Dario Cologna
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Cologna Nach SKibruch ohne Medaille

«Ich habe mir selbst ein Bein gestellt»

Vor vier Jahren in Vancouver ein Sturz, nun in Sotschi ein Skibruch: Dario Cologna und das 50-Kilometer-Rennen, das passt einfach nicht. Der Bündner verpasst das angestrebte dritte Gold wegen eines unglaublichen Missgeschicks.

23.02.14, 10:07 23.02.14, 11:07

Unglaubliches Pech für Dario Cologna bei seinem letzten Auftritt in Sotschi über 50 km. Zwei Kilometer vor dem Ziel und in guter Ausgangslage bricht sein linker Ski. Die Medaille ist natürlich weg. Auch wenn er bald einen Ersatz gereicht bekam, hatte der Doppel-Olympiasieger natürlich keine Chance mehr. Das Ziel erreichte er auf dem enttäuschenden 27. Platz.

Cologna erklärt nach dem Rennen im SRF-Interview, was passiert ist: «Ich würde am liebsten losweinen. Es ist sehr schade. Wenn man sich selbst ein Bein stellt, ist man natürlich selbst Schuld. Es ging sehr schnell. Ich wollte mir vor dem letzten Aufstieg eine gute Position erarbeiten, dann bin ich gestürzt. Beim Aufstehen ist mir jemand über den linken Ski gefahren, dann war es vorbei. Natürlich bin ist sehr enttäuscht. Ich war gut unterwegs, das Material und der Ski waren gut, um vorne reinzulaufen.»

Der Skibruch bei Dario Cologna. GIF: SRF

Cologna hakt die Sache aber schon bald ab und schaut wieder nach vorne. «Die Olympischen Spiele waren sensationell. Zweimal Gold ist super. Nichtsdestotrotz habe ich eine Chance verpasst. An der WM will ich aber wieder voll angreifen. Das Langlaufen hat mir während der Verletzungspause gefehlt.»

Dario Cologna wirkt im Interview sehr gefasst. Bild: Screenshot SRF

«Das ist natürlich Pech. Alles war sehr eng, ich habe auch einen Stock gebrochen», sagt Teamkollege Remo Fischer. «Ich habe es nicht genau gesehen. Als ich an Dario vorbeifuhr, lag er am Boden. Ich glaube, er ist zweimal gestürzt.»

Cologna und der Fünfziger, das ist bis jetzt keine Liebesgeschichte. Schon vor vier Jahren in Vancouver lag Cologna bis kurz vor Schluss an bester Position. Doch im Schlussspurt stürzte der Schweizer in der letzten Kurve und musste seine Medaillenträume begraben.



Russischer Dreifachtriumph

Einen totalen Triumph feierten die Russen. Alexander Legkow erwies sich in der Königsdisziplin als der Stärkste und setzte sich im Endspurt vor Maxim Wylegschanin und Ilja Tschernoussow durch. Für Legkow, der an Grossanlässen noch nie zuoberst auf dem Podest gestanden war, gab es im Abschlussrennen der Langläufer die grosse Genugtuung. Eine Scheibe am Erfolg kann sich auch der Schweizer Reto Burgermeister abschneiden, der als Trainer für das Privatteam Legkow/Tschernoussow verantwortlich ist.

Der Zieleinlauf mit Legkow, Wylegschanin und Tschernoussow.  GIF: SRF

Der Fünfziger wurde in Sotschi extrem schnell gelaufen, spannend wurde das Rennen erstmals nach 30 km, als der Finne Matti Heikkinen die Initiative ergriff und sich mit einem kühnen Angriff etwas absetzten konnte. Doch das Feld liess den 15-km-Weltmeister von 2011 nicht gewähren und holte ihn nach genau 40 km wieder ein. Weitere Attacken blieben beim horrenden Tempo aus - bis Legkow im Schlussaufstieg die Entscheidung zu seinen Gunsten forcierte.

Perl als Zwölfter bester Schweizer

Bester Schweizer wurde anstelle Colognas Curdin Perl der als 12. die Top 10 nur knapp verpasste. Der Engadiner stellte unter Beweis, dass er rechtzeitig für die Winterspiele sehr gut in Form gekommen ist. Er hielt sich stets in guter Position in der Spitzengruppe auf, konnte aber im Finish nicht mehr genügend Reserven mobilisieren, um sich ein Diplom zu erspurten. Auch Remo Fischer und Toni Livers machten ein gutes Rennen. Fischer erreichte Platz 22, Livers Platz 30. (pre/si)

Langlauf, 50 Kilometer Massenstart, Männer

1. Alexander Legkow (Russ)

2. Maxim Wylegschanin (Russ)

3. Ilia Tschernusow (Russ)

12. Curdin Perl (Sz)

22. Remo Fischer (Sz)

27. Dario Cologna (Sz)

30. Toni Livers (Sz)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Leosch97 23.02.2014 15:08
    Highlight 3mal Gold wär doch irgendwie zu viel des Guten gewesen. Dennoch: Der russische dreifach Erfolg wurmt mich .
    0 0 Melden
  • Roger Thiriet 23.02.2014 11:14
    Highlight Wem eine Medaille auf sicher prognostiziert wird, der bringt sie selten nach Hause. Dafür die, die niemand auf der Rechnung hatte. Ist doch immer so, oder nicht?
    0 0 Melden
  • René Bernheim-Hammer 23.02.2014 10:29
    Highlight Krönt sich Cologna mit dem Gold-Hattrick zum Mann der Spiele?
    Leider nicht. Das Pech holte ihn ein.
    0 0 Melden

Darum ist die Schweiz eine der erfolgreichsten Sportnationen der Welt

Pyeongchang 2018 zeigt einmal mehr: Die Schweiz ist eine der grössten Sportnationen der Welt. Was ist das Erfolgsgeheimnis?

Mögen die olympischen Gralshüter hin und wieder mahnen, das Medaillenzählen sei unwichtig, wichtiger als zu siegen sei, dabei zu sein – die olympische Währung ist mehr denn je Gold und ein bisschen Kleingeld in Silber und Bronze.

Alles, was zählt, ist der Medaillenspiegel. Eine populäre Weltrangliste der Länder und nie versiegende Quelle des Patriotismus. Einmal mehr können wir an diesem Medaillenspiegel ablesen, dass die Schweiz eine der aussergewöhnlichsten Sportnationen der Welt ist. Kaum …

Artikel lesen