Charlie Hebdo
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Viktor Orban

Ungarischer Ministerpräsident schimpft in Paris gegen Einwanderer

12.01.15, 01:55 12.01.15, 09:37

Der rechts-konservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat den Solidaritätsmarsch für die Opfer des Terrorismus in Paris genutzt, um gegen Einwanderer zu wettern. «Die Wirtschaftsmigration ist eine schlechte Sache für Europa», sagte er.

«Man darf nicht so tun, als würde sie irgendeinen Nutzen haben, denn sie bringt nur Probleme und Gefahren für den europäischen Menschen. Deshalb muss die Einwanderung gestoppt werden», sagte er in Ungarns Staatsfernsehen.

epa04554984 French President Francois Hollande (R) welcomes Hungarian Prime Minister Viktor Orban (L) at the Elysee Palace before they participate in a march to honor the victims of the terrorist attacks and to show unity, in Paris, France, 11 January 2014. Three days of terror that ended on 10 January saw 17 people killed in attacks that began with gunmen invading French satirical magazine Charlie Hebdo and continued with the shooting of a policewoman and the siege of a Jewish supermarket.  EPA/YOAN VALAT

Francois Hollande begrüsst Viktor Orban (links) in Paris. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Orban war von der französischen Regierung wie Dutzende andere Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zur Teilnahme an dem Marsch eingeladen worden. Bis zu 1,5 Millionen Menschen gedachten am Sonntag in Paris der Opfer der jüngsten islamistischen Terroranschläge in Frankreich.

Im EU-Land Ungarn gibt es keine nennenswerte Einwanderung. Dafür suchen Hunderttausende Ungarn ihr Glück im EU-Ausland, weil sie wegen der politischen und wirtschaftlichen Lage unter der Orban-Regierung in ihrer Heimat keine Perspektive für sich sehen.

Dennoch stellte Orban am Sonntag klar, dass er nicht den geringsten Anflug von Multikulti in seinem Land dulden werde. «Wir wollen keine zahlenmässig bedeutsamen Minderheiten bei uns sehen, die sich in ihren kulturellen Eigenschaften und Hintergrund von uns unterscheiden», sagte er. «Wir möchten uns Ungarn als Ungarn bewahren.» (feb/sda/dpa)



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