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SHENZHEN, CHINA - NOVEMBER 28:  Workers put up scaffolding on a building owned by the contract manufacturer Foxconn International Holdings Ltd on November 28, 2010 in Shenzhen, China. According to the US Commercial Service, Shenzhen is one of the fastest growing cities in the world. Home of the Shenzhen Stock Exchange and the headquarters of numerous technology companies, the now bustling former fishing village is considered southern China's major financial centre.  (Photo by Daniel Berehulak/Getty Images)

Bild: Getty Images AsiaPac

Apple-Zulieferer in China

Foxconn macht ernst: Zehntausende Arbeiter werden durch Roboter ersetzt

Die nächsten iPad- und iPhone-Generationen werden möglicherweise nicht mehr von Menschen montiert. Berichten aus China zufolge macht Zulieferer Foxconn ernst und ersetzt einen Teil seiner Millionen-Belegschaft durch Maschinen. 

08.07.14, 11:28

Ein Artikel von

Foxconn, Chinas grösster privater Arbeitgeber und weltweit einer der grössten Zulieferer im High-Tech-Bereich, will demnächst mit dem Einsatz von Produktionsrobotern beginnen. Die Maschinen sollen in Fertigungsstrassen Geräte montieren, die in einer Reihe von Fabriken in China hergestellt werden.

Wie «IT Home» berichtet, hat Unternehmenschef Terry Gou auf der jährlichen Aktionärsversammlung der Foxconn-Muttergesellschaft Hon Hai verkündet, die letzte Testphase sei abgeschlossen. In Bälde sollten 10'000 Fertigungsroboter zu einem Stückpreis von etwa 20'000 bis 25'000 Dollar angeschafft werden.

Als erster Grosskunde werde Apple in den Genuss der Technisierung kommen. Die neuen Roboter, die laut Gou derzeit in der abschliessenden Testphase seien, sollen unter anderem iPads und das kommende iPhone 6 zusammensetzen.

Wie viel hat Apple bezahlt?

Bei der Entwicklung der Foxbots könnte Apple mit Foxconn zusammengearbeitet haben. «Business Insider» weist auf Apples Jahresbericht von 2013 hin, in dem unter anderem die Investition von 10,5 Milliarden Dollar für «fortgeschrittene Zuliefertechnik» ausgewiesen werden. Ein Teil dieser Summe sei direkt in weiterentwickelte Maschinenteile gegangen, darunter auch Fertigungsroboter.

Die geplante Anschaffung von 10'000 Geräten sei dabei nur der Anfang, später könnten noch weitere in den Fabriken eingesetzt werden. Tatsächlich gehen die erstmals 2011 angekündigten Automatisierungspläne der Taiwaner noch viel weiter. Damals meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, Foxconn wolle im Verlauf der folgenden drei Jahre eine Million Industrieroboter anschaffen. Das Unternehmen wolle mit den Maschinen einen Teil seiner 1,2 Millionen Beschäftigten ersetzen.

Seit Jahren in der Kritik

Zuvor hatte der Konzern vor allem wegen der Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken im Zentrum der Aufmerksamkeit gestanden. Binnen weniger Monate hatten sich 2010 mehrere Angestellte das Leben genommen. Als Gründe für die vielen Selbstmorde wurden lange Arbeitszeiten, hoher Druck, niedrige Bezahlung, strenge Disziplin und schlechte Behandlung durch Vorgesetzte vermutet.

(meu)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 08.07.2014 17:26
    Highlight Ich staune. Eigentlich sollten die gleichen Roboter in den USA gleich effizient arbeiten können wie in China. In den USA mögen die Steuern etwas höher sein, die wenigen Mitarbeitenden mit höheren Löhnen sollten nicht mehr so schwer ins Gewicht fallen und die Energie ist billiger geworden. Hat China die bessere Lieferkette und kann global günstiger liefern? Ich dachte dass die USA eine Postindustrialisierung anstrebt und im globalen Wettbewerb auf Roboter setzt, die die gleiche Arbeit gleich "günstig" verrichten können (und die Appleproduktion über den Mac hinaus in die USA holen möchte). Hat die USA Foxconn die Roboter geliefert? Für mich ist Tesla so ein Beispiel, wo man mit hohem Automatisierungsgrad in den USA produzieren kann. Mit gutem Marketing schaffen sie es Marken aufzubauen, für die man höhere Preise zu zahlen bereit ist. Das gilt auch für Europa und der Schweiz. Hohe Automatisierung bei der Produktion ist der Schlüssel, wenn man industriell mitmachen möchte. Gesellschaftspolitisch wird das die Arbeitslosigkeit steigen lassen und man müsste die Roboterarbeit besteuern (verteuern) oder man lässt die Probleme im Ausland und sourced mit den Aufträgen auch die sozialen Spannungen aus.
    1 0 Melden

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