Brasilien
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Brasilien kurz vor Anpfiff

Scharmützel bei U-Bahn-Station in São Paulo, CNN-Journalistin verletzt

12.06.14, 16:04 12.06.14, 20:12
Riot policemen stand guard during an anti-World Cup protest on the morning the Brazilian mega-city hosts the tournament's opening match, in Sao Paulo on June 12, 2014. Police fired tear gas, stun grenades and rubber bullets to break up 
dozens of protesters gathering near a Sao Paulo subway station with a red banner reading

Bild: AFP

Wenige Stunden vor dem Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien hat die Polizei in São Paulo mit Blendgaranten und Gummigeschossen eine Demonstration von WM-Gegnern aufgelöst. Mindestens ein Demonstrant wurde festgenommen.

Rund 60 Demonstranten versammelten sich am Donnerstag bei einer U-Bahnstation und wollten mit einem Transparent mit der Aufschrift «Wenn wir keine Rechte haben, wird es keine Meisterschaft geben» auf einer grossen Strasse zum Corinthians-Stadion marschieren, wie ein AFP-Reporter berichtete. In dem Stadion finden am Abend die WM-Eröffnungsfeier und das Auftaktspiel Brasilien gegen Kroatien statt. Laut Medienberichten wurden beim entstandenen Tumult mehrere Menschen verletzt, unter ihnen auch eine Journalistin des TV-Senders CNN.

Eine Gruppe von etwa 20 Streikenden hat zudem die zentrale Zufahrt zu Rios internationalem Flughafen teilweise blockiert und damit kilometerlange Staus verursacht. Mehrere Passagiere verliessen die Taxis und liefen den Weg zum Flughafen Galeão. Einige verpassten dennoch ihre Flüge. 

Die Militärpolizisten schritten sofort ein, noch bevor sich die Demonstranten in Bewegung setzten. «Die Meisterschaft wird nicht stattfinden», skandierte die Menge. (pma/si/whr/sda/afp)

Grosses Sicherheitsaufgebot

In den zwölf WM-Gastgeberstädten sollen 157'000 Polizisten und Soldaten für Sicherheit sorgen. Darüber hinaus wurden 20'000 Sicherheitsleute von Privatfirmen für die Stadien angeheuert. 120 Polizisten aus 40 Staaten arbeiten mit den brasilianischen Kollegen zusammen, etwa um Hooligans zu identifizieren. Die Kosten dafür belaufen sich auf umgerechnet fast 750 Millionen Franken. (sda)



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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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