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Apple wirft gefährliche Werbeblocker aus dem App Store

iOS 9 erlaubt erstmals Apps, die Werbung blockieren. Nun hat der Konzern Programme aus seinem App Store entfernt, die Werbebanner auch in Apples eigenen Apps blockieren. Die Begründung: Sicherheitsprobleme.

09.10.15, 16:53


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Apple begründet seine Entscheidung, bestimmte Programme aus dem App Store zu werfen, mit Sicherheitserwägungen. Seit der Einführung von iOS 9 gibt es für iPhones und iPads die Möglichkeit, im Apple-Browser Safari solche Werbeblocker zu installieren. Innerhalb von Apps - also auch innerhalb von Apples hauseigenem Angebot Apple News - funktionieren diese Browsererweiterungen aber nicht. Die nun entfernten Programme sollten das ändern.

Werbeblocker wie das Anfang Oktober heftig diskutierte Programm Been Choice benötigen dazu sogenannte Root-Zertifikate. Damit sollen sie in der Lage sein, Werbung in anderen Apps zu blockieren, nicht nur im Browser. Diese Zertifikate, das teilte Apple laut «iMore» mit, gefährdeten aber die Sicherheit der Nutzer: «Sie ermöglichen die Überwachung von Netzwerkdaten des Kunden, die wiederum genutzt werden können, um Sicherheitslösungen auf Basis von SSL/TLS auszuhebeln.» SSL/TLS ist ein Sicherheitsstandard, der es ermöglicht, Daten zwischen Website und Endgerät verschlüsselt auszutauschen.

Einige der Werbeblockierer sollen sich für «App-in-the-Middle»-Angriffe geeignet haben.
Screenshot: via heise

Konkret könnten die App-Betreiber das Surfverhalten der Nutzer überwachen und auch eigene Inhalte unbemerkt einschleusen - so etwas nennt man eine Man-in-the-Middle-Attacke. Extrem invasiv sind solche Apps aber auch ohne solche kriminellen Massnahmen: Sie müssen den gesamten Netzwerkverkehr eines Smartphones oder Tablets analysieren, um zu erkennen, welche Daten von Werbeanzeigen stammen, um diese dann blockieren zu können. Gerade im Zusammenhang mit sicherheitsrelevanten Anwendungen wie Online-Banking ist das durchaus bedenklich.

Unklar ist, warum Apple die entsprechenden Apps zunächst überhaupt zugelassen hat. Die Betreiber von Been Choice haben mittlerweile angekündigt, sie würden das eigene Angebot so verändern, dass es wieder mit Apples Regeln vereinbar sei.

Apples Adblocker-Öffnung ist auch aus anderen Gründen umstritten: Medien-Websites können auf i-Geräten nun im Browser von Werbung befreit werden, innerhalb von Apps wie watson aber verschwindet die Werbung nicht - auch nicht in Apples eigener News-App. Dabei wird es nun vorläufig bleiben: Manche iPhone-Nutzer werden sich das WWW werbefrei machen und den von ihnen besuchten Websites damit Einnahmen entziehen. In-App-Werbung aber bleibt vorerst, wie sie ist. Es bleibt für Medienhäuser also attraktiv, in Apple News vertreten zu sein - denn dort wird ihre Werbung zumindest sicher ausgeliefert.

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cis

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