Christoph Blocher
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Fünf statt acht Jahre

Geringere Gefängnisstrafe für kriminellen Ex-Buchhalter von Blocher

Der ehemalige Chefbuchhalter von Christoph Blocher bei der Ems-Chemie in Domat/Ems GR kommt wegen seiner Betrügereien mit einer geringeren Strafe davon. Das Kantonsgericht Graubünden reduzierte die Gefängnisstrafe von ursprünglich acht auf fünf Jahre. Wie die Ems-Gruppe am Donnerstag mitteilte, ist der neuste Entscheid bereits der dritte des Bündner Kantonsgerichts im Betrugsfall bei der Ems-Chemie. 

Das Urteil wurde nötig, nachdem das Bundesgericht den ehemaligen Leiter Rechnungswesen im April 2014 zwar definitiv zu Schadenersatz an die Ems-Chemie in Höhe von zehn Millionen Franken verurteilt, den Fall aber zur Reduktion des Strafmasses an das Kantonsgericht in Chur zurückgewiesen hatte. 

ZUM ERSTEN HALBJAHR DER EMS-GRUPPE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Fahne mit dem Logo der Ems-Chemie im Werk in Domat-Ems, aufgenommen am Dienstag, 4. Mai 2010. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Flagge der Ems-Chemie am Firmensitz Domat/Ems GR. Bild: KEYSTONE

Betrug, Urkundenfälschung, Geldwäscherei

Der frühere und mittlerweile 78-jährige Chefbuchhalter von Ems-Patron Christoph Blocher war 2010 vom Bezirksgericht in Domat/Ems zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Mann wurde des Betrugs, der Urkundenfälschung, des Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und der Geldwäscherei schuldig gesprochen.  

Prozessiert wurde in den letzten Jahren vor allem wegen der Höhe der Strafe. In der Sache hatten es die Gerichte als erwiesen betrachtet, dass der Angeklagte und ein Komplize die Ems-Chemie zwischen 1996 und 2004 um 13 Millionen Franken betrogen hatten. Zehn Millionen Franken nahmen die Angeklagten der Firma ab, indem der Komplize fiktive Rechnungen schickte und der Buchhalter die Zahlungen auslöste. 

Der ehemalige Chefbuchhalter, der 40 Jahre bei der Ems-Chemie arbeitete, schädigte das Unternehmen zudem mit Scheckbetrügereien im Umfang von drei Millionen Franken. Der Komplize des Buchhalters wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, wobei die Hälfte der Strafe bedingt erlassen wurde. 

Die Ems-Gruppe monierte in der Mitteilung vom Donnerstag die Länge des Verfahrens. Das Strafverfahren dauere schon über neun Jahre, ohne dass es Rechtskraft erlangt habe. (sda)



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