amen, für Strafe eines selbsternannten Gott, der den Menschen im Diesseits wie auch im Jenseits lässt krepieren, wie genannt im Höllenschlund, das ist ohne Hoffnung für ein neues Leben.
      0 0 Melden
    • Nonbeliever 10.05.2018 01:05
      Highlight Ich weiss nicht mehr genau, welcher Biologe es war, der mal gesagt hatte, dass die Natur genau so funktionieren täte, als gäbe es keinen Gott, aber es muss lange her sein. 15 Jhd??. In der Zwischenzeit ist vieles klar(er) geworden. Die Evolution hat weder ein Ziel noch einen Zweck, sondern es geht vereinfacht nur darum, dass sich Organismen, die sich am besten an eine vorhandene Umwelt anpassen können, ihre Erbsubsanz an die nächste Generation vererben. Eine der Folgen davon: brutales Fressen und Gefressen werden. Also von einem Liebgott könnte man doch wohl bessseres erwarten, oder??
      4 0 Melden
  • Balikc 05.05.2018 16:55
    Highlight Weils grad passt:


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    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 05.05.2018 17:37
      Highlight Grundsätzlich nichts einzuwenden, jedoch vergisst Vince hier, dass der "Himmel" über uns und nicht auf selber Höhe wie wir ist. Ergo muss man nur die Höhe mit entsprechenden Strahlungswerten finden. Das wären ungefähr 200km wie ich weiter unten ausgeführt habe. Dort ist es ordentlich warm, wärmer noch als Vince hier berechnet hat. Dennoch wie immer ein sehr souveräner Beitrag von ihm.
      2 3 Melden
  • Hypatia 05.05.2018 16:13
    Highlight Das Jenseits zeichnet sich gerade darin aus, dass es jenseits alles Vorstellbaren, ja alles Denkbaren etwas ist, dass wir getrost das Undenkbare nennen können. Es zeichnet sich also durch Negation aus. Negation alles Da- und Hierseins, ja überhaupt alles Denkbaren. Dabei zeigt es sich zunächst als bloss logisches Konstrukt. Johannes der Apokalyptiker sagt denn auch: Am Anfang war der Logos. Es gibt zu allem Da ein Nichtda. Wir Menschen sehnen uns gerade dann nach einem Nichtda, wenn das Dasein unerträglich wird. Der Glaube an das Nichtda entsteht also aus der Unerträglichkeit des Daseins.
    5 7 Melden
    • Michael Bamberger 05.05.2018 18:39
      Highlight Unsägliches Geschwurbel....!
      21 3 Melden
    • Nonbeliever 05.05.2018 22:37
      Highlight Das "Jenseits" ist einer jener metaphysichen bequemen Begriffe, wie bspw. "Seele" und "Gott", wo sich jeder seine eigene Vorstellung und Definition machen kann. Aus wissenschaftl. Sicht sieht es mit dem Jenseits aber schlecht aus. Denn: was genau soll da mostmortem weiterexistieren? Das eigene Bewusstsein sicher nicht, denn dieses kann mit totem Gehirn sicher nicht weiterexistieren. Das "Ich/Ego/Person" schon gar nicht, denn diese Subjektivitäten kommen ebenfalls nur in einem normal funktonierenden Hirn vor. Was also denn? das Nichts? Irgendein nichtpersonales Bewusstseins-Feld?
      4 3 Melden
  • Gentle Giant 05.05.2018 15:21
    Highlight Und was ist, wenn das Diesseits ein Fake ist? 🤔
    17 2 Melden
    • Klaus07 05.05.2018 16:12
      Highlight Was ist wahrscheinlicher?
      5 3 Melden
    • Regas 05.05.2018 20:26
      Highlight Dann leben wir in einem Fake. Alles ist dann Fake, weil wir das Jenseits, das wir nicht kennen, aus dem diesseitigen Fake beurteilen.
      3 0 Melden
    • Gentle Giant 06.05.2018 08:10
      Highlight Vielleicht isr das eine wahr-scheinlich, das andere aber wahr?
      0 0 Melden
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  • Ueli der Knecht 05.05.2018 14:29
    Highlight "Das Konzept eines Schöpfers ist angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht plausibel."

    Das ist pure Tautologie ohne jeglichen Erkenntnisgewinn, so wie zB: „Es ist immer schön, wenn es schön ist“. Denn wissenschaftliche Erkenntnisse sind keine, wenn sie Gott oder einen Schöpfer zu ihrer Erklärung brauchen. Letztlich bleibt nur der Eindruck von missionarischem Eifer, gepaart mit einem Drang nach Rechthaberei.

    Wissen(schaft) und Glauben (Religion) schliessen sich nicht gegenseitig aus sondern ergänzen sich komplementär, so wie zB. schwarz und weiss, rot und grün oder blau und gelb.
    27 19 Melden
    • Klaus07 05.05.2018 16:19
      Highlight Wissenschaft und Glaube ergänzen sich komplementär.... Das ist auch nur eine der vielen heuchlerischen Antworten von Gläubigen, bei Themen, die nichts mit der Realität zu tun haben. Wie oft habe ich von Gläubigen schon Theorien über die existenz oder nicht existenz von Dinosaurier gehört, die einen versuchees mit fadenscheinigen Beweisen die die existenz von Dinosaurier wiederlegen, die anderen versuchen krampfhaft Bibeltext so zu interpretieren dass auch Dinosaurier in der Bibel vorkommen. Die Bibel hat mit Wissenschaft soviel zu tun wie ich mit der Mondlandung, nämlich Nichts!
      20 14 Melden
    • Mutzli 05.05.2018 16:30
      Highlight Wenn man allerdings untersucht, wo sich diese angeblich nicht überlappenden Bereiche von Wissenschaft und Religion heute befinden, merkt man sehr schnell, dass die Religion schon seit langem viele Gebiete abtreten musste. Auch heute noch gibt es zig Behauptungen z.B. von Seiten der kath. Kirche die leicht falsifizierbar sind. Wenn man Glauben nur rein als Frage nach dem Warum auffasst, dann muss er sich nicht mit Wissenschaft überschneiden. Ist allerdings auch nicht komplementär, weil das Wort impliziert, dass Wiss. auf Religion auf irgend eine Weise angewiesen wäre, was nicht der Fall ist.
      10 2 Melden
    • Ueli der Knecht 05.05.2018 17:10
      Highlight Klaus: Die Bibel hat mit Wissenschaft vielleicht nichts zu tun, aber ohne die Errungenschaften des Alphabets gäbe es weder Bibel noch Wissenschaft.

      Schwarz hat auch nichts mit Weiss zu tun, aber die Existenz von Weiss schliesst nicht die Existenz von Schwarz aus! Je nachdem ob du additiv oder subtraktiv mischst, machst du aus Gelb und Blau, oder aus Rot und Grün Weiss oder Schwarz.

      Die Wissenschaft schliesst Glauben nicht aus, sondern im Gegenteil: Wissen schafft (Un-)Wissen UND Glauben.

      Mutzli: Wissenschaft baut auf Axiomen auf. Das sind auch nur unbewiesene Annahmen, resp. Glaubenssätze.
      10 16 Melden
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  • Herbert Anneler 05.05.2018 14:23
    Highlight Dass es keine Heilsgewissheit gibt, ist jein Drama, sondern ein Segen! Um Falle der Heilsgewissheit könnten wir uns aufführen wie die Schweine. Wie sagte der Philanthrop John Stuart Mill einst: Lieber ein unzufriedener Mensch als ein zufriedenes Schwein!
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    • olive 05.05.2018 17:00
      Highlight Der Vergleich mit den Schweinen ist nicht adäquat. Schweine führen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten besser und sauberer auf als mancher Mensch.
      6 1 Melden
    • _kokolorix 05.05.2018 20:10
      Highlight Das Schweine immer für unanständiges Benehmen herangezogen werden ist nur religiös zu begründen. Schweine sind intelligent, sauber und sozial wenn man sie einigermassen artgerecht hält. Die Ähnlichkeiten heutiger Massentierhaltung mit den Konzentrations- und Arbeitslagern von Hitler und Stalin sind erschreckend. Und auch die Erkentnisse der Betreiber, dass die Insassen minderwertig seien weil sie sich unnatürlich benehmen, sind auf dem gleichen Niveau anzusiedeln...
      7 2 Melden
  • Alienus 05.05.2018 14:03
    2 4 Melden
    • Pasionaria 06.05.2018 06:17
      Highlight 2/2
      Franziskus persoenlich hat Vertraute mit fragwuerdiger Vergangenheit befoerdert. 1/3 seines Kardinalsrates hat eine schmutzige Weste.

      Dazu braucht es keinen weiteren Kommentar als shame on you RKK.

      4 0 Melden
    • Pasionaria 06.05.2018 06:18
      Highlight 1/2
      Wahnsinn, jeder einzelne Missbrauchsfall ist katastrophal, aber diese Geschichte schlaegt dem Fass den Boden aus.
      Zwar verurteilt Papst Franziskus den Kindsmissbrauchs mit deutlichen Worten, stellt jedoch nichts weiteres als ein Lippenbekenntnisse dar.
      Seit seinem Amtsantritt im 2013 sind bei der Glaubenskongregation 1200 Anzeigen aus der ganzen Welt eingegangen. Unklar, was mit diesen geschehen ist, weil das Dossier als streng geheim behandelt wird. Was heisst, in den meisten Faellen wurde rein gar nichts unternommen.
      Da kann man nur sagen: shame on you RKK
      4 0 Melden
    • Agnos ~ 07.05.2018 04:52
      Highlight Mit den Finger auf sein Spiegelbild zu zeigen find ich sehr töricht. In den 60/70. Jr. wurde die Evang Kirche auf den Prüfstand gehoben, u. da war erheblich mehr zu finden, u. das vor 60 Jr. Die Zeugen von damals leben noch heute. Das neuste kommt aus den Freikirchen, wo natürlich alles geleugnet wird, obwohl handfeste Beweise vorliegen. Die traurige Tatsache ist, dass ausgerechnet alle Kirchen von diesem Virus befallen sind, dann kommt der Verdacht auf, wie war der Anfang des Christentum! Aus den Paulus Schriften, wird oft von Unzucht geschrieben, vielleicht ist es heute die Erbsünde!?


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  • blaubar 05.05.2018 13:56
    Highlight „Kommt hinzu, dass das Konzept eines allmächtigen Schöpfers angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht plausibel ist.“

    Im Sinne eines personifizierten Gottes, einverstanden. Im Sinne einer Urkraft, die formgebend ist, sehe ich das aber anders. Woher kommen bitte schön die mathematischen Gesetzmässigkeiten? Wir bewegen uns ganz selbstverständlich in einem (wissenschaftlichen) System, und nehmen lustigerweise einfach an, dass es „gottgegeben“ ist (😂). Warum ist a2+b2=c2? Warum ist das so? Schaut nach draussen, blauer Himmel, Vögel, grüne Felder. Woher kommt diese Form? Zufall?
    10 16 Melden
    • Klaus07 05.05.2018 16:21
      Highlight Was spricht gegen Zufall? Immer noch besser als ein Übervater der irgendwo am Schreibtisch sitzt und Planeten und Lebewesen kreiert.
      18 9 Melden
    • Mutzli 05.05.2018 16:26
      Highlight Also woher die Farben des Himmels kommen (Lichtbrechung), die Vögel (die ollen Ex-Dinos), die grünen Felder (Photosynthese) wurde alles schon lange von der Wissenschaft beantwortet. Mathematik ist auch keine Wissenschaft, sondern axiomatische Philosophie und ist somit von Menschen gemacht, auch wenn man hofft, dass sie universell ist.

      Wenn man Götter mit einem undefinerten Urkraft gleichsetzten will, kann man das zwar, aber das hat erstens keine Ähnlichkeit mehr mit dem Konzept von Gott wies allgemein verstanden wird und zweitens kann man nicht darüber diskutieren, da es so undefiniert ist.
      14 4 Melden
    • baBIELon 05.05.2018 17:46
      Highlight Ich empfehle dir die Serie "Unser Kosmos" auf Netflix! Wird dir viele Antworten auf deine gestellten Fragen geben :-)
      2 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tepesch 05.05.2018 13:30
    Highlight Angenommen es gäbe ein Jenseits:
    Möglichkeit 1: Gott würde die Menschen nach Ihren Taten beurteilen, unabhängig davon an was diese geglaubt oder nicht geglaub haben, und ins Paradies oder in die Hölle senden. In diesem Falle würde es keine Rolle spielen ob man Atheist, Christ, Moslem oder was auch immer war, es ginge einzig darum ob man ein guter Mensch war.
    Möglichkeit 2: Gott urteilt nach willkürlichen Regeln. War man ein guter Mensch, hat aber an das flasche geglaubt, dann hatte man Pech gehabt. Wer würde in einem solchen "Paradies" weiterexistieren wollen?
    16 3 Melden
    • Mutzli 05.05.2018 16:22
      Highlight Ich halts mit dem Grundsatz, welcher lange Epikur zugeschrieben worden ist:

      Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
      Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
      Oder er kann es und will es nicht:
      Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
      Oder er will es nicht und kann es nicht:
      Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
      Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
      Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
      11 3 Melden
    • Klaus07 05.05.2018 16:24
      Highlight Lesen Sie die Bibel oder den Tanach genau, die Hauptaussage darin; Nur das Jüdische Volk ist Gottgefällig. Den anderen schickt Gott Plagen oder bringt sie alle um.
      8 8 Melden
    • Agnos ~ 06.05.2018 06:13
      Highlight
      Klaus,
      Wer ist Gottgefälliger, die über keine Münze verfügen, oder die den Sektenführer das Geld nachwerfen. Jeder beurteilt selbst sein Leben, denn er erlebt das Leben, wie er es für sich selbst entworfen und gestaltet hat. Jeder ist sich selbst ein Gott wie er sich zu gestalten versteht, so ein Zitat eines grossen Führers.
      3 1 Melden
  • Timmy :D 05.05.2018 13:25
    Highlight Interessant, wie kontrovers religiöse Berichte auf Watson diskutiert werden. Viele predigen ihr Weg als den richtigen, der Frieden bringt; eine andere Meinung wird jedoch scharf kritisiert. Ist dies so, weil wir uns durch eine Glaubenseinstellung identifizieren und uns somit in der persönlichen Existenz bedroht fühlen?
    12 5 Melden
    • Ueli der Knecht 05.05.2018 15:27
      Highlight Ich glaube, das hat auch mit dem absolutistisch geprägten und religionsfeindlichen Schreibstil von Hugo Stamm zu tun.
      13 20 Melden
    • Sine 05.05.2018 15:36
      Highlight Klar, die meisten Menschen haben Angst vor diesem Gefühl. Sehr wenig in unseren Köpfen ist wirklich real bzw. nur für das Individuum real... Das macht Angst. Mir auch. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit dran 😊
      6 0 Melden
  • mogad 05.05.2018 12:00
    Highlight Ich versteh einfach nicht, warum Atheisten immer einen Beweis für die Existenz Gottes verlangen! Und warum immer Wissen und Glauben gegeneinander ausgespielt werden. Ich glaube wirklich, dass ich vom Affen abstamme, wie Darwin lehrt. Das ist für mich aber kein Beweis, dass es keinen Gott gibt! Ich bin ja damit einverstanden, dass Religionen der Nährboden für Unterdrückung und Machtmissbrauch sind. Bis heute. Und dass viele Dogmen überholt sind, oder gem. der geistigen Entwicklung des Menschen neu interpretiert werden müssten. Nur: Was hat das mit Gott zu tun?
    28 37 Melden
    • Nocciolo 05.05.2018 13:40
      Highlight Als Atheist kann ich nicht verstehen, warum man auf etwas vertrauen kann, was man nicht wissen kann und nur glaubt, ohne dass es wenigsten ein Indiz für seine Existenz gibt. Grundsätzlich wäre das mir aber egal, wenn es nicht Einfluss auf mein Leben hätte, dadurch, dass man mir Sachen vorschreibt aufgrund der Behauptung, dass es einen Gott gäbe der dies so wolle.
      20 8 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.05.2018 14:07
      Highlight > Ich glaube wirklich, dass ich vom Affen abstamme, wie Darwin lehrt.

      Tja, das kommt davon, wenn man sich gewohnt ist Dinge zu glauben.

      > Das ist für mich aber kein Beweis, dass es keinen Gott gibt!

      Siehst du? Kein Atheist fordert einen Beweis für die Existenz Gottes. Du forderst einen Beweis für die Nichtexistenz.

      Falls du hingegen jemals Gott als Begründung für etwas verwendest, dann musst du zuerst seine Existenz beweisen, wenn deine Begründung funktinonieren soll. Am Beweis sind also nur die interessiert, die das Wort Gott benutzen wollen.
      14 6 Melden
    • Ueli der Knecht 05.05.2018 14:41
      Highlight Atheisten dürften nicht nach einem Gottesbeweis verlangen, sondern müssten wenn schon doch vielmehr die Welt vollständig (!) ohne Gott erklären.

      Aber die Mathematik bewies (!) ebenso ihre Unvollständigkeit wie auch ihre Widersprüchlichkeit (vgl. Kurt Gödel).

      Das heisst, man kann beweisen, dass letztlich jede wissenschaftliche (mathematische oder logische) Welt- und Daseins-Erklärung unvollständig (und widersprüchlich) sein wird (vgl. Ludwig Wittgenstein).

      Insofern ist wissenschaftlich bewiesen, dass ein grosser unbekannter Raum existiert, der viel Platz für Glauben bietet.
      10 13 Melden
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  • mogad 05.05.2018 11:51
    Highlight "Der grösste Feind aller Religionen ist vermutlich die geistige und wissenschaftliche Entwicklung."
    Die erste und die zweite industrielle Revolution fanden aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse von Mitte des 18zehnten bis Ende 19zehntes Jahrh. statt. Gerade während dieser 150 Jahre erlebte die Kirche einen Boom, trotz Aufklärung und französischer Revolution! Die Klöster waren überfüllt. Es gab zuwenig Kirchen. Doch die Armut grassierte. Könnten nicht der allgem. Wohlstand und die freie Lebensgestaltung von heute für die Abkehr vom Religiösen mitverantwortlich sein?
    24 12 Melden
    • Bronko 05.05.2018 15:02
      Highlight Durchaus nachvollziehbar. Aber warum daran festhalten? Von mir aus jedem seine pers. Religion (Religionsfreiheit), seinen Gott.. Aber Klöster, Kirchen u. diesbezügliche Dogmen DAS brauchts dafür nicht. Und das sollte sich jeder spirituelle o. spirituell suchende Mensch bewusst sein. Gewisse moralische Werte (u. auch soziale Hilfswerke), welche bei uns auf dem Christentum u. dem Prinzip der Nächstenliebe basieren, sind aber durchaus sinvoll u. haben unser Denken u. unsere Kultur auch positiv geprägt. Die Philosophie von der Jesusgeschichte könnte uns als moralischer Kompass dienen, mehr nicht.
      8 3 Melden
    • Agnos ~ 05.05.2018 15:57
      Highlight Wenn man auf die Kirchen des 16.Jahrhunderts schaut, war damals in jeder Hinsicht, die Macht- Struktur der Grund für unterwürfiges Glaubens. Die Aufklärung war damals noch nicht weit genug ausgebreitet, dass Lügen sämtlicher Kirchen immer noch grassierten, die bis heute noch als richtig angesehen werden.
      5 5 Melden
    • Higugma 06.05.2018 08:48
      Highlight Das sehe ich genau so.
      1 0 Melden
  • Typ 05.05.2018 11:30
    Highlight "Würde sich die Menschheit mehr aufs Diesseits konzentrieren, als die Aufmerksamkeit dem Jenseits widmen, wäre die Welt ein friedlicherer Ort."

    Auch das ist leider eine nicht beweisbare Hypothese. Im Gegenteil es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass "Ungläubige" friedlicher wären.

    Es sind halt alles nur Menschen, mit oder ohne Jenseitsvorstellung.

    So gab es viel Gewalt im Namen der Religion, doch genauso im Namen des Atheismus wie bei frühneuzeitlichen Klosterstürmen und vor allem die aggressiv und extrem gewaltsamen antireligiösen kommunistischen Regime.
    22 10 Melden
    • Mutzli 05.05.2018 12:30
      Highlight Nicht das ich behaupten möchte, dass mit Atheismus automatisch alles super wäre, doch ich finde ihr Beispiel vom Kommunistischen Regime doch ziemlich interessant. Das, zumindest Stalinistisch/Maoistischer Prägung, könnte man ja durchaus auch als ein religiöses System ansehen, besonders wenn man z.B. die Weigerung Stalins gegen Hitler vorzugehen berücksichtigt, da gemäss seiner Marx nterpretation dieser nie die SU angreifen würde, oder der "Grosse Sprung nach vorne" der auch auf magischem Denken fusste. Was meinen sie übrigens mit den Klosterstürmen? Atheismus war damals nicht ein Ding.
      7 3 Melden
    • TheRealSnakePlissken 05.05.2018 13:59
      Highlight Immerhin ist die Rate dafür, eines gewaltsamen Todes zu sterben von 15% im finsteren glaubensgesättigten Mittelalter auf heute 1.5% gesunken- eine Entwicklung die weitgehend GEGEN den religiösen Extremismus erreicht wurde (Menschenrechte, Genfer Konvention und dergleichen).
      8 2 Melden
    • _kokolorix 05.05.2018 20:26
      Highlight Deine These entehrt leider jeglicher Grundlage. Ohne die religiös motivierte Gewalt, wäre mindestens die Hälfte aller Gewalttaten weg. Es gibt nämlich keinerlei Anzeichen, dass Atheisten in Abwesenheit von Religionen doppelt oder dreifach gewalttätiger werden...
      2 4 Melden
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  • Mutzli 05.05.2018 11:28
    Highlight Während ich mit den letzten beiden Abschnitten absolut einig bin und es gut finde, wenn man Religionen als kulturelle Errungenschaften der Menschheit betrachtet, habe ich doch ziemlich Mühe mit dem Artikel.

    Nämlich weil, nicht zum ersten Mal, der Monotheismus als natürlicher "Endpunkt" der religiösen Entwicklung betrachtet wird. Einerseits ist bei kult. Entwicklungen eine solche Wortwahl sowieso verfehlt, da teleologisch angehaucht und ist auch äusserst Eurozentrisch. Was ist mit dem Hindu- und Shintoismus z.B.? Sollen die per se "primitiver" sein? Der judaische Monotheismus ist auch uralt.
    15 3 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.05.2018 12:47
      Highlight In der Geschichte kann der "Endpunkt" an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten ganz unabhängig von einander eintreten und wieder verschwinden.

      Der "Endpunkt" ist dann auch nie das Ende, sondern eine genug grosse Veräderung, damit man von einem Anfang sprechen kann.

      Neu entdekte Phänomene, die noch nicht erklärt werden können, sind seit dem Ende/Anfang nicht mehr göttlich.
      0 2 Melden
    • Mutzli 05.05.2018 16:11
      Highlight Wenn der Begriff ohne Kontext so eingesetzt worden wäre könnte man so argumentieren, obwohl das immer noch aus historischer Sicht ein sehr unsauberer Sprachgebrauch wäre. In H. Stamms Artikel wird es aber explizit als Endstufe (Modifikator "vorläufig" ist da egal) einer linearen kulturellen Entwicklung dargestellt und das stimmt schlichtweg nicht. Monotheismus kristallisierte sich nicht "schliesslich" heraus, es gab auch lange vor dem Judo-CHristlichen Monotheismus der auch wieder unterging. Mal abgesehen davon, dass der christliche Gott ja eigentlich expl. nicht eine Person ist...
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    • You will not be able to use your remote control. 06.05.2018 12:01
      Highlight Ich könnte noch ergänzen, dass auch beim Auftreten der 'Enstufe' die Linie der grossen Veränderung nicht überschritten werden muss. Meist geht die Entwicklung wieder zurück.

      Wichtig ist auch, dass eine solche Einordnung nicht die Skala 'primitiv' verwendet.
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  • iNDone 05.05.2018 11:22
    Highlight Beim letzten Satz bin ich ihrer Meinung. Wenn man jedoch Wissenschaft gegen Religion ausspielen will wird es schwierig. Denn im Grunde ist die Wissenschaft auch eine Religion denn sie kann nichts beweisen und setzt einen “Glaube” an gewisse “Tatsachen” voraus. “Deal with it” es gibt keine absolute Wahrheit.
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    • mogad 05.05.2018 12:27
      Highlight Genau. Wenn nicht einmal die Grippeimpfung vor der Grippe schützt.....
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    • You will not be able to use your remote control. 05.05.2018 12:41
      Highlight Sollten wir damit beginnen, solche Kommentare zu melden?

      Ich mein, wenn ich solche Wortverdrehungen mache, werden meine Kommentare nicht freigeschaltet oder gerne auch gelöscht.
      2 4 Melden
    • TheRealSnakePlissken 05.05.2018 14:00
      Highlight Grober Unfug!
      4 2 Melden
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  • Rakete 05.05.2018 11:14
    Highlight Wenn man mit normalen Gläubigen spricht, die, wie auch immer, an eine höhere Wirklichkeit glauben, merkt man, dass es meist sehr zufriedene Menschen sind. Für viele ist Gott da und Grund von allem. Gottes Existenz mittels Naturwissenschaften in Abrede zu stellen ist längst überholt. Nur denkfaule, verschlossene Atheisten klammern sich noch an dieses Schema. Genau wie umgekehrt die religiösen Fanatiker die Gott in den Lücken der NatWiss suchen.
    16 14 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.05.2018 12:38
      Highlight > [...] merkt man, dass es meist sehr zufriedene Menschen sind

      > Nur denkfaule, verschlossene Atheisten klammern sich noch an dieses Schema.

      Was? Warum wirfst du mit solchen pauschalen Beleidigungen?
      8 4 Melden
    • Beteigeuze 05.05.2018 13:27
      Highlight Das haben Sie sehr gut geschrieben. Nur mit dem letzten Satz bin ich nicht einverstanden.

      Wie Stamm so richtig geschrieben hat, ist es das grosse Dilemma der Menschheit, dass wir keine Beweise für die Existenz von Gott haben.

      Also versuchen sehr intelligente Leute über die unerklärbaren Lücken in der Naturwissenschaft diesem vermeintlichen Gott auf die Spur zu kommen.

      Religiöse Fanatiker sind das nicht, sondern naturwissenschaftlich geschulte Leute. Und für mich ist das auch der einzige Weg um diesbezüglich irgendwann einmal schlauer zu sein.
      2 4 Melden
    • Agnos ~ 05.05.2018 16:48
      Highlight Ihr werbt für die darwinistische Kreationisten, die so verwirrt sind, dass zwischen Glauben oder Irrlauben nicht einmal einen schmalen Grad von Vernunft bleibt.
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  • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 05.05.2018 11:12
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • Bronko 05.05.2018 11:11
    Highlight Wie wahr. Komplexe Zusammenhänge verständlich erklärt. Nur vermute ich, dass die Entwicklung religiöser Konzepte noch lange nicht enden wird, solange die Menschheit existiert. Unübersehbar ist aber, dass die klassischen kirchlichen Modelle in ihrer Faszination ausgedient haben, da sie schlicht nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen.
    5 2 Melden
    • mogad 05.05.2018 12:32
      Highlight Ich würde Zeitgeist ersetzen durch "geistige Entwicklung der Menschheit". Vor 150 J. waren die meisten Gläubigen noch Analphabeten, die mit tiefgründigem Denken nichts am Hut hatten.
      Da haben die Schwarz-Weiss-Muster von Paradies, Himmel und Hölle und dem strafenden, zornigen Gott noch funktioniert. Der heutige Mensch ist hochgebildet, sich gewohnt analytisch-kritisch zu denken. Dem muss sich die Kirche anpassen.
      2 0 Melden
  • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 05.05.2018 11:06
    Highlight Ein "Ferien"-Resort bei welchem nur der Hotelmanager und seine Mitarbeiter Bewertungen abgeben, da noch kein Kunde jemals zurückkam, ist mir zu dubios.

    In seiner endlos langen Lobhudelei von Jesaja seht bei 30,26 folgendes:

    "Dann wird das Licht des Mondes sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen"

    Also das ergibt eine Strahlungsenergie von 7x7 dessen was hier auf der Erde vorherrscht. Dies entspricht etwa einer Höhe von 200km und liegt somit in der Mitte der Thermosphäre. Dort sind Temperaturen von 300°C-1500°C nicht unüblich.
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    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 05.05.2018 12:10
      Highlight Korrektur:

      "In der endlos langen Lobhudelei von Jesaja steht bei 30,26 folgendes:"

      Leider wurde von der Redaktion dieses Unding rausgehauen und der korrigierte Kommentar gelöscht.
      2 2 Melden
  • Oxymora 05.05.2018 10:58
    Highlight Religiöses Gedankgut hilft den Machtgeilen Macht anzuhäufen und den religiösen Terroristen die Taten zu rechtfertigen.

    Zur Zeit werden, einige Demokratien zu theokratischen Demokratien umgebaut.

    Was kommt danach?

    Kommenden Generationen ein Postmittelalter zu hinterlassen empfinde ich sehr unethisch.

    Wenn jemand ewiges Harfenspiel oder ewiges Jungfrauen besamen tröstlich findet, ist das seine Sache, aber Menschen, die nicht so denken wie er/sie oder an den falschen Gott glauben und Kinder dürften doch sicher davor verschont werden.

    Oder hat der liebe Gott etwas dagegen?
    9 4 Melden
    • TheRealSnakePlissken 05.05.2018 14:07
      Highlight Die Bilder sind die Krönung: Södi meets Erdi. Es lebe die bayrisch-türkische Achse! Beitritt der Türkei zur EU, Fusion von CSU und AKP. Here we go again!
      6 2 Melden
  • Agnos ~ 05.05.2018 10:56
    Highlight Vortäuschen war schon immer das Mittel von Schwindlern und Scharlatanen, die als heilender Heiland auftreten, und enttäuschte Heilssuchende hinter sich lassen. Oft sucht man Freunde die verlorengegangenes wiedergeben, wie Familie, Kumpels und ein erfülltes Leben, was leider fälschlich verstanden wird, ist im wirklichen die Versklavung und Haltung schlimmer wie ein Vieh.
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  • Gummibär 05.05.2018 10:40
    Highlight Gute Schlussfolgerung. Falsche Argumentation . Religionen sind nicht der Kern der Radikalisierung und der Nährboden, auf dem der Extremismus gedeiht. Der Kern liegt im Menschen, der ebenso gern Anarchismus, Kommunismus, Rassismus, Nationalismus, Kolonialismus, Alkoholismus, Football-Hooliganismus oder irgend einen anderen ..ismus benutzt um vom vernünftigen Mass in die aggressive Sektiererei abzugleiten.
    Ich "ertrage" die Gewissheit meines Todes mit Leichtigkeit und habe mich nie um eine "Heilsgewissheit" gekümmert und freue mich jeden Tag, jetzt und hier Teil dieser Natur zu sein.
    10 6 Melden
    • olive 06.05.2018 09:11
      Highlight Wenn der Religionsstifter ein Kriegsherr und Eroberer war und die Menschen daran glauben, dass sein Weg einzig richtige war , da von Gott angeordnet, gibt es der ganzen Sache schon eine besondere Legitimation .
      „Hass und Kriege gibt es seit Jahrtausenden, mit oder ohne den Koran. Doch erst der Koran macht aus diesem Hass eine Tugend und aus dem Krieg einen Gottesdienst. Das macht es sehr schwer, die anderen Botschaften zu hören.“
      Hamed Abdel Samad in "Der Koran"
      1 0 Melden
  • Franz0506 05.05.2018 10:39
    Highlight Es gibt Menschen (auch in diesem Blog), die vom Alter her damit rechnen müssen, dass Sie bald einmal im Jenseits sind.
    Im Leben gibt es dazu zwei Strategien: 1. Die Vogel-Strauss Methode: Alles Jenseitige wird kategorisch und stur verleugnet.
    2. Sich die Option offen halten, dass es ein Leben nach dem Tode gibt. Es gibt ja auch Nahtoderfahrungen, die darauf hinweisen. Und wenn es ein Jenseits gibt, so gibt es auch einen Schöpfer. Darum ist es wohl gut sein Leben so auszurichten, dass man mit gutem Gewissen vor einen Richter treten kann, der Rückschau auf das gelebte Leben halten wird.
    7 20 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 05.05.2018 12:17
      Highlight Nein, ein Jenseits ist nicht an einem Schöpfer gebunden. Man kann auch in Paralleluniversen wieder reingeboren werden wo es weiter geht oder wieder hier auf der Erde. Das muss nichts mit einem Schöpfer zu tun haben.
      9 3 Melden
    • Agnos ~ 05.05.2018 12:57
      Highlight Die Nahtodererfahrung ist nichts anderes, als eine neurologischer Ablaufs erscheinen, in gewissen Hirnteilen, die eines Momenterlebnis zurückzufinden ist, gleich wie die eines erlebten Traumes. Was das Richten anbelangt, das ist eine erfundene Gleichung die nicht verhebt. Vogelstrausstaktik ist, wenn man alles was ausserhalb geschied nicht sehen will, und alles einfach ausgrenzt was für ihn nicht passt, ohne es zu prüfen. Dabei heisst es; prüfet alles und das Gute behaltet.
      7 3 Melden
    • TheRealSnakePlissken 05.05.2018 14:13
      Highlight Sorry, aber dies Nahtoderlebnisse sind genauso anthropomorph wie alle Religions-, Gottes- und Jenseitssvorstellungen. Nix Neues unter der Sonne.
      5 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knäckebrot 05.05.2018 10:33
    Highlight Ob Gewaltpotential vorhanden ist, liegt letztlich an der Ideologie des Glaubens.

    Es gibt zahlreiche Beispiele, die auch gerade die umgekehrte Variante stützen. Es gibt viele Strömungen, in der Versöhnung und Gewaltverzicht grundlegend ist und die Geschichte geprägt haben.

    Wenn man für seine Thesen nur die Gewalttätigen Beispiele hinzuzieht und die anderen ausblendet, beweist dies, dass es einem gar nicht darum geht, die Komplexität des gesamten Weltschlammassels zu verstehen, sondern im Vornherein seine Forschungsergebnisse festlegt.

    Auf diese Weise pendelt die Geschichte nur hin und her.
    20 4 Melden
    • Mutzli 05.05.2018 11:13
      Highlight Hm. Bin mir nicht sicher ob ich die Aussage unterstützen kann, denn während Glauben etwas sehr zentrales für eine Vielzahl von Leute ist, sind die extrem flexibel wenns darum geht die Religion (unbewusst) den eigenen Wünschen anzupassen, egal was da die heiligen Schriften sagen. SO haben ja auch die Jain als extreme Pazifistien Kriegsheilige z.B. Meiner Ansicht nach ist dieser absolute Wahrheitsanspruch an sich ein grosses Gefahrenpotenzial, da eigene Probleme zu Dogmen oder gött. Weisungen heraufstilisiert werden können.
      6 3 Melden
    • Agnos ~ 05.05.2018 15:44
      Highlight Das Neue Testament ist auf dem alten Testament aufgebaut, wo Gewalt die richtente - Schnur ist, und weit ins Christentum hinein noch gemessen wird, nach dem Manifest, des Zweischneidigen Schwert, das richtet zwischen Seele und Geist, und bis ins Mark und Gebein, eigentlich eine totalitäre Mord und Machtsucht. Von wegen Heilsgewissheit, bei Hölle, verloren sein, und Endzeitgericht, über die Strafe der ganzen Menschheit, sowas ist schlimmer als ein Massenmord aus Gottes Hand.
      7 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 05.05.2018 16:55
      Highlight Mutzli, das ist mit Garantie ein wichtiger Teil.
      Das andere von Knäckebrot gilt aber auch, denn die religiöse Erziehung spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Sie ist stark von der Glaubensideologie beeinflusst.
      Des Weiteren zieht eine gewalttätige Ideologie auch gewalttätige Menschen an.
      Es ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren, die zur Ausprägung der jeweiligen Religion führt.
      2 1 Melden
  • happygoalone 05.05.2018 10:21
    Highlight Ach, ob die Welt dann viel besser wäre, wenn wir uns nur aufs Diesseits konzentrieren? Ich meine die Verdrängung der Arten, das Ausbeuten unserer Ressourcen und die Achtlosigkeit, mit der wir leben, sind ja schon sehr diesseitig. Bitte nicht vergessen: Das Integrieren der jenseitigen Welt ins Diesseits bringt auch einen Frieden, der viele Menschen empathischer und liebevoller handeln lässt. Aber das ist dann halt nicht so spektakulär, sondern eher klein und fein.
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    • You will not be able to use your remote control. 05.05.2018 12:15
      Highlight > die Verdrängung der Arten, das Ausbeuten unserer Ressourcen und die Achtlosigkeit

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ebenbild_Gottes

      Da Gott das Diesseits zwischen das Jenseits gebaut hat und wir darin sein Ebenbild sind, sind die genannten Dinge unproblematisch.

      Sollte es aber keinen Ort geben, wo wir hin kommen, wenn die diesseitige Welt kaputt ist, dann wären sie nicht so gut.
      1 3 Melden
  • äti 05.05.2018 10:01
    Highlight Meine Lieblingstheorie ist die Reinkarnation. Also, man landet wieder als Ameise, Chinese, Tannenbaum, .....
    Das würde bewirken, dass man Allen und Allem grösste Sorgfalt geben würde. Man würde bei vielen Sachen genauer abklären, ob es nicht doch sich selbst treffen könnte. Einmal. Später.
    18 4 Melden
    • Oxymora 05.05.2018 11:31
      Highlight Was Reinkarnatiosglaube real bewirkt:

      Weil man im vorderen Leben über die Stränge geschlagen hat; hat man nun ein Leben in Armut und Knechtschaft verdient; marschieren, funktionieren und Klappe halten. Versuche die Situation zum Besseren zu wenden sind sinnlos.

      Deine vergangenen Leben sind Ursache für deine Ausbeutung, und nicht die religionisierte Elite.

      9 3 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 05.05.2018 11:35
      Highlight Das ist auch meine Theorie. Ich glaube an keinen Gott, ich finde die Reinkarnation noch logisch. Ich meine zu glauben das man Milliarden von Jahren auf seine Geburt wartet und vorher nichts war und dann beim Tod nichts passierts scheint irgendwie nicht ganz so logisch zu sein. Ähnlich wie Himmel und Hölle. Energie kann nicht zerstört oder erschaffen werden sondern nur in eine andere Form übergehen. Da muss ein bis jetzt unbekannter Prozess sein, der entscheidet welches Lebewesen wir sind.
      5 8 Melden
    • Maracuja 05.05.2018 12:03
      Highlight @äti: Meine Lieblingstheorie ist die Reinkarnation. ..... Das würde bewirken, dass man Allen und Allem grösste Sorgfalt geben würde

      Bewirkt der Hinduismus mit der Reinkarnationstheorie tatsächlich, dass z.B. die Inder ihrer Umwelt und ihren Mitgeschöpfen (Menschen und Tieren) mit grösster Sorgfalt begegnen? Oder finden sich dort nicht genauso Ausbeutung und Umweltzerstörung? Bis jetzt hat es m.E. noch keine Religion oder Ideologie es geschafft, den zerstörerischen Egoismus der Menschen zu beenden.
      7 0 Melden
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  • Zeit_Genosse 05.05.2018 09:52
    Highlight Die Annahme, dass die Welt friedlicher wäre, wenn wir uns noch stärker auf das Diesseits konzentrieren teile ich in der gemachten Formulierung nicht, weil jene Personen die die Welt unfriedlich machen sich im Diesseits engagieren ohne an das Jenseits zu denken. Der verdrehte Selbstmordattentäter ist ein Werkzeug eines Führers der im Diesseits für das Diesseits arbeitet und all die Machthaber machen es auch so. Sie wollen im Diesseits verehrt werden. Das Jenseits ist für jene die Trost im Elend oder Todeskampf suchen eine Möglichkeit das Diesseits noch auszuhalten. Es ist nicht schwarz- weiss.
    18 4 Melden
    • Liselote Meier 05.05.2018 10:16
      Highlight "Das Jenseits ist für jene die Trost im Elend oder Todeskampf suchen eine Möglichkeit das Diesseits noch auszuhalten"

      Daher Opium des Volkes. Flucht vor der Realität.
      16 11 Melden
    • Mutzli 05.05.2018 11:17
      Highlight Nee, für Selbstmorattentäter ist ja eben die religiöse Unterfutterung entscheidend, da sie mit der Hoffnung aufs Jenseits die angeborene Todaversion überwinden können. Klar kanns auch säkuläre Täter geben, die sind allerdings um einiges weniger wahrscheinlich und nicht selten dann doch auch durch quasi-religiöse ideologische Systeme motiviert.
      Die Probleme des Diesseits müssen im hier und jetzt gelöst werden und Vertröstungen auf ein evtl. besseres Jenseits hilft da wennig. Siehe z.B. die fund. Christen die sich nicht um Umwelprobleme scheren, weil Gott es ja schon richten wird.
      9 3 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.05.2018 12:05
      Highlight > Der verdrehte Selbstmordattentäter ist ein Werkzeug eines Führers der im Diesseits für das Diesseits arbeitet

      Du meinst, wenn der Selbstmordattentäter wie sein 'Führer' für das Diesseits leben würde und darum die ganzen Geschichten des 'Machthabers' nicht glauben würde, wäre das kein Unterschied?
      2 0 Melden
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  • Oxymora 05.05.2018 09:27
    Highlight Religiöse Energie ist scheint doch eher eine kulturelles Desaster zu sein, Errungenschaft würd ich das nicht nennen.

    Ein Thema, das schon die politischen Gemeinden betrifft.
    Manch eine schöpft bei Krediten für den Friedhof aus dem Vollen, beim Spielplatz, Kindergarten und Pflegeheim wird wir für Sparsamkeit plädiert.

    “Würde sich die Menschheit mehr aufs Diesseits konzentrieren, als die Aufmerksamkeit dem Jenseits widmen, wäre die Welt ein friedlicherer Ort.“
    Find ich auch



    Ausser nach dem Tod käm noch was, .....
    71 16 Melden
    • Agnos ~ 05.05.2018 11:38
      Highlight Wie viel Tribut muss gezahlt werden, um bei Odin Glückselig zu werden? Odin ist in Diesseits und nicht im Jenseits, bei den Sekten die Tribute verlangen. Geistliche Friedhöfe sind hirnloses Gefolge, die auf Befehl ihres Führers handeln, dies und jenes zu tun, unterandern wie Stalkern, am schlimmstens bis zu Tod, so ist die Glückseligkeit im Tod des Gewissens durch Kadavergehorsam dem Sektenführers gegenüber.
      7 6 Melden
    • Agnos ~ 05.05.2018 18:50
      Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • meine senf 05.05.2018 09:16
    Highlight Wie sangen schon Bob Marley und Peter Tosh:

    "Preacher man don't tell me
    Heaven is under the earth
    I know you don't know
    What life is really worth
    (...)
    Most people think
    Great God will come from the skies
    Take away everything
    And make everybody feel high

    But if you know what life is worth
    You would look for yours on earth
    And now you've seen the light
    You stand up for your rights"
    48 8 Melden
  • Maracuja 05.05.2018 09:14
    Highlight @Hugo Stamm: würde sich die Menschheit mehr aufs Diesseits konzentrieren ... wäre die Welt ein friedlicherer Ort.

    Ein gewagtes Fazit, insbesondere weil im vorangehenden Text keine ausreichenden Begründungen für diese These zu finden sind.
    • Würde eine Konzentration aufs Diesseits den Kampf um Ressourcen abschwächen?
    • Würde eine Konzentration aufs Diesseits die Ausbeutung und Unterdrückung von Millionen Menschen vermindern?
    Nur 2 von vielen Fragen, solange gute Argumente fehlen, bleibt ihr Fazit reine Vermutung.
    64 25 Melden
    • Hugo Stamm 05.05.2018 09:55
      Highlight @ Maracuja, Der Schluss- oder Kernsatz ist die Konsequenz der ganzen Argumentation. Ich kann es aber auch plump sagen: Religionen stellen unerfüllbare Forderungen und operieren mit der Angst vor Verdammnis. Das fördert den radikalen Glauben und extreme Auswüchse. Und es führt zu sektenhaften Entwicklungen im Denken, Handeln und Fühlen. Daraus entstehen die konfliktträchtige Konkurrenz der Religionen und die vielen Religionskonflikte. Ethisches Verhalten ist nicht an einen Glauben gebunden. Konzentration aufs Diesseits muss mit Verantwortungsbewusstsein einhergehen.
      34 16 Melden
    • lilie 05.05.2018 11:09
      Highlight @Hugo Stamm: Ein Mensch, der glaubt, dass egal, was er in diesem Leben anstellt, es nachher vorbei ist, hat aus Ihrer Sicht eine höhere Wahrscheinlichkeit, verantwortungsbewusst zu handeln als ein Mensch, der glaubt, nach seinem Tod für seine schlechten Taten bestraft zu werden?

      Bestechend logisch deduziert. 👍
      12 13 Melden
    • Maracuja 05.05.2018 11:56
      Highlight @Hugo Stamm

      Völlig einverstanden, ethisches Verhalten ist nicht an Glauben gebunden. Aber leider leben Menschen mit oder ohne Glauben über ihre Verhältnisse (ökologischer Fussabdruck), führen Menschen Kriege auch um Ressourcen und nicht nur aus religiösen Gründen. Es wäre schön, wenn die Konzentration aufs Diesseits mit mehr Verantwortungsbewusstsein einhergehen würde, dem menschlichen Verantwortungsbewusstsein stehen aber die von ihnen erwähnten Triebe gegenüber. Ob der Mensch ohne Religion automatisch verantwortungsvoller wird, bezweifle ich.
      13 0 Melden
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  • Follower 05.05.2018 09:04
    Highlight Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.
    9 2 Melden
    • Agnos ~ 05.05.2018 19:09
      Highlight Nicht schlecht, aber wie wird es übermorgen sein, obwohl es sachlich gesehen dann auch ein überübermorgen gibt.
      4 0 Melden
    • Knäckebrot 05.05.2018 19:34
      Highlight Irgendwie habe ich ein unbehagliches Gefühl, dass die Blitze und Herzchen umgekehrt gesetzt worden wären, wüssten die Leute was du zitiert hast (ausser diejenigen, die es wussten).

      Unbehaglich deshalb, weil die Gesellschaft nach Objektivität und sachlicher Betrachtung der Zusammenhänge schreit, aber wenn es um gewisse Themen geht, dann plötzlich in unheimlich plumpen Stammbeizenkategorien denkt und sich nur noch vermeintlich damit auseinandersetzt.

      Aber nun zeigt dein Beispiel, dass manches in der Gesellschaft gar nicht so schlecht ankommen würde, wären die Leute weniger voreingenommen.
      0 0 Melden
  • rodolofo 05.05.2018 09:03
    Highlight Allerdings kann auch diese Konzentration auf das Diesseits zu sehr unterschiedlichen Resultaten führen:
    Einer will noch möglichst viel fressen, saufen, "vögeln" und auf dem ganzen Erdball herumjeten, WEIL er ja nur dieses EINE Leben hat.
    Die Andere wird sehr achtsam durchs Leben gehen und jeden Moment ihres einmaligen Lebens mit all ihren Sinnen intensiv erleben, auskosten und geniessen.
    Ich will damit sagen, dass es weniger auf unsere Vorstellungen, Phantasien und Glaubensarten ankommt, als auf das, was wir aus diesen machen!
    Wenn ein Hindu Kühe respektiert, dann ist das doch prima!
    15 2 Melden
    • Agnos ~ 05.05.2018 11:11
      Highlight Sprüche wie; >was kümmerst dich um dein Essen, - die Vögel im Himmel tun es nicht und haben immer Futter."" Eigentlich ein widersprüchlicher Text, die mit der heutigen Misere unserer Zeit nichts gemeinsam hat, und nicht hinein passt. Selbst das Vogelsterben zeigt dass gewisse Vogelarten kaum Überlebenschancen und vom Aussterben bedroht sind. Soll das eine Heilsgewissheit sein, wenn nach Gerechtigkeit gehungert wird?
      10 3 Melden
    • TheRealSnakePlissken 06.05.2018 11:06
      Highlight Der Satz Jesu ist so zu verstehen, dass man/frau sich nicht sorgen soll, weil die Apokalypse kurz bevorsteht. In diesem Geist lebte Jesus (und viele, die ihn sich zum Vorbild nahmen und nehmen). Da braucht es weder einen Umsturz der Gesellschaft noch eine Pendionskasse, denn das wäre ja Unglaube....
      3 0 Melden
    • rodolofo 06.05.2018 11:23
      Highlight @ TheRealSnakePlissken
      Eine bevorstehende Apokalypse (im Mini-Format als Unfall und/oder Tod, im Maxi-Format als Gross-katastrophe wie Tsunami, Erdbeben, Krieg, oder Seuche) hat ebenfalls eine in sich widersprüchliche Doppel-Wirkung:
      Sie kann uns ängstigen, deprimieren und lähmen.
      ODER: Sie kann uns dazu bringen, jeden Moment unseres Noch-Lebens auszukosten und zu geniessen!
      Da der Untergang so, oder so kommt, brauchen wir uns selber keine Vorwürfe machen wegen vergleichsweise läppischen "Fehlern".
      Im ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen gibt es genau genommen gar keine Fehler.
      2 0 Melden
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  • peterpan42 05.05.2018 08:51
    Highlight Die Welt wird zu einem friedlicher Ort, wenn sich jeder nur noch aufs Diesseits konzentriert? Weil dann plötzlich niemand mehr nur auf sich und seine Wünsche schaut?
    Nicht die Hoffnung auf ein Jenseits ist meiner Meinung nach das Problem. Sobald sich jemand zu wichtig nimmt, seine Bedürfnisse über die der anderen stellt, wird steigt das Potential für Konflikte.
    20 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.05.2018 12:02
      Highlight > Weil dann plötzlich niemand mehr nur auf sich und seine Wünsche schaut?

      Nein, weil nicht alle Wünsche ohne Jenseits funktionieren und weil man die verbleibenden, ohne das Argument 'Gott will das so', korrekt begründen muss. Man ist ohne Jenseits niemals 'die Krönung der Schöpfung' und ohne Gott niemals 'der Auserwählte.
      3 3 Melden

Oh, Globuli! Dass Mediziner homöopathisch heilen wollen, ist eigentlich ein Skandal 

In Deutschland kritisieren Ärzte die Homöopathie, eine Apotherkerin verkauft keine Globuli mehr. Und in der Schweiz? Da fehlt oft die Ehrlichkeit. 

Die Fakten sind klar: Manche homöopathische Mittel sind so stark verdünnt, dass sie keine Wirksubstanz mehr enthalten. Das bestreiten auch Vertreter der umstrittenen Methode nicht.

Sie behaupten unter anderem, die Informationen oder Energien der Ursubstanz gingen auf die Trägerflüssigkeit über. Ausserdem potenziere sich die Wirkung durch die Verdünnung.

Das sind abenteuerliche Interpretationen, die jeder wissenschaftlichen Erkenntnis und allen Naturgesetzen widersprechen. Das ist etwa so, als …

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