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The Unfuckables

Bild: shutterstock

Die Hölle, das sind die anderen.

18.05.18, 13:36 18.05.18, 15:59


Heute habe ich mal wieder ein neues Wort gelernt. «Incels». Gelesen habe ich es im Artikel von Jovin Barrer.  

Incel, das ist die Zusammensetzung aus «Involuntary» und «Celibates». Ungewollte Singles also. Nein, falsch: Unfreiwillig Sexlose. Und zwar männliche unfreiwillig Sexlose. Eine Subkultur hat sich gebildet, deren Grundcredo es ist, den Mangel an Sex in ihrem Leben zu monieren.  

Ich kenne mindestens 100 Menschen, die das von ihrem momentanen Zustand auch sagen würden. Auch ich sagte das während meiner Singlezeit von mir selbst. Underfucked, halt. Nur gibt es einen wichtigen Unterschied: Die Incels sind der Meinung, dass der Sex, den sie missen, ihnen eigentlich zustünde und dass der Mangel von ebendiesem nicht ihre eigene, sondern die Schuld der anderen sei. Die anderen, das sind «Chads» und «Stacies». Alphamännchen und Alphaweibchen. Der Incel will die Gunst, respektive in die Vulva von zweiter, wobei ihm erster im Wege steht. Und drum ist der Incel wütend. Auf Stacy und auf Chad und auf die Welt.

In Foren verleiht er dieser Wut Ausdruck, es ist die Rede von «staatsverordneten Liebhaberinnen» und man feiert den Anschlag in Toronto, der von einem Incel aus Rache an dieser ungerechten Welt verübt wurde.  

Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll mit meinen Gedanken.

Vielleicht am besten mit Selbstkritik. Auch ich hatte Momente, da ich den Mangel an Zuwendung in meinem Leben auf andere schob. Hauptsächlich meiner Figur wegen. Wenn mich einer nicht haben wollte, war er oberflächlich, waren alle Männer oberflächlich, war die Gesellschaft strukturell unfair. Und wissen Sie was: Vielleicht stimmt das sogar – zumindest teilweise. Aber jeder Mann und jede Frau darf sich ihren Bett- oder Lebenspartner nach exakt den Kriterien aussuchen, die er/sie will. Und das Gegenüber muss damit umgehen. Punkt.

Auch ich habe meinerseits immer wieder Männer abgelehnt, die mich super fanden, weil ich sie schlicht zu wenig attraktiv fand – und ja, manchmal durchaus ihres Körpers wegen, wobei ich natürlich heuchlerischerweise bei mir selbst sagte, das Gesamtpaket hätte nicht gestimmt. Weil ich ja nicht oberflächlich bin. Bla-di-bla.

Die Hölle, das sind halt immer die anderen, gäll.  

Wir lehnen also Menschen ab. Wegen innerer oder äusserer Werte, aber meist wegen einer Kombination von beidem. Kann das kränken? Logo. Aber so ist das Leben halt manchmal.  

Ich sehe das Hauptproblem in dieser ganzen Diskussion darin, dass Menschen (m. und w.) das Gefühl haben, a) das Leben/die anderen/die Gesellschaft seien ihnen irgendetwas schuldig und b) sie dem Leben/den anderen/der Gesellschaft nicht, respektive weniger als umgekehrt.

Beispiel dafür ist die Friendzone. Wenn ich über Dating schrieb, wurde in den Kommentaren oft der Vorwurf laut, Frauen würden nur Arschlöcher wollen und der Good Guy lande in der Friendzone. Ich weiss nicht, ob ich jemanden als Good Guy bezeichnen will, der denkt, er habe Anspruch auf Sex mit einer Frau, nur weil er nett zu ihr ist. Es braucht mehr als das. Genauso wenig wie eine Frau Anspruch auf eine Beziehung mit einem Mann hat, nur weil sie sich gut verstehen und es auf menschlicher Ebene geigt. Es braucht – auch hier – mehr als das.  

Seit wann haben wir eigentlich das Gefühl, menschliche Beziehungen seien zweidimensional? Nur schon die Vorstellung, Zwischenmenschliches würde rational ablaufen und man könne dabei logisch vorgehen, ist so illusorisch, dass sich Houdini himself in Ehrfurcht verneigen würde.  

Was mir übrigens in dieser Incel-Rhetorik auch auffällt, sind die verwendeten Ausdrücke. Erstens schaffen die Incels nur schon mit ihrer Namensgebung eine Zweiklassenordnung: Alphas und Betas, wobei sie selbst die Betas sind. Die Opfer. Zweitens: Haben Sie bemerkt, dass es für attraktive Frauen und Männer sowie für unattraktive Männer Namen gibt – für unattraktive Frauen jedoch nicht? Um die geht’s schon gar nicht. Der Beta-Mann redet von sich selbst nur im Kontext der begehrenswerten Frau und des begehrenswerten Mannes, der ihm den Zugang zu ihr verwehrt – vom weiblichen Incel jedoch keine Spur. Genau das, was er den Chads und Stacies vorwirft, nämlich dass er, der Incel, ihretwegen keinen Platz in der sexuellen Hackordnung findet, macht er somit eigentlich auch selbst.

Die Stacies wollen ihren Sex nur von Chads und nicht von Incels = böse. Der Incel will seinen Sex nur von Stacies und nicht von weiblichen Incels = was nochmal genau? Ich gehe davon aus, dass die «staatsverordneten Freundinnen» in den Augen der Incels eher Stacies sein sollten denn Betaweibchen, nein?  

Es entsteht eine Mischung aus Anspruchs- und Opferhaltung mit Tunnelblick, die zwar meines Erachtens bei beiden Geschlechtern besteht, jedoch im Incel-Kontext durchaus gefährliche Züge annimmt (wichtig: diese Bedenken richten sich an die Incel-Bewegung und alle Incels sind sexlose Männer – das bedeutet aber nicht, dass alle sexlosen Männer Incels sind).  

Es stellt sich mir einmal mehr die Frage: Kann man an dieser Thematik rein strukturell etwas ändern? Gibt es Wege, dass Menschen aus Logikgründen aufhören, sich das auszusuchen, was ihnen gefällt? Gerade, wenn sie eine gewisse Auswahl haben?  

Ganz ehrlich, ich denke: Nein.  

Ich glaube, dass das Leben ein gewisses Ausmass an (subjektiver) Unfairness birgt. Es gibt Dinge, die für uns alle unerreichbar bleiben. Gewisse Liebesbeziehungen, Sex, Jobs, Lifestyle. Wir können Arbeit investieren, an unseren Fertigkeiten und an uns selbst arbeiten – das muss trotzdem nichts bedeuten, gerade im Kontext zwischenmenschlicher Beziehungen. Es lässt sich einfach in Gottes Namen nichts erzwingen, wenn’s ums Herz oder ums Bett geht. Nicht einmal mit «staatsverordneten LiebhaberInnen». Wenn eine Frau auf grosse Männer steht, soll sie das. Wenn ein Typ nur 90-60-90er-Modelle will, soll er das. Beide müssen dann aber ihrerseits die Konsequenzen tragen, wenn sie nicht oder lange nicht das bekommen, was sie sich wünschen und akzeptieren, dass ihr Beuteschema ihnen nicht automatisch zusteht. Dasselbe gilt für unerwiderte Liebe.  

Frustrierend? Logisch! Sollten wir uns deswegen die Köpfe einschlagen? Vielleicht eher nicht. Denn anders als bei gesellschaftlichen/strukturellen Ungerechtigkeiten, gegen die es sich durchaus aufzulehnen lohnt, ist die Wahl der Menschen, die wir an uns ran lassen, so subjektiv, wie etwas nur subjektiv sein kann. Und das ist richtig so.  

Nun: Gibt’s eine einfache Lösung für betroffene, abgelehnte Frauen und Männer? Nä-äh. Aber, wenn ich den Incels einen Tipp geben dürfte: Ich glaube, die Chancen auf Sex oder Liebe sind massiv höher bei Menschen, die einfach die coolste Socke sind, die sie sein können – und verstehen, dass jemand, der sie so nicht will, vielleicht auch nicht zu ihnen passt, auch wenn's kurz im Ego oder im Herzen weh tut – als bei solchen, die sich und ihre Lebensqualität von (Körper-) Kontakten mit dem anderen (oder gleichen) Geschlecht abhängig machen und jeglichen Respekt vor ihrem Gegenüber verlieren, sobald es ihnen in sexueller oder romantischer Weise nicht das gibt, was ihnen in ihren Augen zusteht.

Yonni Meyer

Yonni Meyer (36) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
Pony M. auf Facebook
Yonni Meyer online

yonni meyer

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83
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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Irieman 20.05.2018 17:12
    Highlight Verdammt schräge Diskussion hier.
    Ihr bewertet Menschen aufgrund "schönheits idealen" mit 1-10

    Kann nicht mehr weiterlesen da ich mir gerade meinen Bierranzen mit Bier Steak und Kuchen vollgestopft habe und sonst ob soviel Oberflächlichkeit kotzen muss
    14 7 Melden
  • Madmessie 20.05.2018 12:48
    Highlight Das ganze ist schlicht ein weiteres Problem, das nur wegen des Internets entstanden ist. Ich bin überhaupt nicht gegen das Internet, aber man sollte dies zur Kenntnis nehmen.
    6 3 Melden
  • koks 19.05.2018 23:56
    Highlight Trump wirds freuen, bei seinem knappen Wahlsieg konnte er auch die Stimmen der Incels gebrauchen. Oder ist jemand er Ansicht, die hätten Hillary gewählt?
    11 4 Melden
  • Spooky 19.05.2018 21:50
    Highlight Da gibt es nur eins:
    ⬇︎☟⬇︎
    [
    ]
    2 5 Melden
  • Echo der Zeit 19.05.2018 16:53
    Highlight Da Hab ich kürzlich ein Buch gelesen - schwer zu Empfehlen, nur Kooperation zwischen den Geschlechtern sicherte Entwicklung und zwar von Anfang an.

    Schmerzgrenze: Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt
    Buch von Joachim Bauer
    8 3 Melden
  • Husar 19.05.2018 15:35
    Highlight Gebt den Incels ein Abo für'n Puff!
    13 14 Melden
    • Echo der Zeit 19.05.2018 16:33
      Highlight Die würden das nicht annehmen, es wäre eher eine Verletzung.
      8 7 Melden
  • dath bane 19.05.2018 15:31
    Highlight Hier werden grössere soziologische Zusammenhänge gnadenlos vernachlässigt: einerseits die Alterszusammensetzung unserer Gesellschaft, andererseits die steigende materielle Ungleichheit. Tendenziell ältere, weissere Männer verdienen gut. Tendenziell jüngere, überdurchschnittlich äusländische Frauen verdienen wenig. Die Altersgruppe in den 40ern bspw. zudem zahlreicher als die in den 20ern. Dadurch entsteht zusätzlich eine Übernachfrage nach jungen Frauen. Klar, schlussendlich bleibt das Individuum schuld, aber die Ausgangsbedingungen haben sich eben auch verändert.
    8 37 Melden
    • lilie 19.05.2018 22:29
      Highlight Was redest du da? 😂😂😂

      Ich sehe nirgends eine steigende materielle Unsicherheit. Im Gegenteil: Die Möglichkeiten, welche unsere Gesellschaft bieten, machen eine Frau unabhängig, so dass sie nicht mehr auf einen Mann angewiesen ist - weder materiell noch vom sozialen Ansehen her.

      Und deine Alterspyramide habe ich nicht bestätigt gefunden. Sie hat auch keinen Einfluss, weil die meisten Leute sich ja einen Partner in ähnlichem Alter suchen. Also ist nur wichtig, dass es etwa gleich viele Männer wie Frauen hat in jeder Altersstufe.

      Und das ist der Fall.
      25 3 Melden
  • Billy the Kid 19.05.2018 14:47
    Highlight Diese "Community" ist sehr bezeichnend für die moderne Welt. Der nächste Schritt ist, dass so ein "Beta-Männchen" zur Aussenmodellierung durch chirurgische Eingriffe, Bleichfärben, Transplantationschirurgie, das Einsetzen von Gewebe, die Züchtung und Implantierung von Organen und Körperteilen und auch die Cyborgisierung (elektronische Prothesen) greift.
    8 11 Melden
    • Billy the Kid 19.05.2018 18:51
      Highlight Wieso all die Blitze? Als würden sich Frauen in den USA nicht massenweise Lippen aufspritzen, die Brüste operieren oder Arschimplantate einsetzen lassen. Wieso sollte das bei den Typen eines Tages nicht auch so laufen?
      Hab ja nicht behauptet, dass ich dies "toll finde", sondern nur darauf hingewiesen, dass dies schon längst machbar ist - nicht nur per Bildbearbeitung. Die Typen sprechen ja selber von "ein bisschen mehr Knochenstruktur" hier "mehr / weniger Haare" dort und schon wär ich ein "Alpha-männchen".
      16 5 Melden
    • Billy the Kid 19.05.2018 23:18
      Highlight Dann kommt freilich irgendwann die 2. Frage: Wer kann sich den ganzen Scheiss leisten und wer ist psychisch so labil, dass er an seinem Körper massive Eingriffe zulässt?
      Also auch wieder eine 2 Klassengesellschaft - irgendwie kommen wir aus dieser Denke nicht raus.
      5 4 Melden
    • Billy the Kid 19.05.2018 23:31
      Highlight Desweiteren sollte man diesen Typen mal klar machen, dass die meisten Menschen nicht mit einer "10" vögeln, sondern immer nur höchstens mit einer "5" und auch mal mit einer "2". Sehr selten kommt es vor, dass der Durchschnitt sich nur schon zu einer "7" oder gar "8" durchmogeln kann. Das Problem bei einer "9" (von einer "10" sprechen wir schon gar nicht) ist, dass der durchschnittliche Joe für sie etwa so "sexy" sein muss wie eine "2" für ihn. Got it? Got it...
      4 9 Melden
  • stadtzuercher 19.05.2018 13:56
    Highlight Wenn diese Männer sich als Opfer der Gesellschaft sehen, strukturelle Opfer, dann teilen sie ja die Haltung vieler (feministischer) Frauen, die sich auch als Opfer sehen. Eine Gesellschaft die sie strukturell unterdrückt. Die Autorin teilt diese Meinung (teilsweise) ebenso wie beispielsweise die bekanntesten Feministinnen und Frauenaktivistinnen in der Schweiz (viele davon in der nationalen Politik).

    Ich sehe da recht viele Ähnlichkeiten zwischen diesen männlichen Aktivistinnen und weiblichen Feministinnen.
    26 26 Melden
    • DäM. 19.05.2018 15:31
      Highlight Männer, die Frauen mit feministischen Haltungen einfach mal pauschal eine Opfertendenz attestieren, sind meiner bescheidenen Meinung nach ein Teil des Problems. Wenn wir Männer endlich mal aufhören könnten zu definieren, wie Frauen fühlen, denken oder zu sein haben, dann wären wir alle einen Schritt weiter... aber hey, die Welt zu maskulinieren ist halt auch viel einfacher...
      39 18 Melden
    • dath bane 19.05.2018 15:35
      Highlight Und beide werden Gnadenlos auf ihre Sexualität reduziert: "Du musst einfach mal wieder richtig gefickt werden", wird beiden Gruppen entgegen geschleudert.
      20 1 Melden
    • Echo der Zeit 19.05.2018 16:39
      Highlight "Ich sehe da recht viele Ähnlichkeiten zwischen diesen männlichen Aktivistinnen und weiblichen Feministinnen" Durchaus , aber in die andere Richtung - Es ist Verzweiflung und Wut, die Männer tragen es nach aussen, die Frauen nach innen (Schneiden, Ritzen sich).
      10 16 Melden
  • Partikel 19.05.2018 13:08
    Highlight Könnte doch auch sein, dass die Unangetasteten einfach total Beziehungsunfähig sind und Angst davor haben. Die Alfas geben sich nicht mal Mühe eine anständige Beziehung zu führen und einen Dreck drauf geben, was Frauchen so denkt und fühlt. Frau will geliebt und verstanden werden, diesen Part übernehmen die Unangetasteten mit endlosem Zuhören. Den Sex übernimmt das Alfamännchen. Das ist in der Natur auch so. Nur das kräftigste Männchen mit dem besten Balzgehabe kommt zum zug ☺
    18 24 Melden
  • Ruefe 19.05.2018 12:58
    Highlight Die weit verbreitete Verfügbarkeit von Pornographie suggeriert den Incels auch, dass es diese Art von Frau die sie suchen überhaupt existieren könnte, was natürlich ausgemachter Blödsinn ist. Selbst wenn sich im echten Leben eine Frau für sie interessieren würde, würden sie sie ignorieren, da sie nicht in das Fantasiebild der Pornodarstellerin die alles für sie machen passen würde. Wer seine sexuellen Erfahrungen bis jetzt vorallem vor dem Bildschirm gemacht hat, wäre gut beraten dies zu unterlassen, da man sich damit meiner Meinung auf den Pfad des Incels begibt.
    25 12 Melden
    • johannawolves 20.05.2018 16:19
      Highlight Sowas von auf den Punkt gebracht!!!!!
      4 1 Melden
    • Ruefe 20.05.2018 18:52
      Highlight Danke :)
      Arbeite gerade selbst daran mein Leben umzukrempeln, so dass ich mich nicht mit Pornos begnügen muss.
      4 1 Melden
  • Echo der Zeit 19.05.2018 11:06
    Highlight Ich finde es ziemlich übel was da abgeht. Sexuelle Frustration gabs schon immer und ist ein Gesellschaftlich unterdrücktes Problem. Fokussiert man darauf, denn Anspruch das man Sex haben möchte es einem gar Zusteht. Wird Incel nicht gerecht - Ist ein Ventil. In der Institution in der ich Teilzeit arbeite gibt's einige Männer die so unterwegs sind - Das Problem ist dann einiges Tiefer und gar nicht schön was zu so einem verhalten führt. Bsp: Subtiler Sexueller Missbrauch durch die eigene Mutter - unter umständen hast du dann Später, ein Mitte 30er der nicht mehr so Locker drauf ist.
    29 3 Melden
    • The IT Guy 19.05.2018 11:24
      Highlight Endlich ein Kommentar von von jemandem der Ahnung von der Thematik hat.

      Das dieses Verhalten ein Ventil von sexueller Frustration ist ein signifikanter Punkt mMn.

      Auch die Unterdrückung des Problems in der Gesellschaft sieht man hier sehr gut anhand vieler Kommentare..
      28 2 Melden
  • Luca Brasi 19.05.2018 10:38
    Highlight Heulsusen-Bewegung...
    20 34 Melden
  • pamayer 19.05.2018 10:14
    Highlight Wir Menschen haben weder Anspruch auf ein glückliches Leben, noch auf Gesundheit, noch auf glückliches Leben hoch 2 (Paar), hoch 3-4-5-...(=Familie), noch auf angemessen bezahlte berufliche Tätigkeit, noch auf schönes Wetter noch auf .............................................. Bitte Wunsch eintragen.

    Wir können uns auf die Socken machen, etwas davon zu erreichen, können dabei Glück haben, können aber in der nächsten Sekunde beim Fenster putzen tödlich stürzen, am Tag vor der Traumhochzeit.
    Alles andere ist trotziges Gejammer.

    Viel Spass bei der Royal Wedding heute.
    26 11 Melden
  • Still N.1.D.1. 18.05.2018 23:57
    Highlight Wenn ich an einer Party wie ein kalte Socke tanze, kriege ich glaubs nicht mehr Mädels ab....

    Sich selbst zu lieben und zu respektieren wie man ist, anstatt Wangenknochen und Körperumfang die Schuld zu geben ist ein erheblicher Schritt zur eigenen Attraktiviät.
    Sarte ist da sicherlich zu Recht als Beispiel geannt worden, doch die Jungs die nicht fliegen wollen, stecken im Tal der Tränen und Wut über die Ungleichheit der Welt.
    Vor hundert Jahren wurde von den Männer in diesem Alter erwartet, dass sie über entsprechende Erfahrungen in die Ehe einbrachten. Das Puff schaffte dazumal Abhilfe.


    7 14 Melden
    • Still N.1.D.1. 20.05.2018 11:11
      Highlight Werte Blitzlichter

      Mit 600 Zeichen die uns zur Verfügung stehen, lassen sich komplexe Themen wie Dies eines ist, mit Witz und historischem Vergleich mehr Schlecht den Recht kommentieren.

      Für alle die sich 100 Jahre zurück versetzen möchten in diesem Thema kann ich die Lektüre „Wertes Fräulein was kosten sie?“ empfehlen.

      http://www.hierundjetzt.ch/de/catalogue/wertes-fraulein-was-kosten-sie_13000334/


      1 2 Melden
  • achsoooooo 18.05.2018 19:38
    Highlight Richtig gefährlich, diese Bewegung, weil damit auch schon Anschläge "gerechtfertigt" wurden und man sich gegenseitig bestätigt.
    Von Incel inspiriert/Verbindungen vermuten wurden bei folgenden Anschlägen
    - Elliot Roger, Kalifornien, Mai, 2014
    - Simon S., St. Gallen, August 2016
    - Alek Minassian, Toronto, April 2018

    -> 3 zuviel
    24 5 Melden
  • Dominik Treier (1) 18.05.2018 18:52
    Highlight Ich denke warum dieses Phänomen bei Frauen weniger bekannt und schlimm ist als bei Männern hat einen einfachen Grund... Da das gängige Geschlechterklischee immer noch vom Mann den ersten Schritt fordert, wird eine Frau oft erfahren wenn sie überhaupt einer atraktiv findet und sich was mit ihr vorstellen könnte und sie kann dann immer noch aussuchen ob sies auch so sieht. Viele dieser Männer fand sicher schon mal eine einigermassen atraktiv aber sie merkten es nicht und hingen sich an die Falschen und die Frauen fanden es nicht angebracht was zu sagen...
    34 5 Melden
    • stadtzuercher 19.05.2018 13:59
      Highlight Frauen haben es bis 40 sicher einfacher, Männer 'zu haben'. Aber über 40 kehrt sich das dann schnell, da sind mit steigendem Alter Männer in der besseren Ausgangslage.
      13 11 Melden
  • DerTaran 18.05.2018 18:07
    Highlight Interessanterweise argumentieren die Incels genau gleich über ihren Anspruch auf Sex, wie viele Frauen bezüglich ihres Anspruch auf Karriere (es könnte fast eine Satire auf die Lohngleichheitsdebatte sein). Und die Autorinnen und Leserinnen argumentieren mit Angebot und Nachfrage (genau wie die Männer wenn es um Chancengleichheit geht).
    46 71 Melden
    • Closchli 18.05.2018 22:50
      Highlight Genau: Man könnte auch sagen, Incel haben eine Nachfrage auf Sex, die Frauen sollen gefälligst das Angebot unentgeltlich zur Verfügung stellen. Somit wäre die Lohngleichheitsdebatte auch in diesem Bereich hergestellt.
      Taran, (Gottheit aus der keltischen Mythologie gemäss Wikipedia) als göttliches Wesen bist du natürlich etwas im Vorteil. Du kannst auf Sex verzichten um Nachkommen zu zeugen. Dafür haben Götter schliesslich die unbefleckte Empfängnis. (Ironie aus)


      27 8 Melden
    • Dominic Marc Morgenthaler 19.05.2018 06:26
      Highlight Korrigier mich doch bitte wenn ich da falsch liege, aber vergleichst du da ernsthaft gerade den Wunsch zweier Personen unterschiedlichen Geschlechts für gleiche Arbeit gleich entlohnt zu werden, mit frustrierten Jungs die es unfair finde dass sie nicht den freien Willen anderer ignorierend Sex einfordern könne wie es ihnen gerade passt?
      46 14 Melden
    • Roman h 19.05.2018 10:43
      Highlight @dominic
      An erster Stelle vergleicht er es mit dem Anspruch auf Karriere und damit hat er auch recht.
      Viele fordern ein recht/Gesetz damit Frauen in Kaderpositionen kommen.
      Diese Männer vorderen im Grunde genau das selbe, halt nur im Bezug auf Sex.
      Weder hat jemand ein recht auf Sex, noch sollte ein Geschlecht ein recht auf Quoten haben.
      19 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Altweibersommer 18.05.2018 17:46
    Highlight Kann es sein, dass es diesen Leuten tief drinnen nicht nur um den Sex geht? Sehr wahrscheinlich sind diese Typen auch in Job/Freundschaften und anderen Bereichen nicht grad gut. Der Sex könnte ein Ventil darstellen und wenns nichtmal den gibt, wächst der Hass auf die Gesellschaft ins unermessliche.
    32 6 Melden
    • efrain 19.05.2018 00:40
      Highlight Das sehe ich genau so. Der fehlende Sex ist nur eine quantifizierbare Grösse, welche eine mangelnde gesellschaftliche Anerkennung aufzeigt. Und genau deswegen suchen Incels Anerkennung in der Subgruppe 'Incels'. Und finden sie dort auch.

      Das ist ein Muster, wie wir es derzeit oft sehen - das Internet begünstigt das Finden von Anerkennung in Subgruppen, was zu einer Radikalisierung und Abgrenzung gegenüber der Allgemeinheit führt. Das offensichtlichste Beispiel dafür ist der Islamismus in Westeuropa.
      15 0 Melden
    • redeye70 19.05.2018 08:56
      Highlight @efrain
      Beim Lesen des Artikels kam mir derselbe Vergleich in den Sinn. Fast ausnahmslos waren alle islamistischen Attentäter Typen, die es nicht brachten. Schuld dafür gaben sie der Gesellschaft und suchten ihr Heil im Islamismus bzw. Terror. Incels agieren auf derselben Stufe und sind mit ihrem Hass auf die Welt ein grosses gesellschaftliches Risiko. Bei den Schulmassakern in den USA wurden oft die Sportskanonen (Jocks) und sehr oft Mädchen ausgewählt und hingerichtet. Bedenkliche Entwicklung!
      10 2 Melden
    • Echo der Zeit 19.05.2018 11:30
      Highlight @efrain: Bin auch ihrer Meinung - Es sind mehrere Faktoren und nicht nur der Sex.
      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutzli 18.05.2018 15:10
    Highlight Die hauptsächliche Lösung die ich für das ganze sehe ist, Schock und Horror, Feminismus. Spezifisch die feministische Idee, dass starre Geschlechterrollen und die Wertungen die damit verbunden sein sollen, niedergerissen gehören. Wie Sie ja ganz richtig schreiben, ist bei den Incels ja eine ausgeprägte Anspruchshaltung vorhanden, die in Frustration umschöägt, da ihnen die bösen (heissen) Frauen keinen Sex gönnen mögen. Da wärs Gold wert von diesen Ideen von Frauen als Hüterinnen von Sex und Männern die nur was wert sind wenn sie Sex haben wegzukommen.
    24 10 Melden
    • efrain 19.05.2018 00:54
      Highlight Ja, nur dass der Feminismus oft kein Egalitarismus predigt, sondern den Kampf gegen die angeblich eingeschworene Männerschaft.
      15 11 Melden
  • PlüschBerserker 18.05.2018 15:07
    Highlight Ich sag meinen unfuckable Friends immer: Schaut euch ein Bild von Sarte an, und der konnte jede Vögeln.

    Geb Yonni dem Poni mal recht: Du kannst hässlich sein wie die Nacht, wenn du cool bist wie eine Socke im Eisfach, liegen Sie dir zu füssen ...
    62 10 Melden
    • PlüschBerserker 18.05.2018 15:18
      Highlight Verdammter Stegaleniker: SARTRE

      wollte ich schreiben
      30 0 Melden
  • LeChef 18.05.2018 14:54
    Highlight „Denn anders als bei gesellschaftlichen/strukturellen Ungerechtigkeiten, gegen die es sich durchaus aufzulehnen lohnt, ist die Wahl der Menschen, die wir an uns ran lassen, so subjektiv, wie etwas nur subjektiv sein kann“

    Ich verstehe zwar dein Argument, aber alle Ungleichheiten entstehen aus individuellen Entscheidungen. Ungleicheit zu beseitigen ist immer ein Eingriff in persönliche Freiheiten. Gesellschaften sind per se ungleich und wohl auch ungerecht.

    Die Incel Bewegung ist in gewissem Sinne ein grotesker Auswuchs der Fixierung auf Opfer und Minderheiten im heutigen politischen Diskurs
    28 8 Melden
  • bebby 18.05.2018 14:53
    Highlight Mir hat mal jemand gesagt, dass man sich im Ausgang die unattraktiveren Frauen aussuchen müsse, die seien dankbarer. Das macht irgendwie Sinn, aber nur wenn man einen one-night-Stand sucht.
    Eine Beziehung funktioniert anders, suchen ist da kontraproduktiv und aussuchen findet meist gar nicht statt.
    35 2 Melden
  • Toerpe Zwerg 18.05.2018 14:50
    Highlight Es gibt einen Unterschied zwischen underfucked und unfucked. Und es gibt wohl diese Männer, die nie (ich meine gar nie) eine abbekommen.

    Kann mir schon vorstellen, dass das ziemlich scheisse sein kann.
    69 9 Melden
    • PlüschBerserker 18.05.2018 15:19
      Highlight ... das tönt nach Erfahrung.
      2 36 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 18.05.2018 15:41
      Highlight Gewiss ist das scheisse, keine Frage!
      Nur ist dies keine Legitimation, sich derart scheisse seinem Mitmenschen gegenüber zu benehmen wie das die Incles tun.
      47 7 Melden
    • häxxebäse 18.05.2018 16:22
      Highlight aber eine frau vom staat zugewiesen - echt jetzt??? und dann immer angst haben, dass man vergiftet wird 😆
      so steigern sich die chancen betrogen zu werden ins unermessliche
      34 4 Melden
  • Gurkentruppenchefin 18.05.2018 14:48
    Highlight Der letzte Satz ist pure Quintessenz und Wahrheit!
    15 5 Melden
  • odermi 18.05.2018 14:47
    Highlight Ich schliesse mich der Olga an. Yonni, du triffst es echt immer auf den Punkt! Ich war schockiert als ich den Incel-Artikel gelesen habe (zumal ich zuvor noch nie etwas davon gehört hatte)
    Vorallem der Punkt dass es nur um attraktive Frauen geht und ebe nicht auch um die (in ihren Augen) weniger attraktiveren Frauen. Das ist wahrscheinlich der Hauptgrund warum diese männlichen Incels nicht keine Frau finden. Sie stellen sich wohl nur Supermodels als Bettgspändli vor... fraglich....
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  • poga 18.05.2018 14:45
    Highlight Ich gebe deiner Sicht recht Yonni. Nur ist es gerade in den USA so, dass aus den Unis heraus immer stärker der Anspruch kommt, dass die Gesellschaft Schuld sei. Bestes Beispiel ist der Feminismus. (3. Welle) Black Lives Matters usw. Ob das damit zusammenhängt weis ich nicht...
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    • Eliasv 18.05.2018 15:38
      Highlight Feminismus und Black Lives Matter beziehen sich auf strukturelle Gewalt, gegen die sich eine Auflehnung lohnt, wie im Artikel, welchen Sie gerade kommentieren, zu lesen ist.
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    • poga 18.05.2018 17:52
      Highlight Ne nicht nur. Es tendiert auch stark in Richtung gefühlter Unterdrückung. Und die Forderung an die Gesellschaft, dieses Problem zu lösen. Es geht halt soweit, dass sich da gewisse Vertreter dieser Gruppen komplett aus der Arbeit an einem selber zurück ziehen. Etwas dass auch bei dieser Gruppe der Fall zu sein scheint....
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    • Eliasv 18.05.2018 18:51
      Highlight Es mag Mitglieder dieser Gruppen mit einer extremen Haltung geben. Diese werden allerdings medial ausgeschlachtet, um die ganze jeweilige Bewegung zu diffamieren. Dass es in der USA keine strukturelle Gewalt gibt kann ja wohl nicht ihr Ernst sein?!
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  • El diablo 18.05.2018 14:38
    Highlight Super Artikel und genau so denke ich auch. Dazu möchte ich noch etwas ergänzen. Viele der Body Positivity-Bewegung wollen uns eine gesellschaftliche Norm aufzwingen, die so momentan nicht möglich ist. Viele Menschen finden nun mal trainierte Menschen schöner als übergewichtige (oder sogar solche mit adipositas). Logisch gibt es auch andere, aber das ist die absolute Minderheit, oder warum werben Modelabel sonst mit trainierten Menschen? Akzeptiert es, dass nicht alle Übergewicht schön finden, oder ändert es an euch. Aber zwingt uns nicht eure Moral auf.
    Habe fertig.
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    • Dewar 18.05.2018 15:46
      Highlight Die Werbung beeinflusst das gesellschaftliche Schönheitsideal mindestens genauso stark wie umgekehrt. Schaut man sich in einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort um, sieht es ganz anders aus: Da gilt je dicker desto besser, schräge oder auseinanderstehende Zähne gelten als begehrenswert, usw. Schon nur seit den 90ern hat sich vieles geändert. In der Werbung werden sehr oft unerreichbare Ideale gefördert, mit Make-up und Retusche. Unser heutiges westliches Schönheitsideal hat nichts mehr mit realen Menschen zu tun. Das ist doch absurd?!
      30 2 Melden
    • MartinK 18.05.2018 15:59
      Highlight Ich glaube nicht, dass ein Incel in jedem Falle übergewichtig ist. Dav ist mir deine Sicht etwas zu simpel.
      27 1 Melden
    • Astrogator 18.05.2018 16:10
      Highlight Es geht hier nicht um Übergewicht oder nicht. Viele dieser Incel sind nicht übergewichtig, es sind einfach unsympathische Typen mit unsympathischen und veralteten Ansichten.
      29 4 Melden
  • Baccara 18.05.2018 14:22
    Highlight Echt jetzt? Incels? (mein Augenrollen sieht grad keiner..)

    Ich las diesen Artikel sehr gerne, Yonni, du hast dich damit sehr auseinander gesetzt.

    Für mich ist die Schlussfolgerung: Heute braucht jeder eine Entschuldigung - einen Schuldigen!, warum sein Leben scheisse läuft. Sich aber mal aufraffen und selber was tun, no way. Die Gesellschaft schuldet mir..

    Wir werden es so noch weit bringen, meine lieben kommenden Generationen..
    36 9 Melden
  • Janis Joplin 18.05.2018 14:21
    Highlight Danke Yonni. Du hast ausführlich und doch klipperklar ausgeführt woran ich dachte und wofür mir der Platz in der Kommentarspalte fehlte.
    Mir scheint als wären diese betroffenen Opfer irgendwo im Reifestadium steckengeblieben.
    Wie zum Teufel kommt man dazu, zu erwarten dass einem sowas wie Sex zusteht? Abgesehen dass sie keine gesunden Hände zu haben scheinen...soll ich auch eine Bewegung gründen, von wegen Temporarily Involuntary Emotionally Verschupft?! Irgendwo in der Innenstadt Frankfurts konnte man mal folgende Weisheit lesen: Du bist nicht der Einzige der leidet.
    36 7 Melden
  • Wald Gänger 18.05.2018 14:18
    Highlight Das Problem ist doch eher, dass heute jede Form von Identitäts- oder Persönlichkeitsstörung in die Weihen der Beachtung und der Erntsgenommenwerdens kommt in dem Sinne, dass so getan wird, als handle es sich nicht um eine Störung, sondern um legitime Ansichten.
    Dass sich alle Gestörten nun über das Internet austauschen und gegenseitig bestärken können, macht das Ganze auch nicht besser.
    Leute, die sich als "Incel" oder "Beta" bezeichnen, brauchen einfach mal was auf den Hinterkopf und dann sollen sie in die Gänge kommen.
    13 4 Melden
  • rudolf_k 18.05.2018 14:16
    Highlight ".. Frauen würden nur Arschlöcher wollen und der Good Guy lande in der Friendzone. Ich weiss nicht, ob ich jemanden als Good Guy bezeichnen will, der denkt, er habe Anspruch auf Sex mit einer Frau, nur weil er nett zu ihr ist." - ich glaube du hast das nicht wirklich begriffen. Bei diesem Phänomen geht es darum, dass Frauen (oder Männer) mit der Zuneigung von jemandem spielen, weil sie wissen dass sie ihn/sie eh haben könnten, selbst aber noch auf der Suche nach besserem sind. Die Bad Boys sind nur ein Symptom davon, die sind nämlich diejenigen welche mit diesen Frauen dasselbe Spiel spielen.
    125 55 Melden
    • El diablo 18.05.2018 15:23
      Highlight Der Mensch will das, was er nicht haben kann. Wenn du einer Frau hinterher hechelst und ihr jeden Tag schreibst wirst du garantiert gefriedzoned, weil du uninteressant bist. Das sind dann die, die sich fragen wieso das so ist, obwohl sie die Good Guys sind.
      18 20 Melden
    • thelastpanda 18.05.2018 15:55
      Highlight Grundsätzluch ginge es darum, ja. Viele Männer behaupten aber gerne mal, dass sie in der Friendzone stecken, nur weil sie mal zu einer nett waren und sie sie jetzt nicht ranlässt. Als wären wir Frauen dazu verpflichtet, mit jedem "guten" und netten Kerl zu schlafen, wenn er von uns was will. Und wenn wir das halt mal nicht wollen, weil man den Mann nicht attraktiv oder als Freund sieht, ist man die Bitch, die den Good Guy friendzoned.
      48 9 Melden
    • Mutzli 18.05.2018 16:06
      Highlight Nee nee, meiner Ansicht nach trifft das absolut zu. Jemanden bei der langen Stange halte ist sicherlich auch ein Ding, aber das Nice Guy™-Klischee das man im realen Leben und vor allem auch im Netz häufig antrifft ist genau so. Das dann Typen, die das Gefühl haben, bei einer "freundschaftlichen" Beziehung mit einer Frau müsse man nur genug freundlcih und anhänglich sein und schon habe man Sex verdient. Als ob Anziehung nix wäre z.B. und eine Frau wie ein Atuomat, bei dem man nur genug Nett-Tokens einwerfen muss, bis dann eine Portion Sex rauskullert.
      34 6 Melden
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  • glüngi 18.05.2018 14:10
    Highlight weibliche incels heissen übrigens femcels... für nächstes mal. ansonsten super zusammengefasst das ganze und auch das fazit trifft es auf den punkt.

    können wir die jetzt bitte wieder ignorieren?
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    • Yonni Meyer 18.05.2018 15:13
      Highlight Interessant. Also bei den Jungs ists «involuntary», bei den Mädels nur «feminine»?

      Und ja, bitte sehr fest.
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    • Eliasv 18.05.2018 15:50
      Highlight Und dunkelhäutige "Chads" werden übrigeds "Tyrone" genann, womit das ganze eine rassistische Komponente bekommt. Es geht immer noch schlimmer..

      Meine Infos beziehe ich aus einem youtube Vido von Jim Jeffries, der sich dem Thema in seiner Sendung bereits vor zwei Wochen angenommen hat.

      So, nun können wir diese Bewegung aber wirklich getrost wieder ignorieren.

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  • Olaf! 18.05.2018 14:08
    Highlight " ist so illusorisch, dass sich Houdini himself in Ehrfurcht verneigen würde" Wunderschön x)
    20 2 Melden
  • DäM. 18.05.2018 14:08
    Highlight Ich glaube ja, dass das so ein wenig eine "Huhn-Ei-Situation" ist. In der Incel-Logik kann das so aussehen - mich will keine --> deswegen bin ich wütend --> darum werde ich Incel ...

    Ich glaube ernsthaft, dass das Problem beim Individuum beginnt. Vlt. bist Du einfach nur ein Arschloch, darum will Dich keine / r...

    Ich bezweifle, dass "Chad"-sein nichts bzw. weniger mit der Optik, als mit dem Charakter zu tun hat. Zufriedenheit, Selbstvertrauen, Coolness und Humor ziehen meiner Meinung nach viel mehr als ein Six-Pack, Markenklamotten oder Solariumbräune...
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    • El diablo 18.05.2018 15:26
      Highlight Man kann mir sagen was man will. Beim Kennenlernen ist aber der allererste Eindruck das Aussehen. Wenn dieses nicht stimmt wird es viel schwerer mit einer Persönlichkeit zu überzeugen, als wenn man wie ein Model aussieht.
      22 10 Melden
    • Steddybär 18.05.2018 17:35
      Highlight ElDiablo..ich geb dir recht, dass das Äussere eine gewisse Rolle spielt. Und dann kommt da noch etwas hinzu, das man Chemie nennen könnte. Entweder passts, oder halt nicht und ich glaube, dass dabei das Äussere nur einen Teil davon einnimmt.
      15 1 Melden
  • lilie 18.05.2018 14:05
    Highlight Genau so ist es.

    Ich bin sicher, das Schlimmste, was einem eingefleischten Incel passieren kann, ist, dass sich eine Frau für ihn interessiert - eine ganz normale Frau. Denn mir schwant, dass ihre "Stacys" sowieso nur in ihrer Fantasie existieren.

    Und so scheint mir, dass diese Männer gar keine Freundin haben können. Wenn diese Frau nämlich in den Augen der Community nicht 100% Stacy ist, ist sie doch untendurch. Und der Nicht-Mehr-Incel auch.

    Somit: Wer Teil der Gruppe bleiben will, muss Single und frustriert bleiben. Und sich immer mehr in seinen Hass steigern.

    Schrecklich!
    219 15 Melden
  • olga 18.05.2018 13:41
    Highlight Ach Yonni. Egal über was du schreibst, du triffst es immer genau auf den Punkt. Mein Entsetzen über den Incel-Artikel war ebenso gross und du hast meinem Entsetzen Worte verliehen. Ich wünsche mir manchmal, dass du meine Freundin wärst. Ich glaub wir hättens lustig.
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    • kettcar #lina4weindoch 18.05.2018 16:25
      Highlight Bei 200 Herzchen muss Yonni mit dir was trinken gehen.
      16 0 Melden

Kann man, muss man nicht: Unser Modal-Problem

Ja, Sie haben schon richtig gelesen, da ist kein Tippfehler im Titel. Modal, mit d. Ich erspare Ihnen nun die Google-Suche oder das Ausgraben Ihrer Deutsch-Ordner von früher, wo Sie dann Ihre alten Aufsätze finden, in denen Sie sehr realistisch eingeschätzt haben, dass Sie mit 30 ein Haus, vier Kinder, einen Labrador namens «Columbo» und eine Traumkarriere haben werden und alles, was Sie nun mit 36 tatsächlich Ihr eigen nennen, ist ein Fahrrad und sogar das wurde Ihnen schon zweimal …

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