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Terror-Verdacht: Deutsche Polizei durchsucht islamisches Kulturzentrum in Stuttgart

Razzia bei einem Verein, der den «Islamischen Staat» unterstützen soll: In Stuttgart hat die Polizei ein islamisches Kulturzentrum durchsucht. Dort treffen sich laut Ermittlern vor allem Salafisten.

17.03.15, 12:26

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Rund 70 Polizisten haben am Dienstag einen mutmasslichen Treffpunkt von Islamisten in der deutschen Stadt Stuttgart durchsucht. Es gehe um den Verein «Islamisches Bildungs- und Kulturzentrum Mesdschid Sahabe», teilte Innenminister Reinhold Gall (SPD) mit. Demnach handelt es sich dabei um eine von Salafisten dominierte Einrichtung.

«Es besteht der konkrete Verdacht, dass der Verein Verbotsgründe nach dem Vereinsgesetz erfüllt», sagte Gall. Die Mitglieder unterstützen angeblich die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS). Ob die bislang gesammelten Beweise ausreichen, um den Verein zu verbieten, konnte das Innenministerium zunächst nicht sagen.

Drei Salafisten offenbar in Syrien gestorben

Neben den Vereinsräumen durchsuchte die Polizei die Wohnungen von sechs Mitgliedern. Das Bildungs- und Kulturzentrum sei ein Treffpunkt von Islamisten aus ganz Baden-Württemberg, so Gall. Seit 2013 seien sechs Personen aus dem Umfeld der Organisation in Richtung Syrien gereist, um dort an Kämpfen teilzunehmen - drei seien dort wahrscheinlich inzwischen gestorben. Die Ermittler vermuten, dass der Verein seine Besucher entsprechend beeinflusst.

Zuletzt hatten Terrorwarnungen häufiger zu Polizeieinsätzen in Deutschland geführt. In Bremen hatten die Sicherheitsbehörden wegen ernstzunehmender Informationen über die Anwesenheit einer bewaffneten Islamistengruppe aus Frankreich im Februar einen Grosseinsatz der Polizei ausgelöst. In Braunschweig war kurz zuvor wegen wegen einer Terrordrohung ein Karnevalsumzug abgesagt worden.

Die IS-Miliz beherrscht in Syrien und im Irak riesige Gebiete und hat dort ein sogenanntes Kalifat ausgerufen. Nach Schätzungen des US-Geheimdienstes CIA kämpfen etwa 20'000 Menschen aus 90 Ländern für den «Islamischen Staat». Erst am Dienstagvormittag hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen deutschen Syrien-Heimkehrer erhoben.

mxw/dpa

Islamistische Terroristen



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