Digital

Apple-User aufgemerkt: IBM will eure Gesundheitsdaten zu Geld machen

14.04.15, 05:03 14.04.15, 08:23

Der weltgrösste IT-Dienstleister IBM vertieft seine Partnerschaft mit Apple bei der Nutzung von Gesundheitsinformationen. Mit einer eigenen Firma will IBM Informationen rund um das Wohlbefinden auf Millionen von Apple-Geräten auswerten.

Die Informationen sollen dann Gesundheitskonzernen wie Johnson & Johnson und Medtronic angeboten werden, wie IBM am Montag mitteilte. Die neue Firma soll ihren Hauptsitz in Boston haben und rund 2000 Mitarbeiter beschäftigen. 

Mittels Geräten wie dem iPhone oder der Apple Watch können Nutzer ihren Puls, Cholesterinwert oder verbrannte Kalorien aufzeichnen. Diese Daten sollen anschliessend über eine App von IBM an einen Online-Datenspeicher vermittelt und anschliessend weitergegeben werden. 

Das Geschäft mit Daten von Smartphone-Nutzern ist begehrt, der Markt hart umkämpft. Gleichzeitig besteht vielerorts der Verdacht, dass die Unternehmen nicht sorgfältig genug mit der Datensicherheit umgehen. 

IBM-Manager Michael Rhodin zeigt sich in der Financial Times überzeugt, dass vor allem jüngere Nutzer ihre Daten zur Verfügung stellen. «Die Generation, die die Apple Watch kauft, ist interessiert an Daten-Philantropie», sagte Rhodin.

Zudem habe IBM mit Explorys und Phytel zwei Gesellschaften gekauft, die ihre Fähigkeiten bei der Analyse von Gesundheitsdaten einbringen werden, hiess es weiter. IBM arbeitet mit Apple bereits bei zahlreichen Unternehmens-Anwendungen zusammen. (feb/sda/Reuters)

Das sind die ersten Apps der Apple Watch

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    Alle Leser-Kommentare
  • Statler 14.04.2015 08:10
    Highlight Hatte Cook nicht versichert, dass er unsere Daten nicht verkaufen werde? Honi soit, qui mal y pense...
    4 0 Melden
    • Der Tom 14.04.2015 17:10
      Highlight Das macht er doch auch gar nicht! Er lässt das von IBM erledigen.
      0 0 Melden
  • Der Tom 14.04.2015 07:59
    Highlight Das wird kaum ohne Einwilligung der Benutzer geschehen. Oder dann höchstens anonym.
    4 6 Melden
    • EvilBetty 14.04.2015 08:49
      Highlight So etwas wie Anonym gibt es nicht mehr. Wenn erstmal genügend Daten einer Person gesammelt wurden, lässt sich auch der Name problemlos zuweisen.
      6 2 Melden
    • Der Tom 14.04.2015 09:28
      Highlight Ja natürlich aber das ist ein anderes Thema. Ich finde den Titel und den ganzen Beitrag zu reisserisch oder hetzerisch oder bashisch (Neues Wort erfunden!) Man findet den gleichen Artikel überall im Netz.
      1 2 Melden
    • EvilBetty 14.04.2015 09:54
      Highlight Ja natürlich, der Datenhandel ist ein generelles «Problem». Hier wurden halt wieder einmal zwei grosse Markennamen genutzt die jeder kennt und ein kleiner Seitenhieb gegen Apple, damit die Android Nutzer bisschen beruhigt werden ;-)
      1 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.04.2015 07:35
    Highlight Die Konsequenz dieser Geschäftspraktiken könnte sein, dass irgendwann eine Krankenkasse sagt, sie würden nicht zahlen, weil das tägliche Fitnesssoll nicht erreicht wurde. Aber eine US-Firma kann solche Zusammenhänge schwer herstellen, hatten die Amerikaner doch bis vor kurzem keine obligatorische Krankenversicherung.
    5 2 Melden
    • just sayin' 14.04.2015 11:37
      Highlight wenn der geneigte leser sich mit dem thema richtig auseinandersetzt merkt er, dass apple (mit partnern) hier etwas ziemlich cooles angerissen hat.

      breiter abgestützte studien, einbezug von neuartigen daten (symptome die über verdächtige bewegungsmuster, zittern etc. erkannt werden können) bis hin zu proaktive information der teilnehmer, dass eventuell ein medizinisches problem vorliegen könnte - das ist die zukunft.

      da nützt alles apple-bashing nix. wir treffen uns in einem jahr wieder, wenn alle anderen unternehmen auf den (bereits angefahren) zug aufspringen wollen und portale wie watson dann einfach schweigen.
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  • Zap 14.04.2015 07:29
    Highlight Für mich ist es keine Überraschung, dass die gesammelte Daten verkauft werden. Stolz berichteten auch Schweizer Spitäler, dass sie Tablets bei der Patientenbetreuung einsetzen. Zusammen ergibt sich so ein umfassender Datensatz für den sich Pharma Unternehmen, Arbeitgeber, Versicherungen etc interessieren. Nächster Schritt ist, die Leute zu verpflichten die Daten bereit zu stellen.
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    • stadtzuercher 14.04.2015 08:36
      Highlight Zap, normalerweise geht das viel subtiler, ohne Zwang. Zum Beispiel gilt der günstige Preis bloss inkl. Datenlieferungseinverständnis (der Normaldumme wird dann sagen: Ich habe ja nichts zu verstecken....). Wenn du die Daten nicht liefern willst, dann kostet Krankenkasse oder Versicherung mehr.
      2 0 Melden
    • EvilBetty 14.04.2015 08:51
      Highlight Oder denen die es tun einen «Rabatt» zu gewähren, sprich für alle anderen die Prämien zu erhöhen.
      3 0 Melden
    • huehnliontour 14.04.2015 09:58
      Highlight die Tablets in der Patientenbetreuung werden hauptsächlich dazu genutzt die Essensbestellungen aufzunehmen.
      1 0 Melden
    • just sayin' 14.04.2015 11:38
      Highlight immer diese "bösen" tablets
      0 0 Melden

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