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Billig produzieren, teuer verkaufen

Hugo Boss zahlt Armutslöhne in der Türkei und in Kroatien

15.06.14, 18:43

Ein Artikel von

Das internationale Netzwerk Clean Clothes Campaign hat die Löhne untersucht, die 50 führende europäische Bekleidungsmarken und Firmen den Mitarbeitern ihrer Zulieferer bezahlen. Dabei kam heraus, dass das Luxus-Label aus Deutschland in der Türkei und in Kroation durchschnittlich monatliche Nettolöhne von gerade mal 375 bis 536 Schweizer Franken bezahlt – womit das Unternehmen weit hinter seine eigenen Sozialstandards zurückfällt, wie Spiegel Online schreibt.

Das festgesetzte Existenzminimum pro Familie liegt in der Türkei allerdings bei 1220 Franken, die offizielle EU-Armutsuntergrenze in Kroatien bei 675 Franken. Die untersuchten Löhne lägen damit weit unterhalb dessen, was die Arbeiter zum Leben bräuchten, kritisiert Bettina Musiolek, Mitautorin der Studie über Armutslöhne in der Textilbranche. Auf einen Fragebogen der Kampagne reagierte das Unternehmen nicht, ließ aber in der vergangenen Woche seine Anwälte dafür sorgen, dass der Name Hugo Boss aus einer Pressemitteilung getilgt wurde. Das Unternehmen selbst äußerte sich auf Anfrage nicht.

Hugo-Boss-CEO Claus-Dietrich Lahrs Bild: EPA/DPA



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Brikne, 20.7.2017
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