CVP
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ARCHIV -- Krankenversicherungskarten, aufgenommen am 5. Juni 2014. Der Krankenkassen-Dachverband santesuisse macht mobil gegen die strikte Trennung von Grund- und Zusatzversicherung. Wuerde dieser Vorschlag des Bundesrates umgesetzt, wuerde das rund 400 Millionen Franken im Jahr kosten. Die Versicherten muessten mitbezahlen. Das teilte santesuisse am Montag gestuetzt auf eine in Bern vorgestellte Studie von The Boston Consulting Group (BCG) mit. BCG hat errechnet, wie der stark umstrittene Vorschlag im Vergleich zur heutigen Situation zu Buche schlagen wuerde. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Initiative für eine öffentliche Krankenkasse verliert an Zustimmung. Bild: KEYSTONE

Volksabstimmung im September

Zustimmung zu öffentlicher Krankenkasse sinkt – Bürgerliche lancieren Nein-Kampagne

Die Zustimmung zur Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» bröckelt. Während vor einem Jahr rund zwei Drittel der Stimmberechtigten ein Ja in die Urne legen wollten, spricht sich laut einer Umfrage heute nur noch knapp die Hälfte für die Initiative aus.

Umfragewerte zur Initiative für eine öffentliche Krankenkasse. Quelle: Gesundheitsmonitor

Zu mobilisieren vermag die Initiative, über die am 28. September abgestimmt wird, erst schwach: Nur drei von zehn Befragten gaben an, bestimmt zur Urne zu gehen.

Bürgerliche lancieren Nein-Komitee

CVP-Fraktionschef Urs Schwaller waehrend seiner Rede an der Delegiertenversammlung der CVP am Samstag, 11. Januar 2014, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

CVP-Ständerat Urs Schwaller spricht konsequent von der «Einheitskasse». Bild: KEYSTONE

Die bürgerlichen Parteien stellen sich geschlossen gegen die Initiative «Für eine öffentliche Krankenkasse», über die am 28. September abgestimmt wird. Am Dienstag haben sie ihre Argumente dargelegt. Aus Sicht der Gegnerinnen und Gegner gefährdet die Initiative das Gesundheitssystem. 

Damit spielten die links-grünen Initianten mit dem bewährten Gesundheitssystem, kritisieren die Gegner. Sie köderten die Bevölkerung mit Versprechungen wie sinkenden Kosten. Eine glaubwürdige Begründung dafür seien sie aber bis heute schuldig geblieben. 

«Wir sind keine Einheitspatienten!»

Slogan der Nein-Kampagne.

Die bürgerlichen Gegner sprechen konsequent von «Einheitskasse», während die Initianten diesen Begriff aus einer früheren, verlorenen Volksabstimmung vermeiden. Die Plakate der Gegner für die Deutschschweiz zeigen Menschen mit bandagierten Gesichtern. «Wir sind keine Einheitspatienten!», lautet der Slogan dazu. 

Der Einheitspatient stehe für die drohende Anonymisierung, sagte Schwaller. Für die Kampagne werden gemäss seinen Angaben etwa fünf Millionen Franken aufgewendet. Diese kämen selbstverständlich nicht aus der obligatorischen Krankenversicherung, sondern würden über die Gewinne der Zusatzversicherungen finanziert. (pma/sda) 



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    Alle Leser-Kommentare
  • Michel@sith 25.06.2014 07:00
    Highlight Highlight Das heutige System hat versagt, die Prämien steifen jedes Jahr aufs neue. Ich werde JA Stimmen, schlechter kanns nicht mehr werden.
    • Armando 05.07.2014 12:09
      Highlight Highlight Ich auch! Das ineffiziente Kässeli-Unwesen verursacht gewaltige administrative Kosten, auf dem Buckel der Prämienzahler.
  • MediaEye 24.06.2014 13:09
    Highlight Highlight Eine typische Reaktion der betroffenen Kreise und Lobbys!
    Wenn diese rund 8 bis 10 Mio. in diese Anti-Kampagne stecken können, dann muss doch allen Prämienzahlern einleuchten, dass hier eine riesige industrie mit riesigen Gewinnen besteht, und sich jeder dabei auf irgend eine Art die eigenen Taschen füllen will.

    Nein, es braucht die öffentliche Krankenkasse für die Grundversicherung zumindest.

    Dabei muss aber auch das Modell der Rabattierung für einzelne Arten wie etwa Hausarzt, Telemed, Medgate etc, abgeschafft werden. denn dann können die Grundprämien nochmals, wie bei der Administration und Verwaltung, abgesenkt werden.

    Nach der Schaffung muss die Förderung von Ärtztezentren, Polikliniken und Ambulatorien an die Hand genommen werden.
    Und als Letztes gehört endlich diese unsägliche, anachronistische Regelung mit der diskriminierenden Kopfprämie abgeschafft.

    Deshalb im September unbedingt JA zur Initiative einlegen!!
    • Armando 05.07.2014 12:11
      Highlight Highlight Meines Wissens ist die Schweiz in Europa das einzige Land mit asozialer Kopfprämie. Daher JA für eine bessere Lösung.

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