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Einfach mal den Anbieter wechseln

Apples neue SIM-Karte – ein revolutionäres Feature, mit dem man viel Geld sparen könnte

Quasi im Vorbeigehen hat Apple sein neues iPad mit einer vielversprechenden Funktion ausgestattet: Mit der Apple SIM kann zwischen Mobilfunk-Anbietern gewechselt werden. Die Netzbetreiber hatten sich bislang dagegen gewehrt. 

17.10.14, 10:59 17.10.14, 15:17

Ein Artikel von

Kein Wort verlor Apple bei seiner iPad-Show am Donnerstagabend über seine neue SIM-Karte. Dabei könnte das neue iPad mit dieser Funktion das Geschäft der Telekom-Branche verändern. Denn die SIM-Karte lässt sich umprogrammieren. So kann man mit dieser Karte ohne Aufwand zwischen verschiedenen Netzbetreibern wechseln. 

Das funktioniert zunächst nur bei insgesamt vier teilnehmenden Mobilfunk-Anbietern in den USA und Grossbritannien. Weitere Netzbetreiber und Regionen dürften aber folgen.

Es wurde nicht viel Aufhebens gemacht um die neue Funktion. Nicht auf der Bühne, sondern lediglich auf Apples Website steht unter den Geräte-Spezifikationen, dass das iPad Air 2 über die neue Funktion verfügt.

Roaming-Gebühren vermeiden

Solche per Funk umprogrammierbaren SIM-Karten sind nicht neu, sondern wurden schon vor einiger Zeit entwickelt. Sie kamen bisher aber eher in Technik wie Autos mit Internet-Anschluss zum Einsatz. Die Idee ist, dass man keine Chips wechseln muss, wenn die Fahrzeuge in verschiedene Weltregionen geliefert werden. 

Ausserdem kann man so Roaming-Gebühren vermeiden, wenn man in einem anderen Land unterwegs ist – die SIM kann einfach auf einen lokalen Anbieter umgestellt werden.

Und die Schweiz?

Das Prinzip der Multi-SIM-Karte erscheint aus Nutzersicht bestechend. Noch ist das neue Feature aber auf die Apple-Kunden in den USA und Grossbritannien beschränkt. Wann die Apple SIM in der Schweiz Einzug hält, ist offen. Swisscom erklärt auf Anfrage, dass die Standardisierung der sogenannten eSIM-Technologie noch nicht abgeschlossen sei. Man schaue sich diese sehr genau an und bereite sich darauf vor. «Die Lösung von Apple ist ein Zwischenschritt in diese Richtung», teilt die Medienstelle mit. Swisscom schaue es mit mehreren Geräte-Herstellern an. Wann damit in der Schweiz zu rechnen ist, könne man derzeit noch nicht sagen. «Gespräche laufen parallel zum Standardisierungsverfahren.» (dsc)

Betreiber haben sich wohl gegen so eine Karte gewehrt 

In Branchenkreisen war schon seit einiger Zeit zu hören, dass Apple solche SIM-Karten gern in seinen Mobilgeräten einsetzen würde, aber sich Mobilfunk-Betreiber dagegen gewehrt hätten. Sie legten demnach Wert darauf, die Beziehung zum Kunden über die Ausgabe der kleinen Chips unter Kontrolle zu behalten. Ihre Sorge sei gewesen, dass die Kunden mit einer umprogrammierbaren SIM-Karte viel häufiger den Netzbetreiber wechseln würden.

Genau das dürfte eintreten, wenn sich die neue Technologie durchsetzt. Gerade auf Reisen ins Ausland kann es sehr praktisch sein, einfach mit ein paar Wischbewegungen den Anbieter zu wechseln. Offenbar haben die Kunden die Wahl zwischen verschiedenen Kurzzeit-Verträgen und müssen sich so nicht mehr für lange Zeit auf einen Anbieter und ein Netz festlegen.

Doch auch wenn künftig wohl die Bindung an einen bestimmten Anbieter wegfällt – die Bindung an Apple wird für Kunden mit der hauseigenen SIM-Karte noch einmal enger. Die Apple SIM wird zunächst in den USA und Grossbritannien von den Anbietern AT&T , Sprint, T-Mobile und EE unterstützt.

(juh/dpa)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 17.10.2014 21:00
    Highlight Apple schert sich also wiedermal einen Feuchten um Standards und kocht ein eigenes Süppchen. Na bravo.
    5 12 Melden
    • EvilBetty 18.10.2014 22:06
      Highlight Haters gonna hate...
      2 2 Melden
    • Alnothur 19.10.2014 18:12
      Highlight ja genau, ist ja ganz Toll, dass Apple den in der Entwicklung befindlichen Standard ignoriert,nicht wahr? Dafür sollten sie eine Auszeichnung erhalten!
      4 1 Melden
    • EvilBetty 20.10.2014 00:13
      Highlight Wieso regen sie sich so auf? Zwingt sie doch niemand ein Appleprodukt zu kaufen? Hauptsache rum flamen. Ich behaupte jetzt einfach mal dass sie ein Android Benutzer sind. Stimmts?
      2 0 Melden
  • tower204 17.10.2014 14:29
    Highlight Das Bringt ja nur was wenn man Sein Smartphone ohne Vertrag kauft. Wer kauft sich schon ein Smartphone ohne Vertrag. Also ich hab noch nie den Vollen Preis bezahlt.
    2 18 Melden
    • Genti 17.10.2014 15:30
      Highlight Ich kaufe meine Telefone immer ohne Vertrag. Wer mit Vertrag kauft, legt drauf. Schon mal ausgerechnet?
      13 0 Melden
    • tower204 17.10.2014 17:41
      Highlight Also bin gespant bin viel Telefonierer, brauche zusätzliches ein grosses Datenvolume da ich viel Zug fahre, und öfters mein Smartphone als Hotspot nütze.
      0 0 Melden
    • EinePrieseR 18.10.2014 08:53
      Highlight Für wenig Nutzer lohnt sich ein Abo nicht. Zahle mit Prepaid 15 Fr. im Monat inkl. Datenguthaben. Daher kaufe ich mein iPhone ohne Vertrag. Brauche auch nicht alle 2 Jahre ein neues. Bin gerade vom iPhone 4 aufs 6 umgestiegen..
      3 0 Melden
  • flubi 17.10.2014 13:44
    Highlight Vermutlich wehren sich unsere Netzbetreiber in der Schweiz bis zum geht nicht mehr.
    13 3 Melden
  • Migu Schweiz 17.10.2014 13:09
    Highlight Apple muss die eSim schon jetzt einbauen, da die Zeit zwischen neuen modellen ein Jahr und mehr beträgt. Nächstes Jahr im Frühling wird Sony das auch in Phones und Tablets haben, und Apples iPhones werden wieder einmal 6 Monate hinterherhinken. As usual.
    5 13 Melden
    • Michael Mettler 17.10.2014 13:33
      Highlight Stimmt: Apple hinkt hinterher. Dafür haben Sie finanziellen Erfolg (was in diesem Geschäft von Vorteil ist).
      13 2 Melden
    • Der Tom 17.10.2014 13:45
      Highlight Was hinkt Apple denn hinterher? Könnt ihr das beschreiben?
      8 3 Melden
    • Michael Mettler 17.10.2014 20:35
      Highlight @der Tom:
      Sagen wir es so, apple wartet bis das gerät markttauglich ist und bringt es dann auf den markt - siehe applewatch
      8 1 Melden

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