Bundesrat
Mitglieder von Bio Suisse, Kleinbauern Vereinigung, Schweizer Tierschutz STS, Schweizer Bergheimat, KAGfreiland und Swissaid auf dem Weg zur Bundesterrasse waehrend der Petitionseingabe "Fuer eine vielfaeltige Schweizer Landwirtschaft", am Montag 24. Juni 2013 in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bio-Bauern bei einer Demonstration auf der Bundesterrasse. Bild: KEYSTONE

Bundeshaus als Bunker

Die Bundesterrasse soll abgeschottet werden. Jetzt regt sich in Bern Widerstand

06.07.14, 11:18 06.07.14, 11:35

In Bern ist ein Rechtsstreit um die Neugestaltung der Bundesterrasse entbrannt. Die Grüne Partei Bern (GPB-DA) hat Einsprache gegen das Baugesuch der Eidgenossenschaft eingereicht. Die Partei befürchtet, der Bund setze sich über Abmachungen hinweg.

Die Stadt Bern hatte ihren Teil der Bundesterrasse vor zwei Jahren an die Eidgenossenschaft verkauft. Die 6000 Quadratmeter Land wechselten für netto 65'000 Franken den Besitzer. Im Gegenzug versprach der Bund, die Sanierung voranzutreiben. Jetzt will er mit der Neugestaltung vorwärts machen.

Bundeshaus mit Terrasse und dem Strandbad Marzili. Bild: KEYSTONE

Das Anfang Juni publizierte Baugesuch rief allerdings Kritiker auf den Plan – allen voran GPB-Stadtrat Luzius Theiler, der die Pläne mit einer Motion im Stadtparlament und mit der Baueinsprache durchkreuzen will. Das teilte die Partei am Wochenende mit.

Flügeltore und Bodenrollgitter

Denn das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) plant unter anderem Flügeltore links und rechts des Parlamentsgebäudes sowie zwei versenkbare Bodenrollgitter auf der Bundesterrasse. Die beliebte Flaniermeile könnte so nach Bedarf abgesperrt werden.

Grünen-Stadtrat Luzius Theiler. Bild: Stadt Bern

Dabei habe der Bund beim Kauf versprochen, dass die Bundesterrasse für die Öffentlichkeit frei zugänglich bleibe, kritisiert Theiler. Das solle auch so bleiben, beteuerten Vertreter der Stadt Bern jüngst in Medienberichten.

Gesperrt bei Demos und Staatsbesuchen

Es gehe lediglich darum, die Bundesterrasse etwa bei Demonstrationen oder Staatsbesuchen sperren zu können. Das werde schon heute gemacht. Ob dies mit mobilen oder fix installierten Sperren geschehe, spiele letztlich keine Rolle.

Stadtrat Theiler wehrt sich aber auch gegen die geplante Fällung von Bäumen. Historischer Baumbestand solle durch «plastisch-geometrische Grünkörper» ersetzt werden, kritisiert er in einem Communiqué. Im Rechtsstreit ist nun zunächst der Regierungsstatthalter am Zug.

Schon früher war die Bundesterrasse ein Stein des Anstosses: Zum Beispiel in den 1990-er-Jahren, als es dort eine offene Drogenszene gab. Bild: KEYSTONE

(egg/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Romeo 06.07.2014 12:17
    Highlight Dagegen. Wen Gitter erstmal da sind, werden die auch genutzt. Ob immer Verfassungskonform, sei dahingestellt.
    2 0 Melden
    • The Destiny 06.07.2014 14:50
      Highlight Ich denke jeder kann 1 und 1 zusammen zählen,wenn er die neuen Forderungen der EU gesehen hat diese news und weiss wie gut dass unser Bundesrat ja verhandeln kann. Ich möchte ja nicht pessimistisch sein, aber es ist ja klar für was die Gitter da sind. Wenn der Bundesrat mit der EU Mist aushandelt, dann kann ich mir einen Maidan v2.0 in der Schweiz ganz gut vorstellen.
      1 1 Melden

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