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Amazon Echo und Google Home kämpfen um die Vorherrschaft in den Wohnzimmern. 

Was können smarte Lautsprecher wie Google Home und Amazon Echo wirklich? – 11 Antworten

Was können smarte Lautsprecher wie Google Home und Amazon Echo wirklich, was nicht, und was sollte man noch über sie wissen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

04.02.18, 17:48 15.02.18, 15:58

Matthias Kremp / spiegel online

Ein Artikel von

Zeichnet so ein Lautsprecher die ganze Zeit auf, was ich sage?

Auf Knopfdruck lässt sich das Mikrofon abschalten, was durch rotes Licht signalisiert wird. Laut Amazon wird die Verbindung zwischen Mikro und Elektronik dabei physisch getrennt.

Zwar hören smarte Lautsprecher immer zu, sie fangen aber erst dann an, das Gehörte zu verarbeiten, also zu speichern, wenn man das jeweilige Aktivierungswort sagt. Beim Google Assistant ist das «Hey Google» oder «OK Google», bei Alexa entweder «Alexa», «Computer» oder «Amazon».

Zusätzlich kann man bei smarten Lautsprechern in der Regel die Mikrofone per Tastendruck deaktivieren. In dem Fall hören die Geräte gar nicht mehr zu, werden also auch nicht aktiv, wenn man das Aktivierungswort sagt. Meist wird dieser Modus durch ein rotes Leuchten signalisiert.

Der kleine Amazon Echo Dot im etwas anderen Praxistest

Video: YouTube/AlexiBexi

Kann ich nachsehen, was das Gerät aufgenommen hat?

Amazon ist bei den smarten Lautsprechern klarer Marktführer. Bild: AP/AP

Bei Amazon kann man sich in der Alexa-App unter Einstellungen/Verlauf oder auf Amazons Website unter Meine Inhalte und Geräte anschauen, welche Aufnahmen auf Amazons Servern gespeichert sind. Man kann sie sich auch anhören und löschen. Eine ähnliche Übersicht bietet auch Google.

Muss ich bestimmte Befehle lernen, um mit den Geräten zu sprechen?

Amazons Echo ist zwar beliebter, aber Google Home scheint deutlich smarter zu sein. Amazons Alexa versteht sehr viele vorprogrammierte Sprachbefehle, Google Home hat dafür bei natürlich gestellten Fragen (Umgangssprache) dank der überlegenen künstlichen Intelligenz die Nase vorn. 

Mittlerweile sind die Sprachdienste so weit, dass sie in der Regel mit Umgangssprache klarkommen. Ein spezielles Vokabular muss man nicht erlernen. Wer bestimmte Smart-Home-Funktionen nutzen will, muss aber verstehen, welche Informationen das jeweilige Gerät erwartet. Um etwa vernetzte Hue-Lampen von Philips zu steuern, muss man den Namen der jeweiligen Lampe oder das Zimmer, dem man sie zugeordnet hat, nennen. Möchte man, dass Alexa die Nachrichten von Spiegel Online vorliest, muss man das mit dem Befehl «frage Spiegel Online nach den Nachrichten» tun.

Was fehlt den kleinen Dot- beziehungsweise Mini-Versionen gegenüber den grösseren?

Amazons Echo Dot. Bild: AP/AP

In erster Linie klingen die kleinen Varianten der smarten Lautsprecher von Amazon und Google nicht gut. Ihre Gehäuse sind klein, ihre Lautsprecher noch kleiner, Raum für Klangentfaltung gibt es da nicht. Ansonsten aber bieten Home Mini und Echo Dot dieselben Möglichkeiten wie ihre grossen Gegenstücke – und sind deutlich billiger.

Kann so ein Lautsprecher mein Festnetztelefon ersetzen?

In den USA und Kanada bieten Google und Amazon die Möglichkeit, von ihren Geräten aus auch Telefonnummern anzurufen. Ausserhalb dieser Länder geht das noch nicht. Amazon hat allerdings angekündigt, seine Echo-Connect-Box ab dem Frühjahr 2018 auch in Deutschland anzubieten (unklar ist, wann die Geräte auch bei uns offiziell unterstützt werden). Das Gerät verbindet Echo-Lautsprecher mit dem Telefonanschluss des Nutzers, sodass man sie als Freisprechtelefone verwenden kann.

Muss ich für die smarten Assistenten Abogebühren zahlen?

Gebühren für die Nutzung seiner Sprachdienste verlangt keiner der Anbieter. Allerdings ist der volle Funktionsumfang nur nutzbar, wenn man kostenpflichtige Dienste abonniert. Das Musikhören per Sprachsteuerung klappt zum Beispiel nur dann in vollem Umfang, wenn man ein Abo bei einem vom jeweiligen Unternehmen unterstützten Streaming-Anbieter abschliesst.

Kann ich verhindern, dass meine Kinder mit einem solchen Gerät online einkaufen?

Amazon Echo nutzt Amazons Sprachassistentin Alexa. Bild: AP/AP

Wer sichergehen will, dass niemand anderes mit seinem Alexa-Gerät bei Amazon einkauft, sollte diese Funktion in den Alexa-Einstellungen unter Spracheinkauf deaktivieren. Wer das nicht möchte, definiert einen Zahlencode, der zur Bestellbestätigung aufgesagt werden muss. Dieser Code ist natürlich nur dann sicher, wenn ihn keines der Familienmitglieder kennt oder erraten kann.

Kann ich mit Alexa googeln und mit einem Google Home bei Amazon einkaufen?

Amazon hat nicht nur sein Hautquartier in der Nachbarschaft von Microsoft aufgebaut, sondern auch eine enge Partnerschaft mit dem Windows-Konzern. Deshalb nutzt Alexa Microsofts Suchmaschine Bing und nicht Google. Umgekehrt verfügt der Google Assistant über keine Verbindung zu Amazons Onlineshop. Auf Shoppingtour kann man mit ihm deshalb nicht gehen.

Bringt es mir etwas, zwei solche Geräte für verschiedene Räume zu holen?

Google Home. Bild: EPA/GOOGLE

Es kann sich sogar lohnen, mehr als zwei Geräte zu besorgen. Zum einen, weil Google und Amazon sogenannte Multiroom-Funktionen bieten. Die ermöglichen es, Musik parallel in mehreren Räumen abzuspielen. Google bietet zudem eine sogenannte Broadcast-Funktion, mit der man Sprachnachrichten an alle verbundenen Lautsprecher senden kann. Zum Beispiel: «Okay Google, broadcast, Essen ist fertig». Amazons Lautsprecher haben sogar eine eigene Chatfunktion, über die man sich per Sprache oder – sofern das Gerät Kamera und Bildschirm hat - auch per Video unterhalten kann.

Taugt so ein Lautsprecher als Spielzeug/Beschäftigung für die Kinder?

Google Home Mini. Bild: EPA/EPA

Kinder haben in der Regel keine Hemmungen, mit sprechenden Lautsprechern umzugehen. Hat man ihnen einmal vorgemacht, wie man beispielsweise Alexa bittet, einen Witz zu erzählen - «Alexa, erzähl mir einen Star-Wars-Witz» - kennen sie oft kein Halten mehr, verlangen nach immer mehr Witzen. Aber auch richtige Spiele gibt es, beim Google Home unter anderem das Wissensspiel Triviatschi. Für Amazons Alexa lassen sich diverse Spiele als sogenannte Skills installieren, ähnlich wie Apps auf einem Smartphone. So beispielsweise das Detektivspiel Mein Auftrag.

Müssen smarte Lautsprecher mit dem Internet verbunden sein?

Ja. Die gesamte Rechenarbeit, also auch die Spracherkennung, findet im Rechenzentrum des jeweiligen Anbieters statt, also bei Amazon oder Google. Die Lautsprecher selbst sind vergleichsweise dumme kleine Computer, dienen nur als Schnittstelle zwischen dem Anwender und den Grossrechnern der Anbieter.

«Mobile Lautsprecher sind der Untergang der Freiheit»

Video: watson/Jovin Barrer, Emily Engkent

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sebastian Wendelspiess 05.02.2018 13:05
    Highlight Schon wieder ein Artikel, will man diese Dinger pushen?
    5 0 Melden
  • gaba 05.02.2018 12:04
    Highlight Versteht der Mundart?
    3 0 Melden
  • Raffaele Merminod 05.02.2018 06:16
    Highlight Die Anzahl Kommentare hier zeigen wie sehr die Leute an diese Lautsprecher interessiert sind ...
    6 0 Melden
  • hpj 05.02.2018 03:44
    Highlight von wegen ausspionieren ...
    jedes smartphone und jedes tablet nimmt alles auf was man sagt, selbst wenn es ausgeschaltet ist.
    nsa speichert das alles - egal was man euch verspricht (echelon).
    je laenger je mehr werden auch jegliche haushaltgeraete mit mics ausgestattet und am internet angehängt. same story.
    wenn jemand ernsthaft nicht ueberwacht werden will, gibt es nur eines: internet modem stecker raus (swisscom, cablecom etc.)!
    Oder sich anstaendig in web security ausbilden und dann die gesamte kette von entspr. sicherheitsmassnahmen vornehmen (was die allermeisten überfordern dürfte).
    7 2 Melden
  • p4trick 05.02.2018 02:45
    Highlight Ich habe genau 2 Nutzen: Musik streamen im ganzen Haus ähnlich Sonos. Z.b im Bad ganz nett oder in der Küche am Morgen.
    Smart Home Steuerung mit IFFFT und Mystrom. "Hey Google, Licht Schlafzimmer" so kann ich alle Stehlampen einfach bedienen und brauche kein Knopf...
    3 5 Melden
  • Calisthenics 04.02.2018 19:28
    Highlight Bin ich jetzt schon zu alt mit 21 oder evtl. etwas paranoid? Denn so ein Ding werde ich mir nie zulegen. Da kann man ja gleich freiwillig Abhörwanzen installieren lassen.

    Sind wir schon zu faul geworden um Musik noch selbst anzustellen oder ins Internet zu gehen um etwas auf einer Website zu bestellen?
    39 12 Melden
  • Gelöschter Benutzer 04.02.2018 19:22
    Highlight Smarte Lautsprecher aka Wanzen.
    NSA und Co. reiben sich schon mal die Hände wund vor Freude.
    37 12 Melden
  • Raffaele Merminod 04.02.2018 19:22
    Highlight Schön, aber was bringt mir so ein Ding, ausser dass er alles aufzeichnet was ich sage?
    Welchen Nutzen bringt es?
    Gibt es ein Killerkriterium?
    41 9 Melden
    • Michael Heldner 04.02.2018 19:52
      Highlight Sprachbefehle zum steuern des gesamten Smart homes sofern man Technik affin ist und sein Haus in diesem Bereich aufrüstet. Bsp: Alexa starte gute Nacht = nuki schließt Haustür ab, Licht geht aus, Temperatur wird gesenkt. Alexa stelle den Wecker auf... (alternativ lässt sich dies auch über Software so einstellen, dass bei einem Schicht Arbeiter der Wecker automatisch passend zur Schicht gestellt wird und wenn der Wecker klingelt die Kaffee Maschine startet.

      Aber auch simple Sachen wie Alexa Spiele Musik und setzte den sleep timer auf... oder Alexa starte den Saugroboter -
      13 11 Melden
    • Raffaele Merminod 04.02.2018 20:14
      Highlight Wozu? Wozu per Sprache? was hat man davon?
      Es versteht eh nicht alles, nicht alles korrekt und komplexe Fragen versteht es überhaupt nicht.
      16 11 Melden
  • ElDiablo 04.02.2018 19:17
    Highlight Ich liebe den Google Lautsprecher. Ich habe den schon in den meisten Räumen installiert und bin begeistert von den Möglichkeiten. Mir würde es auch nichts ausmachen, wenn diese Dinger mich ausspionieren würden, wenn es denn so ist :)
    10 45 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 04.02.2018 22:53
      Highlight Würde mich mal interessieren, wie du das Ding nutzt. Gut, man kann Musik hören. Aber da gibt es doch besseres. Ansonsten halte ich die Dinger für gänzlich überflüssig. Höre aber gerne mal von jemandem der die nutzt, was man damit macht.
      10 1 Melden
    • ElDiablo 04.02.2018 23:25
      Highlight Also ich nutze sie hauptsächlich als Wecker, Musikspieler (alle miteinander verknüpft mit meinem Google play abo) und häufig auch um einfach Fragen zu stellen. Es ist sicher nicht jedermanns Sache und man "braucht" es wirklich nicht unbedingt. Ich finde es aber einfach ein tolles Gadget und mir macht es Spass die Funktionen auszuprobieren :)
      7 2 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 05.02.2018 13:07
      Highlight Das „würde“ kannst du weglassen. Es spioniert dich aus.
      7 1 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 04.02.2018 19:12
    Highlight Was bei dieser Liste fehlt ist der Nutzen dieser Lautsprecher. Verstehe ich völlig nicht. Wieso solle man so etwas kaufen?
    47 12 Melden
    • p4trick 05.02.2018 02:48
      Highlight Google Home Max ersetzt Sonos und hat Zusatz Funktionen. $50 kostet die kleinste Box die gerade gut ist für Musik hören während dem Duschen. Nur ein kleines nützliches Beispiel.
      0 6 Melden
  • blamethecondom 04.02.2018 18:33
    Highlight Könnt ihr bitte die russische Version testen?
    13 10 Melden
  • Makatitom 04.02.2018 18:28
    Highlight E.T. können sie am Besten (phone home)
    6 6 Melden

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