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Kommt das Päckli bald mit der Drohne?
bild: amazon

So sieht Amazons neue Päckli-Drohne aus

Eine Zukunftsvision wird konkreter: Amazon hat ein neues Drohnenmodell vorgestellt, das Pakete binnen kurzer Zeit zum Kunden bringen soll. Sensoren sollen der Drohne dabei helfen, unbeschadet anzukommen.

30.11.15, 12:05 30.11.15, 13:43


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In einigen Jahren könnten Pakete nicht mehr per Bote kommen, sondern per Drohne. Das zumindest ist eine Vision des Online-Händlers Amazon, der am Sonntag eine neue Lieferdrohne präsentiert hat. Unter dem Projektnamen Prime Air forscht der Konzern in den USA, in Grossbritannien und Israel schon länger an Fluggeräten für Warentransporte.

Die überarbeitete Version der Amazon-Drohne erinnert an ein kleines Flugzeug, kann aber senkrecht starten und landen kann. In einem Werbevideo heisst es, sie könne Strecken von bis zu 24 Kilometern zurücklegen und fliege in maximal 120 Metern Höhe.

Seinen ersten Drohnen-Prototypen hatte Amazon-Chef Jeff Bezos vor zwei Jahren bei einem TV-Interview präsentiert. Seitdem kündigte der Konzern für die Zukunft bereits den Lieferservice Prime Air an, bei dem eines Tages Waren binnen 30 Minuten beim Kunden ankommen sollen.

Im aktuellen Video heisst es, das Unternehmen entwickele eine Familie von Drohnen für verschiedene Einsatzbereiche und Umgebungen. Das neue Modell könne dank seiner Sensoren auch Objekten ausweichen, die sich bewegen. In dem Clip, in dem ein Testflug gezeigt wird, wird ein neues Paar Fussballschuhe kurz vor einem Spiel geliefert. Das Paket wird dabei in einem Garten abgesetzt, wo mit einem kleinen Schild eine Landezone markiert wurde.

Auch die Schweizer Post arbeitet an der Lieferung per Drohne

In einem FAQ zur neuem Drohne heisst es: «Eines Tages wird der Anblick von Prime-Air-Fluggeräten so normal sein wie der von Postwagen auf der Strasse.» Wann es soweit sein könnte, lässt das Unternehmen aber offen.

An der Warenlieferung per Drohnen arbeiten auch andere Unternehmen, unter anderem die Schweizer Post. Google entwickelt kleine Fluggeräte, die auch wie ein Flugzeug unterwegs sind und Waren an einem Seil herunterlassen können. In den USA denkt auch der Supermarkt-Riese Walmart über Lieferungen per Drohne nach.

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Schnellere Lieferung dank Drohnen.
Bild: amazon

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA zeigt sich allerdings vorsichtig, wenn es um den kommerziellen Einsatz kleiner Drohnen geht. Amazon warf der Behörde bereits vor, mit ihrem Verhalten die für einen regulären Betrieb nötigen Tests zu verzögern. Kritiker der Drohnen-Services warnen etwa vor Abstürzen – etwa wegen schlechter Wetterbedingungen – und vor Chaos in der Luft, sollten zu viele Lieferdrohnen unkoordiniert unterwegs sein.

Im Juli hatte Amazon-Manager Gur Kimchi mit einem konkreten Vorschlag über die USA hinaus Diskussionen ausgelöst: Auf einer Konferenz der US-Raumfahrtbehörde Nasa forderte er eine Aufteilung des Luftraums. Kimchi schlug vor, Lieferdrohnen nur in einer Höhe von 200 bis 400 Fuss, also 61 bis 122 Metern, fliegen zu lassen und reguläre Flugzeuge mit einem Sicherheitsabstand ab 500 Fuss. (mbö/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • abishot 30.11.2015 19:12
    Highlight Um den Konsum-Durst unserer Gesellschaft noch schneller zu stillen. Niemand braucht so dringend eine Bestellung, dass er nicht bis zum nächsten Tag warten kann (was auch schon sehr schnell ist), falls doch, soll er doch seinen A* bewegen und es selbst abholen.
    2 0 Melden
  • Dä Brändon 30.11.2015 17:18
    Highlight Weiss jemand ob diese Drohnen nach dem Gyrocopter Prinzip fliegen? Ich würde gerne wissen ob eine getroffene Drohn gerade fällt oder den Flug fortsetzt wärend sie an Höhe verliert, nur so wegen der Berrechnug.
    4 0 Melden
    • Tscheggsch? 01.12.2015 11:27
      Highlight Dacht' ich mir auch gerade^^ Wenn ich eine Drohne runterholen will mag ich dieser dann nicht noch nachrennen... Dann soll sie gefälligst vor meine Füsse stürzen!
      1 0 Melden

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