China

Chinesische Industrie schrumpft und schrumpft 

01.06.15, 06:08 01.06.15, 09:52

Die chinesische Industrie ist den dritten Monat in Folge geschrumpft. Der von der Grossbank HSBC und dem Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex lag endgültigen Daten vom Montag zufolge bei 49,2 Punkten nach 48,9 im April.

Das war leicht besser als die vorläufigen Daten, die einen Wert von 49,1 ermittelt hatten. Damit lag das Barometer unter der Marke von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. 

Dagegen legte der offizielle Einkaufsmanagerindex im Mai leicht auf 50,2 Punkte von 50,1 Zählern im April zu, wie das Statistikamt ebenfalls am Montag mitteilte. Dieser Index betrachtet aber vielmehr grosse Staatsfirmen, während sich HSBC und Markit auf mittelgrosse und kleine Firmen konzentriert.

Der Immobilienmarkt als Problem

Chinas Wirtschaft leidet unter einem Abschwung auf dem Immobilienmarkt und Überkapazitäten in der Industrie. Zuletzt hatte die Notenbank zum dritten Mal binnen sechs Monaten die Zinsen gesenkt, um die Konjunktur anzuschieben. 

Für 2015 erwartet die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent. Es wäre der schwächste Zuwachs seit einem Vierteljahrhundert. (feb/sda/reu)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

China hat eine neue Twitter-Chefin – vor der sich Aktivisten fürchten

In China ist Twitter gesperrt, aber der Dienst will Zugang zum riesigen Werbemarkt. Dabei soll eine neue China-Chefin helfen – die unter Aktivisten wegen ihrer Nähe zur Staatspartei verhasst ist.

In ihrem dritten Tweet schrieb Kathy Chen: «Twitter ist der beste Weg, chinesische Inhalte in Echtzeit mit einem globalen Publikum zu teilen.» Chen war gerade zur Chefin des China-Büros von Twitter ernannt worden – und ihr Tweet erschien vielen wie ein Witz. «Ich stimme zu! Aber warum verwendest du Twitter erst jetzt», erwiderte etwa einer. Chen hatte sich erst kurz zuvor auf dem Kurznachrichtendienst angemeldet. «Globales Publikum, ausser man ist in China», merkte ein anderer an. Denn …

Artikel lesen