Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Frankreich will «mehr Vertrauen»

Valls zu Gast bei Merkel

22.09.14, 17:01 22.09.14, 17:18

Frankreichs Premierminister Manuel Valls hat bei einem Berlin-Besuch um Vertrauen in die Reformwilligkeit seiner Regierung geworben. «Die Reformen werden wir umsetzen, denn das liegt im Interesse Frankreichs», sagte Valls nach einem Mittagessen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.

«Ich bin nach Deutschland gekommen, um von dem Weg zu überzeugen, den wir eingeschlagen haben», sagte Valls, der sich einem unternehmerfreundlichen Reformkurs verschrieben hat, bei seinem ersten Deutschland-Besuch als Premier. «Frankreich wird auf jeden Fall seiner Verantwortung gerecht werden.»

Er verstehe die «Fragen» und «Zweifel» von deutscher Seite, betonte der Sozialist am Montag in Berlin. Die Deutschen müssten aber «mehr Vertrauen» in Frankreich haben. Seine Regierung habe zahlreiche Reformen etwa zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Angriff genommen.

Merkel mahnte, Deutschland und Frankreich müssten die «Anstrengungen unternehmen, die notwendig sind, um den Euro zu einer dauerhaft stabilen Währung zu machen, das Wachstum in Europa anzustossen und die Glaubwürdigkeit europäischer Beschlüsse zu untermauern, wie zum Beispiel den Stabilitäts- und Wachstumspakt».

Die beiden grössten europäischen Volkswirtschaften stehen derzeit höchst unterschiedlich da: Nach der Prognose der EU-Kommission wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland mit 5,1 Prozent dieses Jahr nur halb so hoch sein wie in Frankreich. (aeg/sda/afp/reu)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

In diesen 7 Momenten stand die Welt vor dem Dritten Weltkrieg

«Mögest du in interessanten Zeiten leben», so lautet angeblich eine chinesische Verwünschung. Unsere Zeiten sind «interessant» wie lange nicht mehr – jedenfalls, wenn wir an den aktuellen Stand der Weltpolitik denken. Noch nie war die Gefahr so gross, dass es im schon seit 2011 andauernden syrischen Bürgerkrieg zu einer direkten militärischen Konfrontation der Grossmächte kommt. US-Präsident Trump tweetete, die Beziehungen der USA zu Russland seien schlechter denn je, den Kalten …

Artikel lesen