Deutschland
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Die Anti-Pegida-Demonstration füllt den Münchner Opernplatz Bild: EPA/DPA

Insegsamt mehr als 37'500 Menschen auf der Strasse

Zahl der Pegida-Gegner in Deutschland wächst 

22.12.14, 20:50 22.12.14, 22:46

Der Protest gegen die islamkritische Pegida-Bewegung in Deutschland wächst: Pegida-Gegner in mehreren Städten brachten am Montagabend zusammen mehr als 20'000 Menschen auf die Strassen und damit mehr als die Anhänger des Bündnisses. In Dresden konnte Pegida mit 17'500 Demonstranten aber erneut einen Zuwachs verzeichnen. 

Bei der grössten Anti-Pegida-Demonstration versammelten sich in München laut Polizei mindestens 12'000 Menschen. In Dresden protestierten 4500 Menschen, in Bonn 2500, in Kassel 2000 und in Würzburg 700 gegen die islamfeindlichen Pegida-Forderungen. 

In der bayerischen Hauptstadt München hatte ein breites Bündnis gesellschaftlicher Gruppen parallel zu dem montäglichen Pegida-Aufmarsch in Dresden zu einer Gegendemonstration aufgerufen. 

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte auf der Veranstaltung, «bei uns ist Platz für Menschen verschiedener Hautfarbe, Herkunft oder Muttersprache! Und: bei uns ist auch Platz für alle Religionen und Gläubige: Für die, die freitags in die Moschee gehen; die, die samstags in die Synagoge gehen; die, die sonntags in die Kirche gehen aber auch für die, die einfach nur daheim bleiben wollen.» 

Die Aktion in München lief unter dem Motto: «Platz da! Flüchtlinge willkommen» Bild: EPA/DPA

Schwerpunkt Dresden 

Pegida steht für «Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes». Ihren Schwerpunkt hat die Bewegung in Dresden, wo in den vergangenen Wochen tausende Menschen an Kundgebungen teilnahmen. Die laut Polizei mindestens 17'500 Unterstützer an diesem Montag in der sächsischen Hauptstadt bedeuteten einen erneuten Zuwachs, nachdem in der Vorwoche 15'000 Menschen gekommen waren. 

Die Pegida-Verantwortlichen hatten diesmal zu einer als «gemeinsames Weihnachtsliedersingen» bezeichneten Veranstaltung auf dem Theaterplatz vor der Semperoper geladen. 

In Dresden hielten mehrere hundert Menschen ein Friedensgebet gegen Pegida ab. An einer anschliessenden Demonstration gegen Pegida nahmen laut Polizei 4500 Menschen teil. In Bonn, wo sich eine Pegida-Unterstützergruppe namens Bogida («Bonn gegen die Islamisierung des Abendlandes») gebildet hat und 250 Anhänger mobilisierte, war die Zahl von deren Gegnern mit 2500 zehn Mal so gross. 

«Aufstand der Anständigen» 

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder forderte angesichts der Bewegung einen neuen «Aufstand der Anständigen». In einem Gespräch mit dem Magazin «Couragiert» erinnerte Schröder an den von ihm im Jahr 2000 nach dem Brandanschlag auf eine Düsseldorfer Synagoge geforderten «Aufstand der Anständigen». 

«So etwas wie der 'Aufstand der Anständigen' könnte wieder eine richtige Antwort sein, in Berlin haben damals 200'000 Menschen gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus protestiert, und selbstverständlich sind Bundespräsident und Bundeskanzler vorne weg marschiert», sagte Schröder. «So eine öffentliche Reaktion brauchen wir auch jetzt.» (jas/sda/afp) 

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sewi 24.12.2014 09:03
    Highlight Soeben habe ich erfahren dass die Münchener Demonstranten von Parteien, Staatsbetrieben etc.... mit
    Bussen an die Demos gebracht wurden....
    0 1 Melden
  • zombie1969 23.12.2014 11:11
    Highlight Im Extremen schliesst sich der Kreis immer. Sowohl die überflüssige Pegida-Bewegung als auch die genauso überflüssige Pegida-Gegenbewegung zeigt eine leider typisch Unart der Gegenwart an sich: Sie ergötzen sich an Symptomen und sind zu feige die Ursachen zu suchen, sie klar zu benennen und sie gemeinsam zu lösen.
    2 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.12.2014 23:08
    1 0 Melden
  • sewi 22.12.2014 20:56
    Highlight Wurden die bezahlt?
    11 23 Melden
    • Schubidubidubid 22.12.2014 21:45
      Highlight Genau! Alle bezahlt! Von Roger Schawinski!
      24 5 Melden
    • Schwartov3 22.12.2014 23:31
      Highlight Letzte Woche wurden in Dresden Leute bezahlt. Diese Woche??? Who knows, m.W. gibt es dazu keine Meldungen.

      Ich finde es gut, dass die Leute auf die Strasse gehen. Erst letzte Woche releasten Polizei und Verfassungsschutz, sie hätten keine Möglichkeit, die Jihad-Rückkehrer sowie tausende Hassprediger zu kontrollieren, und "Die Politik sollte der Bevölkerung sagen, wer auf die Leute aufpassen soll. Wir schaffen das nicht mehr." (Die Welt, "Polizei warnt vor den tickenden Zeitbomben").

      Das ist ja jetzt nicht die grösste Überraschung - bedenklich ist aber die Reaktion in den Medien: Schweigen.
      1 4 Melden
    • sewi 22.12.2014 23:52
      Highlight @Jonas: in vierzig Jahren, wenn eine muslimische Mehrheit in Europa herrscht werden einige der heute islamfreundlichen Linken noch am Leben sein und ihre Naivität verfluchen.
      3 8 Melden
    • roger.schmid 23.12.2014 01:02
      Highlight Nein, es sind eher Leute die sich ein paar Gedanken machen anstatt ständig mit dem Holzhammer rumzufuchteln. Guter Artikel dazu, quasi Pflichtlektüre für Sewi's.. ;) http://www.tageswoche.ch/de/2014_52/international/676497/Was-n%C3%BCtzt's.htm
      4 2 Melden
    • phreko 23.12.2014 01:58
      Highlight Ja, bezahlt mit der Währung Bildung!
      2 2 Melden
    • Schubidubidubid 23.12.2014 18:57
      Highlight Ach keine Angst, zuerst kommen kleine grüne Männchen aus dem Weltall und werden uns alle töten! Aber vielleicht sind das ja auch Muslime, wer weiss?
      0 0 Melden

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