China
epa04340320 A view of damage and collapsed buildings in Longtoushan township, the epicenter of the 03 August 2014's earthquake, in Ludian county, Yunnan province, China, 04 August 2014. The death toll rose to at least 391 with some 1,800 injured, after a strong earthquake hit China's south-western province of Yunnan on 03 August, the Ministry of Civil Affairs said. Most of the deaths following the 6.5 magnitude quake were near the epicentre in Ludian county.  EPA/ZHAO YF CHINA OUT

Soldaten helfen nach dem schweren Erdbeben in China. Bild: EPA/FEATURECHINA

400 Tote

Erdbeben-Retter kämpfen sich zu Opfern vor - Zahl der Toten steigt

03.08.14, 17:00 04.08.14, 11:18

Die Rettungskräfte in China können sich wegen Starkregenfällen und Erdrutschen nur mühsam zu den Opfern des Erdbebens vorarbeiten. Mindestens 398 Menschen kamen bei den Erdstössen in der südwestlichen Provinz Yunnan am Sonntag ums Leben, etwa 1800 wurden verletzt. Dies berichtete das Staatsfernsehen am Montag unter Berufung auf Rettungskräfte. Das Beben hatte etliche Orte von der Aussenwelt abgeschnitten.

A general view shows collapsed houses after an earthquake hit Ludian county, Yunnan province August 3, 2014. A magnitude 6.5 earthquake struck southwestern China on Sunday, killing at least 150 people in a remote mountainous area of Yunnan province, causing some buildings, including a school, to collapse, Xinhua News Agency reported. REUTERS/China Daily (CHINA - Tags: DISASTER ENVIRONMENT TPX IMAGES OF THE DAY) CHINA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN CHINA

Dutzende Häuser stürzten in der Region Ludian ein. Bild: CHINA DAILY/REUTERS

Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,5 lag in zwölf Kilometern Tiefe unter dem Ort Longtoushan in der Gemeinde Ludian rund 370 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Kunming. Anschliessend registrierte Chinas Erdbebenwarte Hunderte von Nachbeben. 

Liess Pfusch am Bau die Häuser einstürzen? Bild: CHINA STRINGER NETWORK/REUTERS

Fernsehbilder zeigten gewaltige Zerstörungen. Häuser waren nur noch Schrotthaufen. Überall liefen verstörte Anwohner durch die Gegend, zerfetzte Kleidungsstücke lagen auf den Strassen. 

Bei der Bergung stossen die Retter auf grosse Herausforderungen. Bild: CHINA STRINGER NETWORK/REUTERS

Verschüttete Strassen

Das Beben verschüttete zahlreiche Strassen. «Die blockierten Strassen und Platzregenfälle haben einige Unglücksorte abgeschnitten. Die Rettungsfahrzeuge kommen dort nicht hin», sagte der Parteichef der Stadt Zhaotong, Liu Jianhua, der Agentur Xinhua. 

Retter mit vollem Einsatz. Bild: CHINA DAILY/REUTERS

Von Zhaotong aus wird die Rettungsaktion koordiniert. Die Zahl der Rettungskräfte und die Spezialausrüstung reiche nicht aus, klagte Liu. Den Helfern sei es kaum möglich, die verschütteten Strassen zu räumen.

Tausende Rettungskräfte aus dem ganzen Land wurden zu Bergungsmissionen in die Katastrophenprovinz geschickt. Ministerpräsident Li Keqiang besuchte diese am Montag. «Wir müssen jede Möglichkeit zur Rettung nutzen, und die Zahl der Opfer so gering wie möglich halten», wurde Li zitiert. 

Stärkstes Beben seit 14 Jahren

Internetnutzer luden Dutzende Bilder hoch, die Szenen aus dem Erdbebengebiet zeigen sollen. Einige klagten, die gewaltige Zerstörung sei ein Zeichen, dass es Pfusch am Bau gegeben haben. Anderenfalls hätten die Gebäude aus Beton besser den Erschütterungen Stand halten müssen. 

In China bebt die Erde oft. In nur wenigen Ländern der Welt gibt es so viele Erdbeben. Aber die Erschütterungen vom Sonntag waren die stärksten seit Jahren in der Provinz Yunnan. Seit 14 Jahren hatte die Erde laut Staatsfernsehen CCTV dort nicht mehr so stark gebebt.(kad/pma/sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 03.08.2014 17:18
    Highlight Wieso wird der Artikel so klein versteckt, wo ist eine Übersichtskarte und was für #paramilitärs meinen sie bloss ????
    0 0 Melden

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