Charlie Hebdo
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Geiselnahme im Supermarkt

Paris hat einen neuen Helden – einen Moslem

12.01.15, 01:08 12.01.15, 09:34
A woman holds a pencil and her mobile phone showing four victims killed in Friday's attack on the kosher supermarket in Paris, during a rally in Tel Aviv, Israel, Sunday, Jan. 11, 2015. (AP Photo/Oded Balilty)

Eine Frau zeigt die Fotos der vier Opfer vom koscheren Supermarkt. Lassana Bathily verhinderte, dass es noch mehr Tote gab.  Bild: Oded Balilty/AP/KEYSTONE

Lassana Bathily ist 24 Jahre alt. Er stammt aus Mali, er ist Supermarkt-Angestellter, er ist Moslem. 

Und jetzt ist er ein Held. Paris, ganz Frankreich, feiert ihn. Grund: Der Mann rettet sechs Menschen das Leben, darunter ein Kind. Als der Attentäter Amedy Coulibaly in Porte Vincennes den koscheren Supermarkt stürmt, und Leute um ihr Leben rennen, öffnet er die Türe zu einem Kühlraum und lässt sechs Personen hineingehen. «Dann stellte ich das Licht und die Kühlung ab», sagt er später gegenüber französischen Fernsehsendern. Schliesslich schliesst er die Türe und fordert die Menschen auf, sich ruhig zu verhalten. 

Während der Geiselnehmer insgesamt vier Menschen tötet, überleben im Kühlraum dank Lassana Bathily alle.

Nachdem die Polizei den Supermarkt stürmt und die Lage unter Kontrolle bringt, wird Lassana  Bathiliy versehentlich festgenommen. Die Polizei hält ihn für einen möglichen Mittäter. Das Missverständnis klärt sich auf und Lassana Bathiliy gibt der Polizei wichtige Informationen.

Wie The Guardian schreibt, bedankten sich zahlreiche Personen persönlich bei Lassana Bathily für das, was er getan hat. Auch über Soziale Medien drücken Menschen ihre Dankbarkeit aus und feiern ihren neuen Helden. (feb)

Republikanischer Marsch in Paris



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Benja 12.01.2015 01:54
    Highlight Top! Diese Beispiele kann man gar nicht oft genug bringen, dass der Islam und Terrorismus zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Selbst wenn es jedesmal nur einer lernt. Ist vielleicht ähnlich wie Förder-Unterricht, da muss man konstant weiterarbeiten. Eine wichtige und Aufgabe und grosse Chance für die professionellen Medien.
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