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Kindle Oasis: Das bietet Amazons superflacher E-Reader

Fast neun Jahre nach dem Ur-Kindle stellt Amazon ein neues Highend-Lesegerät vor, den Oasis. Der E-Reader ist extrem dünn, sehr leicht und ziemlich teuer. Der erste Eindruck.

16.04.16, 18:47 17.04.16, 10:34

Matthias Kremp



Ein Artikel von

Aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet ist der Kindle Oasis fast unglaublich dünn. Nur 3.4 Millimeter sei der neue E-Book-Reader dick, heisst es in den technischen Daten. Damit ist er zum Beispiel nur fast halb so dick wie Samsungs-Galaxy-S7-Smartphone.

Doch das sind nur zwei Drittel der Wahrheit, denn ein Drittel des Oasis ist mehr als doppelt so dick wie seine dünnste Stelle. Dort wo der Akku und die Elektronik untergebracht sind, ist das Gerät so dick wie seine Vorgänger.

Lächerliche 250 Milliamperestunden kann der Akku speichern. Aktuelle Smartphones bieten eine locker zehnmal so grosse Kapazität...

Aber beim ersten kurzen Ausprobieren scheint das vollkommen in Ordnung so. Der etwas dickere Knubbel sorgt dafür, dass man den Kindle gut zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger halten kann. Dank eines Gewichts von nur 131 Gramm sollte das auch über längere Zeiträume hinweg problemlos gehen.

Ob man das Gerät links- oder rechtshändig benutzt, ist dabei gleichgültig. Ein Sensor erkennt, wie man den Reader hält und sorgt dafür, dass der Bildschirminhalt entsprechend gedreht und die Funktion der Umblättertasten angepasst wird.

Die asymmetrische Bauweise hat allerdings auch Nachteile. In das kleine Elektronikfach passt nur ein sehr kleiner Akku (siehe Bildstrecke). Lächerliche 250 Milliamperestunden kann der speichern. Zum Vergleich: Aktuelle Smartphone-Akkus bieten eine locker zehnmal so grosse Kapazität – meist sogar mehr.

FILE - In this Nov. 19, 2007 file photo, Jeff Bezos, founder and CEO of Amazon, introduces the Kindle at a news conference in New York. Amazon launched at the dawn of the Web as an online bookseller twenty years ago on July 16, 1995. (AP Photo/Mark Lennihan, File)

Amazon-Boss Jeff Bezos: Der erste E-Reader war in den USA seit November 2007 erhältlich. Bild: Mark Lennihan/AP/KEYSTONE

Der Trend geht zum Zweitakku

Umso erstaunlicher ist, dass Amazon für den Oasis trotzdem eine Akkulaufzeit von zwei Wochen angibt. Und es sind sogar noch mehr, wenn man die mitgelieferte Schutzhülle benutzt. Steckt man den Reader in die mit verschiedenen Ledern bezogenen Cover, wird sein Akku von einem in die Hülle integrierten Zweitakku wieder aufgeladen.

In dieser Kombination soll man bis zu acht Wochen lang Bücher auf dem Gerät lesen können. Den verfügbaren Speicherplatz geben Amazons Manager nur mit «ausreichend für Tausende Bücher» an. In den technischen Daten wird das in 4 Gigabyte übersetzt.

Mehr Licht

Apropos Bücher: Dargestellt wird der Lesestoff auf einem Display, das dem des Kindle Voyage entspricht, 6 Zoll Diagonale hat und 300 Pixel pro Zoll anzeigt. Erfahrungsgemäss ermöglicht das ein angenehmes Lesen.

Genau wie beim Kindle Paperwhite und dem Voyage sorgen auch beim Oasis seitlich angebrachte LEDs für die Beleuchtung des Bildschirms, sodass man nicht auf externe Lichtquellen angewiesen ist und auch in vollkommener Dunkelheit darauf lesen kann. Die Ausleuchtung soll hier aber heller und gleichmässiger sein, weil die LEDs nicht unten am Display, sondern seitlich angebracht werden. So passen zehn statt sechs LEDs ins Gehäuse.

Wie immer gibt es auch den Oasis in zwei Varianten. Für 290 Euro wird eine Version angeboten, die sich per WLAN mit dem Internet verbindet. Das Modell mit zusätzlicher 3G-Mobilfunkanbindung kostet 350 Euro. Wie bei den Top-Modellen der Kindle-Familie üblich, arbeiten beide werbefrei. Bestellungen nimmt Amazon ab sofort an, die Auslieferung soll «in den kommenden Wochen» beginnen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • purzelifyable 18.04.2016 16:45
    Highlight Wenn der Typ auf dem Bild mitgelierfert wird, nehm ich nen Oasis!
    0 0 Melden
  • Launedernatur 17.04.2016 10:57
    Highlight Ist die Zwangsbindung an Amazon weggefallen, oder hielt man es einfach nicht für nötig das zu erwähnen? Ich hätte ohne dieses Wissen beinahe mal einen Kindle gekauft.
    8 2 Melden
    • smoe 17.04.2016 20:16
      Highlight Zwangsanbindung inwiefern? Registrieren muss man sich meines wissens nicht, und man kann auch eBooks, die man woanders gekauft hat aufspielen. Kindle, mobi sowie pdf Formate funktionieren out of the box und für epub gibt es gratis Software um sie zu konvertieren.

      Zumindest bei meinem 2014 gekauften Kindle Paperwhite.
      2 0 Melden
  • Mati 16.04.2016 23:11
    Highlight Interessant die Preisentwicklung der diversen Kindle-Modelle. Ca. $120 fürs Paperwhite, ca. $200 fürs Voyage und satte $290 fürs Oasis.

    Ich glaube, die e-Reader waren bis vor kurzem einfach zu günstig, und man kauft so ein Teil halt ein mal alle 4-5 Jahre (wenn überhaupt!). Ich glaube, im Vergleich zu anderen Gadgets, waren die e-Reader schon deutlich zu günstig platziert.

    Trotzdem, würde ich es mir schwer tun, knapp 300 Stutz auszugeben, auch wenn das neue Gerät selbst schon ganz cool ausschaut.
    9 0 Melden
  • bebby 16.04.2016 22:20
    Highlight Da es sich beim Kindle um die eink Technologie handelt, bei der nur Veränderungen Strom brauchen, braucht es auch keinen grossen Akku. Das war schon immer so. Ohne die abschaltbare Beleuchtung und wlan hält ein Kindle sehr lange.
    Eink eignet sich einfach noch nicht für Videos, aber zum Lesen ist das viel besser als led or oled.
    Unverständlich, dass Apple bei der smartwatch nicht auf eink setzt, dann würde die Uhr mehr als eine Woche halten.
    8 5 Melden
    • tomdance 17.04.2016 00:02
      Highlight Genau. Apple hat es verpasst. Pebble hat es erfolgreich umgesetzt. Und mein Kindle Papetwhite hält locker einen Monat durch.
      5 1 Melden

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