Charlie Hebdo
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Geiselnahme im Supermarkt

Paris hat einen neuen Helden – einen Moslem

A woman holds a pencil and her mobile phone showing four victims killed in Friday's attack on the kosher supermarket in Paris, during a rally in Tel Aviv, Israel, Sunday, Jan. 11, 2015. (AP Photo/Oded Balilty)

Eine Frau zeigt die Fotos der vier Opfer vom koscheren Supermarkt. Lassana Bathily verhinderte, dass es noch mehr Tote gab.  Bild: Oded Balilty/AP/KEYSTONE

Lassana Bathily ist 24 Jahre alt. Er stammt aus Mali, er ist Supermarkt-Angestellter, er ist Moslem. 

Und jetzt ist er ein Held. Paris, ganz Frankreich, feiert ihn. Grund: Der Mann rettet sechs Menschen das Leben, darunter ein Kind. Als der Attentäter Amedy Coulibaly in Porte Vincennes den koscheren Supermarkt stürmt, und Leute um ihr Leben rennen, öffnet er die Türe zu einem Kühlraum und lässt sechs Personen hineingehen. «Dann stellte ich das Licht und die Kühlung ab», sagt er später gegenüber französischen Fernsehsendern. Schliesslich schliesst er die Türe und fordert die Menschen auf, sich ruhig zu verhalten. 

Während der Geiselnehmer insgesamt vier Menschen tötet, überleben im Kühlraum dank Lassana Bathily alle.

Nachdem die Polizei den Supermarkt stürmt und die Lage unter Kontrolle bringt, wird Lassana  Bathiliy versehentlich festgenommen. Die Polizei hält ihn für einen möglichen Mittäter. Das Missverständnis klärt sich auf und Lassana Bathiliy gibt der Polizei wichtige Informationen.

Wie The Guardian schreibt, bedankten sich zahlreiche Personen persönlich bei Lassana Bathily für das, was er getan hat. Auch über Soziale Medien drücken Menschen ihre Dankbarkeit aus und feiern ihren neuen Helden. (feb)

Republikanischer Marsch in Paris



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    Alle Leser-Kommentare
  • Benja 12.01.2015 01:54
    Highlight Highlight Top! Diese Beispiele kann man gar nicht oft genug bringen, dass der Islam und Terrorismus zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Selbst wenn es jedesmal nur einer lernt. Ist vielleicht ähnlich wie Förder-Unterricht, da muss man konstant weiterarbeiten. Eine wichtige und Aufgabe und grosse Chance für die professionellen Medien.

Wir sollten uns an den Terror gewöhnen, aber das können wir nicht

Die Anschläge in der belgischen Hauptstadt konnten eigentlich niemanden wirklich überraschen. Dennoch taten sie es – und auch der nächste Anschlag wird es tun. 

Die Einschläge kommen näher: Nach dem 11. September 2001, mit dem der islamistische Terror sich endgültig in die Aufmerksamkeit der westlichen Welt bombte, kamen 2004 die Sprengsätze in den Madrider Vorortzügen, 2005 die Selbstmordattentate von London und schliesslich 2015 die Anschläge von Paris und jetzt in Brüssel. Zählt man die kleineren und die vereitelten Anschläge dazu, ergibt sich über die Jahre hinweg eine Art ansteigendes Grundrauschen des Terrors. 

Terror ist allerdings nicht …

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