China
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epa04195937 An undated handout photo released by Vietnam's coast guard at a press conference in Hanoi, Vietnam, 07 May 2014 shows Chinese vessels (L) using water cannons on Vietnamese vessels (R), near the Paracel islands. Chinese boats repeatedly rammed Vietnamese vessels near disputed waters in the South China Sea where China is stationing an oil drilling platform, Vietnam said 07 April. Chinese vessels used water cannons on Vietnamese vessels, breaking equipment and injuring six crew members, vice commander of Vietnam's coast guard, Ngo Ngoc Thu said at the press conference.  EPA/Vietnam Coast Guard BEST AVAILABLE QUALITY

Chinesische Schiffe haben am Mittwoch Polizei- und Fischereischutzboote Vietnams angegriffen. Sie rammten ihre Gegner und schossen mit Wasserkanonen. Bild: EPA/Vietnam Coast Guard

Streit um Bohrinsel

Chinesen rammen vietnamesische Küstenwachboote

Der Streit um die Vorherrschaft im Chinesischen Meer verschärft sich: Chinesische Schlepper haben Küstenwachboote aus Vietnam gerammt, als sich diese einer umstrittenen neuen Ölplattform näherten. Mehrere Menschen wurden verletzt.

08.05.14, 07:10

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Im Streit um die Vorherrschaft im Südchinesischen Meer ist es zu einer erneuten Auseinandersetzung gekommen: Chinesische Schiffe griffen am Mittwoch vietnamesische Boote an, als diese die Verankerung einer Bohrinsel verhindern wollten. Die chinesische Hochseeschlepper rammten die fremden Boote und schossen mit Wasserkanonen auf sie. Dabei wurden mindestens sechs Vietnamesen verletzt, zahlreiche Boote beschädigt.

China hatte die Bohrinsel am 1. Mai in das Südchinesische Meer geschleppt. Vietnam hatte daraufhin nach Angaben der dortigen Küstenwache sofort Einheiten zum Schutz der Fischerei entsandt. Nach Angaben eines Offiziellen, der anonym bleiben möchte, wollten die vietnamesischen Schiffe verhindern, dass die Ölplattform an die vorgesehenen Position gebracht wird.

Als sich die Vietnamesen der Bohrinsel weiter näherten, wurden sie angegriffen. «Unsere Polizei- und Fischereischutzkräfte haben extreme Zurückhaltung geübt, wir werden das auch weiterhin so machen», sagte der stellvertretende Kommandeur der vietnamesischen Küstenwache, Ngo Ngoc Thu, auf einer Pressekonferenz in Hanoi. «Aber wenn (die chinesischen Schiffe) uns weiter rammen, werden wir uns auf ähnliche Weise verteidigen.»

epa04195933 A picture made available on 08 May 2014 shows Vice commander of Vietnam's coast guard Ngo Ngoc Thu (C) speaks during a press conference in Hanoi, Vietnam, 07 May 2014. Chinese boats repeatedly rammed Vietnamese vessels near disputed waters in the South China Sea where China is stationing an oil drilling platform, Vietnam said 07 April. Chinese vessels used water cannons on Vietnamese vessels, breaking equipment and injuring six crew members, vice commander of Vietnam's coast guard, Ngo Ngoc Thu said at the press conference.  EPA/STR

Auf einer Pressekonferenz informierte die vietnamesische Regierung über den Vorfall im Südchinesischen Meer. Bild: EPA/EPA

Auf der Pressekonferenz wurde auch ein Video gezeigt. Darauf ist zu sehen, wie chinesische Schlepper die vietnamesischen Schiffe rammen und mit Feuerlöschkanonen auf sie schiessen.

USA nennen Chinas Vorgehen «provokativ»

China verteidigte sein Vorgehen: Die Ölplattform liege in chinesischen Hoheitsgewässern und das Bohren dort sei daher «normal und legal», sagte eine Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums. Zuvor hatte das Land erklärt, ausländische Schiffe seien innerhalb eines Radius von 4,8 Kilometern um die Anlage herum verboten.

Die Aussenministerium der USA bezeichnete die Aktion Chinas als provokativ und nicht hilfreich, die Stabilität in der Region zu erhalten. Erst vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Barack Obama die Region besucht und Verbündeten wie den Philippinen seine Hilfe zugesagt. 

In this photo released by China's Xinhua News Agency, soldiers of Chinese navy special force carry out an anti pirate drill on the deck of DDG-171 Haikou destroyer in Sanya, capital of South China's Hainan Province Thursday, Dec. 25, 2008. On Friday, warships armed with special forces, missiles and helicopters will sail for anti-piracy duty off Somalia, the first time the communist nation has sent ships on a mission that could involve fighting so far beyond its territorial waters. (AP Photo/Xinhua, Zha Chunming)

In der Region kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen China und den Asean-Staaten Philippinen, Vietnam, Brunei, Malaysia und Taiwan. China beansprucht praktisch das gesamte Gebiet des Südchinesischen Meeres, in dem grosse Öl- und Gasvorkommen vermutet werden. Bild: AP XinHua

Im Südchinesischen Meer kommt es immer wieder zu ähnlichen Zwischenfällen. Erst Stunden vor der Ausschreitung hatten philippinische Behörden ein Fischerboot aus China gestoppt und die elf Besatzungsmitglieder festgenommen

China beansprucht praktisch das gesamte Gebiet des Südchinesischen Meeres, in dem grosse Öl- und Gasvorkommen vermutet werden. Peking liegt daher im Konflikt mit den Asean-Staaten Philippinen, Vietnam, Brunei und Malaysia sowie mit Taiwan. Der Streit hatte bereits 1974 und 1988 zu blutigen Gefechten zwischen China und Vietnam geführt. Die Asean-Staaten werfen Peking vor, zunehmend aggressiv aufzutreten. (jbe/AP)



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