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FILE - In this Thursday, April 25, 2013, file photo, a car stops at the drive-thru at a Burger King restaurant near downtown Los Angeles. Burger King reports their quarterly earnings on Thursday, Feb. 13, 2014. (AP Photo/Nick Ut)

Bild: AP/AP

Nach RTL-Sendung

Burger King reagiert auf Wallraff-Enthüllung

Die Recherchen von Günter Wallraff über die Zustände bei einem Burger-King-Lizenznehmer sind eine Katastrophe für die Fast-Food-Kette. Der Konzern will die Misstände jetzt beseitigen.

Ein Artikel von

Spiegel Online

An den Recherchen hinter den Kulissen der Burger-King-Filialen der Yi-ko-Holding GmbH werden auch den Verantwortlichen der Fastfoodkette selbst noch eine Weile zu schlucken haben. Der Imageschaden könnte grösser kaum sein. Die Sendung «Team Wallraff - Reporter Undercover» war am Montagabend ausgestrahlt worden und illustrierte eindrücklich, wie fahrlässig die Burgerbräter mit Lebensmitteln umgehen.

Am Dienstag ging Burger King schliesslich in die Offensive. Man habe die Sendung «intensiv verfolgt», sagte ein Unternehmenssprecher meedia.de. Die Vorwürfe aus dem Beitrag seien «sehr beunruhigend».

Die aufgedeckten Missstände widersprächen in jeder Hinsicht den Verpflichtungen, «denen wir uns in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und Produktqualität in unseren Restaurants verschrieben haben», hiess es weiter. Die aufgedeckten Missstände seien inakzeptabel und nicht zu tolerieren.

Dass der offen geäusserte Unmut nicht ausreichen dürfte, um das Vertrauen der Kunden wiederzugewinnen, darüber sind sich die Verantwortlichen offensichtlich im Klaren. Der Konzern wolle mit dem kritisierten Franchise-Nehmer und ihrem Geschäftsführer Ergün Yildiz einen «Aktionsplan» erarbeiten, versicherte der Sprecher meedia.de. Dieser Plan sehe einer Wiederholung der Lehrgänge für Mitarbeiter und Management vor, «um sicherzustellen, dass alle relevanten Vorgaben und Prozesse eingehalten werden».

Die Holding von Yildiz hatte die im vergangenen Jahr mehr als 90 Burger-King-Filialen übernommen und großspurig Neuerungen angekündigt. «Wir sind begeistert von der Möglichkeit, der grösste Burger-King-Partner in Deutschland zu werden und einen entscheidenden Beitrag für das Wachstum der Marke in diesem wichtigen Markt zu leisten. Wir werden massiv in das Remodeling des existierenden Restaurantportfolios investieren und das Restaurantnetzwerk in den kommenden Jahren signifikant ausbauen».

Stattdessen fiel das Unternehmen wegen Verstössen gegen das Arbeitsrecht auf. In den sozialen Netzwerken verleihen zahlreiche Nutzer ihrer Empörung über die Zustände in den Restaurants Ausdruck. (mik)



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