Charlie Hebdo
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Viktor Orban

Ungarischer Ministerpräsident schimpft in Paris gegen Einwanderer

12.01.15, 01:55 12.01.15, 09:37

Der rechts-konservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat den Solidaritätsmarsch für die Opfer des Terrorismus in Paris genutzt, um gegen Einwanderer zu wettern. «Die Wirtschaftsmigration ist eine schlechte Sache für Europa», sagte er.

«Man darf nicht so tun, als würde sie irgendeinen Nutzen haben, denn sie bringt nur Probleme und Gefahren für den europäischen Menschen. Deshalb muss die Einwanderung gestoppt werden», sagte er in Ungarns Staatsfernsehen.

Francois Hollande begrüsst Viktor Orban (links) in Paris. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Orban war von der französischen Regierung wie Dutzende andere Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zur Teilnahme an dem Marsch eingeladen worden. Bis zu 1,5 Millionen Menschen gedachten am Sonntag in Paris der Opfer der jüngsten islamistischen Terroranschläge in Frankreich.

Im EU-Land Ungarn gibt es keine nennenswerte Einwanderung. Dafür suchen Hunderttausende Ungarn ihr Glück im EU-Ausland, weil sie wegen der politischen und wirtschaftlichen Lage unter der Orban-Regierung in ihrer Heimat keine Perspektive für sich sehen.

Dennoch stellte Orban am Sonntag klar, dass er nicht den geringsten Anflug von Multikulti in seinem Land dulden werde. «Wir wollen keine zahlenmässig bedeutsamen Minderheiten bei uns sehen, die sich in ihren kulturellen Eigenschaften und Hintergrund von uns unterscheiden», sagte er. «Wir möchten uns Ungarn als Ungarn bewahren.» (feb/sda/dpa)



Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

Artikel lesen