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Zwei junge Briten und ein YouTube-Video

Ärger im Apple Store: Jugendliche verbiegen iPhone und filmen sich dabei

In mehreren Apple-Läden haben Kunden versucht, das iPhone 6 Plus zu verbiegen. Zwei britische Jugendliche haben sich dabei sogar gefilmt und das Video veröffentlicht. Tja, selbst schuld.

Ein Artikel von

Spiegel Online

«Ich habe alle Kommentare gelesen, alles, was auf jeder beschissenen Website steht, ich habe alles gelesen. Ja, wir sind sind verdammt dumme Zurückgebliebene, das weiss ich.» 

Das sagt einer der Jugendlichen, die am Montag mit einem YouTube-Video zu Netzberühmtheiten wurden. In dem Clip zu sehen: Zwei junge Briten, die ein iPhone 6 Plus verbiegen – in aller Öffentlichkeit, in einem Apple Store.

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Dieser Film wurde den beiden zum Verhängnis. video: youtube

«Also, ihr filmt euch beim Verbiegen von Apples Eigentum, ladet das auf YouTube hoch und zeigt dabei auch noch eure Gesichter?», lautet der derzeit populärste Kommentar unter einer Kopie des Videos. «Meine Güte, verdammt verblüffend, dass jemand so dumm sein konnte.» 

Im Laden hatten sich die nach eigenen Angaben 15-Jährigen mehrfach beim Biegen desselben iPhone 6 Plus gefilmt. Mit ihrer eigenen Smartphonekamera hielten sie fest, wie das Ausstellungsgerät zumindest unter hohem Druck seine Form verändert. Am Ende des Clips sprechen die Jugendlichen sogar noch mit einem Apple-Store-Mitarbeiter, der das Biegeproblem als Gerücht abtut.

Das Ur-Biegevideo kommt auf 46 Millionen Klicks 

Im Netz hat sich das ebenso dreiste wie naive Video schnell verbreitet, unter Titeln wie «Trottel verbiegen ein iPhone 6 Plus im Apple Store». Die Verbiege-Aktion spielt auf einen anderen YouTube-Clip an, der seit vergangenem Dienstag Klick um Klick sammelt. Mittlerweile wurde das Test-Video «iPhone 6 Plus Bend Test» mehr als 46 Millionen Mal aufgerufen. Darin wurde allerdings ein rechtmässig erworbenes Handy verbogen.

Neben den Jugendlichen scheint der «Bend Test» auch andere Apple-Store-Besucher motiviert zu haben, Hand an eins der neuen Geräte anzulegen. So hat beispielsweise das Magazin Business Insider den Bericht eines Bloggers veröffentlicht, der aus der Ich-Perspektive beschreibt, wie er in einen Apple Store geht und ein iPhone 6 Plus verbiegt – was neben ihm angeblich auch andere Kunden versuchen, unbeachtet vom Personal.

Der Techblog Gizmodo appelliert an seine Leser, die Finger von fremden iPhones zu lassen: «Privateigentum kaputtzumachen, beweist überhaupt nichts, ausser, dass du ein Arschloch bist», heisst es in einem Artikel zu den Biegeversuchen.

Die britischen Jugendlichen haben sich mittlerweile mit einem Klarstellungsvideo von ihrem Clip distanziert: Darin sagt einer der beiden, dass sie die «volle Verantwortung» für ihr Handeln übernehmen: «Um ehrlich zu sein: Ich weiss gar nicht genau, warum wir das gemacht haben.» Die Aktion habe sich beim Besuch des Apple Stores aus der Situation heraus ergeben. Man habe beweisen wollen, dass sich die iPhones wirklich verbiegen lassen. 

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Das «Klarstellungsvideo». video: youtube

Apple hatte sich Donnerstag zu den Beschwerden über verbogene iPhones geäussert: «Bei normaler Nutzung kommt es extrem selten vor, dass sich das iPhone verbiegt», kommentiert Apple-Sprecherin Trudy Muller die Medienberichte. Die Gehäuse der Smartphones seien aus festem Aluminium hergestellt und auf ihre Belastungsfähigkeit hin getestet worden. Zweifel an der Stabilität des iPhones seien deshalb unbegründet.(mbö)

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