Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
NEW YORK, NY - JUNE 12:  A general view of the Samsung Galaxy Tab S global premiere event at the Theater at Madison Square Garden on June 12, 2014 in New York City.  (Photo by Bryan Bedder/Getty Images for Samsung)

Bild: Getty Images North America

Samsung Galaxy Tab S

Achtung, Apple! Hier wird's gefährlich

Mit grossem Tamtam hat Samsung in New York seine neuen Tablet-Topmodelle vorgestellt. Sie sind dünner, leichter und deutlich billiger als die iPads. Sind sie auch besser? Wir haben es ausprobiert.

13.06.14, 07:51 13.06.14, 08:51

Matthias Kremp, New York / Spiegel Online

Ein Artikel von

Samsung hat es gerne gross. Reichte dem Konzern 2013 noch die Radio City Music Hall in New York, um das Highend-Handy Galaxy S5 vorzustellen, wurde für die Vorstellung der beiden neuen Tablet-Rechner vom Typ Galaxy Tab S gleich der Madison Square Garden angemietet. Am Vorabend hatten dort noch die New York Rangers vor Tausenden Zuschauern gegen die Mannschaft aus Los Angeles Eishockey gespielt. Das opulente Umfeld soll offensichtlich signalisieren: «Was wir euch hier heute zeigen, ist uns wichtig. Sehr wichtig.»

Besonders überraschend war es dann nicht, was die Koreaner auf der riesigen Bühne präsentierten: Längst waren fast alle technischen Daten durchgesickert, Blogger hatten Fotos des Geräts zugespielt bekommen und verbreitet. Doch Daten und Bilder vermitteln eben nicht, was so ein Gerät wirklich ausmacht, also wie es sich anfühlt, wie es reagiert und ob es Spass macht, damit umzugehen. Ich hatte am Rande der Veranstaltung in New York eine erste Gelegenheit, genau das in Erfahrung zu bringen.

Dabei fielen mir als erstes die Bildschirme auf: Ein Effekt, der von Samsung gewollt ist und den die Mitarbeiter zu verstärken versuchten, indem sie mehrere der neuen Geräte so aufgebaut hatten, dass die Unterschiede zu herkömmlichen LCD-Bildschirmen besonders deutlich auffielen. Immerhin, das muss man positiv vermerken, wurden stets nur andere Samsung-Tablets zum Vergleich aufgebaut und nicht etwa Konkurrenzprodukte

Bild: Getty Images North America

Der Fünf-Kreditkarten-Bildschirm

Bei diesen Vergleichen wurde deutlich, was die neuen Bildschirme ausmacht, die trotz unterschiedlicher Größe – 8,4 oder 10,5 Zoll – dieselbe hohe Auflösung von 2560 mal 1600 Bildpunkten anzeigen:

• Sie weisen extrem hohe Kontraste auf, zeigen sehr tiefes Schwarz und helles Weiss an.

• Farben wirken sehr stark. Laut Samsung ist der Farbumfang der verwendeten LED-Technik größer als bei LCD-Bildschirmen. Vor allem die in Landschaftsaufnahmen häufig vorkommenden Farbtöne Rot, Blau und Grün profitieren davon. 

• Der seitliche Blickwinkel ist sehr gross. Selbst wenn man fast horizontal darauf schaut, bleiben Farben stabil und die Schrift scharf. 

• Mithilfe eines Lichtsensors werden Farbumfang, Sättigung und Schärfe in Abhängigkeit vom Umgebungslicht geregelt. Bei Kerzenlicht zeigt der Bildschirm Bilder also anders an als im Sonnenschein. Die Ergebnisse sind beeindruckend.

Auch für die Konstruktion ist die von Samsung entwickelte Super-Amoled-Technik wichtig. Eine Designerin erklärte, nur damit sei es möglich, die Geräte so schlank zu bauen, wie sie sind: 6,6 Millimeter sind die beiden Modelle dick, also noch mal einen Hauch dünner als Apples iPad Air. Samsung protzt, dass sei so dünn wie fünf Kreditkarten. Ich musste allerdings sieben solcher Karten stapeln, um auf dieselbe Höhe zu kommen (siehe Bildergalerie). Zugegeben, so viele Kreditkarten besitze ich gar nicht, weshalb ich auch ein paar Kundenkarten stapelte.

Bild: Getty Images North America

Ein bisschen dünner, ein bisschen leichter 

Trotzdem sind beide Tablet-Versionen sehr schlank, fühlen sich deshalb aber nicht empfindlich an. Wer dem dünnen Schein nicht trauen mag, kann sich eine der von Samsung als Zubehör angebotenen Hüllen zulegen, die Schutz bieten sollen. Dafür haben sich die Designer ein neues Klicksystem ausgedacht, das Hülle und Gerät anders als bei den iPads nicht mit Magneten, sondern mechanisch stabil miteinander verbindet. 

Neben dem schlanken Auftritt beeindruckt das geringe Gewicht der beiden Galaxy Tab S: Das 10,5-Zoll-Modell wiegt nur 465 Gramm, die 8,4-Zoll-Variante 294 Gramm. Damit sind sie leichter als die Gegenstücke vom Hauptkonkurrenten Apple, das iPad Air und das iPad mini mit Retina Display. Mit blosser Hand spürbar ist der Unterschied nicht. 

Mit Kampfpreisen gegen Apple 

Die Markteinführung der beiden superdünnen Tablets soll im Juli erfolgen. Die Preise liegen dann bei 399 Euro für das Galaxy Tab S 8.4 und bei 499 Euro für das Galaxy Tab S 10.5, jeweils in der Version mit W-Lan und 16 GB eingebautem Speicher. Für ein integriertes LTE-Modul werden 100 Euro Aufpreis fällig, Varianten mit mehr Speicher soll es nicht geben, doch lassen sich die Geräte leicht per microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitern.

Bild: Getty Images North America

Mit dieser Ausstattung und diesen Preisen bietet Samsung derzeit die attraktivsten Android-Tablets an. Die Bildschirme sind dem ersten Augenschein nach herausragend gut, die Technik schnell und auf dem neusten Stand.

Aber vor allem in puncto Kaufpreis werden die Galaxy Tab S den Apple-iPads Konkurrenz machen: Bei Samsung kann man einiges sparen, vor allem, wenn man viel Speicher braucht, der bei iPads sehr teuer ist. Wer Android als Tablet-Betriebssystem mag, dem dürfte die Wahl also leicht fallen.

Video: YouTube

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • alessandro 13.06.2014 10:15
    Highlight Vor allem die Option der MikroSD Karte ist mehr als nur fair, wenn man bedenkt, dass beim iPad hauptsächliche Preisunterschiede durch die unterschiedlichen Speicherkapazitäten zustande kommen. Eine Frechheit wenn man bedenkt was eine 64GB Speicherkarte kostet...
    1 0 Melden
    • The Destiny 13.06.2014 11:43
      Highlight Ich kenne auch eine gute Option, weder Samsung noch Apple kaufen. Gutes Design mit Android bekommt man bei Sony, als Phablet würde ich Xperia Z Ultra empfehlen, allerdings kommt davon wohl eine neue Version im Herbst! Für Tablets
      empfehle ich das Xperia Tablet Z2 das Ist allerdings bereits in der 10" grösse, Wasserdicht und in der CH bei Sony ab 550 Fr erhältlich.
      0 0 Melden

Das musst du über das Galaxy S9 wissen

Am Sonntag präsentiert Samsung das Galaxy S9 und S9 Plus. Wie es aussieht und was es kann, ist schon jetzt bekannt. Doch ein wichtiges Geheimnis konnten die Südkoreaner bis jetzt für sich behalten. 

Eigentlich möchten Firmen wie Samsung Journalisten, Kunden und Investoren mit aufwändigen Smartphone-Enthüllungen überraschen und bestenfalls beeindrucken. So richtig gelingen wird dies allerdings auch 2018 nicht. Das deutsche Techportal Winfuture hat bereits am Montag fast alle Informationen zum Galaxy S9 durchsickern lassen. 

Ganz einfach. Ein Nutzer auf Reddit hat es geschafft, Samsungs offizielle Unpacked-App zur Galaxy-Enthüllung zu «hacken» und so vorzeitig an die Daten des S9 …

Artikel lesen