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HTC U Play (links) und HTC U Ultra. Je nach Licht schimmern die Farben in einem anderen Ton, da HTC Mineralien in die Rückseite aus Glas eingefügt hat.   bild: spiegel online

HTC hat das Smartphone enthüllt, das seine Farbe ändert – und zwei Displays besitzt

Mit Doppel-Display, künstlicher Intelligenz und edel schimmerndem Glasgehäuse sollen die neuen Smartphones von HTC punkten. Auf der CES in Las Vegas konnten wir die U Ultra und U Play genannten Geräte bereits kurz ausprobieren.

12.01.17, 12:05 12.01.17, 16:40

Matthias Kremp, las vegas / spiegel online

Ein Artikel von

Beim Design heben sich die neuen Smartphones von HTC angenehm vom gewohnten Aluminium-oder-Plastik-Einerlei ab. Die Front wird wie üblich vom Display und dessen schwarzer Einfassung dominiert. Der übrige Korpus ist von einer Glasoberfläche überzogen, die HTC Liquid Surface nennt. Das Besondere daran ist das mehrseitige Glas, in das bei der Herstellung verschiedene Mineralien eingelagert werden, um einen Eindruck von Tiefe und ein interessantes Schimmern zu erzeugen.

Aus rosa wird gold

Hier liegen die gleichen Handys: Je nach Licht wirken die Farben sehr unterschiedlich. Einzig die schwarze Variante zeigt kaum Farbveränderungen. Schiebe den Regler nach links und rechts, um die Aufnahmen zu vergleichen. bild: spiegel online

Beide Modelle sind in vier Farben erhältlich: Schwarz, Weiss, Blau und Rosa. Beim ersten Ausprobieren zeigte sich, dass die blauen und schwarzen Varianten halbwegs einfarbig bleiben, egal aus welcher Richtung man sie betrachtet. Die Farbtöne Weiss und Rosa hingegen changieren stark, je nachdem, woher das Licht kommt und welche Farbe es hat.

Das können die neuen Top-Smartphones von HTC

Der smarte Assistent erinnert ans Aufladen

Neben dem Design ist der HTC Sense Companion die wohl wichtigste Neuerung. Ähnlich wie der Google Assistant von Android 7.0 Nugat soll das auf künstlicher Intelligenz basierende System auf die jeweilige Situation abgestimmte Hinweise und Hilfestellungen geben. So soll er etwa morgens vorschlagen, dass man wetterfeste Kleidung anzieht, falls es laut Vorhersage Regen geben soll.

Vor allem aber soll sich der Companion mit der Zeit immer mehr an Vorlieben des Nutzers anpassen, indem es aus dessen Gewohnheiten lernt. So soll er beispielsweise eingehende Nachrichten nach und nach immer besser danach sortieren, was für den Nutzer wichtig ist. Eine ganz pragmatische Dienstleistung des Systems ist ausserdem, dass es etwa zum Aufladen des Handys auffordert, wenn es feststellt, dass die Akkuladung nicht mehr bis zum Abend ausreichen wird.

Doppel-Display und Ohrvermessung per Sonar

Mit dem Companion in direktem Zusammenhang steht auch das Zweitdisplay des U Ultra. Es liegt als schmaler Streifen direkt über dem Hauptbildschirm, hat eine Auflösung von 1080 mal 160 Pixeln. Es soll genutzt werden, um beispielsweise im Ruhezustand über Uhrzeit und neue Nachrichten zu informieren, soll aber auch vom Companion genutzt werden, um zur jeweiligen Situation passende Informationen anzuzeigen. Beim kurzen Test war nur die Funktion als Steuerleiste für den Musikplayer und als Symbolleiste zur Anzeige häufig genutzte Kontakte zu sehen.

Bisher einzigartig ist die Funktion U Sonic. Mit ihr wird der Klang der mitgelieferten Kopfhörer an das Innenohr des jeweiligen Benutzers angepasst. Dazu wird die Form des Innenohrs mit einer Art Sonarsignal akustisch vermessen. Mikrofone im Kopfhörer fangen die dabei reflektierten Schallwellen auf und erstellen auf Basis dieser Daten eine persönliche Klangkurve für jedes Ohr. Das Ergebnis hörte ich beim kurzen Test sehr gut an. Der Sound war nach dieser Kalibrierung kräftiger und brillanter, wies fettere Bässe und mehr Klarheit auf.

HTC U Ultra: Topmodell mit Saphirglas

Die übrige technische Ausstattung ist gut, weist aber keine Besonderheiten auf. Das U Ultra ist klar in der Oberklasse angesiedelt. Sein 5.7-Zoll-Hauptbildschirm zeigt 2560 x 1440 Pixel an, als Antrieb dient ein Quadcore-Prozessor mit 2.15 GHz. Eingebaut sind 64 GB Speicher, die per microSD-Karte erweiterbar sind. Als Betriebssystem wird das aktuellen Android 7.0 Nugat verwendet.

Die Hauptkamera des U Ultra hat 12 Megapixel und eine optische Bildstabilisierung, sie soll auch bei schwachem Licht gute Bilder machen. Im sonnigen Las Vegas liess sich das nicht überprüfen. Die Frontkamera weist 16 Megapixel auf.

Als Top-Modell bietet HTC eine Variante des U Ultra an, bei der das Display von besonders robustem Saphirglas geschützt wird und der Speicher auf 128 GB verdoppelt ist.

Das HTC U Ultra.

HTC U Play: Abgespecktes Mittelklasse-Modell

Bei U Play ist alles etwas kleiner gehalten. Der Bildschirm hat hier nur 5,2 Zoll und Full-HD-Auflösung. Beim Prozessor handelt es sich um ein schwächeres Achtkern-Modell, der Speicher ist mit nur 32 GB bestückt, aber ebenfalls erweiterbar. Beide Kameras haben 16 Megapixel. Statt Android 7.0 wird hier noch die alte Version 6.0 installiert.

Links das kleinere HTC U Play.

Entsprechend der Ausstattung und Verarbeitungsqualität sind die Preise, die HTC für die beiden neuen Geräte aufruft, wenig verwunderlich. Das HTC U Ultra mit 64 GB Speicher kostet offiziell 749 Franken, das HTC U Play mit 32 GB 449 Franken. Für das U Ultra Saphir Edition mit 128 GB Speicherplatz werden 849 Franken fällig. Im Handel dürften die Geräte wie immer etwas günstiger zu bekommen sein.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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23
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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MeineMeinung 12.01.2017 22:45
    Highlight Das Ding sieht ja wirklich hammer aus.
    Aber mich stött es einfach, dass alle neuen Handys so unnötig gross sind! Die kann man ja kaum mehr in der Hand halten
    Bin ich der einzige der das so sieht?
    16 4 Melden
    • Peter Rohr 14.01.2017 22:51
      Highlight es gibt auch kleinere Handys.Schau dich doch um...
      2 0 Melden
  • Süffu 12.01.2017 22:08
    Highlight Niemehr htc - etwas weniger robustes als das htc one hatte ich noch nie. Wenn das ganze jetzt noch aus glas ist... zerspringt doch schon im katalog.
    1 19 Melden
    • bonell 13.01.2017 00:16
      Highlight https://curved.de/news/htc-10-von-tester-zum-widerstandsfaehigsten-smartphone-2016-gekuert-443948
      2 1 Melden
    • john benz 13.01.2017 09:30
      Highlight Kann mich dir leider nicht anschliessen...
      Hatte vorher viele Natels wie iPhone, Samsung etc.
      Die mit Abstand stabilsten Handys waren bei mir die HTCs (M7 und M8)
      Sehen gegen Ende immer aus wie Sau, aber das Display und alle Funktionen blieben heil.
      6 0 Melden
  • Neuromancer 12.01.2017 21:07
    Highlight Companion? Dieser Assistent sollte eigentlich Capt. Obvious heissen...😁
    3 0 Melden
  • Donald 12.01.2017 20:53
    Highlight Ich mag matt.
    3 0 Melden
  • InfinityLoop 12.01.2017 20:21
    Highlight Dad nannte man vor 20 Jahren Flip/Flop-Lack bei den Autos.Und schon damals sah es meistens völlig Scheisse aus😕
    10 1 Melden
  • Raembe 12.01.2017 17:43
    Highlight Will haben😍😍😍
    10 1 Melden
  • Toerpe Zwerg 12.01.2017 15:27
    Highlight "Der übrige Korpus ist von einer Glasoberfläche überzogen, die HTC Liquid Surface nennt. Das Besondere daran ist das mehrseitige Glas, in das bei der Herstellung verschiedene Mineralien eingelagert werden, um einen Eindruck von Tiefe und ein interessantes Schimmern zu erzeugen."

    Schaut sicher geil aus in der Schutzhülle ...
    39 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 12.01.2017 14:50
    Highlight WOW!!!!!

    Moment... habe ich bei meinem grünen S6 Edge schon seit bald 2 Jahren. Von dunkelgrün bis leuchtendem grellen Grün - je nach Lichteinfall und Blickwinkel.
    13 14 Melden
    • MeineMeinung 12.01.2017 22:49
      Highlight Nur das bei deinem Samsung die Rückseite aus Plastik ist und nicht Glas
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.01.2017 09:17
      Highlight Die Farbe ändert sich trotzdem.
      3 0 Melden
  • bildner 12.01.2017 14:30
    Highlight Sieht aus wie eine Mischung aus dem LG V20 und dem Samsung Note 7....
    7 3 Melden
  • Phipsli 12.01.2017 13:51
    Highlight Glas ist rutschig und fühlt sich meiner Meinung nach nicht besonders angenehm an. Am Schluss muss man es trotzdem wieder in eine Hülle stecken, weil einem sonst das Ding aus der Hand flutscht....
    24 9 Melden
  • knight 12.01.2017 13:40
    Highlight die Rückseite ist ja 1:1 die selbe wie beim Samsung Galaxy s7...
    6 20 Melden
    • MeineMeinung 12.01.2017 22:42
      Highlight Es gibt ja auch so viele verschiedeme möglichkeiten eine handyrückseite zu gestallten!
      4 0 Melden
    • knight 13.01.2017 08:28
      Highlight ja gut, stimmt haha.
      0 0 Melden
  • Tiny Rick 12.01.2017 13:29
    Highlight Wieso ist auf dem günstigeren Android 6 installiert?! Ich meine, ich verstehe das man in einem günstigeren Gerät gewisse Hardware Features nicht verbaut aber veraltete Software? Ist doch ein Witz. Deshalb würde ich mir nie ein Android Gerät hollen. Wenn dann ein pures Android.
    31 8 Melden
    • wasylon 12.01.2017 14:26
      Highlight Das liegt am MediaTek Prozessor für den es noch keine Android 7 Treiber gibt.
      10 2 Melden
    • Tiny Rick 12.01.2017 15:24
      Highlight Danke für die Aufklärung. Trotzdem traurig das ein OS welches glaube ich Ende 2015 rauskam, auf ein neues Gerät im 2017 gespielt werden muss.
      9 3 Melden
    • Adrian Aulbach 12.01.2017 21:42
      Highlight Wen interessierts, von wann das OS ist? Entscheidend ist, wie lange man noch Sicherheitsupdates erhält (Ja, diesbezüglich sind einige Android-Hersteller nicht vorbildlich)
      Solange das neuste iOS keine Funktionen bietet, die Android 6 nicht schon hat, ist nicht die neuste Android-Version zu haben kein Grund gegen ein Android-Gerät.
      2 2 Melden
  • DailyGuy 12.01.2017 12:39
    Highlight Weiss jemand ob das Glas ganz aus Saphir besteht oder ein Saphir coating hat? Pures Saphir Glas ist besonders Kratzresistent aber leider extrem brüchig.
    16 3 Melden

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