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Denn ich weiss nicht, was ich denke ...

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In den Fängen des Patriarchats oder endlich frei?



Vor ein paar Tagen hatte ich auf Facebook eine kurze Diskussion mit einer von mir für ihre Inputs sehr geschätzten Bekannten. Thema war die Tatsache, dass sieben von zehn Frauen in der Schweiz bei der Heirat nach wie vor den Namen ihres Partners annehmen.  

Ich las mir die spannenden Kommentare durch, die von «Auch wenn Frauen ihren Mädchennamen behalten, so ist dies in den allermeisten Fällen der Name des Vaters, eine patriarchale Färbung hat das Ganze also eh», über «Es geht um die Bildung einer Einheit mit der Familie» zu «Es ist halt einfach viel mühsamer, wenn beide beim Ledignamen bleiben» reichten.  

Ich persönlich kenne mittlerweile zwar einige Frauen, die ihren Namen behalten haben – und auch sehr viele, die gar nicht erst heiraten – die Mehrzahl aber nimmt noch immer den Namen des Partners an.  

So auch ich. Ja, ich habe vor, bei einer eventuellen Heirat den Namen meines Partners anzunehmen. In meinen Augen aus zwei pragmatischen Gründen: Ich finde den Nachnamen meines Partners schöner als meinen. Und ich möchte gerne, dass die ganze Familie gleich heisst. Ich denke, wenn Kinder kein Thema wären, würde ich meinen Namen behalten – bzw. würde ich dann wohl gar nicht erst heiraten wollen.  

Da sass ich nun, ich armer Tor ... Bzw. ich arme Törin.  

Ich würde mich als durchaus emanzipiert betrachten – wer mich kennt, der weiss, dass Gleichstellung der Geschlechter (wichtig: in beide Richtungen) mir ein grosses Anliegen ist. Ich finde es wichtig, althergebrachte Muster zu hinterfragen und bei Bedarf zu durchbrechen.  

Was ist nun, wenn meine Wünsche diesen althergebrachten Mustern entsprechen?  

Ich habe das riesige Glück, dass ich vor allem am Wochenende arbeite und so problemlos meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Sollte ich also Kinder bekommen, könnte ich unter der Woche mit ihnen zuhause sein. Aber auch wenn meine berufliche Situation anders wäre und ich einen Nine-to-Five-Job hätte – ich glaube, ich würde mir ein «Zuhausebleiben» wünschen. Bzw. einen Grossteil davon, also eine aufgeteilte Sorge ums Kind, wenn das denn, auch für meinen Partner, irgendwie machbar wäre.      

Voilà: Ein weiteres «altes» Muster. Gewisse Leute würden sagen: Vom Patriarchat geprägt.

Aber: Woher wollen die wissen, was Muster ist und was freier Wunsch? Und: Woher soll ich das wissen?  

Genau aus diesen Gründen sind solche Diskussionen ja oft so schwierig: Überzeugungen, egal, wo sie ihren Ursprung haben, fühlen sich an wie freier Wille. Wünsche ich mir eine harmonische Familieneinheit, weil mir das vom Patriarchat eingetrichtert wurde (obwohl ich betonen will, dass ich ausserordentlich aufgeschlossene Eltern habe) oder ist das einfach mein freier Wunsch?  

Tatsache ist, dass es sich wie zweites anfühlt. Ich nehme bei diesen Aussagen auf niemanden Rücksicht, sondern äussere offen und ehrlich das, was ich am schönsten fände. Ist es, wenn es sich für mich richtig und frei anfühlt, wichtig, wo die Ursprünge sind?  

Ganz ehrlich: Ich weiss es nicht.  

Bei diesen ganzen Überlegungen ist (einmal mehr) eine wichtige, persönliche Erkenntnis erinnernswert: Meine Verwirklichung als Frau ist nicht, immer alles zu tun, was ich früher nicht hätte tun können/dürfen, sondern die Freiheit, auszuwählen. Sie bedeutet nicht, dass ich in meiner Beziehungs-/Familienplanung einen Egolauf hinlege, sondern dass ich mit meinem Partner zusammen gleichberechtigt Kompromisse finde, die für beide in Ordnung sind.  

Sie bedeutet nicht, dass ich meinen Namen behalten muss, sondern dass ich wählen kann, ob ich ihn behalten will. Sie bedeutet nicht, dass ich mir die Sorgepflicht ums Kind zu genau 50% teilen muss (schön wär’s auch, wenn das tatsächlich so einfach möglich wäre, das würden sich wohl auch viele Männer sehnlichst wünschen), sondern dass dies eine von vielen Optionen ist, aus der ich mir – wieder in Absprache mit meinem Partner – diejenige aussuchen kann, die für beide denk- und machbar ist.  

Was mich stört, ist wenn genau die Menschen, die den Zwang zum konservativen Rollenbild harsch kritisieren, nun diejenigen sind, die anderen einen Zwang zu einem neuen – nämlich ihrem – Rollenbild auferlegen wollen. Emanzipation ist in meinen Augen eben genau Freiheit von Zwang, in welche Richtung auch immer.

Denn es gibt so viele Lösungsansätze für diese Themen, wie es eben Menschen, bzw. Paare gibt. Zu verallgemeinern wäre hier meiner Ansicht nach tödlich. 

Weiss ich, was ich will? Ja. Weiss ich, warum genau ich es will? Nein.

Wie wohl auch sonst niemand.

Yonni Meyer

Yonni Meyer (36) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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yonni meyer

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39
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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 16.03.2018 08:04
    Highlight Highlight Einmal, da traf ich völlig zufällig irgendwo auf einem kleinen Bahnhof im Jura einen ehemaligen Schulkollegen, den ich mit dem Nachnamen Bünzli kannte.
    Wir freuten uns natürlich, uns nach so vielen Jahren unverhofft wieder zu treffen und tauschten, nachdem jemand vo uns wieder auf den Zug musste, noch schnell unsere Adressen.
    Jetzt schrieb mein früherer Schulkollege, mit dem ich damals so manchen Fussball-Match bis zur völligen Dunkelheit gespielt hatte, ... De Los Santos!
    Was will ich damit sagen?
    Manchmal hilft ein unvorteilhafter Name bei der Emanzipation kräftig nach... ;)
  • TanookiStormtrooper 15.03.2018 18:59
    Highlight Highlight Ich dachte schon Yonni sei nicht mehr bei watson....

    Schön mal wieder was zu lesen.
  • Duscholux 15.03.2018 14:32
    Highlight Highlight Emanzipation bedeutet halt nicht von einem starren Zwang in den anderen zu wechseln.
    • rodolofo 16.03.2018 09:08
      Highlight Highlight Wobei dieses Wechseln in einen entgegengesetzt starren Zwang als freiwillige Möglichkeit auch nicht ausgeschlossen wäre.
      ;)
  • BigE 15.03.2018 12:12
    Highlight Highlight Wir leben in einer sozialen Gesellschaft, die uns und unser Denken prägt. Es ist seit Generationen „normal“, dass eine Familie den gleichen Nachnamen hat. Jenen des Mannes. Und es ist nichts Schlechtes dabei, sich in gewachsenen Strukturen und Norman wohl zu fühlen.

    Wenn man die Realität in den skandinavischen Ländern ansieht, sieht man, dass auch andere Strukturen gewachsen sein können. Dort können es viele Frauen nicht berstehen, wie man „seine“ Familie als Frau so aufgeben kann.

    So ist das eine nicht falsch, nur weil das andere richtig ist!
  • Hardy18 15.03.2018 09:28
    Highlight Highlight Zum Thema Nachnamen, viel Auswahlmöglichkeiten gibt es nicht vom Gesetz her. Entweder der eine, der andere oder Doppelnamen. Ich wünschte man könnte einen komplett anderen Nachnamen bei der Eheschliessung ergründen. 😁
    • ändu aus B (weder Bärn noch Basel) 15.03.2018 12:04
      Highlight Highlight Doppelnamen sind meiner Meinung nach nicht mehr möglich. Heute wählt ein Paar aus den beiden vorhandenen Namen den Familiennamen. Der "unterlegene" kann auswählen, ob er seinen Namen behalten oder den Familiennamen annehmen will.
  • Mia Mey 15.03.2018 09:17
    Highlight Highlight Meinen Mädchennamen los zu werden war wunderbar. Das war nicht der Grund der Heirat, aber ein toller Nebeneffekt.
    Bei der Scheidung wollte ich den Mädchennamen auch nicht zurück. Ich heisse gleich wie meine Kinder, deren Vater und das tut mir nicht weh, ein schlechter Kerl ist er nicht und meine Kids sind super.
    • Maya Eldorado 15.03.2018 09:46
      Highlight Highlight Auch ich war froh meinen Mädchennamen loszuwerden. Allerdings hatte einen tragischen Grund. Meine Kindheit und Jugend war sehr traumatisch. So hoffte ich das zurückzulassen. Bei der Scheidung wollte ich auch den Namen meines Mannes behalten, denn ich wollte nicht zurück zu den schlimmen Zeiten.
      Und ja gut ist es zu einem Namen zu kommen, der zu einem passt. Das ist der hier und den ich im Internet gebrauche.
  • ändu aus B (weder Bärn noch Basel) 15.03.2018 07:41
    Highlight Highlight Sehr gut! Nicht alles, was vom "Patriarchat eingetrichtert" wurde (sprich: was man im Elternhaus gelernt hat), ist schlecht!
    Man soll das tun, was man, im Einklang mit seiner Umgebung, für richtig hält!
  • Maya Eldorado 14.03.2018 23:58
    Highlight Highlight Was es uns schwierig macht, ganz frei zu entscheiden wer den Kindern schaut und wer arbeiten geht, ist der Grund, dass Hausarbeit und Kinderbetreuung unbezahlt ist. Die Erwerbsarbeit hingegen mehr oder weniger gut bezahlt. Tendenziell bei den Frauen heher weniger bei den Männern eher mehr.
    Eigentlich ist Kinder haben und aufziehen die allerwichtigste Arbeit, weil sonst die Menschheit ausstirbt. Und ausgerechnet das allerwichtigste ist unbezahlt.
    Wirklich freier würden wir in diesen Entscheiden, wenn das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt würde.
    • flying kid 15.03.2018 20:26
      Highlight Highlight Äähm nein, Kindererziehung ist keine Gratisarbeit. Ist eher so, dass der arbeitende Part der Familie die erzieherische Arbeit mitfinanziert und bezahlt. Gewollt natürlich.

      In deinen Augen verdienst du nichts beim Kinder erziehen. Aber bezahlen musst du in deinen Augen dann ja auch nichts. Korrekt? Win-win würde ich sagen.
  • nick11 14.03.2018 19:38
    Highlight Highlight Top Beitrag!
    Ich lebe mit meiner Frau auch nach dem 'alten' Muster, und wir wollten das beide so. Ich bin nicht dazu gemacht, mich 24h um unser Kind zu sorgen, genauso wie meine Frau nichts schlimmer findet als 8h 5 Tage einem "Normalen" Job nachzugehen. Ich blühe im Beruf auf und Freue mich abend auf meine Frau und Kind, und sie blüht zuhause auf.
    Nur kommt es mir oft so vor, also ob wir für völlig Patriarchisch gehalten werden und nicht emanzipiert wären und muss mich regelmässig dafür rechtfertigen. Komische Welt...
  • Luca Brasi 14.03.2018 18:51
    Highlight Highlight Machen Sie das, was Ihr Herz sagt, Frau Meyer (auch wenn ich Ihren Nachnamen mag 😉).
    Übrigens, ich bin erfreut wieder etwas von Ihnen zu lesen. 🙂
  • Sandrakasten 14.03.2018 17:45
    Highlight Highlight Super Text mit wichtiger Botschaft! Bildlich gesagt: Bei meinem gestrigen Jackenkauf waren in den Geschäften geschätzte 90% der "Frauenjacken" rosarot oder violett. Bei den "Männerjacken" war alles dunkelblau, grün oder schwarz.
    Ist es nun emanzipiert, wenn ich als Frau eine blaue Jacke kaufe, obwohl mir die rosarote viel besser gefällt? Nein! Wenn eine Frau sich rosarote und ein Mann sich blaue Kleider kaufen WILL, ist das tiptop. Es geht darum, dass beide Geschlechter alle Möglichkeiten haben sollen und frei entscheiden dürfen, was ihnen jeweils als Individuum gefällt!
    • elias.94 15.03.2018 20:54
      Highlight Highlight Da kann ich nur zustimmen!
  • Firefly 14.03.2018 17:35
    Highlight Highlight Wenn in der Familie alle gleich heissen sollen, gibts immer noch die andere Möglichkeit. Dass er deinen Namen annimmt ;)
  • B-Arche 14.03.2018 17:03
    Highlight Highlight Frau Meyer, Ihr zukünftiger Gatte könnte auch Ihren Namen annehmen. Dass Sie das nicht einmal in Betracht gezogen haben wirkt auf mich eigenartig.
    Die "Einheit der Familie" wäre auch dann gegeben...
    • Yonni Meyer 14.03.2018 23:27
      Highlight Highlight Dass ich die Annahme meines Namens seinerseits nicht in Betracht gezogen habe, haben Sie so herausgelesen, ich habe mich dazu jedoch nicht geäussert. Sorry, wenn das zu wenig verständlich war - ich schreibe: Es sollen alle gleich heissen und sein Nachname gefällt mir (uns beiden) besser als meiner. Die logische Konsequenz ist, dass alle seinen Namen tragen. Für mich/uns macht das so Sinn.
  • poga 14.03.2018 15:45
    Highlight Highlight Sorry Yonni aber deine Denkart ist schlicht und einfach patriarchalisch. Du verrätst damit alkes wofür der Feminismus steht. Warum ich das sagen kann? Nun ich bin wegen meinem Geschlecht ein Patriarch und meine Denkweise ist sehr ähnlich. Frei von Zwang. Und nun schäme dich für dafür dass du deine Selbsverwirklichung vor den Kampf der Frauen stellst.
    • MrXanyde 14.03.2018 16:32
      Highlight Highlight Du sagst deine Denkart sei zwar frei von Zwang aber Andersdenkende willst du um jeden Preis in deine zwingen...geht für mich nicht auf.
      Bitte versteh mich nicht als frauenfeindlich, das Gegenteil ist der Fall. Jedoch finde ich, dass der Feminismus in manchen Punkten etwas zu weit geht...in die Richtung der Diskriminierung von Männern UND Frauen. Denk mal darüber nach...
    • meine senf 14.03.2018 18:12
      Highlight Highlight Bei der Gleichberechtigung geht es doch darum, dass alle, unabhängig vom Geschlecht, die gleichen Chancen zur Selbstverwirklichung haben sollen.

      Und nicht dass man auf die Selbstverwirklichung verzichten soll, nur damit am Ende die Statistik für die Gesamtgruppe, zu welcher man angehört, stimmt.

      Von allen Frauen zu verlangen, dass sie den Nachnamen behalten müssen weil sie Frauen sind spielt in der selben Liga wie von allen Frauen zu verlangen, dass sie ihren Namen nicht behalten dürfen, weil sie Frauen sind.
    • AdiB 15.03.2018 11:32
      Highlight Highlight poga meint es sarkastisch. das sollte man beim letzten satz doch merken.
  • Mitsch 14.03.2018 15:23
    Highlight Highlight Emanzipation heisst für mich primär, sich frei entscheiden zu können.

    Wenn hinter einer solchen Entscheidung kein Zwang steckt, und sie frei getroffen wurde, dann ist sie richtig, egal wie sie ausfällt und was andere evtl. darüber denken könnten.

    Emanzipation heisst für mich nicht, krampfhaft alles anders machen zu müssen als frühere Generationen, sondern die freie Wahl zu haben, Dinge selbstbestimmt anders tun zu können.
  • Bruno Wüthrich 14.03.2018 15:06
    Highlight Highlight Es ist die Wahlfreiheit, die uns alle erst zu emanzipierten Geschöpfen macht. Frau Meyer hat nicht einfach nur recht mit dem, was sie in ihrem Artikel schreibt - sie hat sogar mehr als recht. (!!!)

    Vielleicht bin ich ein etwas verkärter Romantiker: Aber ich denke, wenn wir in den Debatten um Gleichstellung in sämtlichen Bereichen mit so viel Vernunft (und Wahlfreiheit) argumentieren würden, wären die Hindernisse (und Ängste) deutlich kleiner. Vielleicht wären gar keine mehr vorhanden.
  • Still N.1.D.1. 14.03.2018 14:22
    Highlight Highlight Liebe Yvonni

    Du hast die Rechnung ohne Deine Eltern gemacht…. Ich wollte eigentlich den Namen meiner Frau annehmen.

    «Ob ich mich den für den meinen Nachname» schäme stand dann plötzlich im Raum.

    Das Resultat ist, dass ich nun einen doppelten Nachnamen habe und meine Frau ihren behalten hat, meine Kinder haben den Nachnamen meiner Frau. Total gaga.

    Die Wahl zu haben ist nicht immer eine Freiheit und ja, ich würde gerne als Vater mehr Zeit mit den Kleinen verbringen, aber solange eine solche Ungleichheit beim Lohn herrscht, wird das noch lange Zeit Zukunftsmusik für die Väter sein.
    • Firefly 14.03.2018 17:37
      Highlight Highlight Fordere deine Freiheiten heraus... es braucht Männer wie dich.
  • Matthiah Süppi 14.03.2018 13:09
    Highlight Highlight Wenigstens weisst du, was du willst. Das wünschte ich, als 20-Jähriger, mir oft.
  • Closchli 14.03.2018 12:57
    Highlight Highlight Hallo Yonni, schön wieder etwas von dir zu hören ❤️
    Zum Thema des Artikels: was da alles unter metoo gelaufen ist, hat zum Nachdenken angeregt. Natürlich ist es richtig Übergriffe zu bekämpfen. Ist aber z.B. bei einem Event nur schwarze Kleidung zu tragen das richtige Mittel dazu? Und vor allem wer sich nicht daran hält, wird kritisiert. Wer glaubt Macht über andere ausüben zu dürfen, egal ob diese Macht auf Grund der Position oder des "einzig richtigem Denken" beruht, verneint die Freiheit des Einzelnen. Ich mag meine persönliche Freiheit, auch wenn andere sie nicht verstehen.
  • Baccara - Team Nicole 14.03.2018 12:49
    Highlight Highlight Ich würde daheim bleiben wollen, wenn ich Kinder hätte. Nicht weil ich die Frau bin, sondern weil ich meine Kinder aufwachsen sehen möchte. Wofür mache ICH dann Kinder, wenn ich jemanden bezahle, der sie aufzieht?

    Würde ich vermutlich auch so sehen, wenn ich ein Mann wäre. Mit meinem Charakter.

    Ich habe aber keine Kinder, weil ich genau diese Abhängigkeit vom Geld des Mannes nicht möchte.

    Zwiespalt. Klassisch.
    • leno 14.03.2018 14:49
      Highlight Highlight und was tut ihr, wenn du zusammen mit einem Dein-Charakter-Mann Kinder hast und ihr folglich beide die Kinder aufwachsen sehen möchtet?
    • kuni 14.03.2018 17:46
      Highlight Highlight Man kann ja seine Kinder auch aufwachsen sehen, ohne 7 Tage die Woche zu Hause zu sein.
    • leno 15.03.2018 17:31
      Highlight Highlight ...und der arbeitende und Geld heimbringende Mann fragt sich: „Wofür mache ICH dann Kinder, wenn ich jemanden bezahle, der sie aufzieht?“ 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • reamiado 14.03.2018 12:06
    Highlight Highlight Der Text geht thematisch in die Willensfreiheitsdebatte hinein, im Sinne von "Können wir uns wünschen, was wir wünschen wollen oder sind diese Wünsche/Werte bloss Produkt unseres Umfeldes?" Einerseits könnte man sagen für ein freies & selbstbestimmtes Leben reicht es wenn man handeln kann wie man möchte und die Wünsche besitzen kann, die man besitzen möchte. Andererseits könnte man beispielsweise bei einer Person, die freiwillig Sklave sein möchte, hinterfragen, wie frei & selbstbestimmt sie ist.
  • reamiado 14.03.2018 11:48
    Highlight Highlight Liebe Yonni, ich habe dich vermisst♡
  • AustinOsmanSpare 14.03.2018 11:16
    Highlight Highlight Maier vom Ponnyhof - tönt gar nicht so übel.

    Ausser der Zukünftige heisst Casablanca oder Rothschild ...
  • Menel 14.03.2018 11:10
    Highlight Highlight Meine Rede; darum setze ich mich auch explizit für die Emanzipation, das „Erwachsen aus Rollenvorgaben“, ein, egal ob für Frauen oder Männer. Jeder soll frei entscheiden können, was sich für ihn gut und wichtig anfühlt, nur so können wir sein wer wir sind und unser Potentzial ausschöpfen.
    Das konsequente Ablehnen von alten Ideen, Mustern, Rollen ist dabei, nichts anderes, als auch wieder nach einer Vorgabe zu leben und hat für mich nichts mit „Freisein“ zu tun; manchmal ist auch „minus“ „plus“ einfach in die andere Richtung 😉
    • El diablo 15.03.2018 11:59
      Highlight Highlight Genau. Es ist ja beispielsweise OK, wenn mehr Männer als Frauen Ingenieur werden wollen. Warum auch nicht? Aber viele Feministinnen sehen dahinter gleich diskriminierung und denken, dass Frauen gar keine Möglichkeit hätten das zu tun. Genau deswegen verachte ich den Feminismus. Ich finde jeder sollte wählen dürfen. Wenn mehr Frauen zuhause sein wollen, ist das halt so. Who cares?

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