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«Es tut mir unendlich leid, was ich getan habe» – Tugce-Angreifer Sanel M. gesteht Attacke vor Gericht

Zum Auftakt des in Deutschland mit Spannung erwarteten Prozesses um den gewaltsamen Tod der Studentin Tugce Albayrak hat der Angeklagte Sanel M. den Angriff zugegeben – und sich bei der Familie des Opfers entschuldigt. 

24.04.15, 10:53 24.04.15, 14:22


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epa04718536 People hold a solemn vigil with a woman holding a sign which reads 'justice' in front of the regional court of Darmstadt, Germany, 24 April 2015. The prosecution accuses 18-year old Sanel M. of grievous bodily harm resulting in death. He is alleged to have fatally struck student Tugce A. after she tried to intervene in an argument between the defendent, his friends and two women. Photo: Fredrik von Erichsen/dpa  EPA/FREDRIK VON ERICHSEN Pool

Bild: EPA/DPA

Der Prozess im Fall Tugce Albayrak hat mit einem Geständnis begonnen: Der Angeklagte räumte den Angriff auf die Studentin ein. «Ich habe in der Tatnacht Tugce eine Ohrfeige gegeben, und sie ist dann umgefallen», sagte Sanel M. vor dem Landgericht Darmstadt. Er äusserte auch sein Bedauern: «Es tut mir unendlich leid, was ich getan habe», sagte der 18-Jährige mit tränenerstickter Stimme. «Ich kann mir gar nicht vorstellen, was ich der Familie für Leid und Schmerzen angetan habe.»

Sanel M. muss sich vor einer Jugendkammer wegen des Vorwurfs der Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. «Ich habe niemals mit ihrem Tod gerechnet», sagte er. Nach M.s Aussage wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Es soll beraten werden, ob Zuhörer bei Äusserungen von Tugces Familie anwesend sein sollen.

Sanel M. soll Mitte November vor einem Schnellrestaurant in Offenbach Tugce Albayrak geschlagen haben – mit der flachen Hand, sodass sie stürzte, mit dem Kopf aufschlug und ins Koma fiel, aus dem sie nicht mehr erwachte.

Ihr Tod löste bundesweit Anteilnahme aus. Vor allem ihre Zivilcourage wurde gewürdigt, weil sie zuvor in einen Streit zwischen der Gruppe um Sanel M. und zwei jungen Mädchen eingeschritten sein soll.

wit/AFP/dpa

Fall Tugce Albayrak

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