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Young Buddhist devotees use their mobile phones as they sit under the frescos for prayer inside a temple during Buddha Purnima in Kolkata, India, Saturday, May 21, 2016. The festival marks the triple events of Gautam Buddha's life: his birth, his enlightenment and his attaining a state of Nirvana that frees believers from the circle of death and rebirth. (AP Photo/ Bikas Das)

Etwas Buddha und viel moderne Konsumlust: Junge Buddhisten in Kalkutta.  Bild: Bikas Das/AP/KEYSTONE

Wir sind keine buddhistischen Bettelmönche – und stecken deshalb in der religiösen Konsumfalle

20.08.16, 11:34 20.08.16, 14:26


Die christlichen Kirchen stecken in unseren Breitengraden in der Krise, ihre Heilslehre ist antiquiert und nicht mehr sexy. Da die religiösen Bedürfnisse nicht in grossem Stil schwinden, brauchen die entfremdeten Gläubigen Ersatz. Denn nur die wenigsten Leute setzen sich so intensiv mit religiösen Fragen auseinander, dass sie allenfalls Agnostiker oder Atheisten werden.

Als Alternative bietet sich vor allem der Buddhismus an. Der Hype um den Dalai Lama, der am 14. Oktober im Zürcher Hallenstadion auftritt, verdeutlicht die Hinwendung zu fernöstlichen Heilsvorstellungen.

gif: giphy

Der Buddhismus hat ein freundliches Gesicht und gilt als sanfte Glaubensform. Er ist keine Religion im eigentlichen Sinn, sondern eher eine spirituelle Weltanschauung oder ein Lebensweg. Gott spielt kaum eine Rolle. Der historische Buddha geht davon aus, dass Gier, Hass und egoistische Lebensmotive die Menschen antreibt.

Hat Buddha die Macht vergessen?

Damit liegt er zweifellos richtig, wie ein Blick in die Gegenwart zeigt. Diese unschönen Eigenschaften bringen auch heute noch viel Leid in die Welt. Möglicherweise mehr denn je. Vielleicht müsste man Buddha zuflüstern, er habe die Macht vergessen.

Wenn nun aber die reichen und verwöhnten Neo-Buddhisten aus dem Westen den Buddhismus verklären und mit ihrem Mercedes ins Hallenstadion pilgern, verhöhnen sie den Buddhismus. Denn die Heilslehre bedeutet vor allem Verzicht. Um das Leiden auf der Welt zu überwinden, hat Buddha radikale Verhaltensregeln aufgestellt.

Unter der Bildstrecke geht es weiter im Text ...

Rasiert und enthaltsam: Diese Nachwuchs-Mönche bereiten sich auf Buddhas Geburtstag vor

Er verlangt, dass keine Lebewesen getötet werden, dass wir nichts annehmen, das uns nicht gegeben wird (die Bettelmönche setzen das Gebot mit den Bettelschalen in der Hand konsequent um), dass wir keine ausschweifenden sinnlichen Handlungen vollziehen, nicht lügen und keine berauschenden Substanzen konsumieren.

Übermenschliche Anforderungen

Der Weg zum vorbildlichen Menschen führt über die Meditation. Sie soll uns befreien von allen äusseren Bindungen und Bedürfnissen. Ziel ist unter anderem, innerlich leer zu werden. Letztlich geht es um die Überwindung des Ich, von dem die Gier ausgeht. Sie führt in die Entsagung gegenüber äusserlichen Aspekten und Dingen.

Das sind übermenschliche Anforderungen – vor allem für Wohlstandsmenschen. Ausserdem wird die grobstoffliche Welt abgewertet und verteufelt. Sie ist ein einziges Reservoir an Versuchungen, die uns vom Heilsziel abbringen.

Novice Buddhist monks wait for alms during Buddha Jayanti, or Buddha Purnima festival in Kathmandu, Nepal, Saturday, May 21, 2016. The festival marks the triple events of Gautam Buddha's life: his birth, his enlightenment and his attaining a state of Nirvana that frees believers from the circle of death and rebirth. (AP Photo/Niranjan Shrestha)

Buddhistische Bettelmönche in Kathmandu. Bild: Niranjan Shrestha/AP/KEYSTONE

Der Buddhismus lernt die Gläubigen nicht, mit den Trieben und alltäglichen Bedürfnissen verantwortungsvoll umzugehen. Diese müssen verdrängt und durch Meditation überwunden werden. Es ist der untaugliche Versuch, das Böse aus der Welt zu verdrängen. Eine Form von Gehirnwäsche.

Die geistige Welt allein reicht nicht

Doch will ich mich einseitig auf die geistige Welt konzentrieren und das Äussere eindämmen? Geht das überhaupt? Zweimal nein. Beide Aspekte sind Realität und machen das Sein aus. Wer sich nur auf eine Seite konzentriert, spaltet einen Teil seines Bewusstseins ab und handelt sich womöglich psychische Probleme ein.

Unsere Sinne und Gefühle sind die stärksten Lebensenergien und stark an die äussere Welt gebunden. Eine radikale Vergeistigung, wie sie der reine Buddhismus lehrt, führt zu einer Verarmung und Einschränkung des Bewusstseins. Das Innere und Äussere bedingen sich gegenseitig. Es ist eine mentale Vergewaltigung, einen Aspekt überwinden zu wollen.

Deshalb stecken westliche Buddhismus-Fans auch in religiösen Fragen in der Konsumfalle gefangen.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

Konsum und Religion: Wofür Menschen (und Pinguine) alles Schlange stehen

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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126Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Share 24.08.2016 11:41
    Highlight Er schwaermte noch Monate danach vom Goa-Aufenthalt, die tolle Lebensart des Sich-Zentrierens und der Ganzheit fernoestlicher Spiritualitaet (…). Ich, ein Kind der Pharma, erklaerte ihm, dass wir im Westen Substanzen dafuer gefunden haetten und dass dies nichts anderem als der kuenstlich herbeigefuehrten Abnabelung oder Ueberwindung der Koerperlichkeit entspricht. Die Anaesthesie ist eine Wissenschaft und besitzt Zweckmaessigkeit. Meditation, Eintauchen in Atman oder Loslassen mit dem Ziel im Nirwana aufzugehen bedingt die Koerperlichkeit, die Sinnlichkeit. Ist das ueberwunden, ist man tot.
    0 8 Melden
    • Share 26.08.2016 14:52
      Highlight Da freut sich das Tintenherz. Also wir haben das Pharma-Wasser, die Syrer das Chlor-Wasser, in Tschernobyl und Fukushima gibt es bereits radioaktives Wasser. Mit Wasser laufen die Mühlen umso besser, das ist es doch, was du sagen wolltest, nicht?
      0 3 Melden
    • Share 27.08.2016 00:36
      Highlight Ich mag das Narkotika fuer die Gesellschaft nicht. Ob das dann Meditation oder Medikamentation heisst, spielt eine untergeordnete Rolle, bis auf die Abwasser natuerlich.
      0 0 Melden
  • Share 24.08.2016 11:39
    Highlight Ob das Ziel Locked-in auf Dauer erstrebenswert ist, wage ich zu bezweifeln. Wobei ich gleich an Logged-in denken muss und da waeren wir bereits wieder bei der Virtual Reality. Also seien wir froh, dass es einem noch die Nackenhaare aufstellt und so.
    1 2 Melden
  • Entkehrung 22.08.2016 17:59
    Highlight Ob Buddhismus, Christentum oder eine andere Religion. Meiner Erfahrung richten die meisten Gläubigen ihr Leben kaum an zentralen Aussagen ihres Glaubens aus. Religiosität wird vielmehr dazu gebraucht, sich kleine Inseln im Alltag zu schaffen, wo man sein Gewissen beruhigen kann. Dazu reicht ein oberflächliches Glaubensverständnis und die "Fahrt mit dem Mercedes zum Hallenstadion" stört nicht weiter.
    2 2 Melden
  • Pasionaria 22.08.2016 17:48
    Highlight gelesen
    cc Dracula

    Du hast völlig recht "Wenn man den hektischen Alltag nur noch mit Meditation (sich beruhigen > Bedürfnisse in den Hintergrund schieben) und Yoga bewältigen kann, läuft doch was in unserer Gesellschaft schief......" > ich würde noch weiter gehen und meinen, da läuft auch etwas in seiner Persönlichkeit falsch.

    Die Meditation öffnet auch der Selbsttäuschung Tür und Tor. Sicher eine brauchbare Methode, aber wie sovieles: mit Mass (nicht bis es fibriert......!)
    0 2 Melden
    • gelesen 22.08.2016 21:27
      Highlight Pasionaria
      Dann fibriert es eben nicht mehr, obwohl es eigentlich fiepriert, das ist nicht gut für die Gesundheit.
      0 0 Melden
    • Pasionaria 22.08.2016 22:21
      Highlight gelesen
      Das Leben darf und soll vibrieren (!,) aber nicht die Meditationsmatte noch der Fussboden.....!!
      Das kann's nicht sein.
      0 0 Melden
    • gelesen 22.08.2016 22:39
      Highlight … und wie ist es mit den Innereien? Sollen sie sich durchschütteln lassen, ohne Fussboden und Meditationsmatte, wenn sie eigentlich sehr Wichtiges zu tun haben und ich dabei schlafen sollte?
      Das kann s wirklich nicht sein.
      0 0 Melden
    • Pasionaria 22.08.2016 23:31
      Highlight gelesen
      nun - zu Risiken, Nebenwirkungen und deren Folgen wende man/frau sich dezidiert beim Vibrationen auslösenden Guru.
      Nicht nachlassen, bis man davon befreit wird.
      Das bist Du Deinen Innereien schuldig.
      0 0 Melden
    • gelesen 23.08.2016 06:33
      Highlight Pasionaria
      Leider haben sie keine Beipackzettel, sind schwierig zu fassen und übernehmen keine Verantwortung für das, was sie bei Einzelpersonen auslösen.
      0 0 Melden
    • Pasionaria 23.08.2016 17:30
      Highlight gelesen
      trotzdem und vorallem - wie heisst es so schön:
      beanstanden ist leicht - beharren ist Kunst.
      Du scheinst ja der Kunst nicht abgeneigt zu sein!
      Also nichts wie los......


      0 0 Melden
  • ströfzgi 21.08.2016 22:54
    Highlight Na ja... Gibt es keine neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie mehr, sucht man halt das Haar in der Suppe irgendwo. Egal wo. Wovon soll sonst ein "Sektenkenner" (wie wird man das eigentlich? 😉) auch leben?
    7 12 Melden
    • Pasionaria 22.08.2016 17:21
      Highlight Geht es noch einfältiger? Hoffentlich nicht.
      Ihr Beitrag wäre echt Goldmedaillen würdig in der Rubrik: der dümmste Blogbeitrag im August!
      Nur zur Info (wahrscheinlich sinnlos in Ihrem Falle) > ein Sektenkenner ist jemand, der über ein umfangreiches Wissen und grosse Erfahrung mit Religionen und relig. Gemeinschaften hat. Jemand, der sich damit auseinandersetzt und vorallem unzählige Berichte von Aussteigern kennt und studiert.
      Es soll nach Ihnen keine neurelig........ etc. geben - sind Sie von dieser Welt oder schon im ultrareligiösen Sumpf versunken?

      9 3 Melden
  • Elvenpath 21.08.2016 18:47
    Highlight In 2 Punkten muss ich widersprechen:

    1. Die religiösen Bedürfnisse schwinden sehr wohl in großem Stil.

    2. Man muss sich nicht mit dem Thema Religion auseinandersetzen um Atheist zu sein. Es gibt genügend Atheisten, die nie auch nur einen Gedanken an Religionen verschwendet haben, weil es sie schlicht einfach nicht interessiert. Der Fachbegriff lautet: Apathische Atheisten. Und genau diese Atheisten sind für die Religionen das größte Problem. Nicht die Atheisten, die sich gegen Religionen artikulieren.
    10 3 Melden
  • olive 21.08.2016 12:13
    Highlight @Ingenieur

    das ist absolut nicht meine Absicht, wie auch. Aber glaube heisst Glaube, weil es Glaube ist, Beweise gibt es keine. Nur das sage ich. Ansonsten kann jeder glauben, was er will.
    2 2 Melden
    • gelesen 21.08.2016 18:48
      Highlight dracului
      Er lehrt uns Ruhe in den hektischen Alltag zu bringen. Lehrt er uns auch, Veränderungen herbeizuführen, dass das Leben mehr unseren menschlichen Bedürfnissen entspricht?
      Wenn man den hektischen Alltag nur noch mit Meditation (sich beruhigen > Bedürfnisse in den Hintergrund schieben) und Yoga bewältigen kann, läuft doch was in unserer Gesellschaft schief, warum setzt man nicht da an, warum müssen wir uns beruhigen und Gelassenheit üben, warum müssen wir zu allem freundlich Lächeln?
      3 0 Melden
    • gelesen 21.08.2016 19:40
      Highlight sorry,Olive, sollte an dracului 21.8. 10:29 unten gehen.
      das da oberhalb
      0 0 Melden
  • dracului 21.08.2016 10:29
    Highlight "Der Buddhismus lernt die Gläubigen nicht, mit den Trieben und alltäglichen Bedürfnissen verantwortungsvoll umzugehen."
    Aus dem bewussten (temporären) Verzicht können interessante körperliche und geistige Erkenntnisse gewonnen werden (wie z.B. beim Fasten). Auch das Konzept der Achtsamkeit (Moment bewusst leben) halte ich für sehr "alltagstauglich" - gerade in der heutigen Zeit. Yoga, Meditation und viele andere östliche Weisheiten helfen, etwas Ruhe in unser hektisches Leben zu bringen und unsere Bedürfnisse und Handlungen bewusster wahrzunehmen und verantwortungsvoller damit umzugehen.
    24 3 Melden
    • Yoni 21.08.2016 15:05
      Highlight Von welchem buddhistischen Unfug sprichst du?
      6 1 Melden
    • oskar 21.08.2016 19:32
      Highlight @k_schurke: Ich wüsste wirklich gerne, wieso du dich beim thema buddhismus immer derart ereifern musst?! Und es erstaunt mich, dass einer, der so viel darüber zu wissen vorgibt, überhaupt nicht zwischen den sehr unterschiedlichen ausprägungen des buddhismus unterscheidet... Offenbar hast du dich nur mit dem tibethischen buddhismus befasst, der jedoch nur eine strömung des buddhismus ausmacht. Die aufgezählten punkte treffen mitnichten auf alle buddhistischen schulen zu
      14 1 Melden
    • planeto 22.08.2016 09:18
      Highlight Yogi Bhajan und Sri Chimnoy sind aber beides keine Buddhisten.
      1 0 Melden
  • olive 21.08.2016 09:44
    Highlight @Phrosch
    dass du einem Gott Rechenschaft ablegen musst, ist eine Vorstellung in deinem Kopf, die du aber offenbar gerne akzeptierst.

    @Michael Mettler

    wie kann ein Glaube etwas mit "wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit " zu tun haben?
    Sollte man versuchen, den Glauben und die Wissenschaft zu mischen, landen wir allenfalls im Kreationismus, aber nicht bei der Wissenschaft.

    @Ingenieur

    nicht schön und nicht wahr, was Sie da behaupten.
    4 5 Melden
    • Ingenieur 21.08.2016 10:50
      Highlight @olive Es ist nicht schön und nicht wahr, was du da behauptest. Du willst, dass die Leute, das glauben was du glaubst, ansonsten sei es bloss "in ihrem Kopf eine Vorstellung". Du unterscheidest dich von einigen Missionaren in keiner Weise. Das ist sehr schade.
      5 4 Melden
    • Elvenpath 21.08.2016 18:51
      Highlight @Ingenieur

      wenn sie nicht beweisen können, dass man seinem Gott Rechenschaft ablegen muss, ist es nun mal nur eine Vorstellung im Kopf.
      Die Anwendung von Logik und Vernunft ist eine Methode zu diskutieren und hat nichts mit missionieren zu tun.
      Wenn sie das als missionieren bezeichnen, ist jede Diskussion Mission.
      3 2 Melden
    • Ingenieur 21.08.2016 19:50
      Highlight @Elvenpath es ist genau so viel eine Vorstellung im Kopf wie damals als Leute den anderen vermitteln wollten, dass die Erde rund ist. Dies konnte man im Jahre 500 noch nicht "wissenschaftlich" tun, das machte es dennoch nicht weniger wahr. Und sicherlich nicht bloss eine Vorstellung Kopf. Nur weil du nicht die gleichen Erlebnisse und Erkenntnisse wie andere hast, heisst das nicht, dass es nur in deren Kopf geschieht. Dies redest du dir nur ein aus Selbstschutz. Es macht ja auch keinen Sinn an einen Gott zu glauben nur weil irgend eine andere Person das behauptet. Würde ich auch nicht tun.
      2 2 Melden
  • Maracuja 20.08.2016 21:06
    Highlight @Hugo Stamm: Denn nur die wenigsten Leute setzen sich so intensiv mit religiösen Fragen auseinander, dass sie allenfalls Agnostiker oder Atheisten werden.

    Wie muss man diesen Satz verstehen? Wer nicht Agnostiker oder Atheist ist, hat sich zu wenig intensiv religiösen Fragen auseinandergesetzt? Wenn vor allem intensive Beschäftigung mit solchen Fragen zum Agnostizismus/Atheismus führt und nur wenige Leute bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen, weshalb gibt es denn so viele Glaubensfreie?
    30 5 Melden
    • Ingenieur 20.08.2016 23:31
      Highlight Klar, Stammt lebt davon andere zu diffarmieren (manche zu recht, manche nicht, da er einfach alles was glaubt, über einen Kamm schert) und die Aussage, die dir aufgefallen ist, ist nichts als ein passiv agressiver Sidekick von Stamm an Gläubige. Der Mann kennt nichts.
      24 15 Melden
    • rodolofo 21.08.2016 08:23
      Highlight @ Ingenieur
      So würde ich das nicht sagen.
      Hugo Stamm hat einen klaren Standpunkt, von dem er das Geschehen im Allgemeinen und das Religiös-Sektiererische Geschehen im Speziellen betrachtet.
      Ich schätze eine solche "Sesshaftigkeit", da sie eine Vertiefung in den jeweiligen Standort und das Malen eines detailliert ausgearbeiteten Bildes ermöglicht!
      Ich selber bin mehr ein "gemischter Typ" (sowohl Bauer, als auch Zigeuner), der lange Zeit in der "Fremde" sesshaft sein kann.
      Darum gehe ich mit Hugo Stamm einig und widerspreche ihm trotzdem sehr oft.
      3 5 Melden
    • Hugo Stamm 24.08.2016 23:08
      Highlight @ Maracuja die meisten Glaubensfreien wenden sich von der christlichen Lehre ab, weil sie mit dem Glauben nichts anfangen können oder keine Steuern sparen möchten. Religiöse Fragen interessieren sie kaum. Deshalb haben sie auch mit dem Atheismus nichts am Hut. Nur Skeptiker, die sich intensiv mit Glaubensfragen auseinadersetzen, kommen allenfalls zum Schluss, dass die herkömmlichen Religionen widersprüchlich sind und das Konzept Gott nicht glaubwürdig ist. Es braucht viel Mut und Wissen, religiöse Ideen abzulegen und Atheist zu werden. Ein Schritt, den die meisten Kirchenaustreter nicht wagen.
      4 1 Melden
    • Hugo Stamm 25.08.2016 09:09
      Highlight Sollte natürlich heissen: Weil sie Steuern sparen möchten...
      2 0 Melden
  • Phrosch 20.08.2016 19:37
    Highlight Spannend, dass Herr Stamm offenbar annimmt, dass eine intensive Auseinandersetzung mit Religion und Glaube den Menschen von ebendiesen wegbringt. Mir ging es genau umgekehrt: gerade durch die intensive Auseinandersetzung mit diesen Fragen brachte mich zum Glauben. Und auch der christliche Glaube ist nicht schuld an der Konsumgesellschaft. Es ist eher so, dass Menschen, die keiner höheren Macht, keinem Gott Rechenschaft ablegen müssen, sich selbst mit Konsum und Vergnügen huldigen.
    17 28 Melden
    • Maracuja 20.08.2016 20:55
      Highlight Komischerweise konsumieren aber gerade viele Menschen, die an einen Gerichtstag glauben, genauso (wenn nicht noch mehr) als Nichtgläubige. So sind um nur zwei Bespiele zu nennen,weder die Saudis noch die US-Amerikaner als besonders genügsam bekannt. Die Bereitschaft zu Konsumverzicht und mehr Solidarität mit den Armen scheint nicht besonders stark davon abzuhängen, ob jemand gläubig ist.
      23 6 Melden
    • Ingenieur 20.08.2016 23:30
      Highlight @Maracuja Die Amerikaner sind nicht dafür bekannt besonders gläubig zu sein. Nur weil jemand in eine Kirche geht, ist er noch lange nicht gläubig. Was jemand wirklich glaubt zeigt sich erst in seinem Handeln.
      11 15 Melden
    • blobb 21.08.2016 03:37
      Highlight @Ingenieur
      Amerika ist das westliche Land, in dem sich die meisten Leute als gläubig bezeichnen. Das ist ein Fakt.
      Deine Aussage ist eine Behaupzung, die dir gerade in den Kram passt.
      11 5 Melden
    • Maracuja 21.08.2016 09:40
      Highlight @Ingenieur

      Geht es wieder mal um die wahren Schotten? Die Gläubigkeit kann man den Amerikanern, die sich nicht nur zum Christentum bekennen, sondern regelmässig Gottesdienst besuchen, nicht absprechen. Man kann sich höchstens fragen, wie weit ihre Glaubensvorstellungen tatsächlich mit den ursprünglichen Lehren ihrer Religion übereinstimmen. So wie es Hugo Stamm bei Mercedes fahrenden konsumfreudigen Buddhisten tut. Einerseits werfen Sie Herrn Stamm Diffamierung vor, wenn er solche Fragen stellt, anderseits haben sie selbst kein Problem, anderen einfach die "rechte" Gläubigkeit abzusprechen.
      2 0 Melden
    • Ingenieur 21.08.2016 10:48
      Highlight Euch gefällt das nicht, dass eure Ansicht womöglich falsch ist. Aber es ist Fakt, dass über 60% der Amerikaner nicht in die Kirche gehen. Von denen, die gehen sind rund 50% Mosleme. Also bleiben noch 20% der Amerikaner übrig, die in die Kirche gehen. Und schon nur deswegen kann man die Konsumgeilheit "der Amerikaner" kaum in irgend einer Weise darauf aufhängen.

      Man muss dem amerikanischen Volk den Glauben nicht absprechen (wenn man vom ganzen Volk spricht), es tut dies mit seinem handeln ja von selbst.

      Es ist halt einfacher alle in den gleichen Topf zu werfen. Aber so einfach ist das nicht.
      2 5 Melden
    • Elvenpath 21.08.2016 18:54
      Highlight Dass Gläubige weniger konsumieren, widerspricht all meinen Lebenserfahrungen.
      Das sind so Diffamierungen, die religiöse Apologeten gerne machen.
      2 2 Melden
    • Kstyle 21.08.2016 20:29
      Highlight ich denke bei uns gehen auch nicht mehr als 10% regelmässig in eine kirche.
      4 0 Melden
    • formerly known as 22.08.2016 09:28
      Highlight Wieso muss man in die Kirche um als gläubig zu gelten? Man kann ebenso gut auf einem Berg in aller Einsamkeit glauben, oder während des Einkaufens oder während des Autofahrens oder bei was-auch-immer.

      Gibt ja schliesslich genug die jeden Sonntag in die Kirche oder sonstwohin rennen, Wasser predigen und dann trotzdem Wein trinken und dies zieht sich so ziemlich durch alle Glaubens- und Gesellschaftsschichten...
      0 0 Melden
  • bfm 20.08.2016 19:07
    Highlight Ist es für H.S. undenkbar, dass jemand trotz intensiver Beschäftigung mit Religionen und Glaube und nach einigen Schlüsselerlebnissen NICHT Agnostiker oder Atheist wird? Vielleicht ist ein aufgeklärter Glaubender auch zur Überzeugung gelangt, dass es Gott geben muss, wie immer man ihn auch nennen will (Jehova, Allah, Manitou usw.).
    "Agnostiker" ist ohnehin ein sprachliches Unding. GLAUBE zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es sich nicht um WISSEN handelt. Somit ist per definitionem jeder Gläubige ein Agnostiker, allerdings nicht einer mit Zweifel, sondern mit einer inneren Überzeugung.
    17 15 Melden
    • Elvenpath 21.08.2016 18:58
      Highlight "Vielleicht ist ein aufgeklärter Glaubender auch zur Überzeugung gelangt, dass es Gott geben muss, wie immer man ihn auch nennen will (Jehova, Allah, Manitou usw.)."

      Aua, das tut weh. Denn die verschiedenen Götter sind extrem unterschiedlich. Es können nicht alle wahr sein. Wohl aber können alle falsch sein.
      1 5 Melden
  • Spooky 20.08.2016 18:10
    Highlight "Wenn nun aber die reichen und verwöhnten Neo-Buddhisten aus dem Westen den Buddhismus verklären und mit ihrem Mercedes ins Hallenstadion pilgern, verhöhnen sie den Buddhismus."

    Der Dalai Lama ist selber reich und verwöhnt. Er musste in seinem ganzen Leben noch nie arbeiten gehen. Er wurde von klein auf gehätschelt und verwöhnt. Und er hatte in seinem ganzen langen, schönen Luxusleben noch nie Geldsorgen. Hört mir doch auf mit diesem sonderbaren Heiligen!

    Und von wegen Mercedes: Wie kommt der Dalai Lama zum Hallenstadion? Mit dem Velo?
    20 6 Melden
    • Share 21.08.2016 10:37
      Highlight Konsequenz würde heissen, zu Fuss.
      0 1 Melden
    • Share 21.08.2016 12:40
      Highlight Ouch, jetzt tobt die Tafelrunde: Fanmarsch sofort.

      Sollte eigentlich heissen: bei Fuss. Die Blaupause ist nicht zu uebersehen. Koerperlichkeit ueberwinden gibt es eigentlich nur in einem Bereich, der Virtual Reality. Und damit waeren wir in der Realitaet angekommen. Da ist diese Spiritualitaet, die ein ganzes Kastensystem rechtfertigt, eine sozialistische Revolution zum Abschuetteln dieser Konventionen noch heute traegt und sich selbst zur Leistung versklavt. Da gibt es bereits die Barfuesser, die sich der Konsequenz schon laenger einmal angenommen hatten, gell Franziskus.
      0 0 Melden
  • rodolofo 20.08.2016 15:06
    Highlight Ich finde dieses Buddhistische Ziel des meditativen "Leer Werdens" schon ziemlich fragwürdig.
    Warum sollen denn die Gedanken nicht einfach da sein dürfen? Schliesslich gehören unsere Gedanken zu unserem "Mensch-Sein" unbedingt mit dazu!
    Ansonsten wären wir Schafe, oder Yaks...
    Meine Gedanken und mein "inneres Kino" sind doch willkommene Do-it-yourself-Unterhaltung!
    Ich verdächtige "Spirituelle Meister", dass sie durch lange Meditationspraxis leer gewordenen Gehirne von fortgeschrittenen Buddhisten mit neuem, von ihnen bevorzugten Inhalt füllen möchten!
    E voila, da haben wir die Gehirnwäsche...
    13 24 Melden
  • rodolofo 20.08.2016 14:46
    Highlight Ich sehe bei der Askese Buddhistischer Mönche Parallelen zur Askese von Mönchen und Nonnen in Christlichen Klöstern, die ebenfalls den weltlich-materiellen Dingen entsagen.
    Früher schickte bei uns jede Familie ein oder mehrere Kinder in Klöster, wo sie ein "Gottgefälliges" Leben zu führen hatten.
    Das war eine Art von Geburten-Kontrolle!
    Zölibatär und bescheiden lebende Mönche und Nonnen lagen der Gemeinschaft nicht auf der Tasche und zeugten keinen Nachwuchs.
    Interessanterweise werden heute in personell unterdotierten Katholischen Klöstern Räumlichkeiten an Buddhistische Mönche untervermietet.
    7 4 Melden
  • Les 20.08.2016 14:46
    Highlight Also sprach FSM: "Ich bin die Sauce, die Spaghetti und der Parmesan. Kein Weg führt zu den Pasta ausser durch mich!" Gemeinsam alle miteinander nicken, laut "Ramen!" sagen und das Spaghettireich ist euer! Arrgh
    32 11 Melden
  • Michael Mettler 20.08.2016 14:20
    Highlight Toller Beitrag über ein spannendes Phänomen. Der Bezug zum Christentum ist wie immer gesucht und plump. Wie sagt man so schön: Ein Blog braucht ein Wiedererkennungsmerkmal...
    15 18 Melden
  • Nausicaä 20.08.2016 14:08
    Highlight Und ich glaube kaum, dass die Buddhisten es als Verhöhnung betrachten, wenn Westler mit dem Mercedes ankommen, solche Überlegungen (jedenfalls as far as I know) liegen denen wenns denn funktioniert mit ihrer Einstellung / Glauben, so ziemlich fern...Sehen Sie es denn als Verhöhnung? Als Verhöhnung der 'Gehirnwäsche'? Da geht was gröber nicht auf...
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    • Joe924 20.08.2016 14:25
      Highlight Es ist denen völlig egal. Du kannst auch als Buddhist einen Aston Martin fahren, solange du nicht daran festhältst, dh. nicht wütend wirst wenn ihn Jemand klaut oder verkratzt ist alles ok. Das ist natürlich nicht einfach, ein Mönch würde die Gefahr sehen und den kleinen Nutzen und sich nichtmal einen Aston schenken lassen ;-)
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  • Nausicaä 20.08.2016 14:03
    Highlight Warum so absolut? Was ist verwerflich daran, sich aus dem Buddhismus das Eine oder Andere abzuschauen? Viele 'Glaubenssätze' sind schliesslich progressiv, Budd. wissenschaftlich erwiesenermassen meist zufriedene, Menschen. Dass Ihnen die Negierung des Körpers nicht passt, ist Ihr Recht auf eine Meinung, aber auch die Sinnenfreude hat religiöse Züge. Und das budd. Ziel, die Überwindung von Trieben für Gehirnwäsche zu erklären, das halte ich sogar für ein bisschen arrogant.
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  • lilie 20.08.2016 13:33
    Highlight Ich glaube, das sind nur wenige, welche das asketische Leben eines buddhistischen Mönches als Alternative zum Christentum sehen. Dieses unterscheidet sich nämlich kaum von asketischen Leben eines christlichen Mönches... oder sonst einer Glaubensrichtung.

    Was die Menschen mE suchen, ist Inspiration für ihr (westlich geprägtes) Leben. Der Buddhismus ist nur eine Quelle, aus der geschöpft wird.

    Und in meinem Empfinden ist der Hype schon lange wieder am Abklingen. Meditation hat sich längst con der buddhistischen Religion emanzipiert und Eingang gefunden in den westlichen Alltag.

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  • Matrixx 20.08.2016 13:12
    Highlight Man muss nicht Buddhist sein, um ein buddhistisches Leben zu führen. Das ist in unserer materialistischen, kurzlebigen Welt schlicht nicht möglich.
    Aber wer mal Bücher über den buddhistischen Lebensweg liest, kann einiges davon sehr hilfreich umsetzen.
    Es geht nicht darum, sich als Einsiedler ins Exil zu begeben und sich alles Materielle abzuschwören. Es geht viel mehr darum, sich dem Leben, dem "Lebendigsein", bewusster zu werden und mehr Gelassenheit ins Leben zu bringen.
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    • Nausicaä 20.08.2016 14:23
      Highlight Ist doch egal, ob man es von Buddha hat oder von Seneca!
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  • Anam.Cara 20.08.2016 12:25
    Highlight Ich hatte einmal die Gelegenheit, mit einem buddhistischen Mönch zu sprechen, der auf Wanderschaft war (bevor er sich wieder für ein paar Monate ins Schweigen zurück zog).
    Dieser Mann strahlte eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit aus. Und eine tiefe Weisheit. Dazu war er von einer Freundlichkeit, die man selten antrifft.
    Irgend etwas muss der Mann richtig gemacht haben. Er schien so sehr mit sich und der Welt im Einklang zu sein, dass mir die Behauptung einer Bewusstseinsspaltung vorkommt wie blanker Hohn.
    Aber klar: nicht alle finden Menschen gut, die eine besondere "Würde" ausstrahlen.
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    • Knut Atteslander 20.08.2016 13:19
      Highlight Das mit der Bewusstseinspaltung bezieht sich ja auf die grosse Gruppe an westlichen Menschen (die einer Arbeit nachgehen und in unserer westlichen Kultur leben), nicht auf einen einzelnen Menschen (der sich zurück zieht und "keine Bindung" zum "Rest der Gesellschaft" hat).
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    • Elvenpath 21.08.2016 19:06
      Highlight "Dieser Mann strahlte eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit aus."

      Problem: Mit so einer Einstellung entwickelt sich keine Gesellschaft weiter.
      Oft braucht man Emotionen, einen inneren Antrieb, Verbissenheit um etwas zu erreichen.
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  • lukass 20.08.2016 12:25
    Highlight Zur Kritik an der Meditation aus Zen Sicht:
    Die Zen Meditation hat nicht das Ziel, sich nur auf die geistliche Welt zu konzentrieren. Sondern sich im Gegenteil auf die Welt wie sie ist voll und ganz einzulassen.
    Denn durch unsere gelernten Abwehrhaltungen und Ängste wehren wir ständig unangenehme Empfindungen von uns ab. Wenn uns z.B. jemand kritisiert, gehen wir oft in einen Gegenangriff über um den "Schmerz" der Kritik nicht wahrnehmen zu müssen.
    Diesen jedoch komplett wahrzunehmen, als Realität anzusehen und zu akzeptieren (wodurch er gelindert wird), kann in der Meditation geübt werden.
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  • sidi77 20.08.2016 12:19
    Highlight "Die Heilslehre der christlichen Kirche ist antiquiert und nicht mehr sexy ..." Nach dem Lesen dieses dumben Einstiegssatzes weiss ich, dass ich nicht weiterlesen muss, weil die Schlussfolgerungen aus dieser These nicht geistreicher werden.
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    • Michael Mettler 20.08.2016 14:14
      Highlight @kurt: typisch atheist: vorurteile ohne ende. Common ihr seid doch aufgeklärt. Dann tut auch so
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  • Joe924 20.08.2016 12:17
    Highlight Ich freue mich immer etwas kritisches über meine "Glaubensrichtung" zu erfahren, und es gäbe auch einiges zu berichten. Aber viele Aussagen dieses Artikels sind schlichtweg falsch und zeugen von der Ignoranz des Authors sich neutral in dieses Thema einzulesen. Schade.
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    • Matrixx 20.08.2016 13:08
      Highlight Da gebe ich dir recht.
      Buddhismus ist, soweit ich das erfahren habe, keine "Gehirnwäsche", sondern schlicht der sogenannte "Mittlere Weg".
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    • Joe924 20.08.2016 14:15
      Highlight Den Buddhismus gibt es so gar nicht. Es gibt viele Richtungen, zum Teil halten sich diese gar nicht mehr an die Grundlagen die Buddha dargelegt hat, darum müsste man erstmal klären von welcher Grundrichtung geredet wird. Ich sehe mich der Theravada Richtung zugehörig, da bezeichnet der mittlere Weg zB. das man sich befreit vom Festhalten an leidhaften und glücklich machenden Gefühlen, denn getrennt sein vom Glück ist Leiden und Glück ist selten permanent. Nur schon der Gedanke an den Verlust des momentanen Glücksgefühls bringt leiden hervor. Nun versucht man aber nicht diese Gefühle zu ...
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    • Joe924 20.08.2016 14:20
      Highlight .. unterdrücken wie im Artikel erwähnt, sondern nimmt sie war, weiss um was es sich handelt, ruht darin, sieht wie es langsam schwindet. Frieden stellt sich ein im Geist, alles ist ok, unabhängig von Glück und Leid.
      Andere Linien sehen wieder etwas anderes im mittleren Weg, mich zB. spricht diese an. So ist für jeden etwas dabei :-)
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    • Matrixx 20.08.2016 14:22
      Highlight "Alles Leben ist Leiden" lautet der allererste buddhistische Spruch.
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  • SoOderSo 20.08.2016 12:07
    Highlight Schade, dass ausgelassen wird, dass auch im Buddhismus Frauen als Sünderinnen und DAS Böse verteufelt werden...ansonsten interessanter Artikel
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    • Joe924 20.08.2016 14:43
      Highlight Aus Sicht eines Möchs sind Frauen eine Gefahr, für Nonnen ist dies umgekehrt der Mann. Einfach weil ein Drang zur Fortpflanzung besteht, wenn man diesem folgt ist man gemäss der Theorie Glück und Leid ausgesetzt. Eltern wissen das nur zu gut ;-)
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