Charlie Hebdo
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Tod für Charlie»

Islamisten hacken Hunderte Internet-Seiten in Frankreich 

Internet-Seiten von Rathäusern, Schulen, Universitäten, Kirchen und Unternehmen in Frankreich wurden von Hackern angegriffen, die sich als Islamisten aus Nordafrika oder Mauretanien ausgaben.

Hunderte Internet-Seiten von französischen Institutionen sind seit den islamistischen Anschlägen in Frankreich gehackt worden. Oft wurden die Startseiten gekapert; auf schwarzem Hintergrund erschienen Botschaften wie «Tod für Frankreich» oder «Tod für Charlie». Der Internet-Sicherheitsexperte Gérôme Billois sagte, nach seiner Erinnerung habe es noch nie eine solch umfangreiche Kampagne in so kurzer Zeit gegeben.

So wurde der Internet-Auftritt des Départements Lot im Südwesten des Landes drei Stunden lang von einer tunesischen Gruppe lahmgelegt, die die Website mit einer Adresse verlinkte, auf der islamistische Reden verbreitet werden. Der Webauftritt der Gedenkstätte zur Geschichte des 20. Jahrhunderts in Caen in Nordfrankreich wurde durch eine Botschaft in Arabisch und Französisch gestört. Dort hiess es: «Ich bezeuge, es gibt keinen Gott ausser Allah.»

Der Europa-Technikchef der Internet-Sicherheitsfirma Checkpoint, Thierry Karsenti bezeichnete die Angriffe als «Cyber-Dschihad». Das Kapern von Homepages sei dabei nur «die Spitze des Eisbergs» und die am wenigsten gefährliche Variante. (whr/sda/afp)



Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

«Scheidung auf Italienisch» mit Frankreich – zwischen den beiden Ländern kriselt es

Die Stimmung zwischen Paris und Rom könnte nicht schlechter sein: Eine «Provokation» nannte das französische Aussenministerium am Donnerstag ein heimliches Treffen des italienischen Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio mit Vertretern der «Gelbwesten» in Paris.

Knapp vier Monate vor der Europawahl unterstützt die Regierung in Rom ganz offen die Protestbewegung, die den Rücktritt von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert. Damit hat die Fehde zwischen Paris und Rom einen neuen Höhepunkt erreicht.

Den französischen Politologen Dominique Moïsi erinnern die Vorgänge an das Liebesdrama «Scheidung auf Italienisch» mit Marcello Mastroianni von 1961: «Eine italienische Regierung, die in diesem Ausmass Oppositionskräfte in Frankreich unterstützt …

Artikel lesen
Link zum Artikel