Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Anja Reschke zum Holocaust

«Es gibt keinen Schlussstrich in der Geschichte»: Mit diesen Worten trifft die deutsche Nachrichtensprecherin mitten in die Herzen ihrer Landsleute

29.01.15, 17:17 29.01.15, 17:40

Video: YouTube/Malcolm Reynolds

Den 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers von Auschwitz nahm ARD-Nachrichtensprecherin Anja Reschke zum Anlass, einen Kommentar zum Verhältnis der Deutschen mit dem Holocaust zu sprechen.

Mit unüblich deutlichen Worten wirft sie einigen ihrer Landsleute vor, das Grauen, dass im Dritten Reich verbreitet wurde, zu Unrecht abzuhaken. «Es gibt keinen Schlussstrich in der Geschichte», sagt sie und erinnert daran, dass viele Deutsche sich auch gerne und mit Stolz an die Sonnenseite der ihrer Geschichte erinnern.

Sie bezieht sich auf einen Dokumentarfilm von Auschwitzbefreiern, den sie am Jahrestag gesehen habe. Der Film zeigt die furchtbaren Verhältnisse, die in den Lagern geherrscht hat. Sie habe nicht schlafen können in dieser Nacht. 

Als sie danach die Berichterstattung über die Pegida-Demonstrationen gesehen habe, sei ihr gar schlecht geworden, schliesst sie ihren Kommentar. (aeg)



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 29.01.2015 22:35
    Highlight Geschichte soll erinnerbare Geschichte sein. Man sollte aber nicht alle Gewichte an die kommenden Generationen hängen, sondern einfach dafür sorgen, dass die Geschichte allen zugänglich ist und bleibt. Damit wie gesagt, kein Schlussstrich gesetzt werden kann.
    4 0 Melden
  • Mia_san_mia 29.01.2015 19:47
    Highlight Ein sehr guter Kommentar!
    11 1 Melden
  • Angelika 29.01.2015 18:14
    Highlight Ich kann gut nachvollziehen, dass junge Deutsche nicht ständig z.B. von jungen Amerikanern hören wollen, sie seien Nazis. Das sollte aber nicht den Umgang mit der eigenen Geschichte bestimmen. Ich war auch nicht dabei, als es an der Schweizer Grenze hiess, das Boot sei voll. Dennoch sollte man bereit sein, sich an diese Geschichte zu erinnern und zu überprüfen, ob wir nicht wieder auf dem Weg in diese traurige Zeit sind. Das einzigartige Lehrstück menschlicher Grausamkeit ist 70 Jahre her. Nicht mal ein ganzes Menschenleben. Wenn wir menschlich bleiben wollen, müssen wir uns erinnern.
    31 1 Melden

Sünde, Sex und Superlativen: Die Serie «Babylon Berlin» rollt Richtung Welterfolg

Das 16-teilige Epos über Berlin zwischen den Weltkriegen wird jetzt auf drei TV-Kanälen gleichzeitig ausgestrahlt. Verdientermassen? Ja!

Am Anfang waren der Grössenwahn und die Zahlen: Ein 40-Millionen-Euro-Budget, 300 Drehorte, 8000 Quadratmeter Aussenkulisse in Babelsberg, 5000 Statisten, 300 Sprechrollen, 180 Drehtage, 3 Regisseure, die gleichzeitig an unterschiedlichen Handlungssträngen arbeiteten. Und alles, um einen deutschen Krimibestseller der Nullerjahre – «Der nasse Fisch» von Volker Kutscher – in 16 Teilen zu verfilmen. Unter dem Titel «Babylon Berlin». Ein derart teures, aufwändiges Serienunternehmen gabs …

Artikel lesen