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SEATTLE, WA - JUNE 18: Amazon.com founder and CEO Jeff Bezos presents the company's first smartphone, the Fire Phone, on June 18, 2014 in Seattle, Washington. The much-anticipated device is available for pre-order today and is available exclusively with AT&T service.   David Ryder/Getty Images/AFP
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Bild: Getty

Spiele-Apps

USA verklagen Amazon, weil Kinder nicht vor In-App-Käufen geschützt sind

Kinder konnten bei Spiele-Apps über Amazon bisher viel Geld ausgeben, für Einkäufe innerhalb der Programme mussten sie oft kein Passwort eingeben. Die Aufsichtsbehörde klagt nun gegen Amazon. Apple musste bereits Millionen zahlen.

11.07.14, 09:59 13.07.14, 15:13

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Wenn die Kleinen mit einem Tablet oder Smartphone aus dem Hause Amazon spielen, konnte das in der Vergangenheit offenbar teuer werden. Denn innerhalb vieler Spiele-Apps konnten Kinder schnell Geld für Zusatzfunktionen loswerden, ohne etwa ein Passwort eingeben zu müssen. Weil die Vorkehrungen gegen solch teure In-App-Käufe zu lasch sind, hat die Handelsbehörde FTC reichte am Donnerstag eine Klage gegen den weltgrössten Online-Händler ein.

Den Kunden soll der unberechtigt in Rechnung gestellte Millionen-Betrag zurückgezahlt wird, verlangt die Aufsichtsbehörde. Ausserdem sollen künftig höhere Hürden für Käufe eingerichtet werden.

Das Problem war zuvor schon bei anderen App-Store-Plattformen aufgetaucht: In vielen kostenlosen Spielen wird Geld für virtuelle Gegenstände verlangt. Kinder greifen da gern zu und schrauben so die Rechnung ihrer Eltern hoch. Apple musste sich wegen eines Zeitfensters von einer Viertelstunde rechtfertigen, in dem man nach Eingabe eines Passworts alles kaufen konnte, ohne erneut das Kennwort eingeben zu müssen.

Das Problem war Amazon laut der FTC bereits bekannt

Apple gab dem Druck der Behörden nach und zahlte den betroffenen Eltern insgesamt mehr als 30 Million Dollar zurück. Amazon lehnte diesen Weg ab und forderte die FTC auf, den Gerichtsweg zu beschreiten.

Die Handelsbehörde kritisiert, dass Amazon beim Start seines App Stores gar kein Passwort bei In-App-Käufen abgefragt habe. Auch als das geändert wurde, mussten die Nutzer ihr Kennwort zunächst nur eingeben, wenn sie für mehr als 20 Dollar einkaufen wollten. 2013 sei der Passwortschutzes zwar auf kleinere Beträge ausgeweitet worden – allerdings sei dies nicht gleichzeitig für alle Apps passiert. Die Behörde wirft dem Konzern vor, das Problem gekannt, aber zunächst nichts dagegen unternommen zu haben. (juh/dpa)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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