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Mach endlich Schluss!

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Ein Gedankenexperiment.

11.12.17, 11:34 11.12.17, 20:45

Kleines Gedankenspiel: Eine Freundin (es kann auch ein Freund sein) erzählt Ihnen von ihrer Beziehung. Es ist eine sehr langjährige Beziehung. Nun berichtet Ihre Freundin davon, ihr Partner (kann auch eine Partnerin sein) sei immer wieder grob zu ihr, er nörgle, stelle unmögliche Erwartungen an sie, betrachte sie immer wieder ausgiebig und äussere dann, was an ihr alles nicht stimme. Vor anderen mache er sie klein, wenn sie Komplimente erhalte, tue er sie als unwahr ab oder begründe sie andersweitig. Ein schönes Bild von ihr? Das war der gute Winkel. Oder die gute Fotografin. Oder ein Zufall. Sie brilliert im Job? Sie hatte halt Unterstützung. Oder die Aufgabe war gar nicht soooo schwierig, wie’s wirkte. Körperlich vergleiche er sie ständig mit anderen, utopische Vergleiche, ausgelegt einzig auf und allein auf alles, was sie an sich nicht möge. Generell sei er zu anderen immer lieber und fürsorglicher als zu ihr, sie und ihre Wünsche ignoriere er dabei oft ...  

Na? Was halten sie von diesem Partner im Gedankenspiel? Das Hinterletzte, nicht? Huere Tubel! I d’Wüeschti demit! Wieso ist Ihre Freundin mit dem zusammen? Spinnt die? Trenn’ dich, um Gottes Willen!  

Was aber, liebe Leserin, lieber Leser, wenn die Freundin und ihr Partner im obigen Beispiel ein und dieselbe Person sind? Was, wenn ich gerade die Beziehung geschildert habe, die viele von uns mit sich selbst führen?  

Wenn Ihnen das nichts sagt und Sie sich nicht damit identifizieren können, dann freue ich mich von Herzen für Sie. Eine stabile Beziehung zu sich selbst ist etwas Wunderbares, das ich jeder und jedem einzelnen wünsche. Nur sind Aufbau und Aufrechterhalt ebendieser gar schwierig’ Dinge.  

Aus meiner eigenen Lebensgeschichte, denjenigen meiner Freundinnen und Freunde und denjenigen von Menschen aus dem psychologischen Kontext weiss ich: «Heb di gern» ist schneller gesagt als getan. Und: Die Geringschätzung unser selbst sabotiert nicht nur unser Lebens-, sondern auch unser Liebesglück; die gestörte Beziehung innen zerstört auch Beziehungen nach aussen.  

Oftmals sind die verzerrten Bilder von uns und die Gedankenmuster, mit denen wir sie so wunderbar pflegen, derart verinnerlicht, dass wir anderen nicht glauben, wenn sie uns widersprechen. Und das bezieht sich nicht nur auf das einfache Kompliment oben, sondern auch auf ganz grundlegende Themen – schlimmstenfalls darauf, ob uns jemand liebt. Was in unseren Köpfen nicht liebenswert ist, kann man doch nicht gern haben.  

Oder?

Ich rede hier nicht vom Fischen nach Komplimenten, das ist ein ganz anderes Thema. Ich rede von Grundüberzeugungen. Von Frauen höre ich das oft in Bezug auf ihren Körper (wobei ich sicher bin, dass Männer auch solche Zweifel haben, nur rede ich selten mit Männern über solch intime Gefühle). Wir sind dermassen davon überzeugt, dass wir zu wenig schön/straff/schlank/dellenlos/sportlich/beweglich sind (und dass solche Attribute unglaublich-unfassbar-mega wichtig sind), dass wir die Liebe und die Leidenschaft unserer Partner für uns und unsere Körper nicht ernst nehmen – man kann uns ja gar nicht sexy finden. Als Resultat davon werden wir – und ich glaube, dieses Adjektiv trifft das Verhalten und das Gefühl – unfrei.

Und das ist dann tatsächlich sehr wenig sexy. Es entwertet die aufrechte Liebe und die ehrliche Leidenschaft für uns. Und es verscheucht den- oder diejenige, von dem oder der sie kommen.  

Ja. Okay. Und jetzt?  

Gute Frage. Wie immer ist Problemeinsicht ein guter Ausgangspunkt, so glaube ich. Und wie immer ist es illusorisch, zu denken, man könne über Jahre eingebrannte Denkmuster vom einen auf den anderen Tag löschen. Genauer hinschauen ist einmal mehr das Thema. Den «bösen Buben» bzw. das «böse Mädchen» in unserem Kopf aus dem Beispiel am Anfang ab und an auf frischer Tat ertappen. Im Sinne von: Wenn deine Freundin zu dir käme und dir erzählte, ihr Partner gehe so mit ihr um, wie du gerade mit dir selbst umgehst, würdest du ihr zur Trennung raten?  

Ich meine damit nicht, dass man aufhört, selbstkritisch zu sein. Genauso, wie das in einer Liebesbeziehung nicht komplett weggelassen werden sollte. Aber erkennen, wenn man klein gemacht wird und ab und an mal für sich selbst aufstehen – sich selbst gegenüber.  

Und auf der anderen Seite versuchen, sich selbst eine liebevoller(er)e Partnerin zu werden. Wenn wir ja beide Teile dieser Beziehung zu uns selbst sind, dann können wir nicht nur auf das «Opfer» Einfluss nehmen (wehr dich!), sondern auch auf die «Täterin» (sei kein Bully!). Und mal ernsthaft: Wer will schon der Tyrann aus dem Beispiel am Anfang sein? Also ich nicht. Und ich bin’s auch weder in meiner Liebesbeziehung, noch in meinen Freundschaften, noch im Alltag. Nur bei mir. Erkläre mir das mal einer!  

Ob wir wollen oder nicht, wir werden mit uns selbst ein Leben lang zusammen sein müssen. Vielleicht ist es Zeit für eine kleine, interne Paartherapie – für einen kleinen Stinkefinger ins Gesicht unserer Gehirntyrannin und ein gesalzenes: «ICH. MACH. SCHLUSS.»

Yonni Meyer

Yonni Meyer (35) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Snowy 13.12.2017 13:34
    Highlight Charlie Chaplin´s Rede zur Selbstliebe: https://mentalpower.ch/chaplin-rede-selbstliebe-70-geburtstag/
    4 0 Melden
  • Billy the Kid 13.12.2017 09:11
    Highlight Interessanterweise erlebe ich meinen "Feind" hauptsächlich in meinen Träumen oder im Halbschlaf.
    Eine rein destruktive Energie, die einen schlimmer niedermachen kann als ein sadistischer Drill Seargent.
    Das Schlimmste ist das Gefühl der Wehrlosigkeit, da man sich maximal mit dem Angreifer identifiziert.
    Beim Aufwachen fühle ich mich dann immer wie vor den Kopf gestossen - als hätte ich mir selber eine klaffende Wunde zugefügt.
    "Über-Ich" oder wer du auch immer bist - please go fuck yourself!
    12 0 Melden
  • Gummibär 12.12.2017 10:20
    Highlight Ein sehr lesenswerter Artikel. So viele Leute stehen sich selbst im Weg. Eine gewisse Abgeklärtheit, und damit mein ich nicht demonstrative Selbstzufriedenheit, macht zudem wirklich attraktiv !
    "Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück" , das gilt natürlich ganz besonders im Umgang mit sich selbst.
    Liebe Yonni Meier, ich hoffe man hört Sie.
    19 2 Melden
  • Matthiah Süppi 12.12.2017 10:00
    Highlight Dieser Artikel wird einige Leben verbessern. Danke.
    17 3 Melden
  • rodolofo 12.12.2017 09:17
    Highlight Paradoxerweise ist mir die Befreiung vom "Inneren Chef" und von den sogenannten "Negativen Gedanken" erst gelungen, als ich sie nicht mehr als "Negativ" stigmatisierte und auszugrenzen versuchte...
    Jetzt sind es einfach Gedanken, die etwas mit mir machen, nebst anderen Gedanken, die ebenfalls etwas mit mir machen.
    Wo liegt das Problem?
    Es gibt kein Problem!
    Das alles ist nämlich natürlich.
    7 10 Melden
  • Bruno Wüthrich 12.12.2017 00:18
    Highlight Bei Personen, die sich nicht selber lieben:

    Regel 1: Niemals versuchen, Komplimente zu machen, hinter denen man nicht stehen kann. Dies wird 100 Pro bemerkt.
    Regel 2: Vorerst keine Komplimente über das Aussehen. Es wird sowieso nicht geglaubt.
    Regel 3: Komplimente machen, die man begründen kann und diese wiederholen, so oft es die jeweilige Situation zulässt. Irgendwann beginnt die Person, diese zu glauben.
    Regel 4: Loben, loben, loben, wann immer es etwas zu loben gibt.
    Regel 5: Erst jetzt Komplimente auch über das Aussehen machen. Wenn ehrlich gemeint, ist die Zeit für sie gekommen.
    10 9 Melden
  • gecko25 11.12.2017 18:25
    Highlight würde man den Fokus von Oberflächlichen Dingen wie: stramm, straff, prall usw. ableiten, wäre Zufriedenheit noch viel schneller zu erreichen. Wenn man tief im innern zufrieden mit seinen Fähigkeiten ist, erscheint das Spiegelbild, egal wie verzerrt es ist, im schönsten Glanz
    13 3 Melden
  • Snowy 11.12.2017 18:15
    Highlight Wenn man sich nicht selber im Grundsatz lieben kann, ist jede Paarbeziehung zum Scheitern verurteilt.

    Super Text. Spread the word!

    32 2 Melden
    • rodolofo 13.12.2017 08:57
      Highlight Bei Sado Maso ist es allerdings anders...
      3 1 Melden
    • Snowy 13.12.2017 12:05
      Highlight Ist Sado Maso nicht ein Fetisch, der v.a auf der sexuellen Ebene ausgelebt wird?
      6 0 Melden
  • Closchli 11.12.2017 18:07
    Highlight Ein Artikel den man ausdrucken und einrahmen sollte. Und jedesmal, wenn der Feind in sich selber wieder zuschlägt schnell wieder lesen. Es ist einfach so treffend geschrieben. Danke Frau Meyer
    38 2 Melden
    • rodolofo 13.12.2017 08:59
      Highlight Ein 28:0 Ostblock-Resultat wirkt auf mich irgendwie verdächtig.
      Wenigstens EINE Gegenstimme wird es dazu doch geben, oder?
      3 5 Melden
    • Closchli 13.12.2017 12:12
      Highlight Ach Rodolfo: ich habe jetzt meinen inneren Tyrann gefragt was er dazu meint. Seine Antwort: nicht mal ich habe ein Problem damit. :-)))))
      5 1 Melden
  • time_saver 11.12.2017 17:03
    Highlight Vielen Dank für den Artikel! Sie sprechen das an, was jeder bezweifelt. Nämlich dass es vielen von uns gleich geht. Wir sind nicht allein mit unseren Selbstzweifeln. :)
    Nur schon das Verständnis hilft einem manchmal etwas besser mit sich zu leben.

    Merci dafür ♥
    39 1 Melden
  • pamayer 11.12.2017 15:40
    Highlight die / der kritiker*in im eigenen kopf sind die härtesten. und darauf kann ein gegenüber dann leicht aufsitzen und weiternörgeln.
    wenn du deine/n eigene/n kritiker*in im griff hast, hat ein gegenüber nie die selben chancen, dich abzuwerten, wie wenn dein/e kritiker*in freie hand hat.
    32 2 Melden
  • N. Y. P. 11.12.2017 15:04
    Highlight Oder ?

    Dieses Oder ? in der Textmitte, Yonni, ist einer der Hauptgründe, wieso Deine Artikel so gut ankommen, bzw. authentisch daherkommen.
    Nie behauptest Du, die Wahrheit gepachtet zu haben. Und trotzdem erkennen wir uns so häufig in Deinen Artikeln.

    Ich freue mich auf Deinen nächsten Artikel.
    60 1 Melden
  • Syptom 11.12.2017 14:08
    Highlight Hallo Yonni
    Vielen Dank für den Artikel. Ich fühlte mich in letzter Zeit ein wenig desorientiert und habe mich angefangen selbst zu... nerven... über den Weg, den ich momentan einschlage. Dabei ist es doch genau das was ich tun möchte, genau der Weg den ich einschlagen soll um das zu erreichen, was ich mir von mir selbst wünsche. Ich werde meinen inneren Schweinehund, meinen innere Selbsterniedrigung wieder stärker bekämpfen und ihm den Mittelfinger zeigen. Fuck you, Depression, Fuck you. Ich kann das, ich schaff das und ich werde dafür sorgen das ich studieren gehe!
    70 3 Melden
    • silver*star 11.12.2017 15:06
      Highlight Würd ich nicht.
      Besser etwas praktisches machen, das ihnen auch Freude bereitet.
      ; )
      7 51 Melden
    • Syptom 11.12.2017 16:21
      Highlight Ich arbeite bereits in einem praktischen Beruf und das macht mir keine Freude. Daher verlasse ich den Weg, den ich bisher gegangen bin und schlage einen neuen ein. Der neue ist dann selbst gewählt und nicht "aufgezwungen" ;)
      63 1 Melden
    • rodolofo 13.12.2017 09:08
      Highlight Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen sage ich Dir jetzt: Höre auf Silver Star!
      Du bekämpfst etwas in Dir selber, das Du selber bist, weil Du glaubst, dass Du das bist, was ANDERE in Deine Seele eingepflanzt haben!
      Lass einfach mal eine Zeit lang alles einfach geschehen und wachsen, ohne ständig gärtnerisch einzugreifen, oder als Reiter an den Zügeln zu ziehen!
      Das wird zwar vorübergehend ein totales Durcheinander geben, aber mit der Zeit wirst Du merken, was auf "Deinem Mist" wirklich wachsen will und auch wächst!
      Auf dem Weg ins Meer musst Du durch die sich überschlagenden Wellen...
      5 1 Melden
    • rodolofo 13.12.2017 09:11
      Highlight @ Symptom
      Nachtrag:
      Du machst das genau richtig!
      Sorry, dass ich das anfangs genau umgekehrt gesehen habe.
      Das hat damit zu tun, dass ich in meinem Leben genau den umgekehrten Weg von Deinem gehe...
      8 1 Melden
  • Alnothur 11.12.2017 14:01
    Highlight Das ist ein toller Artikel! :) Aber was bitte, du kriegst Komplimente? Jetzt weiss ich, wer immer meine Ration kriegt ^^
    16 0 Melden
  • öpfeli 11.12.2017 13:36
    Highlight dieses "kleine" Gedankenspiel ist ein ganz grosses wichtiges Gedankenspiel.
    34 1 Melden
  • derEchteElch 11.12.2017 13:35
    Highlight Hach Yonni 😊
    Wenn sie einmal nicht in Ihrem üblichen, feministischen Männerbashing schreiben sind Sie eine sehr gute und lobenswerte Journalistin, ehrlich!

    Es macht mir viel Freude, solche Texte wie hier von Ihnen zu lesen. Bleiben Sie bitte auf diesem Pfad.. 😚
    18 80 Melden
    • Anam.Cara 12.12.2017 07:35
      Highlight Hach Elch
      Da willst du einmal etwas nettes sagen und verpackst es in eine scharfe Kritik.
      Und zudem wirkt dein Kompliment sehr wertend und ziemlich herablassend.
      Bist du überhaupt faclich kompetent, Journalismus zu bewerten? Welches sind deine Kriterien für schlechten und lobenswerten Journalismus?

      Das könnte man z.B. auch so ausdrücken: Liebe Yonni, ich mag deine üblichen, feministischen Artikel nicht. Aber dieser hat mir ausgezeichnet gefallen. Bitte mehr von dieser Sorte.
      Das wäre doch faire Kritik, oder?

      Ich selbst habe es da besser: ich mag alle Artikel von Yonni...
      33 3 Melden
    • rodolofo 12.12.2017 14:35
      Highlight Der EchteElch ist eben ein strenger Abwerter und Chef-Typ, wie ihn viele nach Jahrhunderten von erzieherischen Deformationen im unvermeidlichen "Gang durch die Institutionen" als "Freud'sches Über-Ich" auch verinnerlicht haben...
      Hier in den Kommentarspalten von Watson lachen wir natürlich vielleicht noch affektiert darüber!
      Aber sobald wir einem solchen "Cheftypen", der im Militär Führungseigenschaften gelernt hat, bei einem Qualifikationsgespräch gegenüber sitzen, wird's echt schwierig!
      ...
      12 4 Melden
    • rodolofo 12.12.2017 14:40
      Highlight ...
      Wenn ein solcher "Äußerer Chef" dann zweideutig eindeutig zu uns sagt: "Bisch scho nöd de Ggschnällschd..." würden wir spontan vielleicht gerne antworten: "De Loon sich aber au nöd de Hööchschd!...".
      Aber so etwas unterlassen wir aber tunlichst.
      Stattdessen sagen wir entweder gar nichts, oder wir verhalten uns reumütig.
      Allenfalls fragen wir konstruktiv nach:
      "Wo meinen Sie, dass ich am meisten Zeit verliere?"
      Darauf der Chef mit genüsslichem Sadismus:
      "Was meinen SIE denn, wo Sie die meiste Zeit verlieren...?"
      5 3 Melden
  • Luca Brasi 11.12.2017 12:42
    Highlight Herzlichen Dank für den Artikel, Frau Meyer.❤️

    90 6 Melden
  • Silas89 11.12.2017 12:41
    Highlight Schön geschrieben. Meine Erfahrung ist, dass das tatsächlich ein Problem ist, das bei Frauen viel öfter vorkommt als bei Männern. Ich habe das Glück, dass mein Schatz dieses Problem kaum hat. Und ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es unglaublich mühsam sein kann, wenn man der Freundin immer wieder sagen muss, dass sie nicht hässlich ist, obwohl sie es immer wieder schafft, meinen Fokus auf Dinge an ihrem Körper zu lenken, die tatsächlich weniger schön sind, ich aber niemals wahrgenommen hätte und mir völlig schnurz sind.
    122 7 Melden
  • BigBear 11.12.2017 12:23
    Highlight Sehr guter Artikel! Vielen Dank dafür!
    33 3 Melden
  • pali2 11.12.2017 12:08
    Highlight Yonni, das ist brilliant. Solche Texte von dir öffnen mir immer wieder die Augen! Merci
    48 3 Melden
  • Rookie 11.12.2017 11:45
    Highlight Top-Artikel!! Vielen Dank 🍀🍀🍀🍀
    175 6 Melden
    • Fordia 11.12.2017 12:06
      Highlight Dem kann ich nur beipflichten. Ich werde mit jedem neuen Beitag mehr Fan von Yonni. 👏🏻👏🏻 herzlichen Dank!
      43 3 Melden

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