China
An Indian villager holds up a Chinese pangolin at Dogaow Village near Kaziranga National Park, India's northeastern Assam state, on July 21, 2014. The Chinese pangolin (manis pentadactyla), a nocturnal mammal covered with keratin scales found across western South Asia into northern Indochina and parts of Southern China, are listed as an endangered species by the International Union for Conservation of Nature. AFP PHOTO/STR

ein Mann im indischen Kaziranga-Nationalpark hält ein Schuppentier hoch. Bild: AFP

Vom Aussterben bedroht

Wenn wir so weitermachen, gibt es bald keine Schuppentiere mehr

29.07.14, 04:52 29.07.14, 08:48

Alle acht Arten der Schuppentiere sind nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Wie die IUCN am Dienstag erklärte, werden Schuppentiere vor allem in China noch als Delikatesse und wegen mutmasslicher medizinischer Heilkräfte verspeist.

«Im 21. Jahrhundert sollten wir wirklich keine Arten mehr essen, die dadurch vom Aussterben bedroht sind», sagte der Co-Vorsitzende einer Expertengruppe der IUCN, Jonathan Baille. Das Aussterben der Schuppentiere würde eine 80 Millionen Jahre alte evolutionäre Entwicklung beenden. Die Schuppentiere bilden im Tierreich eine eigene Ordnung neben den Raubtieren.

Im Juni stellte die Hongkonger Grenzpolizei 2 Tonnen Schuppen der bedrohten Tierart sicher. Die Schuppen sollen Heilkräfte haben, glaubt man in China. Bild: ALEX HOFFORD/EPA/KEYSTONE

China und Vietnam zum Handeln aufgefordert

Die Weltnaturschutzunion forderte die Regierungen der betroffenen Länder, insbesondere China und Vietnam, auf, den illegalen Handel mit Schuppentieren zu unterbinden und als Grundlage dafür Berichte über die aktuellen Bestände an Schuppentieren vorzulegen.

Ein Schuppentier und sein Junges in einem Zoo in Bali. Bild: Firdia Lisnawati/AP/KEYSTONE

Die Schuppentiere sind im Tierreich durch ihren Schuppenpanzer einzigartig. Sie können zwischen 30 und 150 Zentimeter gross werden und zwischen zwei und 35 Kilogramm wiegen. Die Schuppentiere sind nachtaktiv und ernähren sich von Insekten. International sind sie auch unter ihrem malaysischen Rufnamen Pangolin (ursprünglich: pengguling) bekannt, mit dem ihre Fähigkeit bezeichnet wird, sich bei Gefahr zusammenzurollen. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tux 29.07.2014 09:17
    Highlight "«Im 21. Jahrhundert sollten wir wirklich keine Arten mehr essen, die dadurch vom Aussterben bedroht sind», sagte der Co-Vorsitzende....."
    ICH meine, wir sollten generell aufhören andere Arten zu essen - UND NEIN - ich bin kein Vegi-Missionar, sondern es geht um das Überleben der Menschheit schlechtweg. Diese unnatürliche »Produktion« von Fleisch vergiftet das Klima der Erde zu stark.
    Ich hoffe nicht, dass wir es erst lernen, wenn wir nur noch das Geld zum Essen haben...
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