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epa05761255 (FILE) A file photo dated 21 April 2016 shows a Volkswagen logo on a car in the lot of a VW dealership in Alexandria, Virginia, USA. Reports on 30 January 2017 state Volkswagen has taken over from Toyota as the world's biggest car maker. According to reports, Volkswagen sold 10.3 million vehicles, compared with Toyota's 10.175 million cars that was 0.2 more than in 2016. Volkswagen earlier in January said their annual sales in 2016 increased by 3.8 per cent.  EPA/MICHAEL REYNOLDS *** Local Caption *** 52714599

Die VW-Spitze soll künftig weniger verdienen.  Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

Skandal mit Folgen: VW-Führungsspitze verdient künftig weniger



Bei Volkswagen sollen die Top-Manager nach dem Abgasskandal und massiver öffentlicher Kritik künftig weniger verdienen. Der Verwaltungsrat beschloss am Freitag in Wolfsburg eine Reform des Vergütungssystems.

Der Konzernchef soll künftig höchstens 10 Millionen Euro im Jahr verdienen, die Geschäftsleitungsmitglieder maximal 5.5 Millionen Euro, wie VW mitteilte. Neben diesen Obergrenzen sieht das neue System vor, dass die Kriterien für Bonuszahlungen verschärft werden. Im Gegenzug wird das Fixgehalt angehoben.

Das neue System gilt vom Geschäftsjahr 2017 an. Hohe Managergehälter Konzernchef Martin Winterkorn kam 2011 auf ein Einkommen von rund 17.5 Millionen Euro. Dies lag vor allem an hohen Bonuszahlungen angesichts von hohen Gewinnen.

VW-Konzernchef Matthias Müller sagte laut Mitteilung, die Geschäftsleitung stehe voll und ganz zur «Modernisierung» des Vergütungssystems und habe einer Modifikation der laufenden Verträge zugestimmt.

Zurück in der Gewinnspur

Ungeachtet hoher Belastungen durch den Abgasskandal fuhr VW im vergangenen Jahr einen Milliardengewinn ein. Der Betriebsgewinn erreichte im abgelaufenen Jahr 7,1 Milliarden Euro, wie der Konzern weiter mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit einem deutlich höheren operativen Gewinn von 10,5 Milliarden Euro gerechnet. Grund für die Abweichung sind Sondereffekte von 7,5 Milliarden Euro, von denen 6,4 Milliarden allein auf den Dieselskandal entfielen.

2015 hatte VW wegen noch höherer Rückstellungen für die Aufarbeitung des Abgasskandals mit 4,1 Milliarden Euro den höchsten Verlust in der Unternehmensgeschichte eingefahren. Der Umsatz kletterte 2016 mit knapp zwei Prozent stärker als erwartet auf 217,3 Milliarden Euro. Der Konzern lieferte im vergangenen Jahr weltweit 10,3 Millionen Fahrzeuge aus und löste damit Toyota als Weltmarktführer ab.

Umsatzsteigerung erwartet

Für das laufende Jahr stellte die Geschäftsleitung moderat steigende Auslieferungen in Aussicht. Der Konzernumsatz soll um bis zu vier Prozent steigen, die operative Rendite erneut zwischen sechs und sieben Prozent liegen.

Die Stammaktionäre, darunter als grösste die Familien Porsche und Piech, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, sollen für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 2,00 Euro erhalten. An die Vorzugsaktionäre sollen 2,06 Euro je Aktie fliessen. Für 2015 war trotz des historisch hohen Verlusts eine Minidividende von elf beziehungsweise 17 Cent je Aktie gezahlt worden.(sda/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 25.02.2017 09:43
    Highlight Highlight Falls die 10 Millionen nicht reichen, gibt es ja immer noch Hartz4. Verhungern müssen die armen VW-Manager wohl nicht.

    Es ist schon erstaunlich, wie es in unserer Gesellschaft immer gegen die Schwachen geht. Gegen diejenigen, die sich nicht wehren können.

    Da passiert ein paar sonst unbescholtenen Managern ein kleines Lapsüslein bei der Treibstoffkontrolle, und schon geht es ihnen an die Existenz. Unglaublich! Machen denn andere nie Fehler? Wegen dieses kleinen Betrügleins ein solches Geschiss. Wegen ein paar lächerlichen Milliarden. Haben wir nicht alle schon mal in der Migros geklaut?
  • pamayer 24.02.2017 20:29
    Highlight Highlight nur 10 bzw 5.5 millionen jahresgehalt.
    wie soll mann davon überhaupt eine familie ernähren können?!
    • Manuel H. 25.02.2017 07:16
      Highlight Highlight "Konzernchef Martin Winterkorn kam 2011 auf ein Einkommen von rund 17.5 Millionen Euro. Dies lag vor allem an hohen Bonuszahlungen angesichts von hohen Gewinnen."
      Und weiter:
      "Neben diesen Obergrenzen sieht das neue System vor, dass die Kriterien für Bonuszahlungen verschärft werden. Im Gegenzug wird das Fixgehalt angehoben."
      Wenn die Boni nicht jedes Jahr komplett neu verhandelt werden, dann könnte das neue System sich am Ende sogar positiv in der Lohntüte ähm... Lohnsack bemerkbar machen. Denn "hohe Gewinne" sehe ich in den nächsten Jahren nicht auf VW zukommen.

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