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Smartspeaker von Amazon, Google, Sony, Sonos und Co. bild: spiegel online

Das sind die 13 besten Smart-Lautsprecher, die du momentan kaufen kannst

«Alexa, mach das Licht an»: Smarte Lautsprecher, die nebst dem Abspielen von Musik solche Befehle ausführen, könnten bald in vielen Wohnzimmern stehen. Wir haben 13 dieser Geräte ausprobiert – plus eine spannende Open-Source-Alternative.

08.02.18, 14:28 15.02.18, 15:57

Matthias Kremp / spiegel online

Ein Artikel von

Künstliche Intelligenzen wie Alexa und der Google Assistant sollen künftig unsere digitalen Kumpels und Butler zugleich sein. Egal, was man sie fragt, sie wissen immer eine Antwort, wenn auch nicht immer die richtige. Und wenn wir unsere Wohnungen hinreichend vernetzt haben, nehmen sie uns eigentlich simple Aufgaben wie das Einschalten von Lampen und das Bedienen der Musikanlage ab.

In der Regel versuchen die Geräte sogar selbst, die Musikanlage zu sein, denn um die digitalen Assistenten per Sprache steuern zu können, braucht man Mikrofone und einen Lautsprecher. Die meisten Hersteller haben das zum Anlass genommen, Geräte, über die man mit Alexa und Assistant spricht, auch gleich zu kleinen Aktivlautsprechern zu machen.

Künstliche Intelligenz erklärt in einem Tweet.

Wir haben die wichtigsten derartigen Geräte ausprobiert und dabei geprüft, wie gut sie in verschiedenen Alltagssituationen funktionieren. Welche Eigenheiten Geräte wie Amazons Echo und der Google Home dabei offenbarten, ob sie unseren Ohren schmeichelten oder das Gegenteil, und ob billige Kopien aus China genauso gut sind, liest du im Folgenden:

1) Amazon Echo (2. Generation)

Drei Jahre nach der Markteinführung des ersten smarten Lautsprechers hat Amazon seinen Echo gerade überarbeitet. Ein vollkommen neues Gerät ist die neue Version aber nicht geworden. Der Klang wurde verbessert, bleibt aber auf dem Niveau eines besseren Küchenradios. Ausserdem wurde die Mikrofontechnik verbessert.

Amazon Echo: Das neue Modell klingt etwas besser als der Ur-Echo, es hat verbesserte Mikrofone in der Kopfplatte. bild: spiegel online

Neu ist am aktuellen Echo auch, dass man die Aussenhülle abnehmen kann. Viel zu sehen ist von der Technik auch dann nicht, nur die Membran und der Diffusor des Lautsprechers sind zu erkennen.

Wer mag, kann nun auch nachträglich den Look seines Echo verändern. Die Wechselhüllen aus Kunststoff kosten bei Amazon 20 bis 30 Franken.

Auf Knopfdruck lässt sich das Mikrofon abschalten, was durch rotes Licht signalisiert wird. Laut Amazon wird die Verbindung zwischen Mikro und Elektronik dabei physisch getrennt.

Die sieben Mikros funktionieren tatsächlich sogar ziemlich gut, wenn man Musik hört oder aus mehreren Metern Entfernung mit dem Gerät spricht. Neu ist auch, dass man den Look des Geräts mit wechselbaren Hüllen verändern kann. Die beste Neuerung ist aber, dass der Preis gesenkt wurde: auf nun 100 Franken.

Amazon Preis: Rund 100 Franken

2) Amazon Echo Plus

Die Plus-Variante des Echo ist fast doppelt so hoch wie das Standardmodell - und gut 50 Franken teurer. Für den Aufpreis bekommt man dieselben Funktionen und einen spürbar besseren Sound mit ausgeprägten Bässen.

Amazon Echo Plus: Die Röhre ist fast doppelt so hoch wie der Echo, sie klingt auch deutlich besser. Vor allem aber enthält die Plus-Version einen Smart-Home-Hub, der manche anderen Hubs überflüssig machen kann.

Praktisch: Beide Echo Lautsprecher haben einen Miniklinken-Ausgang, an den man beispielsweise einen weiteren Aktivlautsprecher oder Kopfhörer anschliessen kann.

Wichtiger noch: Im Echo Plus steckt ein Smart-Home-Hub. Über den lassen sich manche Smart-Home-Geräte steuern. Den Mehrpreis hat man deshalb schnell wieder drin, wenn man etwa Hue-Lampen von Philips installieren will. Den Hue Bridge genannten Hub von Philips, Listenpreis 60 Franken, kann man sich dann nämlich sparen. Die Lampen lassen sich über den Echo Plus vernetzen und per App und Stimme steuern.

Amazon Preis: Rund 150 Franken

3) Amazon Echo Dot

Der Echo Dot ist die Lösung für Pragmatiker. In ihm steckt dieselbe Technik wie in seinen beiden grösseren Gegenstücken, allerdings gepaart mit einem winzigen Lautsprecher. Der reicht gerade, um Alexas Antworten wiederzugeben oder darüber mit anderen Echo-Nutzern zu telefonieren, für Musik ist er ungeeignet. Dafür ist der Echo Dot günstig. In Sonderaktionen bietet Amazon den kleinen Echo fast zum halben Listenpreis an.

Amazon Echo Dot: Der smarte Lautsprecher für Pragmatiker klingt furchtbar, kann aber ansonsten alles, was seine grossen Brüder auch können.

Und genau wie die übrigen Echos lässt sich auch beim Echo Dot das Mikrofon auf Tastendruck abschalten.

Amazon Preis: Rund 60 Franken

4) Amazon Echo Show

Als einziger Echo hat dieses Modell einen Farbbildschirm. Die dafür notwendige Technik macht ihn leider dick und schwer. Dafür kann der Echo Show aber auch mehr als seine kleineren Brüder. So werden zu manchen Antworten passende Grafiken, Bilder oder Texte angezeigt.

Amazon Echo Show: In den USA gibt es dieses Modell schon länger. Mit rund 220 Franken ist der Show der teuerste Echo von Amazon.

Lässt man ihn Musik abspielen - die Klangqualität ist etwas besser als beim Echo -, werden die CD-Cover eingeblendet, teilweise samt Songtext. So wird die kleine Kiste zur Mini-Karaoke-Box. Oder zum Mini-Fernseher, denn auch Amazon Video kann man abrufen. Bildtelefonate sind möglich, sofern der Gesprächspartner einen Echo Show oder ein Smartphone mit Alexa-App hat. YouTube funktioniert derzeit leider nicht, ebensowenig Skype.

Auf dem 7-Zoll-Bildschirm lassen sich auch Filme und Serien aus dem Amazon-Videodienst anschauen. Die Bildqualität ist dabei in Ordnung, wegen der geringen Auflösung von 1024 Mal 600 Punkten aber nicht gerade begeisternd.

Auch Musik kann über den Echo Show abgespielt werden, samt CD-Covern und Texteinblendungen.

Für Videochats ist eine Kamera eingebaut. Anrufen kann man damit aber nur andere Echo-Show-Geräte oder Smartphones, auf denen die Alexa-App läuft.

Amazon Preis: Rund 220 Franken

5) Amazon Echo Spot

Was der Echo Dot für den Echo ist, ist der Echo Spot für den Echo Show: eine kleinere, billigere Version derselben Idee. Während der Echo Dot allerdings eher den Eindruck einer Sparversion macht, ist der Spot die Spassversion des Echo Show. Er sieht besser aus, passt überall hin und bietet alle Möglichkeiten des Show, bloss in klein. In unserem Test machte er eine gute Figur. Nur zum Filmegucken sollte man das kleine Ding lieber nicht benutzen.

Amazons Echo Spot: Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, ist das neue Amazon-Gadget kein Digitalwecker, sondern ein Mini-Computer mit Sprachsteuerung.

An der Rückseite sind zwei Anschlüsse zu finden. Links steckt man das Netzteil ein, rechts lassen sich Kopfhörer, Aktivboxen oder eine Stereoanlage anschliessen. Diese Möglichkeit sollte man nutzen, denn der eingebaute Lautsprecher taugt kaum zum Musikhören.

An der Oberseite sind vier Mikrofone und die Lautstärketasten eingebaut. Die Taste in der Mitte dient dazu, Mikrofone und Kamera abzuschalten, was durch ein rotes Leuchten signalisiert wird.

Zusätzlich wird auf dem Bildschirm ein roter Ring eingeblendet, der anzeigt, dass Alexa keine Sprachkommandos versteht, bis man die Mikrofone wieder aktiviert.

Amazon Preis: Rund 130 Franken

6) Amazon Fire TV/Fire TV Stick

Eine Alternative zu den Echo-Lautsprechern sind der Fire TV und der Fire TV Stick von Amazon. In erster Linie bringen sie Streaming-Dienste auf den Fernseher, sie können aber auch Alexa nutzen.

Auch mit den beiden aktuellen TV-Sticks von Amazon lässt sich Alexa nutzen. Genau wie beim Echo Show werden dabei zusätzliche Informationen auf dem Bildschirm eingeblendet. Der feine Unterschied: Alexa muss hier stets per Druck auf die Mikrofontaste der Fernbedienung aktiviert werden.

Anders als die Lautsprecher warten die TV-Sticks nicht auf ein Aktivierungswort. Stattdessen wird das in die Fernbedienung integrierte Mikrofon nur aktiviert, wenn man die Mikrofontaste drückt.

Ist man den freihändigen Umgang mit Alexa noch nicht gewohnt, mag das kein Problem sein. Lustigerweise neigt man dazu, die Fernbedienung beim Einsprechen der Befehle wie ein Mikrofon zum Mund zu führen, was im Grunde überflüssig ist. Alexa reagierte im Test auch dann noch zuverlässig, wenn man die Fernbedienung lässig neben sich liegen hatte.

Ein Testlauf mit Alexa auf dem TV zeigte allerdings, das Amazons künstliche Intelligenz mit ihren Antworten auch mal ziemlich daneben liegen kann. So wie bei diese Frage nach dem Schauspieler Charles Bronson.

Besser kam Alexa auf dem Fernseher mit Fragen nach Sportereignissen klar.

Der Griff zum teureren Fire TV lohnt nur, wenn man unbedingt 4K-Auflösung haben möchte, ansonsten tut es auch der Fire TV Stick, der für Streaming und die meisten Apps genug Leistung liefert.

Amazon Preis: Rund 40 Franken

7) Amazon Fire HD 10

Auch Amazons aktuelles 10-Zoll-Tablet kann man für Alexa verwenden. Zum Musikhören taugt das Gerät mit seinen kleinen Lautsprechern zwar noch weniger als die meisten smarten Lautsprecher, aber es kann Wissensfragen beantworten und zum Shoppen bei Amazon und zur Steuerung smarter Hausgeräte verwendet werden.

Im Test funktionierte das in einem rund zwölf Quadratmeter grossen Raum prima. Im dreimal so grossen Wohnzimmer musste man schon mal etwas lauter werden, um vom Tablet-Mikrofon gehört zu werden.

Amazon Preis: Ab 180 Franken

8) Auvisio ZX-1660-919

Der «WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit Alexa Voice Service» von Auvisio sieht dem Google Home verblüffend ähnlich, nutzt aber, der Name verrät es, Amazons Alexa. Als einziges Gerät im Test horcht er nicht auf ein Aktivierungswort, sondern startet die Spracherkennung generell nur, wenn man die Mikrofontaste drückt.

Die Stromversorgung erfolgt per USB, weitere Lautsprecher oder Kopfhörer können über eine Audiobuchse angeschlossen werden. Angesichts der dürftigen Klangqualität scheint das auch sinnvoll.

Klanglich darf man hier nicht viel erwarten und muss sich mit einem Sound zufrieden geben, bei dem viel Plastik und wenig Bässe mitschwingen. Per App lassen sich zwei dieser Geräte zu einem Stereopaar verbinden. Im Test funktioniert das sogar in Kombination mit dem Eufy Genie (siehe unten). Die Technik der beiden Geräte ist demnach sehr ähnlich: Sie lässt sich über dieselbe App ansteuern, die zudem schlecht lokalisiert wurde und Sätze hervorbringt wie: «Möchte sie ihr gerät Sprache deutsch?»

Auvisio Preis: Rund 149 Franken

9) Sonos One

Der Sonos One ist das einzige Gerät im Test, dem man wirklich guten Sound attestieren kann. Insbesondere wenn man die TruePlay-Funktion zur Anpassung des Klangs an den jeweiligen Raum nutzt, lohnt sich die Investition in diesen Lautsprecher.

Auf der Oberseite des Sonos One sind mehrere Bedienelemente für Lautstärke und Wiedergabesteuerung angebracht, die per Touch bedient werden. Auch das Mikro lässt sich hier abschalten.

Die Alexa-Integration in das Sonos-System ist dagegen noch nicht perfekt. Zwar kann der Sonos One alles, was Amazons Echos auch können: Wenn es aber um die Steuerung eines Systems vernetzter Sonos-Lautsprecher geht, stösst man schnell an Grenzen und greift lieber wieder zum Smartphone als Controller.

Auf der Oberseite des Sonos One sind mehrere Bedienelemente für Lautstärke und Wiedergabesteuerung angebracht, die per Touch bedient werden. Auch das Mikro lässt sich hier abschalten.

Sonos Preis: Rund 229 Franken

10) Google Home

Mit dem Google Home hat Google das Konzept des Amazon Echo für seine Dienste adaptiert. Dementsprechend liegt der Fokus hier auf der Bereitstellung von Google-Diensten.

Der einzige physische Schalter dient dazu, das Mikrofon abzuschalten. Der schräge Deckel hingegen ist berührungssensitiv, er dient beispielsweise zur Regelung der Lautstärke.

Der Google Home ist fast genauso gross wie der Amazon Echo, er klingt subjektiv aber etwas besser als Amazons Vorbild. Im unteren Frequenzbereich hört es aber auch hier bei den Tiefmitten auf, echte Bässe schafft das Gerät nicht. Um sich beim Kochen berieseln zu lassen, ist das okay, ansonsten bekommt man für den Preis eines Google Home besser klingende Lautsprecher.

Die angeschrägte Oberseite enthält die Mikrofone und ist zudem berührungssensitiv, sodass man darauf mit Fingerbewegungen die Lautstärke regeln kann. Die Mikrofone funktionieren auch aus einigen Metern Entfernung noch gut.

Google Preis: Rund 149 Franken

11) Google Home Mini

Der Home Mini ist Googles Gegenstück zu Amazons Echo Dot, also eine um grosse Lautsprecher abgespeckte Version eines smarten Lautsprechers. Klanglich darf man auch hier nicht viel erwarten.

Zwar ist der Google Home Mini etwas grösser als Amazons Echo Dot, mit seinem Textilüberzug lässt er sich aber oft besser in ein Wohnumfeld integrieren. Über Sensorfelder lässt sich auch hier die Lautstärke regeln.

Etwas umständlich ist es, das Mikrofon zu deaktivieren. Dazu muss ein Schalter an der Unterseite verschoben werden.

Der Home Mini ist Googles Antwort auf den Echo Dot. Googles Version sieht mit ihrem Stoffbezug allerdings weniger technisch aus als das Amazon-Gerät. Von der Funktionalität entspricht auch hier der kleine Ableger weitgehend seinem grossen Vorbild. Der Klang des kleinen Google ist jedoch merklich besser als der des Echo Dot. Wirklich Musik hören will man mit dem Gerät aber nicht, ausser man bruzelt dabei gerade etwas Leckeres zum Abendessen zusammen. Zum Steuern von Smart-Home-Geräten eignet sich der Kleine bestens, über seine Mikrofone versteht er indes nur, was man von ihm will, solange die Umgebung nicht zu laut ist.

Google Preis: Rund 59 Franken

12) Mobvoi Tichome Mini

Deutlich grösser als Googles Home Mini ist der TicHome Mini von der chinesischen Firma Mobvoi. Statt Sensortasten gibt es hier Drucktasten. Alles ist etwas klobiger gebaut.

Als einziger Smart-Speaker im Test kann man den TicHome Mini mit unter die Dusche nehmen, ohne dass er Schaden nimmt. Für die Dusche reicht die Klagqualität auch gerade mal aus.

Mit dem Tichome Mini hat die chinesische Firma Mobvoi eine interessante Alternative zum Home Mini im Angebot. Der Tichome Mini ist allerdings deutlich dicker und breiter. In seinem Inneren steckt ähnliche Technik wie bei Google, zumindest kann er alles, was Googles Lautsprecher auch kann - und mehr. Denn der TicHome Mini funktioniert im Akkubetrieb ohne Steckdose und ist laut Hersteller wasserdicht.

Damit bietet er sich als intelligentes Duschradio an. Im Test jedenfalls hielt das Gerät eine Dusche schadlos aus. Nur ans Netzteil sollte man es nach einem Duschbad nicht sofort wieder stecken, da die USB-Buchse nicht geschützt ist und deshalb voller Wasser sein kann. Die vom Hersteller beworbene Funktion, ein Smartphone per NFC zu koppeln, hat im Test nicht funktioniert. Der Klang reicht trotz des vergleichsweise hohen Preises gerade mal fürs Duschen.

Mobvoi Preis: Rund 90 Franken

13) Sony LF-S50G

Ein weiteres Extrem ist der LF-S50G, den Sony auch als «kabellosen Lautsprecher mit integriertem Google Assistant» bezeichnet. Funktionell mit dem Google Home identisch, hat auch er ein paar Extras. Zum einen ist das eine integrierte Digitaluhr, zum anderen ein gegen Spritzwasser geschütztes Gehäuse. Man kann das Gerät also mit ins Bad nehmen, mit unter die Dusche sollte es aber nicht.

Wie viele Sony-Produkte zeichnet sich auch dieser Lautsprecher durch eine ungemein langweilige Bezeichnung aus: Als «kabelloser Lautsprecher mit integriertem Google Assistant» steht der LF-S50G beim Hersteller im Katalog. Sein herausstechendes Merkmal: eine digitale Zeitanzeige, deren Helligkeit glücklicherweise regelbar ist.

Auf der Oberseite sind Sensoren eingebaut, die eine berührungslose Steuerung durch Gesten ermöglichen sollen. Im Test haben die allerdings nicht zuverlässig reagiert.

Auf der Unterseite befindet sich eine Taste zum Steuern der Helligkeit der Zeitanzeige (links) sowie eine Hold-Taste, mit der die Gestensteuerung für drei Minuten abgeschaltet wird.

Auf der Rückseite des Sony findet man die Stumm-Taste für das Mikrofon und eine Taste, über die man Bluetooth-Geräte verbinden kann.

Im Bluetooth-Modus lässt sich Musik dann direkt vom Handy auf den Lautsprecher streamen, auch wenn kein WLAN verfügbar ist.

Vorgesehen ist eine berührungslose Steuerung des LF-S50G über Sensoren, sodass man ihn auch mit nassen oder fettigen Fingern bedienen kann, indem man mit der Hand über dem Gerät kreist und wischt.

Im Test hat das selten bis gar nicht geklappt. Auch klanglich erfüllt der Sony nicht die Erwartungen, die sein Preis schürt. Besser als ein Google Home klingt das Gerät sicher, aber bei Weitem nicht so gut wie der gleich teure Sonos One. Dafür fehlen ihm durchsetzungsfähige Bässe und die Fähigkeit, auch bei hoher Lautstärke einen sauberen Sound zu produzieren.

Sony Preis: Rund 229 Franken

Die Alternative zu Amazon, Google und Co.: Dieser Sprachassistent setzt auf Open Source

Der Smart-Lautsprecher Mycroft Mark II setzt im Gegensatz zur Konkurrenz auf quelloffene Software. Das Startup hinter dem Open-Source-Gerät verspricht, dass keinerlei Spracheingaben auf den Servern des Herstellers gespeichert werden. Damit scheint das Gerät vor allem für Nutzer interessant, die ihre Sprachaufzeichnungen nur ungern US-Konzernen wie Amazon, Google oder Apple überlassen.

So funktioniert Mycroft

Video: YouTube/Mycroft AI

Das Fazit

Der Markt für smarte Lautsprecher wird immer unübersichtlicher. Umso mehr, wenn in Kürze auch noch Apple mit seinem HomePod samt Siri hinzukommt. Die derzeit beste Kombination aus vielen Funktionen und gutem Sound bietet Amazons Echo Plus. Das Gerät lohnt sich wegen des integrierten Smart-Home-Hubs besonders, wenn man sein Zuhause ohnehin mit intelligenter Beleuchtung und Ähnlichem versorgen will.

Wer das nicht braucht, ist mit dem Echo Dot und dem Google Home Mini gut beraten. Beide bieten für wenig Geld viele Funktionen. Nur klanglich kann man sie vergessen. Aber wem es in erster Linie um den Sound geht, der ist derzeit mit dem Sonos One am besten beraten.

Google Home Max vs. Sonos Play 5 vs. Amazon Echo Plus

Video: YouTube/RIZKNOWS

Jovin meint: «Mobile Lautsprecher sind der Untergang der Freiheit»

2m 44s

«Mobile Lautsprecher sind der Untergang der Freiheit»

Video: watson/Jovin Barrer, Emily Engkent

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thobil 09.02.2018 08:39
    Highlight He Leute, ja klar das Ding reagiert nur auf das Wort "Alexa" und wie denkt ihr erkennt das smarte Ding das Wort? Richtig es lauscht dauernd! Und die Daten werden auch noch bei Amazon gespeichert. Oder denkt ihr während eines Mordes hat einer Alexa gerufen?

    https://m.heise.de/newsticker/meldung/Ermittler-wollen-Aufzeichnungen-von-Amazon-Echo-Alexa-als-Zeugin-einer-Mordanklage-3582492.html
    9 3 Melden
  • Tomlate 08.02.2018 19:41
    Highlight Ich sehe eine gleiche Entwicklung wie mit den Smartphone. Zuerst als unnötig eingestuft, bis immer mehr Anwendungen kommen, die überzeugen und einen Mehrwert bringen und schon bald hat jeder so ein Ding Zuhause stehen.
    12 18 Melden
    • CasRas 09.02.2018 12:32
      Highlight Smartphones wurden aber nie als unnötig eingestuft. Das Internet immer im Sack zu haben war schon zu Beginn ein Traum und durch die Smartphones dann endlich verwirklicht.

      Gewisse Probleme wie keine vollständige Kontrolle über Mikrophon und Kamera sind aber tatsächlich bei beiden Geräten vorhanden.
      8 0 Melden
    • Tomlate 09.02.2018 14:42
      Highlight Vor der Einführung des iPhones und dem Komfort des Touchscreens kannte ich kaum jemanden mit einem Smartphone. Das Internet in der Hosentasche war vor 3G auch nicht wirklich berrauschend. Zudem wurde selbst das erste iPhone Ziel von Spott (z.B. Ziegel in der Hosentasche). Das Mikro auf meinem iPhone schalte ich nicht über einen physischen Schalter aus. Wer garantiert mir, dass es nicht einfach weiterläuft oder unbemerkt wieder aktiviert wird?
      1 2 Melden
  • NiemandVonNirgendwo 08.02.2018 17:50
    Highlight Die Schlagzeile müsste "Die 13 besten Hausspione, die du momentan kaufen kannst" lauten 😂
    45 7 Melden
  • Against all odds 08.02.2018 17:00
    Highlight 13?? Ich wusste nicht einmal, dass es einen guten gibt. Die Menschheit wird immer dümmer und fauler (zumindest in der so genannten ersten Welt).
    17 15 Melden
    • ElDiablo 08.02.2018 17:19
      Highlight Was hat das genau mit Dummheit oder Faulheit zu tun? Ich habe solche Dinger zuhause und treibe 7-9 Mal die Woche Sport. Also Faul bin ich sicher nicht und dumm (zumindest gemäss meinem Umfeld und meinem Hochschulabschluss) bin ich definitiv auch nicht.
      14 33 Melden
    • Against all odds 08.02.2018 17:34
      Highlight Hat nichts mit Sport zu tun und mit deinem Umfeld schon gar nicht, sorry. Aber z.B. etwas mit der Heizungssteuerung. Und dazu darf man gern den Arsch heben.
      19 10 Melden
    • axantas 08.02.2018 21:05
      Highlight Nun ja, against all odds, früher musste man sogar zum telefonieren den Arsch heben und konnte kaum richtig sitzen dazu, da waren die Dinger hoch oben an die Wand geschraubt und hatten erst noch ein Kabel am Hörer.

      ...früher.
      20 1 Melden
  • Driver7 08.02.2018 16:52
    Highlight Gemeinsamkeiten: Nette (aber eher sinnlose) Gadgets sind alle. Wirklich "Musik hören" kann man auf keinem! Sonos mit Sub(!) ist zwar nicht sooo schlecht, aber nur solange man sie für eher leise Hintergrundsmusik einsetzt.
    16 7 Melden
  • G. Schlecht 08.02.2018 16:52
    Highlight Die Steuerbehörden fangen meistens auch erst an zu kassieren, wenn man was verdient. Sind smart...
    5 1 Melden
  • p4trick 08.02.2018 16:45
    Highlight Warum fehlt Google Home Max?
    8 1 Melden
  • Psychonaut1934 08.02.2018 15:43
    Highlight Ich freue mich auf den HomePod. Benutze die Sprachsteuerung regelmässig für das Licht und die Heizung.
    10 14 Melden
  • _stefan 08.02.2018 15:31
    Highlight Man sollte vielleicht erwähnen, dass Amazons Alexa in der Schweiz noch nicht verfügbar ist!
    30 2 Melden
    • Oliver Wietlisbach 08.02.2018 15:41
      Highlight Jup, Echo ist noch nicht offiziell verfügbar, aber nutzen kann man das Teil als Importgerät natürlich trotzdem. Gleiches gilt für Google Home.
      12 9 Melden
    • _stefan 08.02.2018 15:58
      Highlight Ich spreche nicht von Echo. Der Sprachassistent Alexa (welcher in diesem Artikel 18-mal erwähnt wird) ist für die Schweiz nicht freigegeben/verfügbar!
      15 3 Melden
    • Oliver Wietlisbach 08.02.2018 16:18
      Highlight Auch Alexa kann man trotzdem nutzen, wie der PCTipp hier zeigt. Einfach über den US-Play-Store herunterladen.

      http://www.pctipp.ch/news/hardware/artikel/das-kann-amazon-alexa-88001/2/
      13 4 Melden
  • RhabarBär 08.02.2018 15:30
    Highlight Nein. Jeder mache, wie er wolle, aber so einen Spion hole ich mir nicht in meine Wohnung.
    65 13 Melden
    • horst müller 08.02.2018 19:46
      Highlight #geschrieben von einem android mobiltelefon mit aktivierter sprachsteuerung
      15 14 Melden
    • EvilBetty 09.02.2018 09:01
      Highlight Lässt du auch dein Smartphone draussen? Oder hast du das Mikrophon ausgebaut?
      6 5 Melden
  • fant 08.02.2018 15:25
    Highlight Also wer freiwillig ein Computer-System ins Haus holt, das dauernd das Mikrophon offen hat und erst noch dauernd mit einem Datengiganten (Amazon/Google/Microsoft/Apple/...) verbunden ist, der gibt die Kontrolle wirklich völlig auf. Käme für mich nie und nimmer in Frage (obwohl ich sehr gerne Musik höre).

    Und Sonos geht leider auch nicht, weil die Limite von 64KB Songs in der eigenen Sammlung schlicht zu klein ist.
    19 17 Melden
    • Oliver Wietlisbach 08.02.2018 15:31
      Highlight Spiegel Online schreibt hierzu: "Zwar hören smarte Lautsprecher immer zu, sie fangen aber erst dann an, das Gehörte zu verarbeiten, also zu speichern, wenn man das jeweilige Aktivierungswort sagt. Beim Google Assistant ist das «Hey Google» oder «OK Google», bei Alexa entweder «Alexa», «Computer» oder «Amazon».

      Zusätzlich kann man bei smarten Lautsprechern in der Regel die Mikrofone per Tastendruck deaktivieren. In dem Fall hören die Geräte gar nicht mehr zu, werden also auch nicht aktiv, wenn man das Aktivierungswort sagt. Meist wird dieser Modus durch ein rotes Leuchten signalisiert."
      17 18 Melden
    • Cake9x 08.02.2018 15:52
      Highlight Naja, nur weil Sie sagen das die Lautsprecher nicht mehr zuhören muss es noch lange nicht so sein.. Und das deaktivieren durch Tastendruck eben so, es sollte deaktiviert wurden, joch kann mir keiner sagen dass es wirklich deaktiviert ist.. in 2-3 Jahren liest man dann das da wohl ein Bug drin war...
      32 6 Melden
    • Zwingli 08.02.2018 16:06
      Highlight @Neunmalkuchen würden die Systeme so mithören und etwas an die Server senden würde man das im Netzwerkverkehr sehen und es gäbe dann ein Aufschrei. Können sich diese Unternehmen nicht leisten.
      22 7 Melden
    • fant 08.02.2018 16:22
      Highlight Trotzdem kriegen die Geräte (und die Server dahinter) mit, wann du was befiehlst, welche Musik du hörst etc. Alles nur kleine Informations-Schnipsel. Aber in der Summe können diese Daten ausgewertet werden und man findet mit recht grösser Treffsicherheit dein Alter, dein Geschlecht inkl. sexuelle Orientierung, deine Einkommensklasse etc raus. Aber wer eh schon täglich auf Facebook postet, der kann auch noch so ein Ding aufstellen...
      23 3 Melden
    • Zwingli 08.02.2018 16:28
      Highlight @fant klar dem ist man sich ja wohl hoffentlich auch bewusst wenn man so ein ding holt. aber solange die nicht einwandfrei schweizerdeutsch verstehen ist das nichts für mich.
      13 3 Melden

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