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Yoga ist im Trend. Aber heilen tut es nicht – zumindest nicht alles.
Bild: CATERSNEWS

Yoga hilft nicht gegen Krebs!

02.02.16, 11:27 03.02.16, 17:23

Yoga feiert seit einigen Jahren einen Siegeszug in der westlichen Welt. Zehntausende von Yogalehrern unterrichten Millionen von Schülern und generieren Umsätze in Milliardenhöhe. Allein in Europa praktizieren laut Schätzungen sieben Millionen Menschen Yoga.

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei. Neu befasst er sich mit dem Thema wöchentlich auf watson.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

Als einer der bekanntesten Yoga-Gurus, der Inder B.K.S. Iyengar, starb, schrieb das Iyengar-Yoga-Studio Zürich, er habe seinen Körper verlassen. Sein Geist lebt aber in den unzähligen Studios weltweit fort. Allein in Zürich arbeiten rund 90 zertifizierte Iyengar-Lehrerinnen und Lehrer.

Der Yoga-Meister schlägt manchmal zu

Sein Schüler Ernst Adams schrieb einst: «Es ist geradezu Mr. Iyengars Markenzeichen, streng, kommandierend, manchmal schlagend und auf jeden Fall nicht zufrieden zu sein mit dem, was seine Schüler bieten.» Er pochte auf Disziplin, Lob sprach der verehrte Yoga-Meister selten aus.

Yoga beinhaltet durchaus sinnvolle körperliche Übungen, die entspannen, das Körpergefühl fördern und für ein inneres Gleichgewicht sorgen. Wird die Disziplin aber zum Heilsprinzip erhoben, ist die Gefahr des Missbrauchs gross.

Obwohl er pädagogisch nicht sehr versiert war und Empathie nicht zu seinen Kernkompetenzen gehörte, feierte er in der westlichen Welt beispiellose Erfolge.

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Disziplin als ersatzreligiöser Charakter

Wie Iyengar messen viele Yogalehrer der Disziplin ersatzreligiösen Charakter oder esoterische Heilsvorstellungen zu. Andere sehen in Yoga ein Universalrezept, das auf sanfte Art angeblich alles kuriert, was Menschen belastet – sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden. Versprochen wird nicht nur die innere Balance, sondern manchmal auch die Heilung von schweren Krankheiten, Krebs nicht ausgeschlossen.

Yoga beinhaltet durchaus sinnvolle körperliche Übungen, die entspannen, das Körpergefühl fördern und für ein inneres Gleichgewicht sorgen. Wird die Disziplin aber zum Heilsprinzip erhoben, ist die Gefahr des Missbrauchs gross.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 11.03.2016 06:11
    Highlight Yoga hilft nicht gegen Krebs, aber Hugo Stamm noch viel weniger.
    0 3 Melden
  • Hypatia 24.02.2016 19:01
    Highlight Disziplin ist nichts Schlechtes. Sie ist die Haltung des Lernenden gegenüber dem Lehrenden.
    1 0 Melden
  • Spooky 08.02.2016 22:54
    Highlight 2/2. Echtes Yoga hat übrigens nichts mit Gesundheit und einem langen Leben zu tun. Der grösste aller Yogis, er hiess Ramakrishna, ist mit 40 Jahren an Kehlkopfkrebs gestorben.
    3 1 Melden
  • Spooky 08.02.2016 22:53
    Highlight ½. Yoga ist ein ungefähr 4000 Jahre altes, hinduistisches, geistiges System, das zum Ziel hat, den Menschen mit den Urkräften des Universums zu verbinden. Es gibt viele Arten von Yoga: Kundalini-Yoga, Bhakti-Yoga, Jnana-Yoga, Raja-Yoga, Krya-Yoga, usw. Bei uns im Westen kennt man fast ausschliesslich das körperbetonte Hatha-Yoga. Yogis sind keine Heilige. Yogis sind auf einem Weg, der sie oft in die Irre führt. Wenn man das Gefühl hat, von einem Yogalehrer auf irgendeine Art - auch finanziell - ausgenützt zu werden, soll man den Yogi auswechseln. Es gibt ja genug davon. Man hat die Wahl ;-)
    5 1 Melden

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