Boeing
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Naval Aircrewman 2nd Class Karl Shinn looks out a window of a P-8A Poseidon while flying over the Indian Ocean during a search mission to locate Malaysia Airlines flight MH370, in this U.S. Navy handout photo taken April 10, 2014. Search and rescue officials in Australia are confident they know the approximate position of the black box recorders from missing Malaysia Airlines Flight MH370, Australian Prime Minister Tony Abbott said on Friday.  Picture taken April 10, 2014.  REUTERS/U.S. Navy/Chief Mass Communication Specialist Keith DeVinney/Handout via Reuters (MID-SEA - Tags: MILITARY DISASTER TRANSPORT) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Suche über dem Indischen Ozean: «Gewaltige, gewaltige Aufgabe». Bild: Keystone

Suche nach verschwundener Boeing

Das Ping-Rätsel im Indischen Ozean

Die Zeit läuft ab bei der Suche nach Flug MH370. Die Signale der Blackbox werden bereits schwächer und könnten jederzeit verstummen. Der australische Regierungschef Abbott allerdings gibt sich optimistisch.

12.04.14, 09:46 12.04.14, 09:57

Ein Artikel von

Die Zeit läuft ab, das weiss Australiens Regierungschef Tony Abbott. Seit fünf Wochen ist die Boeing der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH370 verschwunden. Eine Blackbox sendet etwa 30 Tage lang Signale, bis zu sechs Wochen sind möglich, doch die Suchmannschaften müssen jederzeit damit rechnen, dass es vorbei ist.

Abbott hat einen Weg gefunden, damit umzugehen: Er verbreitet eine Mischung aus Optimismus und Realismus. Bei einem Besuch in China betonte er am Samstag, man sei sehr zuversichtlich, dass die von Suchmannschaften empfangenen Signale im Indischen Ozean von MH370 stammten. Zugleich warnte er: Selbst wenn das Flugzeug unter den Suchschiffen am Meeresboden liege, wäre es eine «gewaltige, gewaltige Aufgabe», es zu finden. Das Meer ist in dem Gebiet rund vier Kilometer tief.

Zudem lasse das Signal nach. «Wir versuchen, so viele Informationen wie möglich zu bekommen, bevor es ganz verstummt.»

«Keinerlei Durchbruch bei der Suche nach MH370»

Abbott stellte am Samstag in Shanghai demonstrativ fest, chinesische Offizielle schätzten den «transparenten und offenen» Umgang mit der Suche. «Ich glaube, es ist unserem Land positiv anzurechnen, dass wir es so angegangen sind.»

Suche nach Signalen Bild: EPA/Royal Australian Navy

In dieser Woche waren von einem Ping-Locator Signale empfangen worden, die vom Flugschreiber der Boeing stammen könnten. Das australische Schiff «Ocean Shield» zieht das Suchgerät hinter sich her.

Nicht nur Abbott, auch William Marks, der den Sucheinsatz der US Navy koordiniert, gibt sich zuversichtlich: «Wir empfangen sehr kontinuierliche Pings, deren Art exakt so ist, wie man es von einer Blackbox erwarten würde», so Marks am Freitag. «Wir können ausschliessen, dass es einen natürlichen Ursprung hat oder von einem Schiff oder etwas ähnlichem stammt.» Er sei optimistisch.

Am Donnerstag hatte eine Sonarboje, die von einem Flugzeug aus abgeworfen war, ebenfalls ein Signal empfangen. Das allerdings brachte die Suche nicht weiter: Angus Houston, australischer Koordinator der Suchaktion, teilte am Freitag mit, dass die Pings nach einer ersten Analyse nicht von der Blackbox der Boeing stammten.

epa04164204 A handout image released by the Australian Maritime Safety Authority (AMSA) in Canberra, Australia, 12 April 2014 shows the current planned search area in the Indian Ocean, West of Australia, for the wreckage of flight MH370 on 12 April 2014. The search for a missing Malaysia Airlines jet in the Indian Ocean kept its intensity on 12 April despite no new acoustic signals for three days. Ten planes and 14 ships were out looking for traces of MH370, which went missing more than a month ago after takeoff from Kuala Lumpur en route Beijing with 239 people on board. 'There have been no confirmed acoustic detections over the last 24 hours,' the Joint Agency Coordination Centre said in its latest bulletin. A signal was picked up on 10 April near where a navy ship had monitored a possible signal from the missing Boeing 777, but it was determined to be unrelated to MH370.  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/AMSA

Der Malaysia-Airlines-Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Die Maschine drehte nach Süden und flog noch mehrere Stunden, ohne dass Flugsicherheitsbehörden Kontakt zu ihr hatten. Die Aufzeichnungen von Daten- und Stimmrekorder in der Blackbox könnten Aufschluss darüber geben, warum das Flugzeug von seinem Kurs abwich.

Die Wut der Angehörigen

Für die Angehörigen der Fluginsassen dauert das schier unerträgliche Warten an. «Jedes Mal, wenn irgendwelche Offiziellen eines dieser absoluten Statements abgeben wie ‹Wir sind sicher, dass es sich um die Pings der Blackbox handelt› oder ‹Wir sind sicher, es ist im Ozean›, brechen wir zusammen», sagte Sarah Bajc, deren Partner Philip Wood an Bord der Maschine war.

Das australische Schiff «Ocean Shield» lauscht mit einem Spezialgerät weiter nach Signalen aus der Tiefe des Ozeans. Bild: EPA/Australian Defense

Am Samstag sind zehn Flugzeuge und 14 Schiffe rund 2300 Kilometer nordwestlich von Perth an der australischen Westküste im Einsatz, berichtete das Koordinationszentrum für die Suche. Bisher sind keine Trümmerteile des Flugzeugs gefunden worden. Das Suchgebiet ist knapp 47.000 Quadratkilometer gross. Abbott hatte zuletzt gesagt, man sei sicher, die Position des Flugzeugs mit Hilfe der empfangenen Signale auf wenige Kilometer genau eingrenzen zu können. (bim/AP/Reuters/dpa)



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Unglaubliche Geschichte

Jetzt gibt es den Videobeweis: Dieser Junge überlebte fünf Stunden im Fahrwerksschacht einer Boeing

Vor rund drei Wochen ging die Geschichte eines 16-Jährigen Teenagers um die Welt, der den Flug von San José nach Hawaii im Fahrwerksschacht einer Boeing 767 überlebte.

Nun wurde das Flughafen-Überwachungsvideo veröffentlicht. Und tatsächlich: Darauf ist zu sehen, wie der Jugendliche aus dem Fahrwerksschacht plumpst, und benommen auf das Rollfeld torkelt. 

An der Geschichte des Jungen bestehen Zweifel, da Überleben auf Flughöhe bei 62 Grad unter Null und kaum Luft zum Atmen …

Artikel lesen